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  • Club Drive: Der Grund für den schmerzhaften Tod einer Raubkatze - Leser-Test von Gonzo09

    Club Drive: Der Grund für den schmerzhaften Tod einer Raubkatze - Leser-Test von Gonzo09 Superlative faszinieren Menschen immer wieder und nicht nur das beste ist dabei interessant, auch das schlechteste auf der Welt will Erwähnung finden. Als Nachlese zur goldenen Himbeere gibt es heute das mieseste Rennspiel aller Zeiten. Auf zugegebenermaßen auch wohlverdient horrenden Plazierungen finden sich Perlen wie San Francisco Rush für die PS1 oder die späteren Auswüchse der Test-Drive Reihe, aber die wahre Krone gebührt Ataris "Club Drive". Ein Spiel, so übel, dass es allein die Zukunft einer Konsole zerstören kann.

    Dabei kommt der lahme Gaul nicht mal aus einem schlechten Stall, schließlich sollte es die Fortführung der durchaus passablen Arcade-Racer "Hard Drivin" und "Race Drivin" werden, nur halt schöner und für zuhause. Als Konzept hat sich für damals sogar etwas relativ unverbrauchtes gesucht, statt nämlich sklavisch abzufahrende Rennstrecken wurden vier Areale geboten, in denen man recht frei herumheizen darf. Eine Westernstadt, ein überdimensioniertes Wohnzimmer, San Francisco und eine Futurestadt lauern auf den unbedarften Spieler. Neben den zu erwartenden Rennmodus gibt es noch einen, wo mit dem Auto Kugel gesammelt werden müssen, bei einem weiteren muss eine Bombe durch Crashs weitergereicht werden, bis die Zeit abgelaufen ist, wer dann die Bombe hat, verliert. Alle Modi sind allein oder zu zweit spielbar.

    Nach Modi und Streckenwahl kommt man zur harten Frage, mit welchem Gefährt man antreten möchte. Es stehen zwar ein paar verschiedene zur Auswahl, aussehen tun sie aber alle wie Mitsubishis der ersten Generation. Offensichtlich lief zu der Zeit eine Wette, wer mit den wenigsten Polygonen ein als solches gerade noch erkennbares Auto basteln kann. Die Siegerbeiträge dieses Wettbewerbs sind jetzt in Club Drive zu bewundern, so häßliche Gurken habe ich nirgendwo auf der Welt vorher oder nachher gesehen. Auf der Strecke angekommen, weiß man die grafischen Qualitäten der Fahrzeuge aber schnell wieder zu schätzen.

    Die Areal sind...unbeschreiblich. So sinnlose Ansammlungen von Polygonen auf einer Fläche verdienen sich die Aufmerksamkeit von Chaosforschern, es spielt dabei auch keine große Rolle, welches der vier Szenarios gewählt wurde. Die Hauptunterschiede liegen in hauptsächlich darin welche unmenschliche, verwaschene Farbpalette gewählt wurde, furchtbar sind sie alle. In der Gegend verteilt sind Häuser, Bäume, Straßen, riesige Katzen, Tische, Brücken und noch vieles mehr, wenn man der Anleitung glauben darf. Auf dem Screen ist davon nicht viel zu erkennen, zu unförmig wabern die Konstrukte vorbei. Es hilft auch nicht dass die durchschnittliche Framerate bei ca. vier liegt. Alles ruckelt und hoppst wild durch die Gegend, so eine Wahrnehmung am Steuer bekommt man sonst höchstens nach mindestens einer Flasche Jägerkleister geboten.

    Die Steuerung an sich spielt dann auch keine große Rolle, nicht dass sie nicht genauso erschreckend wäre wie der Rest. Selbst mit einer Gotham Racing Steuerung könnte man bei diesem Geruckel sein Gefährt nicht auf der Straße halten. Dann ist es auch nicht mehr schlimm, dass die Spielmodi eher öde sind, die Streckenführung konfus und unübersichtlich, viele unfair plazierte Hindernisse auftauchen, all das ist nur noch eine wage Wahrnehmung am Randes des Spektrums. So als würde man sowieso schon mit heißen Eisen gefoltert und jemand ließt als Bonus noch aus einem Spätwerk von Otto Waalkes vor.

    Was sich jedoch ins Hirn brennt ist der Sound. Hier wurde wieder meisterliches vollbracht. Persönlich glaube ich, dass ein Dreijähriger für alle Soundeffekte verantwortlich ist. Den Motorsound hat er selbst imitiert und für die Musik hat er so richtig willkürlich in die Tasten seines "My-First-Bontempi"-Keyboards gehauen. Ein ganz großer Sonderpreis an Atari, niemand sonst hat sich jemals getraut so etwas zu veröffentlichen.

    Persönlich mache ich "Club Drive" für das gnadenlose Scheitern des Jaguar verantwortlich. Ohne dieses Spiel hätte es vielleicht noch für das Atari-übliche, langsame Siechtum gereicht. Aber niemand möchte als Verfechter einer Konsole dastehen, auf der die Gegner nur eine Runde "Club Drive" einlegen müssen, um alles Welt zu überzeugen, doch lieber einen VC20 zu kaufen. Und zwar wegen der guten Grafik und dem tollen Sound!

    Negative Aspekte:
    Alles, aber auch wirklich alles !

    Positive Aspekte:
    Fundgrube für Trash-Fans

    Infos zur Spielzeit:
    Gonzo09 hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Club Drive

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Gonzo09
    0.3
    Multiplayer
    -
    Grafik
    0/10
    Steuerung
    0/10
    Sound
    0/10
    Gameplay
    1/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Club Drive
    Club Drive
    Publisher
    Atari
    Developer
    Atari
    Release
    1994
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
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Club Drive
Club Drive: Der Grund für den schmerzhaften Tod einer Raubkatze - Leser-Test von Gonzo09
http://www.gamezone.de/Club-Drive-Classic-20139/Lesertests/Club-Drive-Der-Grund-fuer-den-schmerzhaften-Tod-einer-Raubkatze-Leser-Test-von-Gonzo09-1003934/
28.03.2006
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