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  • Clock Tower 3 im Gamezone-Test

    Mit "Clock Tower 3" präsentiert uns Capcom ein Horroradventure der ganz besonders subtilen Sorte.

    Horror der ganz subtilen Art...

    Alyssa, ein 14 jähriges Schulmädchen und Hauptdarstellerin in "Clock Tower 3", verlor schon recht früh ihren Vater und wurde daraufhin von der Mutter alleine erzogen. Sie musste schon recht bald lernen auf eigenen Beinen zu stehen und für sich selbst zu sorgen, was vielleicht der Grund für ihr Ungehorsam war, als sie kurz vor ihrem 15ten Geburtstag die Bitte ihrer Mutter ignorierte und trotz der ernst gemeinten Warnung ihr Elternhaus aufsuchte. Vielleicht aber war es auch nur Neugierde oder Sorge um die Mutter die sie trieb, denn warum sie sich ausgerechnet bis zu ihrem 15ten Geburtstag verstecken sollte, konnte sie nicht verstehen. So schlug sie die Warnung in den Wind und machte sich so schnell sie konnte auf den Weg Nachhause.

    Wer bereits das erste Clock Tower kannte, ein ganz klassisches Point & Click Adventure, darf sich beruhigt zurücklehnen, denn der aktuelle "Clock Tower 3" Titel für die PS2 hat sich der veralteten Technik entledigt und kommt im -zwar ebenfalls nicht mehr ganz aktuellen- Resident Evil Look daher. Das also, was früher erfunden wurde um vorgerenderte Hintergründe auf schwachen Maschinen verwenden zu können, wird in diesem Teil zur Kunst erhoben und präsentiert uns die fest montierten Kameras mit all ihren Vor- und Nachteilen.

    Wie man der Vorgeschichte schon entnehmen kann, handelt es sich bei Alyssa nicht um eine gestählte Powerfrau a la Jill aus Resident Evil, der es noch ganz gut zu Gesicht stand mit der Pumpgun ganze Horden von Zombies zu zerlegen, sondern um ein relativ wehrloses Mädchen deren einzige Waffe ihr mitgeführtes Weihwasser ist, womit klar sein dürfte, dass Flucht oft die beste Möglichkeit zu überleben ist. Besagtes Wasser nämlich wird Hauptsächlich benutzt um blockierte Türen zu öffnen, da es in der Lage ist die Siegel der dunklen Seite zu zerstören, auf die Geister gespritzt hingegen hat es kaum Wirkung und gibt ihr im besten Falle einige Sekunden Zeit um zu flüchten. Trotzdem darf man den Horror in diesem Game nicht unterschätzen, denn auch wenn es keine Zombies zu schlitzen gibt, so ist die erzählte Geschichte nicht von schlechten Eltern und ganz sicher nicht für Kinder geeignet. Denn wie in einem guten Film entsteht der Horror erst im Kopf des Betrachters, wenn man z.B. das erste Mal die Szene der Ermordung einer 12 jährigen Pianistin mit ansehen muss, in der mit Blut ebenso wenig gespart wird wie mit herzzerreißendem Kindergeschrei. Doch auch die Augenspielereien des uns verfolgenden Mörders sind nicht ohne und können manch sanftes Gemüt ziemlich in Wallung bringen. Wobei die Verantwortung dafür nicht nur das Gezeigte selbst trägt, als auch die sehr gelungenen Cutscenes, die wunderbar in die Geschichte integriert wurden und von sehr hoher Qualität sind.

    Völlig neu im Genre der Horrorspiele ist der verwendete Panik-Balken, welcher die bekannte Lebensenergie-Anzeige komplett ersetzt. Dies macht auch durchaus Sinn, denn Alyssa ist entweder am Leben oder Tod, dazwischen gibt es nichts. Dafür kann sie Angst empfinden, eben diese wird per Panik-Balken angezeigt. Sollte Alyssa in kurzer Zeit zu viel Beängstigendes erleben, auf dass sich der Balken bis zu Gänze füllt, bricht sie in Panik aus und ist kaum mehr steuerbar, zudem verfälscht sich ihr Blickfeld und sie beginnt panisch hin und her zu schauen, was der Orientierung natürlich sehr abträglich ist. Einziges Mittel gegen die Panik ist mitgeführtes "Lavendelwasser", welches auf sie die gleiche Wirkung zu haben scheint wie 4711 auf unsere betagten Mitbürger. Um einen sie verfolgenden Geist loszuwerden freilich genügt es nicht, dass sie sich einfach beruhigt, sie muss versuchen ihm zu entkommen, auf das er keine Lust mehr hat sie zu verfolgen, oder mit den wenigen Mitteln die sie hat zur Strecke bringen. Dies geschieht anhand der Verstecke, meist irgendwelche dunkle Nischen, Schränke oder Kämmerchen. Sucht Alyssa solch ein Versteck auf wechselt die Kamera in die 1st-Person Perspektive, so dass wir durch Alyssa's Augen das Umfeld sehen können. Sieht der Geist uns auch verfällt Alyssa ebenfalls in Panik und stürmt aus ihrem Versteck.
    Diese Mechanik aus Panik-Balken und Versteckspiel ist im Grunde ein recht gelungenes Feature, wird aber durch die fest montierten Kameras ziemlich erschwert. Man darf an dieser Stelle ernsthaft fragen, weshalb man "Clock Tower 3" keine 3rd-Person Perspektive spendierte, an der fehlenden Rechenpower der PS2 kann es nicht gelegen haben. So nämlich fällt die Orientierung mitunter recht schwer, wenn sich die Kameras abwechseln und das Geschehen immer aus einem anderen Blickwinkel zeigen.

    Dafür weiß die Soundkulisse so richtig zu begeistern, könnte sie doch direkt einem hervorragendem Gruselfilm entnommen worden sein. Die Gespräche sind sehr glaubwürdig synchronisiert, wenn auch nur in Englisch mit deutschen Untertiteln, die verwendeten Geräusche sorgen ständig für ein flaues Gefühl im Magen und die Hintergrundmusik ist viel mehr als das, wird sie doch ganz gezielt eingesetzt die Story voranzutreiben oder dem Spieler die Haare zu Berge stehen zu lassen. So sorgt schon das Klavierspiel des ermordeten Kindes in Alyssa's Zuhause für eine sehr grusselige Stimmung, welche noch gesteigert wird als besagtes Spiel plötzlich durch halb London schallt und Alyssa auf der Suche nach der Quelle der Musik ist.

    Die Grafik ist ebenfalls sehr gelungen und zeigt uns kaum wiederholende Texturen, ganz im Gegenteil besitzt jeder Ort sein ganz charakteristisches Aussehen, auch wenn natürlich alles etwas dunkel und schaurig gehalten wurde. Die Animationen von Alyssa ebenso wie der anderen Akteure sind sehr gut gelungen, allerdings könnte man im Detail mäkeln, dass sich Alyssa beim Nehmen von Gegenständen oft nicht bewegt, sie werden praktisch ins Inventory gebeamt. Das ist aber nur eine Kleinigkeit und stört das Gameplay kaum. Was hingegen wirklich stört sind die extrem großen PAL-Balken im 50 Herz Mode, welche aber bei der Benutzung des ebenfalls vorhandenen 60 Herz Mode komplett verschwinden.

    Das Gameplay selbst gehört sicher nicht zu den schwersten, bietet es uns zwar viele Rätsel, wie suche Gegenstand A um durch Tür B zu kommen, diese sind aber eher von der leichteren Sorte. Da hat man oftmals eher das Problem die Aufgabenstellung auf Anhieb richtig zu erkennen, was einem manchmal das junge Leben Alyssa's kostet. So ist es oft nicht ersichtlich welchen der zur Verfügung stehenden Versteckpunkte man nun aufzusuchen hat um dem Verfolger den Garaus zu machen, wogegen nur - im wahrsten Sinne des Wortes - panisches Suchen und Ausprobieren hilft. Da man noch dazu nur an bestimmten Stellen im Spiel abspeichern kann, wie den Löwenbrunnen an denen man auch seine Weihwasserflasche wieder befüllen kann, wiederholt man zwangsläufig manchen Part des Spiels mehrmals. Allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, dass besagte Speicherpunkte relativ dicht gesät sind und es zusätzlich eine Continue-Funktion gibt, die dem Spieler freundlich entgegenkommt und so kaum frustfördernd wirkt. Da stößt einem die relativ kurze Spielzeit schon eher auf, die einen geübten Spieler wohl kaum über ein Wochenende hinaus zu beschäftigen vermag.

    Clock Tower 3 (PS2)

    Singleplayer
    7,7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr subtil erzählte Horrorgeschichte
    klasse Soundtrack und Synchronisation
    hochqualitative Cutscenes
    Fest montierte Kameras
    etwas kurze Spielzeit
    nicht immer klare Missionsziele
  • Clock Tower 3
    Clock Tower 3
    Release
    26.06.2003

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989351
Clock Tower 3
Clock Tower 3 im Gamezone-Test
Mit "Clock Tower 3" präsentiert uns Capcom ein Horroradventure der ganz besonders subtilen Sorte.
http://www.gamezone.de/Clock-Tower-3-Spiel-20126/Tests/Clock-Tower-3-im-Gamezone-Test-989351/
30.06.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/07/6_2.jpg
tests