Cities in Motion im Gamezone-Test

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Die Wiederbelebung des innerstädtischen Transport-Simulators darf man als geglückt bezeichnen.

Pünktlich zum fast schon jährlichen Streik der Lokomotivführer liefert uns Paradox Interactive die von Collossal Order entwickelte Transport-Simulation "Cities in Motion" für den heimischen PC. Wer seinen Arbeits- oder Schulweg mit Hilfe von öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegt und sich schon oft darüber ärgerte, dass der Bus mal wieder Verspätung hat, die U-Bahn zu selten fährt oder die Straßenbahn mal wieder so voller "Beförderungsfälle" ist, dass man ins Schwitzen kommt, kann hier die Gelegenheit ergreifen und selbst bei der Planung und Realisierung eines Nahverkehrsnetzes Hand anlegen.

Cities in Motion Cities in Motion Alte Hasen im Simulationsgeschäft werden sich an das Spiel "Der Verkehrsgigant" von JoWooD aus dem Jahre 2000 erinnern. Lange - nein zu lange hat es gedauert, bis sich wieder eine Softwareschmiede an das Thema öffentlicher Personennahverkehr heran getraut hat. Cities in Motion läuft auf jedem Windows basiertem PC ab XP und begnügt sich mit einem 2 GHz Dual Core Prozessor und 2 GB RAM. Die Installation belegt ca. 2 GB auf der heimischen Festplatte und zur Aktivierung des Spiels mit Hilfe der beigelegten Seriennummer verlässt sich Paradox Interactive auf Steam.

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Cities in Motion Cities in Motion Ziel des Spiels ist der Aufbau eines städtischen Nahverkehrssystems, welches einerseits den Bedürfnissen der Bürger entspricht aber andererseits natürlich auch ordentliche Gewinne abwirft. Hierbei können selbstverständlich Bus-, Straßenbahn- und U-Bahn Linien aufgebaut werden. Sollten innerhalb unserer Stadtgrenzen viele Gewässer befinden, lohnt sich unter Umständen der Aufbau eines Wassertaxis. Als exotisches Verkehrssystem kann man zudem ab den 1950er Jahren einen Hubschrauber-Service aufbauen. Dem Spieler stehen hierbei mehr als 30 verschiedene Fahrzeuge zur Verfügung. Diese sind jedoch frei erfunden, es besteht nur eine Anlehnung an die für die jeweiligen Epochen typischen Vertreter der jeweiligen Fahrzeuggattungen.

Cities in Motion Cities in Motion Der Spieler ist hierbei in einer dreidimensionalen Landschaft tätig, die stets ebenerdig ist. Hügel und Täler werden leider nicht dargestellt. Die Grafik ist für eine Transportsimulation sehr schön und detailliert ausgeführt worden. Nicht nur im ersten Szenario, welches im Berlin der 1920er Jahre spielt, kann man der damaligen Zeit entsprechende Bauten wiederfinden. Dies erzeugt eine optisch sehr authentische Atmosphäre. Die Grafik ist recht flott und lässt sich in Schritten von 45° frei drehen. Was zunächst wie eine Einschränkung anmuten mag, hilft im Spiel nicht den Überblick zu verlieren und verhindert unnötiges und nerviges Korrigieren der Kameraperspektive. Durch die Straßen unserer Stadt sieht man zur Epoche passende Fahrzeuge fahren. Auch unsere Passagiere kann man auf den Straßen und Bürgersteigen umherwandern sehen. Hierbei zeigen kleine Smilies über den Köpfen der Bewohner deren Meinung über die Leistungen unserer Transportfirma an. Obwohl sich auf der Karte einige dynamische Elemente wie Fußballspieler, Flugzeuge oder Züge finden lassen, hätten weitere animierte Objekte einem Wirklichkeits-getreuerem Abbild unserer Stadt gut getan.

Cities in Motion Cities in Motion Bei den schienengebundenen Systemen U-Bahn und Straßenbahn müssen wir zunächst die Gleise verlegen. Bei Straßenbahnlinien muss an den Enden einer Linie immer eine Kehrschleife vorhanden sein, damit unsere Wagen wenden können. Bei U-Bahnen entfällt diese Maßnahme, da hier einfach am Bahnsteig der Endstation gewendet wird. Leider kann man U-Bahnen und Straßenbahnen immer nur zweigleisig verlegen. Was bei der U-Bahn wenig problematisch erscheint, ist für den Aufbau eines realitätsgetreuen Straßenbahnsystems eher ärgerlich. So bestehen unsere Kehrschleifen an den Endstationen immer aus zwei Gleisen, die ja auch Wartungskosten verursachen und eingleisige Abschnitte sind so gar nicht realisierbar. Bei unserem Bus-, Wassertaxi- oder Hubschrauber-Netzwerk reicht es aus einfach nur Haltestellen anzulegen. Hierbei stehen mit fortschreitender Spielzeit modernere Varianten zur Verfügung, so gibt es z.B. bei den Buslinien später auch überdachte Wartehäuschen zur Auswahl. Hat man erst einmal seine ersten Haltestellen gebaut, so fällt leider negativ auf, dass man keine so genannten Doppelhaltestellen bauen kann. Dies sind Stationen, an denen an einer Stelle zwei oder sogar mehrere Verkehrsträger parallel halten können. Klassischer Weise ist das eine Bus- und Straßenbahnhaltestelle. Das Fehlen dieser Option führt dazu, dass sich unsere Verkehrssysteme nicht wirklich wie im Vorbild miteinander verknüpfen lassen.

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