Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
  • CivCity: Rom im Gamezone-Test

    Was passiert, wenn Civilization-Macher Firaxis und Stronghold-Schöpfer FireFly gemeinsam eine Simulation entwickeln?

    Was kommt dabei heraus, wenn Civilization-Macher Firaxis und Stronghold-Schöpfer FireFly gemeinsam eine Simulation entwickeln? Der Test verrät es!

    Rom wurde nicht an einem Tag erbaut

    Civ City: Rom unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum bis gar nicht von den restlichen 99% der Aufbauspiele. Das Römische Reich wurde ja bekanntlich nicht an einem Tag erbaut, und so fängt man halt als frisch gebackener Statthalter klein an. Zunächst muss das Stadtzentrum erichtet werden, in dem schon bald die ersten Immigranten eintreffen. Damit die neuen Mitbürger ein Dach über dem Kopf haben, gilt es erst mal einige Baracken zu erstellen. Wie es in jedem Simulationsspiel üblich ist, sollte diese günstig platziert sein, damit später genügend Raum vorhanden ist. Schließlich muss die Umgebung an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst werden. Die möchten immerhin am liebsten alle Geschäfte und Einrichtungen in ihrer Nähe haben. Erfüllt man ihnen diesen Wunsch, zeigen die Bewohner Eigeninitiative und bauen ihre Häuser von selbst. So passiert es, das aus einer kleinen schlichten Hütte später eine schicke Villa wird - und davon profitiert man selbst: Je größer ein Gebäude, desto mehr Steuergelder fließen in die Stadtkasse. Echt praktisch!

    CivCity: Rom CivCity: Rom Wirklich außergewöhnlich ist bei der Bedürfniserfüllung der Bevölkerung der immens hohe Transparenzgrad, den die Entwickler an den Tag gelegt haben. So darf man die Häuser der Bewohner nicht nur wie gewohnt von außen betrachten, sondern auch direkt in das Innere hineinzoomen. Dort geht es zwar äußerst jugendfrei zur Sache. Spaß macht der Anblick aber dennoch. Denn in den Zimmern findet ihr exakt die Waren wieder, die sich die Hausbewohner zuvor aus euren Lagern geholt haben. Vom Bett über edle Weinflaschen bis hin zum frisch gebackenen Brot: Alles steht fein säuberlich aufgereiht in der Bude!

    Alle Wege führen nach Rom

    CivCity: Rom CivCity: Rom Um die Grundversorgung der Bevölkerung mit Nahrung zu gewährleisten und Arbeitsplätze zu schaffen, stehen einem etliche Möglichkeiten wie Viehzucht, Farmbetrieb und Rohstoffabbau zur Wahl. Die dort erwirtschafteten Produkte werden in Lagerhäusern oder Nahrungsspeicher untergebracht und anschließend zu Lebensmitteln weiterverarbeitet. So wird in der Mühle aus geerntetem Weizen Mehl gemacht, aus dem dann später in der Bäckerei Brot gebacken wird. Selbstverständlich können diese Ware auch ideal zum Handeln mit anderen Städten genutzt werden. Grundvorrausetzung ist natürlich ein Hafen oder ein Markplatz - je nachdem, wo sich gerade der Handelspartner findet. Außerdem muss noch eine Handelsroute mittels Mausklick auf der Karte festgelegt werden und die zu transportierende Güter. Auf den Preis allerdings hat man keinerlei Einfluss.

    Der Circus Maximus

    CivCity: Rom CivCity: Rom Getreu dem Motto "Brot und Spiele" lechzt die Bevölkerung nicht nur nach leckeren Nahrungsmitteln, teurem Wein und sonstigen Dingen, die das Leben schöner machen. Nein, sie wollen auch fürstlich unterhalten werden. Denn zuhause ist es auf Dauer doch ziemlich langweilig. Damit das nicht passiert, muss für ein ausgewogenes Freizeit- und Kulturangebot gesorgt werden. Auch hier sind die meisten Gebäude wieder voneinander abhängig: Ohne Schauspielschule finden keine Theateraufführungen statt, und auf der der Piazza erklingt ohne Musikunterricht kein Konzert. Um die Götter nicht zu verärgern, wäre es angebracht einen Tempel zu errichten. So bleibt die Religion nicht auf der Stecke und die Bürger können heiraten, wenn ihnen danach ist. Besonders freut sich das Volk aber über den Bau eines so genannten Wunders. Doch bevor man einen großen Leuchtturm oder Kolosseum errichten kann, muss man nicht nur viel Geld sparen, sondern auch noch bestimmte Technologien erforschen. Von dieser Technologie gibt es insgesamt 70, die im verschiedenen Zweige unterteilt sind. Wenn regelmäßig in Forschung investiert wird, bringt das einem nicht nur einen Schritt näher an das gewünschte Wunder, man erhält auch noch nebenbei mit jeder Neuerung diverse Boni, wie z.B. höhere Steuereinnahmen oder die Möglichkeit, Rohstoffe schneller abzubauen. Durch diesen Fortschritt wird auch das Volk glücklicher, denn wer wohnt nicht gerne in einer modernen Stadt. Immerhin sollte die Stimmung der Bürger als Statthalter einem am Herzen liegen. Sind die Bürger unzufrieden, lassen sie alles stehen und liegen und verschwinden schneller aus der Stadt, als man "Alea iacta est" sagen kann. Soweit muss es allerdings nicht kommen. Flacht die Zufriedenheitsskala aufgrund von Arbeitslosigkeit oder purer Langeweile der Bürger zu stark ab, wirkt man dem einfach mit einer Steuersenkung oder der Erhöhung von Essensrationen entgegen.

    Ordnung ist das halbe Leben!

    CivCity: Rom CivCity: Rom Wer vor hat seine Bevölkerungszahlen in die Höhe zu treiben, der muss auch seine Infrastruktur im Griff haben. Ein gut ausgebautes Straßennetz und eine flächendeckende Wasserversorgung sind hier das A und O. Und da niemand gerne in einer verschmutzten Stadt leben möchte, wäre es ratsam Straßenkehrer einzustellen. Und damit die Stadt nicht wie ein trostloser Marmorklotz in der Landschaft aussieht, sollte man dem Stadtbild etwas Gutes tun und Bäume pflanzen, sowie einige Gärten anlegen. In einem altertümlichen Krankenhaus sorgt man sich für die Gesundheit der Bürger, der Barbier dagegen um die Schönheit.

    CivCity: Rom CivCity: Rom Neben so viel positiven, lauern aber auch Gefahren in der beschaulichen Welt von "CivCity: Rom". Wilde Tiere greifen die Bewohner an und Brände legen ganze Gebäude in Schutt und Asche. Am besten man platziert mehrere Wach- und Feuerwehrtürme in der Stadt, um den entgegen zu wirken. Aber Feuer und Wilde Natur sind nicht die einzigen Feinde von Rom! Auch feindliche Barbarenstämme machen einem das Leben schwer. Um den Jungs in Fellhosen entgegentreten zu können, wäre ein Kastell mit Legionären genau das Richtige. Und damit die tapferen Soldaten sich auch wehren können, gleich noch einen Auftrag an Schmied schicken und Waffen herstellen lassen.

    In einigen Missionen ist man zum kämpfen gezwungen, doch diese Scharmützel spielen immer nur eine Nebenrolle. Kommt es mal zu einer Auseinandersetzung, kann das auf zwei verschiedene Arten ablaufen: Entweder wird der Zwist symbolisch auf der Weltkarte ausgetragen, wobei hier die Truppenstärke über Sieg und Niederlage entscheiden, oder man muss dem Feind - sofern er in das Gebiet eingedrungen ist - mit den Truppen davon abhalten, mühsam errichtete Gebäude zu zerstören.

    Triste Idylle

    CivCity: Rom CivCity: Rom Technisch spielt Civ City: Rom nur in der zweiten Liga. Trotz einiger netter Shader-Effekte auf den Hausdächern sind die Texturen etwas schwammig. Statt farbenfroher Szenerie erwarten einen Brauntöne in hunderten von Nuancen. Da fühlt man sich nicht an das pompöse Rom erinnert, sondern vielmehr an die gute alte DDR. Niemand erwartet das volle Regenbogen-Spektrum, doch braun in braun ist auf Dauer einfach nur langweilig. Die Animationen der kleinen Römern sind den Entwicklern besser gelungen. Wenn die Bevölkerung durch die Straßen schlendert und Arbeiter Ressourcen hacken, macht das einen durchaus stimmigen Eindruck. In musikalischer Hinsicht ist monotones Fahrstul-Gedudel angesagt. Böse Zungen behaupten, das passe zum Gameplay wie die Faust aufs Auge ...

    Übersicht garantiert

    Wer hat Angst hat, bei dieser Vielfalt die Übersicht zu verlieren, kann beruhigt sein. Denn mittels eines Karteikartensystems gelangt man schnell und einfach zu den einzelnen Punkten. Hier kann man gut erkennen, woran des den Einwohner mangelt, um schnell darauf zu reagieren.

    CivCity: Rom CivCity: Rom Die Kampagnen von Civ City: Rom versetzen einem in die Rolle eines aufstrebenden Bürgermeisters und Stadtplaners, der vom römischen Senat immer verantwortungsvollere Aufgaben übertragen bekommt. Spannende Wendungen, hollywoodreife Effekte und dergleichen darf man von der "Story" zwar nicht erwarten. Langeweile kommt dennoch nicht so schnell auf. Denn immerhin warten über 30 Kampagnen auf den Spieler mit zahlreichen abwechslungsreichen Aufgaben, die gemeistert werden müssen. Das tolle daran ist, das man nach dem Abschluss einer Missionen sich entscheiden kann, um seine eigene Stadt weiter kümmern zu dürfen oder sich einer neuen Herausforderung stellen möchte.

    Nach und nach werden die Ziele komplexer und benötigen dementsprechend mehr Zeit, um sie zu erreichen. Dank dreier Schwierigkeitsstufen, die mit mehr oder weniger Geld einen ins Spiel schicken, ist jedoch nichts unmöglich. Darüber hinaus gilt noch, mehrere Einzelspieler-Missionen mit verschiedenen Karten und Zielen zu bewältigen. Schimpft man sich selbst als Bastler und Kreativ, kann seine Fähigkeiten im mitgelieferten Editor unter Beweis stellen und sich austoben, um eigene Karten und Missionen entwerfen zu können. Einen Mehrspieler-Modus gibt es leider nicht.

    CivCity: Rom (PC)

    Singleplayer
    7,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    115 verschiedene Gebäude
    Sieben Wunder (darunter Circus Maximus)
    über 70 Technologien zum Erforschen
    langer Spielspaß dank vielfältigen Kampagnen
    jede Menge Details
    gute Menüführung
    gelungen Warenkreisläufe
    Einsteigerfreundlich
    Wahl zwischen militärischen und zivilen Missionen
    integriertes Römer-Lexikon
    Zu viele Leerlaufphasen
    unzeitgemäße Grafik
    Ruckelt leicht bei größeren Städten
    recht eintöniger Soundtrack
    Balancing-Probleme
    reine Bedürfnisbefriedigung
    schwacher Militärteil
    ungenaue Armeesteuerung
    geringer Wuselfaktor
    kein Mehrspielermodus
  • CivCity: Rom

    CivCity: Rom

    Publisher
    2K Games
    Developer
    Firefly Studios
    Release
    28.07.2006
    Leserwertung
     
    Meine Wertung

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

    Cover Packshot von MASTERXMASTER Release: MASTERXMASTER NCSoft , NCSoft
    Cover Packshot von Offworld Trading Company Release: Offworld Trading Company Stardock
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2016 PC Games Hardware 08/2016 PC Games MMore 08/2016 play³ 08/2016 Games Aktuell 08/2016 buffed 08/2016 XBG Games 03/2016 N-Zone 07/2016 WideScreen 08/2016 SpieleFilmeTechnik 07/2016
    PC Games 08/2016 PCGH Magazin 08/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
990896
CivCity: Rom
CivCity: Rom im Gamezone-Test
Was passiert, wenn Civilization-Macher Firaxis und Stronghold-Schöpfer FireFly gemeinsam eine Simulation entwickeln?
http://www.gamezone.de/CivCity-Rom-Spiel-20087/Tests/CivCity-Rom-im-Gamezone-Test-990896/
06.09.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/09/01_1_.jpg
tests