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  • Chaos Legion: Kann hier jemand den Nebelwerfer abstellen und den Kameramann auf Entzug schicken? - Leser-Test von X-Warrior

    In Chaos Legion schlüpft der Spieler in die Rolle des kampferprobten Kriegers "Sieg Wahrheit", der ohne Zweifel eine Auszeichnung für einen der seltsamsten Namen der Videospielgeschichte bekommen sollte. Sein Ziel ist es, seinen ehemaligen Freund und Kampfgefährten Victor Delacroix zu besiegen, welcher den Protagonisten für den Tod seiner Geliebten "Sielas" verantwortlich macht und sich nun anschickt, die Welt der lebenden mit Himmel und Hölle zu vereinen, was den Untergang der Menschheit zur Folge hätte. Begleitet wird Sieg bereits nach kurzer Spielzeit von der jungen Acia, die sich ihrerseits an Victor rächen möchte, da dieser eine gesamte Stadt mitsamt ihrer Familie ausgelöscht hat. Ganz nebenbei gilt es für Sieg dann noch alle Teile des "höchsten Wappens Tantalos" - die stärkste aller sogenannten Legionen (was diese "Legionen" genau sind, erfahrt ihr im Laufe der Review) - wieder zusammenzutragen, da dieses bei der ersten Konfrontation mit Delacroix in mehrere Teile zerbrach und durch eine Explosion nun über das ganze Land verteilt wurde.

    Die Handlung wird in gut inszenierten Zwischensequenzen, welche - wie auch die restliche Optik von Chaos Legion - im Anime-Stil gehalten sind, vor bzw. nach einem Level transportiert. Sollte es einmal kein Filmchen zu bestaunen geben, wird dem Spieler ein englicher Sprecher vorgesetzt, der die Geschichte weitererzählt. Diese hält neben einem offensichtlichem Rachefetisch, aber auch die ein oder andere Wendung parat, welche hauptsächlich mit Siegs lückenhaftem Erinnerungsvermögen bezüglich Sielas's tot in Verbindung stehen.

    Spielerisch ist Chaos Legion sehr einfach gehalten: Der Hauptdarsteller Sieg betritt einen Levelabschnitt, hinter ihm fällt ein Tor zu oder der Rückweg wird auf irgendeine andere Weise versperrt. Monster tauchen in grellen Lichtblitzen vor ihm auf und beginnen ihn zu attackieren. Hat Sieg alle Monster in diesem Gebiet erledigt, wird der Weg in den nächsten Abschnitt freigegeben und das ganze beginnt wieder von vorne. In einigen Abschnitten gilt es allerdings auch nur ein bestimmtes Ziel- oder "Target"-Monster auszuschalten - Ist dieses erledigt, verschwinden auch alle anderen Gegner zeitgleich mit diesem. Dieses Vorgehen wird so lange wiederholt, bis man am Ende eines jeden Levels auf einen größeren - zum Teil riesigen - Endgegner trifft.

    Gegen die angreifenden Monster setzt sich Sieg stets mit seinem Schwert zur Wehr, mit dem sich mittels bestimmter Tastenkombinationen verschiedene Angriffe ausführen lassen. Damit der Ganze Hack & Slay-Einheitsbrei nicht allzu fade schmeckt, bietet Chaos Legion auch einen Ansatz von Rollenspielelementen, in Form der zuvor erwähnten "Legionen".

    Dies sind Wesen, die ihr auf Tastendruck herbeirufen könnt, damit sie euch im Kampf unterstützen. Eine Legion lässt sich aber nur mit genug "Seelenenergie" einsetzen. Diese erhaltet ihr für jeden Treffer, den ihr an einem eurer Gegner anbringen könnt. Ebenfalls für jeden Schlag, den ein Feind einstecken muss, erhalten die Legionen, die ihr bei euch tragt Erfahrungspunkte. - Maximal lassen sich zwei, der insgesamt 7 Legionen, vor jedem Levelbeginn ausrüsten. Hat eine Legion genug Erfahrung gesammelt, könnt ihr diese zwischen den einzelnen Levels aufrüsten, damit diese beispielsweise größeren Schaden anrichten kann oder eine schnellere Angriffsgeschwindigkeit erhält.

    Aber das Aufleveln der Legionen hat nicht nur Auswirkungen auf die Legion selbst, sondern ebenfalls auf den Protagonisten. So erhält Sieg dann neue Angriffe und Fähigkeiten, wie beispielsweise die Fähigkeit einen Doppelsprung ausführen zu können oder seine maximale Lebens- bzw. Seelenenergie wird erhöht.

    Da im Spiel insgesamt sieben verschiedene Legionen zu Wahl stehen, unterschieden sich diese natürlich etwas voneinander. Während sich einige davon für den Nahkampf eignen, lassen sich eure Feine mit anderen wunderbar aus der Ferne bekämpfen. Allgemein ist es ratsam sich vor einem Level für eine Nah- und einen Fernkämpf-Legion zu entscheiden, damit auf entsprechende Situationen passend reagiert werden kann.

    Damit ihr nicht vorzeitig den Game Over-Bildschirm zu sehen bekommt, oder euch die Seelenenergie ausgeht, wurden in der Spielwelt auch vereinzelt Powerups verteilt. Diese können entweder Siegs Lebens- bzw. Seelenenergie wiederherstellen oder ermöglichen es euch, in der Unterbrechung zwischen den einzelnen Spielabschnitten, euren Legionen einen extra Erfahrungsbonus zu bescheren. Leider muss zum Einsatz dieser Items, das Spiel jedes Mal pausiert werden, was den ansonsten actiongeladenen und schnellen Spielablauf etwas ausbremst.

    Allgemein ist die Steuerung des Helden leider etwas kompliziert geraten:
    Während die Richtungsangaben eurer Spielfigur mittels Pfeiltasten bzw. die Angriffsbefehle mit [E], , [D] & [F] keinerlei Problem darstellen, muss die Kamera immer manuell nachjustiert werden. Was mit einer Tastenkombination aus [W] + der entsprechenden Pfeiltaste bewerkstelligt wird. Und ja, da die Selben Tasten für die Bewegung der Spielfigur, als auch für die Kamera verwendet wurden, ist es währenddessen nicht möglich irgendeine Bewegung auszuführen, was euch komplett offen für gegnerische Attacken macht und einem so zwangsweise früher oder später den Game Over-Screen aufzwingt.

    Die Grafik ist ebenfalls so eine Sache. Einerseits sind die Gegnermodelle sehr gut und äußerst fantasiereich gestaltet worden. Und auch die Endgegner stellen hier keine Ausnahme des exzellenten Gegnerdesign dar, wissen sie doch schon allein durch ihre imposante Größe das Spielerauge zu beeindrucken. Aber andererseits blockiert eine dicke Nebelwand, bereits nach wenigen Metern die Weitsicht. Desweiteren präsentieren sich leider auch die restliche Levelumgebungen und die Grafiktexturen nur in schwacher Qualität. Zwar gibt es auch abseits der Endbosse von Zeit zu Zeit einige recht eindrucksvolle Levelpassagen mit großen Säulen und anderen schön gestalteten Bauwerken zu sehen, doch auch wenn man von einem Level in den nächsten vordringt, ähneln sich die meisten Gebiete in Farb- und Texturwahl doch zu sehr um wirklich optische Abwechslung bieten zu können. Zusätzlich zur lachhaft geringen Sichtweite und dem abwechslungsarmen Leveldesign gesellt sich auch noch stellenweise ein kleines optisches "Highlight", in Form von komplett einfarbiger (in diesem Fall schwarzer) Boden- und Wandtexturen. Wodurch die Grafik ab und an leider zusätzlich auch noch einen unfertigen Eindruck erweckt. Lediglich die Darstellung des Hauptcharakters und, die, der Gegner wissen in optischer Hinsicht voll und ganz zu überzeugen.

    Untermalt wird das Spielgeschehen von recht abwechslungsreicher Musik, die mir persönlich sehr zugesagt hat. Zwar wiederholt sich diese im Verlaufe eines Levels auch gern mal, aber die meisten Abschnitte haben ihre eigene Untermalung spendiert bekommen.
    Die eigentlichen Soundeffekte beschränken sich hingegen leider auf die Genre gegebenen Standards, soll heißen: Dass sich die immer gleichen "Huh, Huh" Kampfschreie eures Helden, mit ebenfalls gleichbleibenden, Soundeffekten, welchen einen gelandeten Treffer signalisieren, die Klinke in die Hand geben.

    Fazit:

    Chaos Legion hat definitiv mit einigen Spielspaßhemmenden Problemen, wie der unterirdischen Weitsicht, fehlender Texturen und mangelhafter Abwechslung in optischer und spielerischer Hinsicht zu kämpfen. Und wie man auf diese Schwachsinnige Idee kam, den Kamerablickwinkel mit den Selben Tasten manuell nachjustieren zu müssen, mit der auch die Spielfigur bewegt werden muss, wird mir wohl auf Ewig ein Rätsel bleiben.

    Glücklicherweise bekommt man das Spiel aufgrund seines Alters mittlerweile, zumindest in der PC-Fassung, für nicht ein mal 5€ nachgeworfen. Und dafür kann man als geneigter Hack'n'Slay Fan, trotz der deftigen Kritikpunkte und der damit logischerweise recht niedrigen Wertung, nicht wirklich etwas falsch machen. Belohnt Chaos Legion seinen Spieler doch mit schönen Zwischensequenzen und beeindruckenden Endbossen.

    Zweifelslos ein zweischneidiges Schwert, was Capcom hier fabriziert hat, das weit hinter ihren sonstigen Entwicklungen zurück bleibt, sich aber ebenso so wenig als Totalausfall bezeichnen lässt.

    Negative Aspekte:
    eintönig ; fehlende (komplett schwarze) Texturen ; miese Kamerasteuerung.

    Positive Aspekte:
    gut inszenierte Zwischensequenzen ; fantasiereiches Gegnerdesign ; beeindruckende Bosskämpfe

    Infos zur Spielzeit:
    X-Warrior hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Chaos Legion

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: X-Warrior
    6.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    4/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    6/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    6.5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Chaos Legion
    Chaos Legion
    Publisher
    Capcom
    Developer
    Capcom
    Release
    13.11.2003

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Chaos Legion
Chaos Legion: Kann hier jemand den Nebelwerfer abstellen und den Kameramann auf Entzug schicken? - Leser-Test von X-Warrior
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02.01.2011
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