Child of Eden im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Erneut gelang es Mizuguchi ein Meisterwerk zu erschaffen, welches den Spieler in einen digitalen Traum entführt.

Child of Eden Child of Eden All denjenigen die REZ nicht kennen und sich deswegen auch unter Child of Eden nichts vorstellen können, sei gesagt, dass es sich im Grunde um ein Shoot'em Up handelt, ein sehr minimalistisches noch dazu. Doch anders noch als in REZ, wo viele der geometrischen Figuren direkt dem Computer entsprungen schienen, bietet uns Child of Eden viel mehr Organisches. Viele der Figuren sind eindeutig als Lebewesen zu erkennen, besonders Fische und Vögel scheinen es dem Produzenten angetan zu haben. Aufgabe des Spielers ist es in dem bunten Wirrwarr die abzuschießenden Objekte zu erkennen und sich gleichzeitig vor den angreifenden zu schützen. Dazu benutzen wir ein Zielsystem wie wir es schon aus Panzer Dragoon Orta her kennen. Wir schießen also nicht direkt auf Etwas, sondern markieren bis zu acht Ziele mit dem Fadenkreuz und lösen die Schüsse aus indem wir die Taste loslassen. Durch diese Mechanik wird es möglich, dass sich alles im Spiel im Takt zur Musik abspielt, was einen großen Teil der Faszination des Titels ausmacht. Im direkten Vergleich mit REZ aber haben wir in Child of Eden eine zweite Waffe zur Verfügung, einen permanent feuernden Laser. Dieser ist deutlich schwächer als unsere Hauptwaffe aber wirkt verheerend auf sämtlichen violetten Objekte im Spiel. Genau die sind es auch, die uns direkt angreifen und an unserer Lebenskraft zehren, weswegen sie schnell und gezielt beseitigt werden müssen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Child of Eden Child of Eden Spielen wir mit der Kinect-Bewegungssteuerung, ist unsere Rechte Hand für die Hauptwaffe und die Linke für den Laser zuständig. Werfen wir beide Hände nach vorne, wird damit die Superbombe ausgelöst, die alles auf dem Schirm befindliche mit einem Schlag auslöscht. Klar, dass uns diese nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung stehen und ebenso eingesammelt werden müssen, wie auch die lebenserhaltenden blauen Kugeln, die unsere Lebensenergie wieder aufladen, die mit jeder Kollision abnimmt. Spielen wir mit dem Joypad, ändert sich am Gameplay nichts, allerdings steigt der Schwierigkeitsgrad etwas, da Pad-Spieler mit einem kleineren Fadenkreuz leben müssen und dieses auch nicht so schnell bewegen können wie Kinect-Spieler. Dabei hat mich selbst erstaunt, dass ich schon nach etwas Üben mit der Steuerung per Kinect eben solch gute Ergebnisse wie mit dem Pad erzielen konnte, wobei das Spielen per Kinect auch deutlich mehr Spaß macht. Es hat schon fast etwas Göttliches an sich, wenn man nur mit seinen Händen, quasi per Fingerzeig, das Geschehen auf dem Screen steuert und die Lebewesen vom Virenbefall befreit. Einen Nachteil hat die Kinect-Steuerung aber doch, der Waffenwechsel nämlich geht wesentlich langsamer vonstatten und zudem verschiebt es einem dabei das Fadenkreuz, da man ja die eine Hand aus dem Steuerungsbereich nimmt und die andere hinein führt. Das Problem gibt's mit dem Pad nicht. Trotzdem aber muss man sagen, dass die Steuerung per Kinect in Child of Eden mit zum Besten gehört was es augenblicklich für Kinect gibt, in kaum einem Spiel wurde die Bewegungssteuerung so gut umgesetzt.

Child of Eden Child of Eden Was man Child of Eden bzw. seinem Schöpfer zugestehen muss, ist die fast schon perfekte Gameplay-Mechanik. So obskur einem manche Objekte auch erscheinen mögen, erschließt sich einem doch immer sofort wie man sich der Viren erwehren muss. Genügt es Anfangs noch einfach die jeweils richtige der zwei Waffen einzusetzen, ist schon bald eine geschickte Kombination beider erforderlich um die maximal mögliche Punktzahl zu erreichen und keine der gegnerischen Geschöpfe entkommen zu lassen. Gleichzeitig auch sollten wir das alles im Takt der Musik machen um den Kombozähler hochzutreiben.

Was einen dann aber endgültig in den Bann zieht ist die herrlich abgestimmte Musik im Zusammenspiel mit den fünf absolut unterschiedlichen Sphären. Sicher, man sollte elektronischen Klängen gegenüber nicht abgeneigt sein und darf auch nichts gegen manchmal ganz schön in die Höhe gehende Vokal Tracks haben, aber wenn dem so ist, dann kann einen Child of Eden wahrlich verzaubern.

Meinung

Wertung zu Child of Eden (X360)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
Kann einen wirklich in eine Traumwelt entführenHerrliches Zusammenspiel von Musik und GrafikSehr ausgewogenes GameplayMotiviert zum x-fachen DurchspielenViel Bonus freizuschaltenAusführliche Highscore TablesGut gelungene Kinect-Steuerung
Relativ kurzGenki Rockets und Lumi stehen überdeutlich im MittelpunktKein Mehrspieler-ModeIm Grunde nur ein REZ mit nur marginalen Neuerungen
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk