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  • Civilization 4: Beyond the Sword im Gamezone-Test

    Diesmal bietet uns Fireaxis weit mehr als nur einen einfachen "Vollpreis-Patch".

    Mit der zweiten Erweiterung zu SID MEIER'S CIVILIZATION IV hat Firaxis sich etwas Zeit gelassen. Jetzt, 2007, wir bald SID MEIER'S CIVILIZATION IV - BEYOND THE SWORD erhältlich sein und ich kann es gleich vorwegnehmen, die Wartezeit hat sich gelohnt. Ich werde wie bei SID MEIER'S CIVILIZATION IV - WARLORDS erst einmal auf der Neuerungen und Verbesserungen eingehen und anschließend ihre Auswirkungen auf das Spiel darstellen.

    Civilization 4: Beyond the Sword Civilization 4: Beyond the Sword Für SID MEIER'S CIVILIZATION IV - BEYOND THE SWORD haben sich die Jungs von Firaxis mal richtig ins Zeug gelegt. Wenn man sich den Umfang der Änderungen und Neuerungen anschaut, kann man wirklich niemand meckern. Aber das war ja schon bei größeren Patch SID MEIER'S CIVILIZATION IV - WARLORDS so, im Detail liegt die Würze. Der Großteil der neuen Features steht unter dem Motto : "My name is Bond, James Bond." Das bisher eher kümmerliche Spielelement der Spionage erfreut sich in SID MEIER'S CIVILIZATION IV - BEYOND THE SWORD ganz der Aufmerksamkeit, die es auch in der tatsächlichen Geschichte verdient hat. Wie wurde nun Agent 007 in CIVILIZATION integriert? Meiner Meinung nach recht clever. Sobald wir auf eine fremde Civilization stoßen geht es los. Neben unsere Forschungsrate können wir nun auf dieselbe Art und Weise Geld für Spionage ausgeben und sogenannte Spionagepunkte gegenüber unseren Nachbarn sammeln. Hat man genug Spionagepunkte gesammelt kann man passive und aktive Spionageaktivitäten ausführen. Dabei reichen in der Regel passive Maßnahmen gegen Computergegner aus. Man erhält bei entsprechender Anzahl an Punkten so einen schönen Überblick über die Aktivitäten des Gegners. Besonders praktisch ist es, daß man sich nun genau darüber informieren kann, was die Konkurrenz erforscht bzw. was sie gerade in den sichtbaren Feindstädten produziert. Man wird bei entsprechendem Input nicht mehr von unschönen Überraschungen behelligt. Die passiven Spionageaktivitäten umfassen Einsicht in die Demographie, die Forschung, Ansicht von Städten, Einblick in Städte und schließlich die Verhinderung von Gegenspionage. Letzteres bedeutet im Endeffekt, daß kein feindlicher Spion mehr unserer Grenzen passieren kann. Diese Maßnahmen erfordern allesamt eine bestimmte akkumulierte Anzahl von Spionagepunkte, deren Wert sich ständig anhand der Relation von eigenen und gegnerischen Spionagepunkten ändert. Spionage ist in SID MEIER'S CIVILIZATION IV - BEYOND THE SWORD also definitiv ein interessante und wirklich wichtige Sache.

    Civilization 4: Beyond the Sword Civilization 4: Beyond the Sword Noch wichtiger wird Spionage allerdings gegen menschliche Gegner. Nichts ist besser als den arroganten, aber eben leider zu mächtigen Franzosen, mal ordentlich ans Bein zu pinkeln - n'est pas? Dazu reichen die passiven Maßnahmen nicht aus, nun müssen die Spione von "Outremer" aktiv eingreifen können. Die Fähigkeit Spione bauen zu können erhält man löblicher Weise recht früh mit der Entdeckung des Alphabets. Endlich wird eine neues Feature nicht deshalb wertlos, weil es zu spät Früchte trägt. Hat man seinen Spion erst einmal gebaut, dann kann man ihn auch gleich losschicken. Langsam, die Einheit hat nur einen popeligen Bewegungspunkt, kämpft sich unser Spion, ich will ihn einfach Agent Lusignan nennen, nun auf die französische Grenze zu. Ein Spion kann feindliches Territorium ohne weiteres betreten und kann nicht so ohne weiteres beseitigt werden. Als Agent Lusignan endlich Paris erreicht, kann er leider gar nichts ausrichten. Erst in der nächsten Runde kann er aktiv werden. Nun verhält es sich aber so, daß die aktiven Spionagemaßnahmen billiger werden, wenn man seinen Spion eine paar Runden herumstehen läßt. Allerdings erhöht sich so die Wahrscheinlichkeit der Entdeckung. Nur durch Entdeckung oder Gegenspionage durch andere Spione kann unser Agent beseitigt werden. Sind nun die Kosten für die diversen Missionen soweit gesunken, daß es sich lohnen könnte aktiv zu werden, sollte man zuschlagen. Dabei ist zu beachten, daß die investierten Punkte von unserer Gesamtmenge abgezogen werden, sich also eine neue Relation ergeben wird. Die aktiven Maßnahmen umfassen von kleinen Gemeinheiten bis zu richtig fiesen Sachen, fast alles was das Herrscherherz begehrt. Von der Zerstörung von Bauten innerhalb und außerhalb der Stadt über die Vergiftung des Trinkwassers, Plünderung der Schatzkammer, dem Raub von Wissenschaften, der Anstachelung zur Revolte, der Unterstützung von Rebellen bis hin zur Beeinflussung von Staatsformen und Staatsreligionen reicht das Spektrum. Dazu kommen noch die Ausführung von Gegenspionage und dem "smirt spionem", dem Töten aller Spione. Wobei letzteres sich auf das eigene Territorium beschränkt. Viele schöne Dinge mit dem man seine menschlichen Gegenspieler zur Weißglut bringen kann. Agent Lusignan verseucht, diabolisch veranlagt wie er ist, das Trinkwasser der Seine und legt damit die französische Hauptstadt lahm. Mit gutem Timing läßt sich so auch der übermächtigste Gegner unterminieren. Nach der erfolgreichen Ausführung einer Mission kehrt der Spion zur eigenen Hauptstadt zurück.

    Civilization 4: Beyond the Sword Civilization 4: Beyond the Sword Damit sind die Entwickler von SID MEIER'S CIVILIZATION IV - BEYOND THE SWORD noch lange nicht in Sache Spionage am Ende der Fahnenstange angekommen. Allerdings sind die folgenden Dinge nur kleine Details, die wir sicherlich schon erwartet haben. Ja, richtig natürlich wurde die supertolle Figur "Großer Spion" eingeführt, deren Nutzen sich darauf beschränkt in Städten Scotland Yard zu errichten oder als Superspezialist ein trauriges BND-Dasein zu fristen. Gähn! Wo ist Kreativität geblieben? Wichtiger sind natürlich die normalen Spezialisten die man in seinen Städte einstellen kann. Sie fördern unser Spionageoutput und verstärken die Effekte, die Gericht, Gefängnis, Geheimdienst, Sicherheitsdienst und der Kreml haben. Nüchtern betrachtet hat man sich in Sachen Spionage nicht allzu viel Neues einfallen lassen, es klingt alles recht abgelutscht und bekannt. Dennoch ist es Firaxis gelungen Spionage als aktive Spielelement besser zu verankern als zuvor und dafür muß ich sie einfach loben.

    Civilization 4: Beyond the Sword Civilization 4: Beyond the Sword Bevor wir nun zum zweiten großen Feature, den Korporationen kommen sollten wir schnell noch die kleineren Verbesserungen und Veränderungen abhandeln. Die Charaktereigenschaft Expansiv wurde etwas kastriert und man produziert Bautrupps nun nur noch 25% schneller, daß ist im Hinblick auf das Gleichgewicht im Spiel sicherlich sinnvoll. Warum wurde aber die mächtige Kombination Industriell und Kreativ nicht auch abgeschwächt? Wenn es um den Gesamtsieg geht und wenn man doofe Franzosen spielen will, gibt es nichts besseres. Schwamm drüber! In Sachen Herrscher und Zivilisationen wurde auch in SID MEIER'S CIVILIZATION IV - BEYOND THE SWORD nicht gespart. Für bereits bestehen Nationen gehen nun der alte Affe Abraham Lincoln, die wilde Schlächterin Boudica, der Grummler aus Colombey-les-deux-Eglises Charles de Gaulle, Bartspezialist Darius I., heiß ersehnt endlich auch ein echter Grieche, nämlich Perikles und Suleiman der Große ins Rennen. Die hinzugekommenen Zivilisationen haben alle nur einen Herrscher und erhalten selbstverständlich jeweils eine eigene Einheit und ein Spezialbauwerk. Hammurabi führt die Babyloniern in den Kampf, das Byzantinische Reich kommt mit ihrem besten Mann Justinian I. ins Spiel, während Wilhem von Oranien das Niederländische "Imperium" vertritt. Zara Yaqob führt die Äthiopier an, Karl der Große soll das Heilige Römische Reich vertreten, obwohl er doch nur ein Franke war, unter Pacal II. toben sich die Mayas aus und die Khmer sind unter Sueyavarman II. mit Tempel bauen beschäftigt. An der Vielfalt will ich gar nicht mäkeln, aber an der Auswahl der Zivilisationen und Herrscher umso mehr. Wenigstens ist diesmal kein Schlächter hinzugekommen, wobei Abe nur sehr knapp an der Hürde scheitert. Aber meine lieben Entwickler von Firaxis und meine lieben Publisher von Take 2 warum bekommt Ihr es nicht hin, wenigstens halbwegs vernünftig mit historischen Entitäten umzugehen. Karl der Große hat nun einmal nichts mit dem Heiligen Römischen Reich zu tun. Für ihn wäre die Schaffung des fränkischen Reichs notwendig. Da anscheinend die Entwickler zu doof sind sich selbst wenigstens auf Wikipedia schlau zu machen, gibt es hier mal eine vernünftige Auflistung. Beginnen wir mit dem Frankenreich, hier bieten sich von den Merowingern Chlodwig und Dagobert an, die Pippiniden bzw. Karolinger schicken mit Pippin, Karl Martell und Karl dem Großen gleich drei Größen ins Rennen. Beim östlichen Nachbarn haben wir es mit zwei unterschiedlichen Zivilisationen zu tun, das Heilige Römische Reich kann gleich mit zahllosen Kandidaten aufwarten, wobei Otto der Große, Heinrich IV., Friedrich I. Barbarossa, Rudolf von Habsburg, Ludwig der Bayer, Karl IV. und Karl V. die besten Chancen haben sollten. Das Deutsche Reich bzw. Deutschland kann mit Otto von Bismarck, Friedrich Ebert, Gustav Stresemann und Konrad Adenauer aufwarten. Wenn man unbedingt Friedrich den Großen haben will, dann führt an einer neuen Nation Preußen kein Weg vorbei. Blicken wir nach Spanien so ist Isabella von Kastilien weiterhin gesetzt, allerdings darf Philipp II. und Ferdinand der Katholische nicht vergessen werden. In Frankreich sollte man Ludwig X. und Franz I. nicht vergessen. Die Niederlande sollte auch so heißen und die Wikinger wandeln sich zu den Normannen um. Geführt werden sie von Roger II., Wilhelm dem Eroberer und Knut dem Großen. Byzanz erweitert sich um Herakleios und die Griechen schmeißen den Mazedonier Alexander raus und erfreuen sich an Perikles und Leonidas. Rom ist mit Julius Cäsar, Augustus Octavian, Hadrian und Trajan gut bedient. Die Mongolen haben mit Dschingis Khan, Kublai Khan und Tamerlan ihre eigenen Spitzenkräfte. Die Russen entfernen Stalin, behalten dafür Peter den Großen und Katharina. Dazu kommen Alexander I. und Iwan der Schreckliche. Die Engländer erfreuen sich an Heinrich II., Richard Löwenherz, Heinrich V., Heinrich VIII., Elizabeth I. und Winston Churchill. Die Araber starten unter Omar der Beherrscher, Harun al-Raschid und Saladin. Die Söhne des Himmels werden von Tai-tsung, Wu-ti, Liu Hsio angeführt und die Inder haben Ashoka, Thsnadragupta und Aladin Khalji. Japan verfügt mit Minamoto Yoritomo, Oda Nobunaga, Hideyoshi Toyotomi und Ieyasu Tokugawa über vorzügliche Spitzenkräfte. Ich könnte diese Liste noch endlos weiterführen, hoffe aber daß sie zum Denkanstoß reicht. Man muß nicht die bekanntesten Herrscher nehmen, denn meistens waren es auch die Schlechtesten.

  • Civilization 4: Beyond the Sword
    Civilization 4: Beyond the Sword
    Publisher
    2K Games
    Developer
    Firaxis Games
    Release
    27.07.2007

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Civilization 4: Beyond the Sword
Civilization 4: Beyond the Sword im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Civilization-4-Beyond-the-Sword-Spiel-20095/Tests/Civilization-4-Beyond-the-Sword-im-Gamezone-Test-991379/
24.07.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/07/Sid_Meiers_Civilization_IV_-_Beyond_the_Sword_-_0003.jpg
tests