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City of Heroes (PC)

Release:
29.09.2006
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
k.A.
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City of Heroes: Dieses MMORPG ist super -- Lesertest von Corlagon

21.11.2012 09:50 Uhr
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Neu
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City of Heroes war das erste Superhelden-MMORPG und soll bis heute das erfolgreichste sein. Fans schätzen den Nicht-Mainstream-Ansatz, daß auch Gelegenheitsspieler keine Probleme haben und daß man auch als Spieler dazu angeregt wird, selbst Künstler zu sein.

Wie wollen wir denn heute aussehen? Wie wollen wir denn heute aussehen? [Quelle: eigener Screenshot] Die Geschichte des Spiels: Ursprünglich wurde City of Heroes von den Cryptic Studios erschaffen, in Zusammenarbeit mit dem MMOG-Riesen NC Soft wurde es 2004 gelauncht; damals war noch zwingend ein Abonnement erforderlich. Bereits 2005 folgte City of Villains, eine Art Alternativversion, in der man dann zur Abwechslung als Bösewicht agieren durfte, in einer separaten Stadt, aber immer noch im selben Spiel auf denselben Servern und bei einem gemeinsamen Account ohne zusätzliche Abogebühr. 2007 übernahm NC sämtliche Rechte und die meisten der Entwickler, inzwischen heißen sie Paragon Studios, und ab 2008 mußte man nur noch Heroes oder Villains gekauft haben und hatte in jedem Fall Zugriff auf beide Städte. 2010 folgte mit City of Heroes: Going Rogue eine kostenpflichtige Erweiterung, die die bisher rein schwarzen und weißen Spielfiguren aufweichte, und 2011 stellte man unter dem Motto City of Heroes Freedom auf ein Hybridmodell um, das kostenlosen Zugang zu den meisten Teilen des Spiels gewährte; Abonnements werden weiterhin angeboten, fast alle Features und Inhalte können aber auch einzeln durch Einmalzahlungen freigekauft werden. Zudem gibt es alle paar Monate kostenlose Erweiterungen, die in Anspielung auf die klassischen Superheldencomics "Ausgaben" genannt werden.
(Aktuell geht das Gerücht, NC Soft wolle City of Heroes und die kompletten Paragon Studios dichtmachen, einzig und allein um den Fokus des Unternehmen und die Publishertätigkeiten neuauszurichten, obwohl es profitabel ist, und man ignoriere Kaufangebote mehrerer Unternehmen. Das kann selbstverständlich nicht stimmen, denn dazu müßte NC ja ein böser Spielekiller sein, der aus reinem Eigennutz Kunst vernichtet.)

Ursprünglich gab es nur für Windows einen Client, inzwischen ist aber auch einer für Mac OS hinzugekommen (ich gehe aber von ersterem aus). Bis 2012 konnte man nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Deutsch oder Französisch spielen, die Spielerzahl war aber letztendlich zu gering, um die Übersetzungen zu rechtfertigen (hierzulande ist das Superheldengenre halt nicht so groß, es gab allerdings auch keine nennenswerte Werbung). Da City of Heroes ständig weiterentwickelt wird, kann dieser Bericht natürlich früher oder später veraltet sein; aktuell (Herbst 2012) ist Ausgabe 23. Überhaupt habe ich manche Inhalte bis heute noch nicht gespielt, da der Umfang zwecks Kundenbindung sowieso längst schon enorm ist.

Als erstes MMOG in seinem Genre mußte City of Heroes natürlich so viele Motive, Tropen, Klischees oder was auch immer der korrekte Ausdruck ist mit einbeziehen – aber es funktioniert. Die titelgebende Stadt ist Paragon City, eine fiktive Version von Providence, Rhode Island, die sich im Laufe der Jahrhunderte zur Megametropole entwickelte. Zwei Söhne der Stadt, Marcus Cole und Stefan Richter, entdeckten 1930 den Brunnen des Zeus und die Büchse der Pandora, und lösten so ein neues Zeitalter der Übermenschen aus. Marcus kehrte nach Paragon zurück und begann als Statesman erfolgreich gegen Korruption und Verbrechen zu kämpfen. Andere Metamenschen folgten seinem Beispiel – nicht jedoch Stefan, der sich als böse outete, zum Anführer der faschistischen Organisation Arachnos aufstieg und als Lord Recluse die vor der Küste gelegenen Etoile Islands eroberte, die sowieso schon aus gutem Grund den Spitznamen Rogue Isles trugen.
Ende des Jahrhunderts wurden Reisen in andere Universen möglich – und irgendwer provozierte Aliens dazu, 2002 die "Primärerde" anzugreifen. Die Rikti wurden zwar zurückgeschlagen, doch viele Helden kamen dabei ums Leben. Nun liegt es an einer neuen Generation, Paragon City vor den verbleibenden Rikti, aber auch jungen Supergangstern, bösen Kulten, wahnsinnigen Wissenschaftlern, einem zwielichtigen Großkonzern usw. usf. zu beschützen. Lord Recluse und Arachnos hingegen arbeiten verstärkt mit anderen Schurken zusammen, um endlich über Statesman und das Freedom Corps triumphieren zu können. Und sie haben noch einen gemeinsamen großen Feind: den Marcus Cole der sogenannten Prätorianer-Erde, der dort eine Anti-Utopie errichtet hat und im Namen des Friedens gegen alle vorgeht, die ihm widersprechen …

Das Leben in den Rogue Isles Das Leben in den Rogue Isles [Quelle: eigener Screenshot] In City of Heroes erstellt Ihr Euch Eure eigene Spielfigur (es ist nicht unwahrscheinlich, daß Ihr Euch jede Menge erstellt, nur könnt Ihr sie halt nicht gleichzeitig spielen), mit der Ihr dann ins Abenteuer zieht. Bis zu acht Spieler können sich zu einem Team zusammenschließen, was den Spielspaß erhöht, aber nicht wesentlich, denn auch solo ist der schon reichlich vorhanden. In der "Oberwelt" könnt Ihr Euren Kollegen begegnen, Aufträge erhalten, handeln und dergleichen; die meisten der Aufträge schicken Euch jedoch in Dungeons ("Türmissionen"), bei denen es sich dann um Instanzen handelt, die nur von Euch und Euren Kameraden betreten werden können, was den Vorteil hat, daß kein fremder Spieler dazwischenfunken kann. Da es unzählige solcher Missionen gibt, sind sie eher generisch angelegt, so daß sich die Abwechslung in Grenzen hält, aber ein verlassenes Lagerhaus sieht natürlich völlig anders aus als Kanalisation oder eine Arachnos-Basis, und selbst relativ belanglose Storys (es gibt natürlich auch aufwendige) sind immer noch besser als ein Mangel an Questen, aufgrund dessen man die notwendige Erfahrung für die nächsten Abenteuer nur noch durch willkürliches Grinden verdienen könnte, wie es nachlässig designten (oder meinetwegen auf Hardcore-Spieler abzielenden) Rollenspielen nachgesagt wird. Die meiste Zeit verbringt man schon damit, sich durch die aktuelle Gruppe von Antagonisten zu kämpfen; häufige Aufgaben bestehen darin, den Anführer zu besiegen, Zivilisten zu retten oder auch gefangenzunehmen, und/oder bestimmte Objekte zu finden (besondere Artefakte, Maschinen, zu entschärfende Bomben usw. usf.), manchmal gibt es aber auch noch andere.
Das Spiel läuft komplett in Echtzeit, ich spreche aber nicht von Action, da man seine Ziele per Cursor auswählt (Gegner lassen sich bequem mit einer Taste durchschalten, für Teamkollegen gibt es Tastenkombinationen), und die Eigenschaften der Figuren (sowie in geringerem Ausmaß der Zufall) entscheiden, ob ein Angriff trifft oder danebengeht. COH ist auf Player vs. Environment ausgelegt – zwar können sich Spieler auch untereinander bekämpfen, jedoch nur als rein optionale Nebensache an speziellen Orten. Die Anzahl und Stärke der Gegner in den Instanzen paßt sich der Teamgröße an, kann aber auch in einem relativ großen Rahmen selbst eingestellt werden. Verlorene Lebensenergie regeneriert sich mit der Zeit von selbst; wer besiegt wird, kann eventuell von einem Kameraden oder auch sich selbst wiederbelebt werden, oder sich zur Not in ein Krankenhaus teleportieren. Wie es in Rollenspielen die Regel ist, bekommt Ihr für besiegte Gegner Erfahrung, Spielgeld (hier abstrakt "Einfluß" oder "Verrufenheit") und zufällig Gegenstände.

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21.11.2012 09:50 Uhr
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