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  • Chaser: Wer bin ich? - Leser-Test von DataBase

    Chaser: Wer bin ich? - Leser-Test von DataBase Wieder einmal kam mit Chaser vor kurzer Zeit ein Ego Shooter heraus und ich muss sagen, dass ich selten einen krasseren Wechsel zwischen Spannung, Langeweile, Grafikpracht und peinlichen Texturen erlebt habe.

    Story:
    Die Geschichte ist ja mal was ganz neues, denn als John Chaser erwacht der Spieler in einer Raumstation und kann sich an gar nichts mehr erinnern. Hinzu kommt noch, dass Spezialeinheiten die Raumstation stürmen und unserem John an den Kragen wollen. Also schnappen wir uns eine Waffe und versuchen zu flüchten um herauszufinden was mit uns passiert ist und warum alle unseren Tod wollen. Bei unserer Flucht geht die schicke Raumstation leider zu Bruch und wir können gerade mal so entkommen. Auf der Erde angekommen macht sich John Chaser dann auf das Geheimnis um seine Person zu lüften. Dabei enthüllen Flashbacks immer mehr Punkte seiner Vergangenheit und dies nicht nur in Videosequenzen sondern auch während des Spielverlaufs, was manchmal zu echten Schockmomenten führt. Die vielen Videosequenzen müssen sich in Sachen Länge nicht vor denen aus Metal Gear Solid 2 verstecken. Leider sind sie aber nicht halb so spannend. Im Verlauf des Spieles lässt die Story leider extrem nach und wird immer langweiliger. Was zu Beginn des Abenteuers recht vielversprechend anfing, wirkt zum Ende hin einfach nur uninspiriert. Da sind den Programmieren entweder die guten Ideen ausgegangen oder es fehlte einfach an Zeit.

    Grafik:
    Die Grafik hat ihre Höhen aber auch ziemlich viele Tiefen. In manchen Missionen wie der Raumstation, den heruntergekommenen Gassen einer Großstadt oder einer Kanalisation, die mit schönen Wassereffekten glänzt, freuen sich die Spieler auf viele schöne Lichteffekte, hochauflösende Texturen sowie viele kleine Details. Dann kommen aber Missionen, in denen man durch ewig graue Gänge und Räume stapft, die sich kaum voneinander unterscheiden. Das Problem dabei ist, dass diese Level viel zu oft die Überhand gewinnen. Schade ist dies schon, denn an einigen Stellen erkannt man, was die Engine leisten könnte. Die Spielfiguren hingegen sehen eigentlich ganz gut aus, bewegen sich aber etwas steif und abgehackt. Bei der Waffendarstellung ist man auch hin und her gerissen, da einige relativ gut aussehen, andere hingegen einfach nur hässlich und detailarm geworden sind und an fünf Jahre alte Shooter erinnern. Auch bei der Grafik wird man den Eindruck nicht los, dass Cauldron einfach zu wenig Zeit hatte.

    Sound:
    Die Story ist gewöhnlich, die Grafik ist gewöhnlich und auch der Sound hat nichts besonderes zu bieten. Die Hintergrundmusik spielt fröhlich dahin und ist in den erwähnten Flashbacks dramatisch in Szene gesetzt worden. Waffeneffekte und Hintergrundakustik sind durchschnittlich und die deutsche Sprachausgabe ist zwar ganz gut, reißt aber auch keine Bäume aus. Dennoch muss man die Entwickler loben, da sie sich wenigstens bei der Sprachausgabe einigermaßen Mühe gegeben haben.

    Gameplay:
    Chaser spielt sich, wie schon vielleicht vermutet wurde wie ein gewöhnlicher Ego Shooter in dem der Spieler durch die Missionen rennt und die vielen Gegner, die einem vor das Fadenkreuz laufen erschießt. Hinzu kommt noch, dass es immer die selben Feinde sind, die sich nur in Aussehen und Bewaffnung unterscheiden. Da kommt schnell Langeweile auf, denn Kämpfe gegen besonders starke Bossgegner sind kaum vorhanden und nicht gerade herausfordernd.
    Die Missionen bieten eigentlich bis auf einige Ausnahmen auch keinerlei Abwechslung. In einem Level muss der Spieler durch ein Gebäude schleichen und auf die Anweisungen eines Kollegen hören, der uns sagt wohin wir gehen müssen und uns vor Feinden warnt, denn werden wir entdeckt ist die Mission gescheitert. Später muss unser Held einen LKW vor einer Horde von Gegner schützen um dann später auf einen Leuchtturm zu klettern um von dort per Scharfschützen Gewehr die Route des LKWs zu säubern. Was an dieser Stelle aber spannend klingt, ist in Wirklichkeit extrem langatmig und zieht sich enorm in die Länge, während der Lastwagen unglaublich langsam durch die Straßen schleicht. Ein weiteres Feature, dass Chaser von der breiten Masse der Ego Shooter abheben sollte ist der Zeitlupenmodus, der ähnlich wie beim Vorbild Max das Spielgeschehen verlangsamt und somit besseres zielen ermöglicht wird. In der Praxis ist diese Möglichkeit allerdings überflüssig, da sie kaum benutzt wird. Weil man dann auch noch in der Ego Perspektive spielt, sieht die Zeitlupenfunktion längst nicht so spektakulär aus. Der Schwierigkeitsgrad hingegen ist recht hoch ausgefallen, wodurch auch Profis gefordert werden. Mit ca. 18 Stunden Spielzeit ist Chaser auch lang genug. Gespeichert wird zu jeder Zeit und an der Steuerung gibt es nichts auszusetzen.

    Fazit:
    Obwohl Chaser viele Mängel in Sachen Grafik und Gameplay hat und überhaupt nichts neues bietet, macht der Shooter schon irgendwie Spaß. Dennoch hätte man viel mehr herausholen können, wenn man sich vielleicht etwas mehr Zeit gelassen hätte, denn stellenweise ist die Story sehr spannend und die Grafik auch sehr schön. Herausgekommen ist nur ein Standart-Shooter, der schnell in der Masse verschwinden wird.

    Negative Aspekte:
    größtenteils langweilige Grafik, keine neuen Ideen, Story lässt zum Ende hin nach, kaum Abwechslung

    Positive Aspekte:
    Geschichte fängt spannend an, gute Steuerung

    Infos zur Spielzeit:
    DataBase hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Chaser

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: DataBase
    7.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    7.3/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung:
  • Chaser
    Chaser
    Publisher
    JoWooD Entertainment AG
    Developer
    Cauldron
    Release
    11.07.2003
    Leserwertung
     
    Meine Wertung:

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998559
Chaser
Chaser: Wer bin ich? - Leser-Test von DataBase
http://www.gamezone.de/Chaser-Spiel-19946/Lesertests/Chaser-Wer-bin-ich-Leser-Test-von-DataBase-998559/
27.07.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/07/sshot00002.jpg
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