Cities XL 2012 im Gamezone-Test

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Die Neuerungen im Vergleich mit dem Vorgänger halten sich in Grenzen, wobei leider sogar alte Bugs beibehalten wurden.

Cities XL 2012 Cities XL 2012 Besonders eindrucksvoll ist die Auswahl an Straßen. Das fängt bei der nicht geteerten Straße an und endet bei einer großen Autobahn. Dazwischen finden sich normale Straßen, vierspurige Alleen und Kreisverkehre, mit denen wir unsere Stadt erschließen können. Nicht weniger eindrucksvoll ist die Auswahl an Brücken. Abgerundet wird die Infrastruktur durch Bus- und U-Bahnlinien. Die Anzahl an Linien ist begrenzt, jedoch lassen sich wie beim realen Vorbild richtige Linien anlegen, was z.B. bei Sim City 4 nicht möglich war. Die Verkehrsströme lassen sich so sehr gezielt steuern. Natürlich darf auch internationaler Handel per Schiff und Flugzeug nicht fehlen.

Cities XL 2012 Cities XL 2012 Optisch abgerundet wird das Spiel durch so genannte Gebäudesets und Baupläne. Ein Gebäudeset bietet uns regional typische Gebäude, Straßen und Dekorationen an, mit denen wir unsere Städte typisch amerikanisch, asiatisch oder europäisch gestalten können. Baupläne erlauben uns, eindrucksvolle Gebäude oder Sehenswürdigkeiten zu errichten und müssen im Laufe des Spiels freigeschaltet werden. Hierbei handelt es sich um Gebäude wie Big Ben, den Eiffelturm und vieles mehr, die sehr teuer sind und dafür aber nicht nur schön aussehen, sondern auch andere Boni enthalten, wie z.B. eine deutliche Steigerung der Lebensqualität.

Cities XL 2012 Cities XL 2012 Das Spiel belegt knapp 6 GB auf der Festplatte und lief im Test bei mir auf den ersten Blick sehr flüssig und stabil. Nach einigen Stunden Spielspaß stürzt das Spiel insbesondere bei Städten mit mindestens einer halben Million Einwohnern ab. Warum dieser schon im Vorgänger vorhandene Fehler nicht korrigiert wurde entzieht sich meiner Kenntnis. Die Landschaft ist komplett in 3D gerendert und ist zwar schön anzusehen, wirkt aber mittlerweile nicht mehr zeitgemäß und bedarf einer optischen Aufwertung. Das Spiel erlaubt es, bis auf den Straßenlevel zu zoomen. Hier offenbaren sich dann die mittlerweile deutlichen graphischen Schwächen des Spiels. Die Objekte wirken selbst mit eingeschaltetem Anti-Aliasing oft kantig und lieblos. Wie auch schon im Vorgänger wiederholen sich über die Kreuzung fahrende Autos ständig und die Einwohner torkeln oft etwas desorientiert durch die Straßen, so dass man sich fragt, ob man nicht schon längst ein bislang unentdecktes Alkoholproblem in der Bevölkerung hat. In der Regel wird man seine Stadt aber immer aus der Vogelperspektive beobachten um den Überblick zu behalten. Mit etwas Abstand betrachtet sieht Cities XL 2012 immer noch ganz passabel aus. Sollte es einen Nachfolger geben, wird man aber nicht um ein Update der Texturen herum kommen.

Cities XL 2012 Cities XL 2012 Die Hintergrundmusik ist in der 2012er Version nicht aktualisiert worden. Die akustische Untermalung ist damit immer noch sehr langweilig und monoton. Am besten schaltet der virtuelle Bürgermeister das lieblose Gedudel ab, um nicht Gefahr zu laufen mitten im größten Boom einzuschlafen. An dieser Stelle noch einmal der dringende Appel an die Entwickler hier nachzubessern. Innovativ wäre hier mal eine Verbindung mit dem heimischen Musikarchiv via iTunes oder einem beliebigen anderen Musikverwaltungsprogramm.

Cities XL 2012 Cities XL 2012 Toll gemacht aber ebenfalls unverändert im Vergleich zur 2011er Version sind die zahlreichen Statistiken aus den Bereichen Bevölkerung, Zufriedenheit, Wirtschaft, Lebensumfeld, Ressourcen und öffentliche Verkehrsmittel. Hier kann man sich im Detail ansehen, wo man als Bürgermeister seinen Job gut erledigt hat, oder wo noch Nachbesserungsbedarf besteht. Mit Hilfe der Ressourcen-, Bevölkerungs- und Budgetanalyse kann man sich das Zahlenmaterial in diesen drei Bereichen genau aufgeschlüsselt ausgeben lassen. Das ist sehr hilfreich, um die Zusammenhänge im Spiel erforschen und verstehen zu können, und um als Bürgermeister die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Ebenfalls unverändert (inklusiver aller Bugs) ist das Punktesystem im Spiel. Die Meldungen über erlangte Erfolge, für die es jeweils Punkte gibt, werden zum Teil erst mit erheblicher Verzögerung von mehreren Minuten angezeigt und sind immer noch sinnfrei. So wird mit leuchtend oranger Farbe freudig gemeldet, dass meine Stadt zurzeit einen negativen Cash-Flow von 5.000 Geldeinheiten hat. Mir scheint als würde man beim Entwickler bevorzugt ehemalige Spitzenpolitiker einstellen, die diesen Unsinn programmieren.

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