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  • Cold Zero: The Last Stand im Gamezone-Test

    Wer sagt denn, das man in einem Schleichspiel nur schleichen kann, oder das es wie Splinter Cell aussehen muss? Das müssen sich die Jungs von Drago auch gedacht haben als sie "Cold Zero" in Angriff nahmen. Herausgekommen ist dabei ein Taktik-Shooter mit isometrischer und frei drehbarer Ansicht, der sich aber auch aus manch anderem Genre bediente und es so schafft ein ganz Eigenständiges Gameplay auf die Beine zu stellen das Freunde der Versteckspiele genauso begeistern dürfte wie aktionverliebte Zocker.

    Die gebotene Story beginnt, im Gegensatz zu den anderen bekannten Taktik-Shootern, nicht sehr heroisch, genau genommen sogar mit einer Katastrophe. John McAffrey ist Mitglied einer stattlichen Sicherheitseinheit die mitten in einer brenzligen Situation steckt. Irgendein Fiesling hat sich eine Geisel geschnappt und droht nun diese zu erschießen wenn man nicht auf seine Forderungen eingeht. John ist bereits in Position und hat den Gangster im Visier, nur darauf wartend den Einsatzbefehl zu bekommen. Sein Vorgesetzter aber zögert und die Situation beginnt zu eskalieren, so dass John nur noch einen Ausweg sieht und abdrückt. Doch der Schuss geht daneben und tötet die Geisel. Dies bedeutet das Ende von Johns Karriere, der unehrenhaft entlassen wird. Seitdem versucht er mehr schlecht als recht sein eigenes Detektiv-Büro am Leben zu halten und leidet praktisch permanent an Auftrags- und Geldmangel, als er wieder einmal, kurz vor der fälligen Kreditrate, einen auf den ersten Blick einfachen Auftrag erhält. Am Hafen nämlich soll eine Person gerade ihre Betonschuhe ausprobieren, weswegen sie sehr über jede erdenkliche Hilfe erfreut wäre, fast so erfreut wie John über den zu erwartenden Verdienst. Hätte er freilich gewusst, dass er damit der örtlichen Mafia ins Geschäft pfuscht, hätte er sicher die Finger von der Sache gelassen. So aber wird er vor die Entscheidung gestellt, entweder der Mafia hie und da zu helfen, oder selbst die Betonschuhe auszuprobieren. John entscheidet sich natürlich für erste Möglichkeit und wird so immer tiefer in die illegalen Machenschaften gezogen. Dabei scheint sich alles um eine neuartige Droge genannt Cold Zero zu handeln, die immense Gewinne verspricht und ein Suchtpotenzial der kriminellen Sorte besitzt. Doch dies ist erst der Anfang der recht langen Story von "Cold Zero", die uns für Wochen vor den Schirm fesseln wird.

    Gespielt wird "Cold Zero" aus einer isometrischen Ansicht heraus, die das Geschehen von schräg Oben zeigt, ähnlich wie in "Paradise Cracked". Allerdings läuft die gesamte Aktion in Echtzeit ab und ist nicht rundenbasiert. Selbstverständlich kann man die Kamera frei drehen und zoomen, und auch das komplette loslösen dieser von John ist möglich, um zum Beispiel bestimmte Örtlichkeiten zu suchen um John direkt dorthin schicken zu können. Am unteren Rand des Schirmes befindet sich das Userinterface welches uns die verschiedenen Bewegungsarten zur Verfügung stellt und das wichtige Inventar, in das wir die über 100 verschiedenen Waffen und Erweiterungen verstauen können. Freilich nie alle gleichzeitig, da das Gesamtgewicht des Koffers begrenzt ist. Überladen wir diesen kann sich John nicht mehr bewegen. Das Interface darf man als Ganzes durchaus als gelungen bezeichnen, einzig das Handling des Inventars ist etwas fummelig ausgefallen. Dafür wird man mit vielen verschiedenen Waffen und deren Einsatzmöglichkeiten belohnt. Besonders das Stöbern im Gunshop macht richtig Laune, inkl. des Besuches danach im Schießclub, wo man die neuen Waffen gleich praxisnah ausprobieren kann.

    Die gebotene Grafik muss sich nicht verstecken und gefällt besonders wegen den vielen verschiedenen Details und den Interaktionsmöglichkeiten. So können verschlossene Türen mit dem Schraubenschlüssel geknackt oder Leichen in Kisten verborgen werden. Doch auch für einen selbst lassen sich die herumstehenden Autos, Kisten und Ähnliches benutzen um sich zum Beispiel darin oder dahinter zu verstecken. Schade dabei, dass die Umgebung manchmal leicht verpixelt wirkt, wogegen auch eine höhere Auflösung nicht wirklich hilft. Hier hätte der Einsatz des AntiAliasing sicher positiv geholfen. Trotzdem aber ist das Gezeigte von gehobener Qualität und muss sich keinesfalls verstecken. Einzig bei zuwenig RAM schnellen die Ladezeiten extrem in die Höhe und lassen den Spieler bis zu einer Minute warten, bevor er loslegen kann.

    Dafür gibt es an der Soundkulisse praktisch überhaupt nichts auszusetzen. Der Soundtrack kann mit dem gesamten Repertoire von leisen Klängen bis hin zu erschreckenden Akkorden aufwarten, während die Umwelt viele differenzierte Geräusche von sich gibt und man mit einer deutschen Synchronisation belohnt wird wie man sie besser nicht mehr machen konnte. Nicht ein Spruch den die Protagonisten von sich geben wirkt deplaziert oder falsch betont, ganz im Gegenteil bemerkt man hier das professionelle Kräfte am Werk waren. So müsste sich jede deutsche Synchro anhören, dann gäbe es nichts mehr auszusetzen. Fast schon wie selbstverständlich funktioniert der Surround-Support ebenfalls einmalig gut und lässt den Spieler ohne Probleme jedes Geräusch und Gespräch einwandfrei orten.

    Die Steuerung gibt sich ebenfalls sehr gefällig und freundlich und lässt dem Spieler die Wahl, ob er das ganze Game ausschließlich per Maus bedient oder ob er zusätzlich die wenigen Shortcuts benutzt. Eines der wichtigsten Elemente des Interfaces aber ist die Kamerasteuerung, welche mit mehreren Modi daherkommt, so dass man sich die gefälligste aussuchen kann. Normalerweise nämlich ist die Kamera an John gekoppelt, lässt sich aber drehen und zoomen. Um aber bestimmte Orte zu finden ist es praktischer John nicht durch die halbe Stadt zu jagen und stattdessen die Kamera von ihm zu lösen, woraufhin man sie völlig frei bewegen kann. Hat man besagten Ort gefunden genügt ein Klick und John macht sich auf den Weg. Ein weiterer Klick auf sein Symbol im Interface fixiert die Kamera wieder an John, so dass wir ihn niemals aus den Augen verlieren können, selbst wenn er sich gerade irgendwo versteckt. Einzig, dass man die Kamera immer wieder in beide Richtungen manuell schwenken muss, um z.B. Eingänge zu erkennen, nervt mit der Zeit etwas. Dafür ist das Waffenauswahlsystem und die Nachlademechanik umso einfacher und schneller zu bedienen, genauso wie man John mit einem Klick die schusssichere Weste anziehen kann, oder gleich den viel cooleren schwarzen Mantel aus Matrix.

    Ein besonderes Bonbon stellt der Multiplayer-Part von "Cold zero" dar, der bis zu 16(!) Spielern gleichzeitig erlaubt an einem "Cold Zero" Game teilzunehmen. Eigens dafür designte Missionen sorgen so für einen Partyspaß den man dem Game auf den ersten Blick nicht zugetraut hätte. Zwar erreicht das MP-Spiel nicht ganz die Tiefe des SP-Modes, trotzdem darf man ihn als sehr gelungen bezeichnen, da er einen nicht zu unterschätzenden Wiederspielwert besitzt, was einen "Cold Zero" sicher immer wieder ins Laufwerk legen lässt.

    Cold Zero: The Last Stand (PC)

    Singleplayer
    7,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr gelungenes Gameplay
    lange Story
    der Spieler kann die Aufträge tatsächlich auf verschiedene Art und Weise erledigen
    hervorragend gelungene deutsche Synchronisation
    Die Iso-Ansicht ist sicher nicht Jedermanns Sache
    die Grafik wirkt leicht verpixelt
  • Cold Zero: The Last Stand
    Cold Zero: The Last Stand
    Publisher
    Koch Media
    Developer
    Drago Entertainment
    Release
    02.2003

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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989222
Cold Zero: The Last Stand
Cold Zero: The Last Stand im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Cold-Zero-The-Last-Stand-Spiel-20193/Tests/Cold-Zero-The-Last-Stand-im-Gamezone-Test-989222/
03.04.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/04/cold_zero_8.jpg
tests