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  • Civnet: Suchteln im Netz - Leser-Test von Gee

    Civnet: Suchteln im Netz - Leser-Test von Gee Als 1991 das legendäre Civilization auf den Markt kam, kreidete man Sid Meier zunächst nicht an, dass ein Multiplayer-Modus fehlte. Zum einen war das daddeln im Netz noch nicht dermaßen Gang und Gebe wie heute, zum anderen fesselte das Spiel mindestens 3 Jahre lang und konnte niemals von einem anderen Runden-Strategiespiel übertroffen werden. Doch als dann Stimmen laut wurden, dass man Civilization doch unbedingt auch gegen menschliche Herrscher spielen müsse, betrat CivNet die Bühne.

    Und wieder zeichnete Sid Meier verantwortlich: Microprose entwickelte endlich die Multiplayer-Version von Civilization. Doch was ist nun so besonders daran, nicht mehr gegen computergesteuerte Intelligenzen zu spielen, sondern gegen menschliche? Zum einen fehlte nach den drei Jahren der Reiz, weil selbst der schwierigste Modus "Kaiser" von beinahe jedem Civ-Fan geknackt worden war - neue Herausforderungen mussten folgen.

    Gleiches, verschiedenes Spielprinzip
    So trifft man sich nun im Internet oder im LAN und versucht auch gegen menschliche Gegner klar zu kommen. Schnell wird klar, dass CivNet nur für die hartgesottensten Fans zu gebrauchen ist, da ein Spiel mitunter mehrere Tage andauert, wenn man die spielerische Kompetenz einmal von alle Teilnehmern als gegeben annimmt. Dennoch steigt bei jedem Kontakt mit einer anderen Zivilisation die Spannung, ob es sich denn nun um ein von Computer gesteuertes oder vom Menschen dirigiertes Volk handelt. Denn sogleich ist eine andere Taktik von Nöten.

    Während man die KI munter weiter nach altbewährtem Civ-Prinzip für sich nutzbar machen kann, ist das bei den menschlichen Profis schon wesentlich schwerer, weil sie dieselbe Taktik anwenden könnten, wie man selbst. Hier kommt dann auch die erweiterte Diplomatie-Funktion von CivNet zu tragen: Sie haben die Möglichkeit mit jedem bekannten Herrscher jederzeit zu verhandeln, außer Sie haben ihn mehrmals betrogen und sind in seiner Sicht nicht würdig mit seinesgleichen zu verhandeln. Zwischen Menschen sind Verhandlungen via Chat immer möglich. Hier können auch besondere "Verträge" abgeschlossen werden.

    Strategie mit und gegen Menschen
    So ist es zum Beispiel möglich, wenn Sie gleich zu Beginn auf einen anderen Menschen treffen mit diesem auszumachen, den Heimatkontinent gerecht zu teilen und zunächst gemeinsam gegen die anderen Zivilisationen im Spiel vorzugehen. "Ok, Du bekommst die Halbinsel da, ich erhalte dafür den Abschnitt hinter dem Gebirge dort. " Dies ist vor allem dann witzig, wenn der Gegner entgegen aller Abmachungen mit militärischen Einheiten ins eigene Gebiet vordringt und beteuert, nur Erkundungseinheiten ausgesendet zu haben. Der entscheidende Moment im Spiel ist aber der Showdown zwischen den menschlichen Parteien. Oft bis ans Ende des Spiels vertagt, greifen sich die Parteien dann mit allen verfügbaren, hochtechnologischen Einheiten an und vernichten sich gegenseitig. Der lachende Dritte ist dann oft ein zurückhaltender Mensch oder mitunter - sofern im schwierigsten Schwierigkeitsgrad gespielt wurde - auch ein cleverer KI-Spieler. Dennoch benötigt man für den letztendlichen Showdown viel Taktik- und Strategie-Know-How um seinen Gegner so vernichtend wie möglich zu schlagen. Das Grinsen aller siegreichen Angreifer in einer Partie im Netzwerk geht über kein anderes Gefühl in Computerspielen.

    Technisch wenig Neues
    Beim Spielprinzip hat sich gegenüber dem vier Jahre früher erschienenen Civilization jedoch nicht viel geändert. Die Grafik bleibt auf dem notwendigsten Niveau und auch der Sound ist recht, aber nicht schlecht. Vielleicht hätte man ein paar Änderungen hinsichtlich des Zufallsgenerators oder des Designs machen sollen, aber so fühlt sich jeder Hobby-Civilist zugleich heimisch - ein erheblicher Vorteil.

    So kann man abschließend sagen, dass CivNet vor allem wegen der Komponente Mensch ein erheblicher Fortschritt gegenüber dem Ur-Civ ist. Vor allem für all diejenigen Computerspieler, die noch nie Civilization gespielt haben, bietet sich in CivNet die Möglichkeit im Prinzip gleich zwei Spiele auf einmal zu erwerben. Wenn es jemals ein echtes Muss-Kaufen-Computerspiel gab, dann Civilization oder später CivNet.

    Negative Aspekte:
    Präsentation kaum verbessert

    Positive Aspekte:
    Civilization erstmals mit Multiplayer-Modus

    Infos zur Spielzeit:
    Gee hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Civnet

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Gee
    8.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
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Civnet
Civnet: Suchteln im Netz - Leser-Test von Gee
http://www.gamezone.de/Civnet-Spiel-20106/Lesertests/Civnet-Suchteln-im-Netz-Leser-Test-von-Gee-1000809/
02.10.2004
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