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  • Colin McRae: Dirt 2 im Gamezone-Test

    Das schönste am neuen Colin McRae ist zweifelsohne der erstmals richtig vollwertige Online-Mode.

    Wer DIRT 2 das erste Mal einlegt könnte meinen im falschen Spiel zu sein. Denn der Aufbau des Menüs, einem Fahrerlager nachempfunden, so mit eigenem Wohnwagen, einer Werkstatt unter freiem Himmel und dem hilfsbereitem Team um den Klapptisch herum postiert, könnte direkt aus NfS: Pro Street stammen. Nur so übertrieben cool ist das Alles nicht inszeniert und der Typ im Off labert nicht so viel und vor allen Dingen nicht so sinnentleerten Blödsinn. Besonders der Wohnwagen aber, der quasi unser Hauptmenü darstellt, erinnert wiederum stark an DTM Race Driver, mit dem Unterschied, dass wir darin nicht von irgendwelchen Mitarbeitern genervt oder uns eine Story aufgezwungen wird. Stattdessen können wir alleine und ganz in Ruhe unsere persönliche Karriere im Wohnwagen planen.

    Colin McRae: Dirt 2 Colin McRae: Dirt 2 Und auch die ist ganz anders aufgebaut als man es bisher kannte. Denn Dreh- und Angelpunkt dieser ist die gesammelte Erfahrung, welche sich in einem Level niederschlägt, der fortan bestimmt an welchen Events wir schon teilnehmen dürfen. Besonders direkt zu Beginn unserer Karriere fällt dies stark ins Gewicht, denn wer sich bei den ersten Rennen für einen zu leichten Schwierigkeitsgrad entschied wird am Ende dieser nicht genug Erfahrung gesammelt haben um an die nächsten Events zu kommen. Umgekehrt gilt natürlich, je höher der gewählte Grad, desto mehr Geld und mehr XP gibt's für die vorderen Platzierungen. Im Laufe des Spiels erhalten wir so Zugriff auf immer mehr Länder auf unserer virtuellen Weltkarte und dort auf immer mehr Veranstaltungen. Auf diese Art und Weise zwingt uns das Spiel nicht eine bestimmte Reihenfolge einhalten zu müssen, stattdessen können wir schon recht bald aus den verschiedensten Veranstaltungen wählen. Ebenfalls ist der Schwierigkeitsgrad nicht in Stein gemeißelt, er lässt sich vor jedem Event neu wählen.

    Colin McRae: Dirt 2 Colin McRae: Dirt 2 Als Colin-Veteran aber wird man recht bald nach den typischen Colin-Rallys Ausschau halten, und sie auch finden, aber in recht begrenzter Stückzahl und im Detail auch runter reduziert. Der Shakedown-Tag wurde ebenso wegrationalisiert wie das Reparieren zwischen den Etappen, denn genau genommen gibt's da einfach nichts mehr, außer die Etappe selbst. Dafür überwindet man den Schock über den Beifahrer, der plötzlich von "leichten" und "mittleren" Kurven spricht recht schnell wenn man das Options-Menü bemüht, denn dort kann man auf die üblich ausführliche Streckenansage umschalten, die uns den Gang vor den Kurven ansagt und Hindernisse detaillierter beschreibt. Aber auch komplette Fahrzeugklassen wurden entfernt, die Trucks zum Beispiel gibt es überhaupt nicht mehr, aber auch den ultrabrutalen Audi Quattro vermisst man schmerzlich, ein Auto viel zu gefährlich für das echte Leben, weswegen es in den Rally-Simulationen so gut aufgehoben war. Wahrscheinlich wird es nie wieder ein Stück Maschine geben das man mit so viel Spaß einen Berg hinauftreiben kann.

    Colin McRae: Dirt 2 Colin McRae: Dirt 2 Doch genug dem Alten hinterhergetrauert, stattdessen lassen wir uns auf das neue System ein und werden schon recht bald in den Bann des Racers gezogen, der seine Faszination aus der fordernden Karriere und der starken Gegner-KI bezieht, die einem so manche Herausforderung mehrfach in Angriff nehmen lässt, bevor man als erster über die Ziellinie schießt. Denn die CPU gesteuerten Mitfahrer machen es einem nicht leicht, freiwillig gehen sie nicht zur Seite und an so manchem müssen wir uns erst fehlerfrei herantasten, bevor wir in Schlagdistanz kommen. Dies ist auch deswegen so fordernd, weil die meisten Rennen nicht allzu lange dauern und wir in der Regel vom letzten Platz aus starten. Zudem besitzen die CPU-Fahrer ein zumindest rudimentäres Gedächtnis, welches sie dazu bringt uns beispielsweise absichtlich in die Ideallinie zu fahren, wenn wir sie zuvor im Rennen ärgerten.

    Colin McRae: Dirt 2 Colin McRae: Dirt 2 Die wahre Herausforderung aber stellt bei allen Rennen das Gelände dar und die Beherrschung des eigenen Fahrzeugs. Dabei verzichtet DIRT 2 auf jeglichen Schnickschnack, weder ist es möglich die Lage des Autos im Flug zu beeinflussen, noch gibt es eine Funktion um die Federn zu spannen oder gar einen futuristischen Turbo. Mit Gas, Bremse und Lenkung alleine bezwingt man das Gelände, und so wie man abspringt so landet man auch. Das Fahrverhalten selbst würde ich als Arcade-lastig mit Simulationstendenzen bezeichnen. Es ist definitiv mehr Simulation als beispielsweise Baja bietet, man muss deutlich mehr mit dem Gaspedal lenken, kratzt aber auch nicht wirklich an der Simulationsgrenze, auch wenn die unglaublich gut wirkende Bremse der vergangenen Colins nicht mehr vorhanden ist. Ganz im Gegenteil rutscht man gerne mal die Kurven gerade hinaus, wenn man den idealen Bremspunkt versäumte.

    Colin McRae: Dirt 2 Colin McRae: Dirt 2 Allerdings behaupte ich ganz frech, dass DIRT 2 keine Vierpunktphysik mehr benutzt sondern den altbekannten Rollkäfig, was besonders bei den Fahrzeugen mit kurzem Radstand auffällt. Sie bewegen sich gerne so als würde sich das Gefährt innerhalb einer Kugel befinden die über das Gelände rollt, aber nicht wie ein Fahrzeug welches mit allen Vieren den Boden berührt. Unangenehm wird das im Grenzbereich, wenn das gewählte Auto nervös hin- und herspringt und sich dabei immer wie an einer kurzen Schnur angebunden verhält. Vielen Spielern wird das nicht auffallen, so mancher aber wird sich daran stören, schlicht deswegen, weil es schon längst andere Rennspiele gibt die diesen Fakt besser kaschieren. Ansonsten jedoch gibt's an der Physik nichts zu bemängeln, man benötigt nur einige Kurven um ein Gefühl für die Fahrzeuge entwickeln zu können.

    Colin McRae: Dirt 2 Colin McRae: Dirt 2 Auch grafisch befindet sich DIRT 2 auf der Höhe der Zeit, bietet uns eine angenehm hohe Weitsicht bei gleichzeitig hohem Detailgrad und winkenden Zuschauern neben der Piste. Das Highlight aber stellen die Fahrzeuge selbst dar, die außen wie innen eine hervorragende Figur machen. Glänzen sie zum Start noch wie frisch aus der Fabrik, sehen sie am Ziel meist eher aus wie frisch aus der Schlammgrube. Natürlich gibt es auch wieder ein voll funktionierendes Schadenssystem, welches uns praktisch das komplette Blech verlieren lässt, ohne jedoch jemals die Fahrgastzelle zu zerstören oder gar das Auto zu brennen anfangen zu lassen. Die Auswirkungen der Schäden auf das Fahrverhalten aber sind sehr gering, fast schon unrealistisch gering, zumindest in den unteren Schwierigkeitsgraden. Es entbehrt dabei nicht einer gewissen Komik, wenn die Motorhaube nach dem letzten Crash schon aufgefaltet uns die Sicht raubt, die Räder eiern als möchten sie jeden Augenblick abfallen und sich die Türen schon längst verabschiedet haben, wir aber immer noch schnurgerade und mit Endgeschwindigkeit durchs Gelände fetzen können. Denn im Grunde wäre so ein gutmütiges Schadenssystem gar nicht nötig gewesen, denn praktisch jeden Frust aus dem Spiel nimmt das neu hinzugekommene Rückspul-Feature. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad können wir ein- bis fünfmal pro Rennen die letzten Sekunden zurückspulen und uns an der gewünschten Stelle vor dem fatalen Crash wieder ins Spiel fallen lassen. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich finde, dass das dem Spiel viel von seinem Nervenkitzel nimmt. Denn permanent zu wissen, dass man ruhig an der Grenze fahren kann, da man im Notfall ja einfach wieder zurückspulen kann, beruhigt ungemein, nimmt aber auch den geliebten Colin-Thrill aus dem Game.

  • Colin McRae: Dirt 2
    Colin McRae: Dirt 2
    Publisher
    Codemasters
    Release
    11.09.2009

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Colin McRae: Dirt 2
Colin McRae: Dirt 2 im Gamezone-Test
Das schönste am neuen Colin McRae ist zweifelsohne der erstmals richtig vollwertige Online-Mode.
http://www.gamezone.de/Colin-McRae-Dirt-2-Spiel-20195/Tests/Colin-McRae-Dirt-2-im-Gamezone-Test-992349/
09.09.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/09/gfdfhfdhfnbfd.jpg
tests