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  • Code of Honor 3: Desperate Measures - Der dritte Fremdenlegionär - Leser-Test von BigJim

    Nach Code of Honor: Die Fremdenlegion (2007) sowie Code of Honor 2: Conspiracy Island (2008) ist das im letzten Jahr veröffentlichte Code of Honor 3: Desperate Measures schon der dritte Fremdenlegionär aus dem Hause City Interactive. Damit weitert sich die Reihe zur Trilogie aus. Auch diesmal übernehmen wir die Rolle eines französischen Elitesoldaten der Legion. Allerdings geht es diesmal nicht in ferne Länder, sondern direkt vor die (europäische) Haustür, namentlich ins geliebte Frankreich. Die Handlung nimmt dabei Bezug auf jüngste Entwicklungen. Aufgrund der Finanzkrise kommt es vor allem in Europa zu Massenentlassungen und steigender Arbeitslosigkeit. In Frankreich brechen Unruhen aus. Auf den Straßen toben Krawalle. Eine extreme Organisation versucht die Gunst der Stunde zu nutzen und ruft im Namen der Gerechtigkeit zu Terrorakten auf. Die Fremdenlegionäre erhalten vom französischen Präsidenten die Genehmigung, die Feinde der Republik auf eigenem Territorium zu bekämpfen. Wie sich schon bald herausstellen soll, steht hinter den Terroristen eine gut strukturierte Söldnervereinigung mit mächtigen Verbindungen.

    Wie bei nahezu allen Ego-Shootern von City Interactive ist die Hintergrundstory auch in Code of Honor 3: Desperate Measures absolut nebensächlich. Es geht allein um die Action. Und davon gibt es im neuen Fremdenlegionär wieder reichlich, knapp drei Stunden hintereinander (weniger routinierte Shooter-Spieler werden vielleicht 4 Stunden benötigen). Alles beginnt mit der Erstürmung eines Flugzeuges. Temporeich und in bester GSG9-Manier machen wir alles platt, was uns an maskierten Gestalten vor die Flinte gerät. Nicht minder bleihaltig geht es in allen späteren Missionen zu. Außenbereiche sind auch in Code of Honor 3 eine Ausnahme. Ähnlich wie in Wolfschanze 2 (ebenfalls ein Produkt von City Interactive aus dem Jahre 2009) lustwandelt der Spieler in linearen Innenlevel, die zwar ein Ausweichen nach links und rechts ermöglichen, aber letzten Endes immer nur einen Weg kennen. Im Gegensatz zum recht engen Levelaufbau in Wolfschanze 2 hat man in Code of Honor 3 jedoch etwas mehr Bewegungsfreiheit. Möglicherweise hängt dieser Eindruck aber damit zusammen, dass Desperate Measures überwiegend im Hellen spielt, wir also mehr vom Geschehen bzw. der ganzen Umgebungswelt wahrnehmen können, als dies in Wolfschanze 2 der Fall war, wo das (Halb-)Dunkel dominierte. Viel Abwechselung bieten die Schauplätze in Code of Honor 3 dennoch nicht. Die meiste Zeit kämpfen wir uns durch Verwaltungsgebäude, Büroräume, Lagerhallen, Lüftungsschächte und Treppenhäuser. Auf kleine Strandabschnitte, Höhlen oder Felsschluchten, wie sie teilweise in Code of Honor 2: Conspiracy Island auftraten, müssen wir in Desperate Measures aufgrund des anderen Szenarios verzichten.

    Code of Honor 3 bietet geradlinige Baller-Kost bis zum Abwinken. Da der Titel in der Gegenwart spielt, gibt es moderne Infanteriewaffen, meist Schnellfeuergewehre, aber u.a. auch eine Schrotflinte sowie Blend- und Splittergranaten. Häufig agieren wir im Team zusammen mit anderen Fremdenlegionären, wobei die KI-gesteuerten Kollegen ihre Arbeit meistens recht gut machen. Die jeweiligen Auftragsziele entsprechen denen, die wir bereits aus 1.000 anderen Shootern kennen. Meist geht es nur darum von A nach B zu gelangen. Mitunter müssen auch Bomben gelegt oder aber Sprengsätze entschärft werden. An einer anderen Stelle müssen wir einen Terroristen verhören, um an für uns wichtige Informationen zu gelangen. Zwischensequenzen führen die Handlung fort. Die Auftragsziele werden uns kurz vor den jeweiligen Missionen vorgestellt. Während der Einsätze erhalten wir zudem Anweisungen von unserem militärischen Vorgesetzten, der wohl den Einsatzleiter darstellen soll, oder Hinweise von einer Frauenstimme aus dem Hauptquartier, die uns mit den wesentlichen Infos versorgt. An einem Abschnitt werden wir vom Hubschrauber abgesetzt bzw. können uns von dort abseilen. Nicht alle Ausrüstungsgegenstände machen wirklich Sinn. So ist beispielsweise das Nachtsichtgerät total überflüssig, da man ohne besser sieht. Auch die Blendgranaten sind relativ witzlos. Wer einfach nur draufhält und in rascher Abfolge sein Magazin entleert gelangt genauso gut - und meist schneller zum Ziel. Hilfreich ist hingegen die Taschenlampe, mit der sich dunklere Spielabschnitte ausleuchten lassen.

    Eine Waffe kann modifiziert werden; so verfügt ein bestimmtes Schnellfeuergewehr sowohl über einen Sturm- als auch Sniper-Modus, was allerdings auch schon alles da war. Im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen findet in Code of Honor 3 ein Deckungssystem (optional) Anwendung, welches Feuern aus der Deckung an Wänden und von niedrigen Hindernissen heraus ermöglicht. In der Praxis ist dies jedoch ohne Bedeutung. Wer ballert schon "blind" und wild in der Gegend herum? Ein Zielen ist mit dieser Funktion nicht möglich, drum hätte man sie sich im Prinzip komplett sparen können. Bedientechnisch ist es möglich, über Kimme und Korn zu zielen (was die Trefferchancen erhöht) und um Ecken zu schießen, was sich insbesondere in den etwas unübersichtlicheren Spielabschnitten (z.B. Bürokomplexen) während der Feuergefechte auf kürzerer und mittlerer Distanz als hilfreich erweist. Die Waffenphysik ist wenig realistisch. Offenbar macht es keinen Unterschied, ob man einen einzelnen Pistolenschuss oder eine komplette Salve aus dem Maschinengewehr abgibt - der Rückschlag ist derselbe. Aber irgendwie fällt das in der Dauer-Action gar nicht auf, so dass man solche Mängel im Detail verschmerzen kann. Die PC-Steuerung geht noch aufs mittlerweile betagte erste F.E.A.R. zurück. Mit der Benutzen-Taste "F" lassen sich Türen öffnen oder ähnliche Aktionen ausführen.

    Auch die ExJupiter-Engine, welche von City Interactive erstmals bei Terrorist Takedown 2 angewandt wurde, stammt ursprünglich noch aus F.E.A.R. und schafft es sogar heute noch, vernünftige Explosions- und Verwischeffekte darzustellen. Natürlich ist die Engine mittlerweile schon sehr in die Jahre gekommen, und was einem damals noch das ein oder andere optische Aha-Erlebnis verschaffen konnte, lockt heute keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Ebenso wie die Gegner-KI, die zwar alles andere als schlecht, aber andererseits auch nicht überragend ist. Gefährlich werden uns die Terroristen meist nur auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad. Der Sound macht insgesamt einen ausreichenden Eindruck. Die Waffen klingen fett (allerdings nicht immer differenziert) und die deutsche Synchronisation erscheint uns im Großen und Ganzen in Ordnung - zumindest, wenn man die Maßstäbe eines Low Budget-Shooters und nicht die eines BioShock, Crysis oder Call of Duty: Modern Warfare 2 zu Grunde legt. Man muss auch bedenken, dass frühere Produkte von City Interactive wesentlich schlechter klangen und aussahen als Code of Honor 3. Fortschritte sind also durchaus erkennbar. Ob sie auch Grund genug sind, um dafür 15 bis 20 Piepen auszugeben, steht auf einem anderen Blatt. Fans schnörkelloser Baller-Action versuchen es am besten über diverse Online-Plattformen und Auktionshäuser. Dort bekommt man solche Titel häufig schon für unter 10 Euro.

    Negative Aspekte:
    Unterm Strich recht eintönig; kurze Spielzeit (ca. 3 Stunden).

    Positive Aspekte:
    Grafisch, bedien- und soundtechnisch für einen Low Budget-Shooter auf akzeptablem Niveau; reichlich Action.

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Code of Honor 3: Desperate Measures

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: BigJim
    4.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    6/10
    Sound
    6/10
    Gameplay
    4/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Code of Honor 3: Desperate Measures
    Code of Honor 3: Desperate Measures
    Publisher
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Release
    26.11.2009

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Code of Honor 3: Desperate Measures
Code of Honor 3: Desperate Measures - Der dritte Fremdenlegionär - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/Code-of-Honor-3-Desperate-Measures-Spiel-20179/Lesertests/Code-of-Honor-3-Desperate-Measures-Der-dritte-Fremdenlegionaer-Leser-Test-von-BigJim-1009874/
31.05.2010
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2010/03/codeofhonor3dmuskpc.jpg
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