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  • Champions: Return to Arms - Neues Spiel oder wieder aufgewärmt? - Leser-Test von scoopexx

    Champions: Return to Arms ist ein von Snowblind Studios entwickeltes Hack&Slay Adventure, das der Nachfolger von Champions of Norrath ist. Snowblind ist in dieser Genre-Abteilung bereits sehr bewandert, da sie sowohl Baldurs: Gate Dark Alliance, dessen Nachfolger, sowie den Vorgänger dieses Spiels entwickelt haben. Return to Arms spielt dabei - wie sollte es bei diesem Typ Spiel auch anders sein - in einer Fantasy-Welt, in der Orks, Vampire, wilde Tiere und viele Kreaturen mehr zum Leidwesen der friedlichen Völker ihr Unwesen treiben und die Welt, die man gerade erst gerettet hat, nun wieder am Abgrund steht.

    Das Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" wird in diesem Spiel groß geschrieben. Auf dem Weg zum Endgegner begegnet man Hunderten von Kreaturen, die einem ans Leder wollen. Ganz wehrlos ist man zum Glück nicht, denn je nach Charakterklasse, die man eingangs gewählt hat, steht einem entweder ein enormes Talent an Nahkampfwaffenfähigkeit, Schützenfähigkeit, einem Talent in Sachen Magie oder eine Mischung aus diesen zur Verfügung. Genreüblich levelt der Spielcharakter immer wieder auf, womit man diese Fähigkeiten noch zusätzlich immer weiter ausbauen kann. Jede der sechs Charakterklassen hat hier verschiedene Ausbaumöglichkeiten, die sich komplett voneinander unterscheiden. Erreicht man die nächste Stufe, bekommt man einige wenige Punkte zugewiesen, die man auf die Talente verteilen kann. Ein erster Punkt aktiviert ein Talent, weitere Punkte, die hier zugeteilt werden, verbessern es. Passive Fähigkeiten müssen nicht aktiviert werden und sind immer aktiv, so z.B. die Fähigkeit mehr Gewicht zu tragen oder mehr Schaden mit einem Waffentyp anzurichten, aktive Fähigkeiten sind hingegen meist Zaubersprüche, die auf Wunsch abgerufen werden können. Beispiele wären hier das Beschwören von Skeletten, diverse Angriffszauber, etc.
    Auch an Waffen und Rüstungen gibt es genug Möglichkeiten, aufzuleveln. Die Gegner lassen immer wieder Items fallen (was, am Rande erwähnt, fast genreüblich, zu solch abstrusen Situationen führt, dass bspw. ein Riesenkäfer, der gerade das Zeitliche gesegnet hat, Gegenstände, wie einen Streitkolben oder eine Kettenrüstung fallen lässt), die sich auch ausrüsten bzw. benutzen lassen. Diese können dann wiederum mit Edelsteinen oder Runen versehen werden, was ihnen spezielle Attribute verleiht. Auch in den verschiedenen Läden des Spiels kann man immer wieder nützliche Gegenstände für das Gold erwerben, das man sich auf seinen Reisen verdient hat. So ist der Spielcharakter in einem ständigen Verbesserungsprozess zwischen Aufleveln und sich immer wieder verbessernder Ausrüstung.

    Das Leveldesign unterteilt sich in Siedlungen, wo sich meist nur freundlich gesinnte NPCs herumtreiben und Feindgebiet, durch das man sich questbedingt hindurchschlagen muss, um in der Story fortzuschreiten. Quests erhält man lediglich in den Siedlungen. Hier wird man hinausgeschickt, um etwa Gegenstände für Bewohner zu beschaffen, bestimmte Feinde zu beseitigen oder einfach nur, um einen bestimmten Ort zu erreichen. Nicht unwichtig für das Gameplay ist dabei, dass die Gegner nicht respawnen. Ein besiegter Feind - und sei er noch so unwichtig - wird nicht wiederkehren, egal wie oft man sein Territorium erneut besucht. Auch nachdem die Konsole aus- und wiedereingeschaltet wurde. Das hat Vorteile und Nachteile. Der größte Vorteil liegt darin, dass man, Gebiete in Ruhe erneut durchqueren kann, wenn man nochmal dorthin zurückkehrt. Der größte Nachteil liegt darin, dass man es schwer hat, seinen Charakter aufzuleveln, wenn man an einer schweren Stelle im Spiel angekommen ist. Unmöglich, wie beim Vorgänger, ist es zwar nicht, aber man muss in eine der vorhergehenden Welten zurück, um dort ein paar Monster zu erlegen. Dadurch geht der Spielfortschritt in der neuesten Welt leider verloren.

    Die Spielwelt, in der Champions: Return to Arms spielt, ist in verschiedene Welten aufgeteilt, die man nacheinander besuchen kann. Spielbeginn und einziger immerwährender Anlaufpunkt ist die Ebene der Luft, in der Firiona Vie, unsere Auftraggeberin, auf uns wartet und immer wieder neue Anweisungen gibt. Da zwischen den einzelnen Territorien der Welten große Abstände liegen und man nicht auf direktem Wege auf die Ebene der Luft kommt, bewegt man sich mit Teleportern fort, die einen in Windeseile an einen ganz anderen Ort bringen. Das hat den Vorteil, dass man schnell zwischen Orten, in dem sich die so wichtigen Läden befinden, in denen man seine Ausrüstung auffrischen kann, und dem Schlachtfeld hin- und herbewegen kann. Leider sind die Teleporter etwas rar gesät, allerdings kann man zurück in die Ebene der Luft auch über sogenannte Portal-Schriftrollen. Da dies jedoch nur einseitig funktioniert - man also nicht an die selbe Stelle auf dem Schlachtfeld zurückgelangt, beinhaltet das Gameplay eine Menge Backtracking, man durchläuft also Gebiete, in denen man bereits war, nicht selten mehrmals. Da, wie oben bereits erwähnt, die Gegner nicht respawnen, kann das schonmal wenige Minuten für Monotonie sorgen, in denen man das virtuelle Alter Ego auf dem Screen lediglich durch verlassene Areale führt.

    Grafik & Sound
    ===========

    Die optische Seite von Champions: Return to Arms ist schon durchaus als gelungen zu bezeichnen.Vor allem ist sie schön übersichtlich, ohne aber so steril zu wirken, wie bei einem Baldurs Gate: Dark Alliance. Slow-Downs sucht man vergeblich, allerdings tummeln sich auch eigentlich immer nur maximal fünf Gegner auf dem Screen. Die Effekte von Zaubern, etc. sind recht gut gelungen, ohne allerdings - für heutige Maßstäbe - besonders aufwändig zu sein. Man sollte also keine aufwändigen Grafikspielereien erwarten, sondern eine gelungene, zweckdienliche Optik. Gegenüber dem Vorgänger hat sich hier leider auch nicht viel bewegt. Die Qualität der Grafik hat sich, wenn überhaupt, dann nur marginal verbessert. Positiv sollte man aber erwähnen, dass die Gegnervielfalt gegenüber dem Vorgänger zugenommen hat und es jetzt etliche verschiedene Welten gibt, die alle unterschiedlich aussehen - es gibt also mehr Abwechslung im Spiel.

    Beim Sound hat man gute Synchronsprecher ausgewählt. Auf der Disc sind erfreulicherweise auch noch die englische und französische Version der Vertonung. Leider spielen die Dialoge bei diesem Spiel eine sehr untergeordnete Rolle, da Champions of Norrath bewusst auf pure Action setzt, während die Baldurs Gate Spiele aus dem selben Entwicklerstudio mehr in Richtung eines leicht ausgeprägteren Handlungsstrang entwickelt wurden.
    Die Musik trällert hier und da so vor sich hin, meist ist es allerdings im Hintergrund recht ruhig und nur die direkten Kampfeffekte stechen wirklich heraus. Diese sind vielleicht nicht wirklich besonders reichhaltig - man hätte dem Spiel hier mehr "Leben einhauchen" können - aber auch nicht als schlecht zu bewerten.

    Fazit:
    ====

    Wer nach Champions of Norrath noch nicht genug bekommen hat, der fährt mit diesem Spiel sicher nicht schlecht. Man muss aber wirklich hervorheben, dass sich einfach kaum Neues den Weg ins Spiel gebahnt hat. Es spielt sich einfach wie ein Champions of Norrath 1.5. Da das Gameplay ohnehin relativ monoton sein kann und auf eine ausgefeilte Story verzichtet wird, kann das schonmal in Langeweile überschlagen. Auch kommt Champions: Return to Arms nicht an die dichtere Athmosphäre heran, die die einzelnen Welten des Vorgängers aufbauen konnten. Dadurch, dass man hier schnell durch die etwa 10 verschiedenen Level springt und sich die Grafiksets ständig ändern, geht einiges an Athmosphäre verloren. Zudem wurden leider beinahe komplett alle Siedlungen aus dem Spiel herausgenommen, in denen man im Vorgänger noch Nebenmissionen bekommen hat, die noch so etwas wie eine Story fördern konnten.

    Alles in allem ist die Entwicklung, die das Spiel hier eingeschlagen hat, in die falsche Richtung gegangen. Es reicht nicht, einfach nur einen Grund zu nennen, weshalb man unterwegs ist, um etliche Monster zu vermöbeln und ein bischen mehr Hintergrundgeschichte wäre für dieses Spiel wirklich bitter nötig gewesen. Es unterhält einen wohl über die komplette Spielzeit, aber nicht in einer überragenden Art und Weise. Zu Gering sind die Neuerungen gegenüber dem Vorgänger und zu fad ist das Gameplay. Zu den ganz großen Titeln kann man Champions: Return to Arms daher leider nicht zählen, aber vielleicht zu den grundsoliden Titeln.

    Negative Aspekte:
    kaum Story, teils monoton

    Positive Aspekte:
    Spielt sich flüssig, viele Charakterklassen

    Infos zur Spielzeit:
    scoopexx hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Champions: Return to Arms

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: scoopexx
    7.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Champions: Return to Arms
    Champions: Return to Arms
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    15.03.2005

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1010576
Champions: Return to Arms
Champions: Return to Arms - Neues Spiel oder wieder aufgewärmt? - Leser-Test von scoopexx
http://www.gamezone.de/Champions-Return-to-Arms-Spiel-19916/Lesertests/Champions-Return-to-Arms-Neues-Spiel-oder-wieder-aufgewaermt-Leser-Test-von-scoopexx-1010576/
04.01.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/03/champions_1.jpg
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