Cities XL 2012 im Gamezone-Test
Cities XL 2012 ist der neueste Sprössling aus der Cities XL Reihe und die zweite Ausgabe aus dem Hause Focus Home Entertainment aus Frankreich. Nach nur einem Jahr Wartezeit seit der Veröffentlichung der 2011er Version stellt sich dem virtuellen Bürgermeister die Frage, was sich zwischenzeitlich getan hat und ob sich ein Update lohnt.
Cities XL 2012 [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Cities XL 2012 ist dem Genre der Städtebausimulatoren zuzuordnen. Da es in diesem Genre sehr ruhig geworden ist, hier ein kurzer Überblick worum es bei diesen Spielen geht: Städtebausimulatoren sind eine Mischung aus Stadtbau- und Managementspielen. Als frisch gebackener Bürgermeister haben wir die Aufgabe, aus dem Nichts heraus eine blühende Stadt zu erschaffen. Dazu stehen uns zu Beginn nur ein Fleckchen Land und mehr oder weniger üppige finanzielle Ressourcen zur Verfügung. Mit deren Hilfe bauen wir unsere ersten Straßen und weisen Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete aus. Natürlich benötigen wir für unsere zukünftigen Einwohner auch Elektrizität, Wasserversorgung und Abfallentsorgung. Zu Beginn ist das auch noch gar nicht so schwer, gespannt können wir beobachten wie sich Bürger und Unternehmen in unserer Gemeinde ansiedeln.
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Damit ist es aber nicht getan. Unsere Bürger sind anspruchsvoll und wünschen sich Polizei, Feuerwehr, medizinische Versorgung und natürlich auch Freizeitaktivitäten. Wie im echten Leben spielen hierbei auch die Standortfaktoren eine große Rolle. Niemand wird gerne neben einem qualmenden und stinkenden Industriegebiet wohnen wollen oder jeden Tag den Gestank und Lärm an einer stark befahrenen Straße ohne Murren hinnehmen. Wenn dann auch noch der Weg zum Supermarkt sehr weit ist oder die ärztliche Versorgung im Notfall zum Problem werden würde, dann kann man sich sicher sein, dass nur wenige Bürger Interesse an einem Umzug in unsere Stadt haben werden.
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Auch die Verkehrsplanung beansprucht unsere Aufmerksamkeit. Permanent verstopfte Straßen frustrieren unsere Bürger und wenn Geschäfte oder Fabriken nicht vernünftig erschlossen sind, wird das die virtuellen Unternehmer früher oder später zum Aufgeben zwingen. Als Lösung kann man in breitere Straßen investieren oder Bus- und später U-Bahn-Linien einführen. Die Steuerzahler erwarten hier einiges von uns, was uns auch gleich zum nächsten Thema bringt: Die Investitionen müssen - welche Überraschung für viele Politiker - schließlich auch bezahlt werden. Das geschieht durch das Lästige aber notwendige Erheben von Einkommenssteuern für Erwerbstätige und Unternehmen. Jede Interessensgruppe hat hier aber andere Vorstellungen von einem angemessenen Steuerniveau, was wir bei der Planung unserer Steuersätze berücksichtigen müssen.
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Cities XL 2012 folgt hier im Wesentlichen den Ideen des großen Vorbilds und Großmeisters des Stadtbaugenres: Sim City. Sim City, ursprünglich entwickelt von Will Wright, zieht die Liebhaber von Aufbauspielen seit dem Jahr 1989 in seinen Bann. Die letzte Version erschien als Sim City 4 im Frühjahr 2003, sowie das Erweiterungspaket "Rush Hour" im Herbst 2003. In dieser Tradition veröffentlichte im Mai 2006 der Entwickler Monte Cristo die erste Version seines Städtebausimulators unter dem Namen "City Life". 2006 folgte die "City Life Deluxe Edition" und 2008 "City Life 2008". Im Oktober 2009 erschien dann Cities XL, das es erlaubte, auf einem Planeten Bauplätze durch verschiedene Internetspieler online zu besiedeln. Das Online-Experiment schlug fehl und so war Monte Cristo finanziell am Ende und verkaufte die Rechte an der City Life/Cities XL Reihe an den französischen Entwickler und Publisher "Focus Home Entertainment". Die erste Version aus letzterem Hause wurde im Oktober 2010 unter dem Namen Cities XL 2011 veröffentlicht.
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In Cities XL 2012 gibt es nach wie vor vier verschiedene Bevölkerungsschichten, vom ungelernten Arbeiter bis zur Spitzenkraft. Diese haben jeweils unterschiedliche Anforderungen an die Gemeinde und wollen z.B. mit Freizeit- und Bildungseinrichtungen bei Laune gehalten werden. Dieses Konzept ist sehr interessant aber durchaus auch noch verbesserungswürdig. So bleibt die Zuordnung der Zonen zu den Bevölkerungsschichten konstant bestehen. Verkommt ein Viertel mit der Zeit, so ist es im Gegensatz zu Sim City 4 nicht möglich, dass sich in den abgewohnten Gebäuden Einwohner aus niedrigeren Schichten niederlassen. Das Konzept der Bevölkerungsschichten raubt damit unserer Stadt die in der Realität beobachtbare dynamische oder auch insbesondere in den USA typische zyklische Stadtentwicklung.
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Industriegebiete können vom Typ Farmen, Schwerindustrie, Produktion, Bürodienstleistungen oder High-Tech sein. Jedes Industrieunternehmen hat hierbei einen unterschiedlichen Bedarf an Infrastruktur, Ressourcen aber auch Angestellten aus verschiedenen Bevölkerungsschichten. Im Bereich Gewerbe gibt es Geschäfte, Hotels und Freizeiteinrichtungen. Die öffentliche Hand steuert das Rathaus, Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen und Umweltgebäude bei. Hierbei gibt es eine große Auswahl an verschiedenen unterschiedlich großen Gebäuden. Je größer das Gebäude, desto teurer ist der Unterhalt, aber dafür erhalten diese dann auch einen erweiterten Einflussbereich. Seine Städte kann man als Bürgermeister mit sehr vielen dekorativen Elementen wie Parks, Plätzen und Sehenswürdigkeiten aufwerten. Neu in der 2012er Version sind für die Freunde von Bauplätzen am Wasser teure Luxuswohnungen zum Aufbau in exklusiver See- oder Meerlage.






