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  • Chromehounds im Gamezone-Test

    Grafisch enttäuschend entwickelt sich auch das teambasierte Gameplay nur langsam, dafür online dann umso gewaltiger.

    Die Welt ist in einem gnadenlosen Krieg versunken. Die gemäßigten Regierungen von früher gibt es schon lange nicht mehr, an der Macht sind mächtige Militärapparate die um den Erhalt ihrer Macht und deren Ausweitung kämpfen. Dabei bedienen sie sich der mächtigsten Waffen die jemals geschaffen wurden, der HOUNDS. Sie sind es auch die das neue Wettrüsten am laufen halten, denn immer mächtigere und schlagkräftigere HOUNDS werden benötigt um die jeweiligen territorialen Ansprüche zu sichern.

    Uns als Söldner freilich interessiert nicht viel wer für welche Seite kämpft und welches Ziel verfolgt. Einzig die Bezahlung ist wichtig. Wer gut und schnell bezahlt, in dessen Dienst treten wir, bis der nächste Auftraggeber kommt. So haben wir es geschafft bis heute zu überleben, und so werden wir auch diesen Krieg überstehen, falls er denn jemals enden sollte.

    Die HOUND-Klassen

    Soldaten HOUNDS im Nahkampf Soldaten HOUNDS im Nahkampf Dreh- und Angelpunkt des gesamten taktischen Ansatzes in Chromehounds sind die sechs zugrunde liegenden HOUND-Klassen. Jeder von ihnen besitzt spezifische Vor- und Nachteile, und nur das Vorgehen im Verbund führt zum Erfolg. So kann ein Richtschütze mit seinen mächtigen und weitreichenden Kanonen kaum ein Ziel treffen wenn er nicht geleitet und angewiesen wird, denn meist schießt er auf Ziele die sich weit außerhalb seines Sichtbereiches befinden. Umgekehrt ist der Befehlshaber der einzige im Verbund der ein vernünftiges Radar mit Freund- Feind-Kennung besitzt sowie über eine mobile Funkstation verfügt anhand derer Funk- und Radarkontakt mit den anderen Teammitgliedern gehalten wird. Der Soldat hingegen ist für den direkten Fronteinsatz gedacht, meist besitzt er einen relativ schnellen HOUND mit starken Maschinengewehren sowie optimaler Weise auch einen Bombenwerfer, der besonders effektiv gegen Gebäude eingesetzt werden kann. Der Scharfschütze erklärt sich von selbst, doch auch er kann nicht ohne die anderen. Da er sich im Hintergrund halten muss und noch dazu mit relativ langen Nachladezeiten zu kämpfen hat, müssen ihn die Soldaten und Verteidiger schützen, ihn im Falle das Falles auch vor sich nähernden Gegnern warnen, damit er sich noch rechtzeitig zurückziehen kann. Dem Späher schließlich kommt eine ganz spezielle Aufgabe zu, er besitzt den schnellsten und schwächsten HOUND im Verbund, alleine dafür geschaffen schnell ins Feindgebiet vorzudringen, Informationen über die Feindstellungen zu sammeln, vielleicht auch noch die für die Funk- und Radarverbindung nötigen COMBAS-Türme zu sichern, um sich dann möglichst schnell und unbemerkt wieder zurückzuziehen. Oft benutzt er keine Beine oder Panzerketten sondern Räder oder die praktischen Hovercraft-Untergestelle, welche im erlauben sich ohne Geschwindigkeitsverlust übers Wasser bewegen zu können.

    Späher beim COMBAS sichern Späher beim COMBAS sichern Das zweite Standbein des taktischen Anspruchs von Chromehounds sind die schon angesprochenen COMBAS-Türme. Jeder COMBAS-Turm hat eine bestimmte Rechweite, innerhalb derer die den Turm dominierenden Teammitglieder miteinander kommunizieren können. Zusätzlich benötigt der Befehlshaber, welcher als Einziger über eine mobile COMBAS (Communication Base) verfügt diese Türme um die eigenen ebenso wie die feindlichen Einheiten auf seinem Radar verfolgen zu können. Darum ist es enorm wichtig in der Schlacht diese COMBAS-Türme zu sichern, denn bewegt man sich außerhalb ihres Funkbereiches ist man im wahrsten Sinne taub und blind. Um einen COMBAS-Turm einzunehmen, genügt es, sich für 10 Sekunden dicht neben ihn zu stellen, insofern er nicht von den Gegnern verteidigt wird, schon gilt er als erobert.

    Die Singleplayer-Kampagne

    Die Singleplayer-Kampagne bietet uns sechs Story-Stränge zu jeweils sieben Einsätze für die vorhandenen sechs HOUND-Klassen, sowie die darauffolgende "große Schlacht". Es gibt also eine Geschichte für den Soldaten, den Scharfschützen, den Verteidiger, den Späher, den Richtschütze und den Befehlshaber. Dabei ist die erste Mission immer wie ein Tutorial auf dem Clan-Eigenen Gelände aufgebaut, welches uns die spezifischen Fähigkeiten der jeweiligen HOUND-Klasse erklärt. Habe wir diese hinter uns gebracht können wir uns auch schon in den Offline-Krieg stürzen.

    Ein Richtschütze feuert seine Kanonen ab Ein Richtschütze feuert seine Kanonen ab Doch wer hier ein Gameplay auf ausufernden Karten mit langen Einsätzen erwartet, so wie wir es auch von den PC-Spielen "Mechwarrior" her kennen oder aus den Xbox-Ablegern "Mechaussault 1 & 2", der wird enttäuscht werden. Ganz im Gegenteil sind die Einsätze im Singleplayer-Mode erstaunlich kurz und die Schwierigkeit sie zu bestehen besteht einzig darin erst einmal herauszukriegen um was es überhaupt geht. Denn was uns per Funk während dieser mitgeteilt wird ist oft ziemlicher Blödsinn und mehr verwirrend als hilfreich. Meist jedoch geht es eh nur darum irgendwelche Feinde oder deren Stellungen zu vernichten. Lediglich die Befehlshaber-Missionen unterscheiden sich davon, denn als Befehlshaber greift man kaum in den direkten Kampf ein, kümmert sich viel mehr um das taktische Vorgehen der Teammitglieder.

    Eine feindliche Stellung wird zerstört Eine feindliche Stellung wird zerstört Im Gesamten gesehen nämlich wirken die Singleplayer-Missionen wie aus einem Arcade-Automaten extrahiert und auf die Konsole angepasst. Denn das Spiel legt es darauf an die kurzen Mission mehrfach zu spielen um die bestmögliche S-Wertung zu erhalten um dafür wiederum die begehrten neuen Bauteile für unseren HOUND zu bekommen. Nur darum geht es, und wahrscheinlich deswegen auch wirkt die erzählte Geschichte so lasch und belanglos. Ich traue mich sogar zu behaupten, dass die Offline-Kampagne nichts anderes ist als eine "Grundausbildung" für den Online-Krieg, der taktisch und vom Spielanspruch erfüllt was uns die HOUNDS eigentlich versprechen. So bleibt der einzige Anreiz die Offline-Missionen zu spielen der Umstand, dass man die begehrten XBL-Achievements einsacken kann, denn die erspielten Teile für die HOUNDS kann man Online nicht verwenden, dort regiert ein komplett anderes System. Mehr dazu im "Online-Gaming"-Abschnitt dieses Reviews.

    Der HOUND-Editor

    Offline wie online gibt es einen HOUND-Editor mit dem wir uns den HOUND unserer Wünsche zusammenbasteln können. Entscheidendes Element dabei ist die gewählte Basis, also die Beine, Panzerketten oder Hoover-Untersätze für unseren HOUND. Sie bestimmen die maximale Tragkraft und Geschwindigkeit unserer mobilen Waffe. Auf diesen Untersatz nun können wir ziemlich frei montieren was uns gefällt, und zwar immer an den dafür vorhandenen Andockstutzen. Jedes Element, jede Waffe, jedes Cockpit, jeder Generator und jedes Zwischenstück besitzt wenigstens einen, meist jedoch mehrere dieser Stücke. Ebenso kann fast jedes Element noch zusätzlich gedreht und/oder auf den Kopf gestellt werden. Zusätzlich existiert noch das Hexagon-System der leichten Waffen, diese nämlich lassen sich zu Gruppen zusammenbauen, da sie allesamt ein zentrales sechseckiges Element besitzen.

    Mit individuell gestalteten HOUNDS in die Schlacht ziehen Mit individuell gestalteten HOUNDS in die Schlacht ziehen Klar, dass wir unseren HOUND nicht unendlich viele Waffen anbauen können, weil er sonst unter seinem eigenem Gewicht zusammenbricht, ebenso wollen die Geräte mit Energie versorgt werden, wofür der Generator zuständig ist, von dem aber auch mehrere montiert werden können. Auch hängt die Beweglichkeit unseres HOUND direkt mit der Energieversorgung zusammen, denn je mehr Energie vorhanden ist und je mehr elektronische Hilfssysteme, desto wendiger wird unser Mech. Verlieren wir im Kampf den Generator, ist der HOUND zwar immer noch einsatzbereit, bewegt sich aber wesentlich langsamer. Umgekehrt wird er aber ebenfalls immer behäbiger je mehr Gewicht wir ihm aufsatteln, so dass mehr Generatoren nicht unbedingt eine höhere Wendigkeit bedeuten. Zum Schluss gibt es auch noch diverse Sensoren sowie Schilde die wir unserem HOUND spendieren können.

    Zur Bedienung des Editors sei gesagt, das er eines der Glanzstücke in "Chromehounds" darstellt. Mit nur wenigen Handgriffen hat man sich den HOUND seiner Wünsche zusammengebaut oder den vorhandenen neu ausgestattet. Dabei wird praktisch nur das Steuerkreuz zur Auswahl der Komponenten oder ihrer Position am HOUND benötigt, und die A- und B-Taste um zu bestätigen oder um abzubrechen. So einfach und doch so komplex kann ein gut gestalteter Editor aussehen. Sich mit ihm immer wieder neue HOUNDS zusammenzustellen ist ein wahre Freude.

    Grafik und Sound

    Für einen NextGen-Titel recht karge Landschaften Für einen NextGen-Titel recht karge Landschaften Leider kaum eine Freude bereitet die dargestellte Grafik, denn ab von den wirklich herrlich gestalteten und animierten HOUNDS selbst, wirkt die Umgebungsgrafik kein bisschen NextGen. Ganz im Gegenteil bewegt man sich meist in recht leeren und detailarmen Hügellandschaften, bestückt mit wenigen Bäumen und zusammengewürfelten Gebäuden, wobei der einzige Lichtblick noch die Spuren sind welche die HOUNDS hinterlassen. Zwar sind die Explosionseffekte selbst noch nett anzusehen, doch ist das Schadenssystem dahinter fast schon erbärmlich. Feuern wir auf ein Gebäude gibt es keinerlei Spuren an diesem, bis dieses in einer dicken Staubwolke in sich zusammensackt und sich am Boden angekommen in Nichts auflöst. Gleiches passiert mit vernichteten gegnerischen Einheiten, sie explodieren in einer schön gestalteten Feuerwolke, um sich sodann in Nichts aufzulösen. Bei aller Liebe zum Spiel, aber da hätten wir von einem exklusivem Xbox 360 Titel schon mehr erwartet.

    Ebenso unausgegoren gibt sich die Soundkulisse mitunter, der ein paar mehr verschiedene Sampels nicht schlecht getan hätten. Denn wenn die beschädigte Chassis alle zwei Sekunden denselben Brutzelton von sich gibt, der sich langsam aber sicher in die Gehörgänge bohrt, verliert man schnell den Sinn für die gut und recht unterschiedlich gestalteten Waffensounds. Ebenso gibt es praktisch keinerlei Umweltgeräusche, kein Fluss der rauscht und kein Wind der sich in den Bäumen fängt. Nicht einmal die produktiven Gebäude wie Fabriken oder Kläranlagen geben Geräusche von sich.

  • Chromehounds
    Chromehounds
    Developer
    From Software
    Release
    07.07.2006
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Chromehounds
Chromehounds im Gamezone-Test
Grafisch enttäuschend entwickelt sich auch das teambasierte Gameplay nur langsam, dafür online dann umso gewaltiger.
http://www.gamezone.de/Chromehounds-Spiel-20021/Tests/Chromehounds-im-Gamezone-Test-990835/
04.07.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/06/2006CH00326_copy.jpg
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