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  • Chaser im Gamezone-Test

    Zwar bar jeglicher Innovation, wartet "Chaser" dafür mit viel Story für einen Egoshooter auf.

    Egoshooter aus der Slowakei

    Die Story zu Chaser liest sich wie ein Sammelsurium bekannter SciFi-Themen: Unser Hauptdarsteller Chaser, ein Mann in den besten Jahren, wacht irgendwann irgendwo auf dem Mars auf und weiß nur noch eines, nämlich dass er nichts mehr weiß. Noch bevor er richtig seine Gedanken sammeln kann sieht er sich in eine Geschichte voller Intrigen und Bandenkriege verstrickt und bekommt schneller als ihm lieb ist einen sogenannten Spider implantiert, ein Gerät welches explodiert wenn er sich aus der Stadt bewegt, damit er seinen Auftraggebern auch treu bleibt. Hätte er nur nicht das Problem mit seinen immer wiederkehrenden Flashbacks, die ihn besonders gerne mitten im Einsatz heimsuchen und ihm Stück für Stück seine Erinnerungen zurückgeben.

    Gespielt wird Chaser aus der klassischen 1st-Person Perspektive heraus und auch die Steuerung hält sich an bekannte Standards. Damit fällt der Einstig ins Spiel leicht und man kann sich von Anfang an auf das Geschehen konzentrieren. Dabei muss man nicht zuviel Kombinationsvermögen an den Tag legen, denn die Level sind praktisch allesamt recht linear aufgebaut und Abzweigungen in die falsche Richtung enden schon bald in einer Sackgasse, so dass man nur selten suchen muss um im Spiel fortzukommen. Verteidigen kann man sich mit allerlei Schusswaffen, die überhaupt nicht zum futuristischen Thema passend alle real existierenden Vorbildern entsprechen. Leider sind diese, trotz der hohen Anzahl, nicht sehr ausgewogen und manche Waffe kann man sich komplett sparen, so wenig Schaden richten sie an, und andere, wie die Pumpgun, lassen die Gegner zu Schießbudenfiguren verkommen, was auch daran liegt, dass sie von Haus aus nicht gerade mit viel Intelligenz bedacht wurden. Der optional mögliche Adrenalin-Mode orientiert sich stark an der bekannten Bullet-Time, für einen kurzen Augenblick also kann man das Spiel in Zeitlupe schalten und sich so voll auf den Gebrauch der Waffe konzentrieren. Allerdings muss man in diesem Zusammenhang erwähnen, dass dieses Feature irgendwie völlig überflüssig ist da das Leveldesign überhaupt nicht auf dessen Gebrauch ausgelegt wurde. Zudem gibt es Games in denen die Bullet-Time wesentlich besser umgesetzt wurde als in Chaser, weswegen man dieses Feature am Besten schnell vergisst.
    Etwas Abwechslung ins recht lineare Gameplay bringen die Schleichsequenzen, die allerdings ganz anders ausgeführt wurden als z.B. in Splinter Cell. In solchen Leveln muss man diverse Aufgaben, wie Gegner abhören oder Dinge platzieren, völlig unbewaffnet erledigen. Dafür wird man nur mit einem Headset ausgestattet per Funk durch den Level gelotst, und muss sich meist von Punkt zu Punkt schleichen ohne entdeckt zu werden. Leider funktioniert die Mechanik hinter diesem Feature nicht so ganz wie man sich das Vorstellen möchte, denn besonders wenn man einen Level schon kennt und sich schneller als vom Programm erwartet von Punkt zu Punkt bewegt, passiert es, dass wir mittels unseres Spiders in die Luft gesprengt werden, was eigentlich nur passieren sollte wenn wir den vorgeschriebenen Weg verlassen. Mitunter auch sind die Anweisungen etwas unklar und schon das betreten des falschen Raumes führt zum sofortigen Tod. Trotzdem stellen die Schleichsequenzen eine willkommene Abwechslung dar im ansonsten recht linearen Spielablauf.

    Die Grafik bietet uns viel Licht und leider auch manchen Schatten. Mitunter überraschen die Level mit ihrem Detailreichtum und den herrlich ausgeschmückten Level, wie z.B. die Raumstation kurz vor ihrer Zerstörung, nur um dann wieder ganze Level parat zu haben die fast nur glatte Wände mit den immer selben Texturen präsentieren, wie die Kläranlage die es zu sichern gilt. Objekte zum Interagieren gibt es nur wenige, wie bei Berührung herabfallende Kisten oder zu öffnende Türen und Tore sowie die obligatorischen Schalter. Abgefeuerte Projektile hinterlassen je nach Material verschiedene Löcher und geben auch differenzierte Geräusche ab, was man besonders an den Querschlägern erkennt die entstehen wenn man schräg auf etwas metallisches schießt. Die Cutscenes warten durch die Bank mit der gleichen recht hohen Qualität auf und zeigen mitunter überraschend gut gemachte Mimik in den Gesichtern der Akteure. Seltsamerweise hat das Programm ausgerechnet mit den Cutscenes noch technische Schwierigkeiten, denn diese frieren manchmal für Sekunden ein, was den Spielfluss erheblich stört. Es scheint auch stark von den verwendeten Treibern abzuhängen wie das Programm darauf reagiert, denn manche Tester berichten sogar von Abstürzen während der Cutscenes, die wir auf unseren Testrechnern mit aktuellsten Treibern und DirectX 9 nicht beobachten konnten.

    Die gebotene Soundkulisse gehört mit zu dem Besten was Chaser zu bieten hat. Die Waffen klingen angenehm stark und haben allesamt ihren individuellen Sound. Wie bereits erwähnt erzeugen auch die verschiedenen Untergründe verschiedene Einschlaggeräusche, besonders beeindruckend wenn man mit der MP auf Metallenes schießt. Ein wahres Meisterwerk aber ist die Hintergrundmusik die es hervorragend versteht für eine den Leveln entsprechende Stimmung zu sorgen und die Spannungskurve immer gemäß dem Spielfortschritt ansteigen lässt. Dabei hat man sich recht moderner orchestraler und elektronischer Stilmittel bedient die zu einem herrlichen Konglomerat zusammenkomponiert wurden. Schade, dass die deutschen Synchronstimmen da nicht mithalten können. Ist die Stimme des Hauptdarstellers Chase noch recht gut gelungen, so wirken manch andere schon arg hölzern und unmotiviert, was dem Soundeindruck einen gewaltigen Dämpfer versetzt.

    Der Multiplayer-Part wurde technisch ganz ordentlich umgesetzt, dank integriertem Gamespy ist es auch keinerlei Problem an einem Internet-Game teilzunehmen, allerdings hat man an den mitgelieferten Leveln schon arg gespart. Die eine einzige vorhandene CTF-Map z.B. wirkt eher wie eine gut gemeinte Zugabe als wie ein ausgereifter Multiplayer-Mode. In diesem Bereich gibt es also wesentlich besseres auf dem Markt, so dass man sich den MP-Mode getrost sparen kann, außer man ist von der gebotenen Umgebung fasziniert genug um über das 0815 Gameplay hinwegsehen zu können.

    Chaser (PC)

    Singleplayer
    7,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Mitunter herrlich detaillierte Level
    schön erzählte Hintergrundgeschichte die auch von den gut eingebetteten Cutscenes lebt
    kaum Möglichkeiten hangen zu bleiben oder sich zu verlaufen
    sehr stimmungsvolle Soundkulisse
    Dümmliche Gegner
    manch magerer Level
    keinerlei Innovation im Gameplay
  • Chaser
    Chaser
    Publisher
    JoWooD Entertainment AG
    Developer
    Cauldron
    Release
    2. Quartal 2003

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989357
Chaser
Chaser im Gamezone-Test
Zwar bar jeglicher Innovation, wartet "Chaser" dafür mit viel Story für einen Egoshooter auf.
http://www.gamezone.de/Chaser-Spiel-19946/Tests/Chaser-im-Gamezone-Test-989357/
04.07.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/07/chasertitel_1_.jpg
tests