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  • Code of Honor: Die Fremdenlegion im Gamezone-Test

    Ein weiterer Low-Budget-Shooter aus dem Hause City Interactive mit nicht zu hohem Anspruch.

    Kennern billig gemachter Action-Spiele sind sie mittlerweile ein Begriff, jene wenig überzeugenden Fast-Food-Shooter aus der Entwicklungsschmiede City Interactive. Dass man bei diesen Titeln langsam den Überblick verliert, liegt sicher nicht nur an deren Vielzahl, sondern auch zu einem nicht unerheblichen Teil an ihrer Qualität. 2004 erschien mit "Terrorist Takedown" Interactives erste Moorhuhn-Ballerei in der Art, der dann eine Reihe weiterer Low-Budget-Titel wie "Battlestrike: Road to Berlin" oder zuletzt "Terrorist Takedown: Covert Operations" folgten. "Code of Honor: Die Fremdenlegion" ist der jüngste Imbiß-Shooter aus dem Hause City Interactive.

    Als Fremdenlegionär an der Elfenbeinküste

    Code of Honor: Die Fremdenlegion Code of Honor: Die Fremdenlegion Revolutionen gibt es alle Tage. So auch an der afrikanischen Elfenbeinküste, wo der schwarze Mann mal wieder die Faxen dick hat und zum Aufstand trommelt. Da er diesmal besonders sauer ist, begnügt er sich nicht mit albernen Schießereien, sondern lässt bei der Gelegenheit erst mal reichlich Atommüll mitgehen, um daraus eine entsprechende Bombe zu basteln, die auch Europa bedrohen soll. So läuft das natürlich nicht. Die afrikanische Regierung fordert umgehend Unterstützung bei ihren französischen Freunden und deren im Umland stationierten 13. Brigade an, einem Großverband bestehend aus Fremdenlegionären. Dieser Truppe gehört unter anderem der 26jährige Elite-Soldat Claude Boulet an. Dass er auf den Straßen von Paris aufgewachsen ist, Knatsch mit seiner Mutter hat und über einen etwas eigenwilligen Wortwitz verfügt ("Ich war in meinem Leben noch nie so konzentriert, ich bin das reinste Konzentrat.") erfahren wir allerdings größtenteils aus der Anleitung in der Verkaufsverpackung. Im eigentlichen Spiel bleibt der gute Claude, den wir fortan aus der Ego-Perspektive steuern, nämlich äußerst blass. Vor- oder Zwischensequenzen, welche die Story zusammenhalten könnten, fehlen ebenso wie eine reguläre Kampagne. Stattdessen umfasst "Code of Honor" lediglich acht recht lieblos aneinandergereihte Einzelspielermissionen (ein Multiplayer-Teil entfällt) von jeweils ca. 15 Minuten Dauer, in denen der Legionär wild mit seiner Knarre rumfuchtelt, sich sonst aber für gewöhnlich in Schweigen hüllt. Macht er dann doch einmal den Mund auf ("Tolle Verstärkung! Kommt der amerikanische Präsident etwa auch?"), möchte man am liebsten wegrennen. Zur Ehrenrettung des Fremdenlegionärs und seines vorgesetzten Kommandanten, der per Funkgerät gelegentlich von sich hören lässt und Claude in gewohntem Befehlston Aufträge erteilt, muss man jedoch hinzufügen, dass deren Sprecher- Auswahl diesmal deutlich besser gelungen ist als zum Beispiel noch in "Terrorist Takedown: Covert Operations", wo nahezu alle Synchronstimmen nach einer akustischen Synthese aus Magenverstimmung und Tarzan-Operette klangen, was dort regelmäßig mitleidvolles Kopfschütteln vor dem Monitor auslöste und das Spielgeschehen noch unglaubwürdiger erscheinen ließ, als es ohnehin schon war. Auffallend ist der fast vollständige Verzicht auf Musik. Einzig gegen Ende des Spiels gibt's kurz ein temporeiches Stück als Hintergrund-Mucke.

    Operation Wüstenschaden

    Code of Honor: Die Fremdenlegion Code of Honor: Die Fremdenlegion Afrikas strahlende Wüstensonne scheint heiß und erbarmungslos. Das bleibt nicht ganz ohne Folgen, denn die KI ist unter aller Kanone und leidet offenbar an einem gewaltigen Sonnenstich. Die Rebellen hampeln völlig kopf- und planlos durch den Sand und sind so gesehen in den seltesten Fällen eine wirklich ernstzunehmende Gefahr. Dass es in einigen Situationen zumindest auf dem höheren der beiden einstellbaren Schwierigkeitsgrade trotzdem relativ fordernd für den Spieler werden kann, hängt vor allem mit der Anzahl der Gegner - nicht selten bis zu 50 Mann pro Mission - zusammen. Der Legionär agiert meist als Einzelkämpfer. Und hat er dann ausnahmsweise einmal Mitstreiter an seiner Seite, sind diese aufgrund der vorgenannten KI-Mängel, welche die eigenen Leute nicht minder betreffen, keine große Hilfe. Hinzu kommt, dass die Spielfigur nur verhältnismäßig wenig einstecken kann. Drei bis vier stärkere Feindes-Salven genügen, um den Lebensbalken gegen Null zu fahren und Claude damit ins Wüstengrab, auf den Heldenfriedhof der Fremdenlegion oder im Plastiksack zurück zu seiner knatschigen Mutter nach Paris zu verfrachten. Eher ungewöhnlich für einen in Deutschland zugelassenen Shooter: Es gibt Blut. Das spritzt bei Treffern literweise durch die Gegend, wohl der Hauptgrund dafür, weshalb der Titel die USK-Einstufung "Keine Jugendfreigabe" erhielt. Allerdings wirken insbesondere die Sterbeanimationen unrealistisch, so dass sich solche Effekte schnell abnutzen und zuweilen gar in den Bereich der Komik abgleiten. Auch die Darstellung von Explosionen erscheint absolut unspektakulär und unterbietet sogar noch Grafikstandards von vor sieben Jahren, was in technischer Hinsicht einem Rückschritt in die Steinzeit gleichkommt. "Code of Honor: Die Fremdenlegion" bedient sich einer früheren Fassung der Chrome-Engine. Letztere ist längst überholt, bringt es aber immerhin fertig, in den Außenlandschaften, die die Schauplätze des gesamten Spiels dominieren, für halbwegs akzeptable Sichtweiten zu sorgen. Für Irritationen sorgt ein gelegentlich auftretender Sound-Bug, der die Umgebungsgeräusche durch ein helles Rauschen übertönt. Optisch gibt's übrigens in erster Linie hellen Sand zu sehen. Bei dem Szenario aber eigentlich auch nicht verwunderlich.

    Panzer, Helikopter und Raketen

    Code of Honor: Die Fremdenlegion Code of Honor: Die Fremdenlegion Die Einsatzziele werden dem Spieler vor Beginn einer jeden Mission in Form kurzer Textbriefings mitgeteilt und sind - obwohl aus anderen Shootern hinreichend bekannt - vergleichsweise abwechselungsreich. So führen wir Sabotageakte durch, deaktivieren Sicherheitssysteme, entschärfen Bomben, düsen als MG-Schütze an Bord eines Mannschaftstransportwagens durch die Wüste, erobern und verteidigen wichtige Stützpunkte wie Flughäfen oder Befestigungsanlagen. Später säubert der Fremdenlegiönar auch mehrere kleinere Feldlager am Rande entlegener Wüstenruinen und sprengt ein Versorgungsdepot in die Luft. Die Handlungsfreiheit ist dabei leider sehr gering. Räumlich ausgerichtete Vorgehensweisen sind kaum möglich, weil wir sofort zurückgepfiffen werden, sobald wir uns abseits der vorgegebenen Pfade bewegen. Ignoriert der Spieler entsprechende Hinweise, gilt die Mission als gescheitert. Bemerkenswert für einen Low-Budget-Shooter, der gerade mal zwei Stunden dauert, ist hingegen das recht breit gestreute Sortiment an Waffen und Gerät. So verfügen wir schon nach kürzester Zeit über diverse Handfeuerwaffen wie das Sturmgewehr Larc, den Granatenwerfer PSG 1, das Scharfschützengewehr MP 5, die Panzerfaust MGL 14 oder die schallgedämpfte, noch aus dem altehrenwürdigen "Operation Flashpoint" bekannte Maschinenpistole RPG 7. Hinzu kommen Schrotflinte, Handgranate, Flugabwehrraketen sowie stationäre Maschinengewehre, welche sich vor Ort einnehmen und bemannen lassen. Medipacks und Munitionsbestände finden sich ebenfalls in den Wüsten-Arealen. Unsere Gegner sind überwiegend feindliche Infanteristen, bisweilen aber auch feindliche Kampfhubschrauber und Panzerfahrzeuge, wobei sich die Helikopter meist nur durch mehrere Treffer ausschalten lassen. Da ein Teammanagement entfällt, können wir keine Hilfe anfordern. Die (Luft-)Unterstützung, die am Ende einiger Missionen eintrifft, basiert auf Scriptsequenzen. Als halbwegs solide lässt sich die Steuerung bezeichnen, denn diese geht leicht von der Hand und ermöglicht sogar - man höre auf - mit Aktionen wie "Rennen", "Ducken" und "Liegen" bestimmte Bewegungsabläufe, die es in den früheren "Terrorist Takedown"- und "Battlestrike"-Spielen zum Teil ja noch nicht gab. Wenn das kein Fortschritt ist.

    Code of Honor: Die Fremdenlegion (PC)

    Singleplayer
    4,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Sound
    5/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    3/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    solide Steuerung
    grafisch und soundtechnisch noch so eben auf ausreichendem Niveau
    erhebliche KI-Mängel
    wenig Handlungsfreiheit
    kein Multiplayer-Modus
    extrem kurze Spielzeit (ca. 2 Stunden)
  • Code of Honor: Die Fremdenlegion
    Code of Honor: Die Fremdenlegion
    Publisher
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Developer
    City Interactive sp. z o.o. (PL)
    Release
    16.03.2007
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991302
Code of Honor: Die Fremdenlegion
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http://www.gamezone.de/Code-of-Honor-Die-Fremdenlegion-Spiel-20180/Tests/Code-of-Honor-Die-Fremdenlegion-im-Gamezone-Test-991302/
22.05.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/05/legia_screen_04.jpg
tests