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  • Colin McRae Rally 04 im Gamezone-Test

    Colin McRae Rally 4 bietet uns endlich die erwarteten Spielmodi und mausert sich so wieder zur Referenz des Genres.

    Colin McRae Rally 4 bewegt sich wieder auf eingefahrenen Pfaden

    Eine Überlegung ist es schon wert, weshalb der vierte Teil der Colin McRae-Reihe so schnell nach dem dritten Teil erschienen ist. Denn glänzte Colin3 noch mit einem recht engen Korsett, was die verfügbaren Spielmodi anging, besinnt sich der vierte Teil wieder auf die Wurzeln der Serie und bietet uns viele verschiedene Möglichkeiten die Rallyes zu absolvieren. Endlich ist man nicht mehr gezwungen die Meisterschaft ausschließlich in Colins Ex-Ford zu bestreiten und die Multiplayer-Modes verdienen nun ihren Namen auch. Sogar zu Zweit kann man sich in die Meisterschaft stürzen oder mit bis zu vier Spielern die Wertungsprüfungen in Angriff nehmen.

    Das Herzstück von Colin4 ist natürlich nach wie vor die Meisterschaft. Diese wird uns in den Schwierigkeitsgraden Normal, Schwer und Experte angeboten. Den Expertenmodus gibt es aber erst wenn wir die schwere Meisterschaft durchgestanden haben. Dabei darf man das mit dem "Experten" ernst nehmen, denn in diesem Mode ist ausschließlich die Cockpitperspektive möglich und das Schadenssystem auf ultra realistisch gestellt. Zudem werden einem keine visuellen Hinweise mehr eingeblendet, man muss sich voll auf die Ansagen des Beifahrers verlassen. Dieser verliest uns erstmals auch in Deutsch die kompletten Informationen und behält uns nicht - wie im Vorgänger - manches Detail vor. Auch scheint das Timing der Ansagen optimiert worden zu sein, denn es kommt kaum mehr vor, dass wir erst wenige Meter vor einer Haarnadelkurve diese erst angesagt bekommen. Sehr angenehm ist auch, dass der Sprecher recht schnell redet und so das Manko der deutschen Sprache und ihrer langen Wörter gut ausgleicht.
    Ebenfalls eine komplette Neubearbeitung hat das Physikmodel von Colin4 erfahren. Erstmalig werden nun alle vier Räder und ihr Kontakt zum Boden simuliert, was man deutlich zu spüren bekommt. Ein Schliddern auf dem Bodenblech, während zwei Räder über dem Abgrund hängen, ist nun praktisch nicht mehr möglich. Stattdessen sitzt der Wagen, ganz so wie es sein soll, auf der Bodenplatte auf und dreht sich bestenfalls noch auf der Stelle. Im Zusammenhang mit den vielen neu hinzugekommenen Untergründen, alleine de Schotter ist in fünf Körnungsgraden vorhanden, entfaltet das neue Physik- und Schadensmodel seine ganze Pracht. Jeder Untergrund interagiert anders mit den verschiedenen Reifen und verlangt die volle Konzentration des Fahrers. Selbstverständlich klingt auch jeder Boden und jeder Reifen anders, was in dieser Differenziertheit einmalig ist. Auch der berühmte Ersatzreifen ist wieder vorhanden, den wir benutzen können sollten wir einen Reifen komplett zerstört haben. Ruinieren wir diesen ebenfalls, müssen wir die aktuelle Meisterschaft beenden.
    Wie bereits in Colin2 kann man auch wieder im aktuellsten Colin die Reparaturen am Fahrzeug selbst durchführen. Wie es sein soll bekommt man die verschiedenen Beschädigungen angezeigt und kann selbst entscheiden welche in der verfügbaren Zeit durchgeführt werden sollen und worauf man noch verzichten kann. Ebenfalls wieder auf die alten Werte besonnen hat man sich bei der Anzeige der Platzierungen innerhalb der Meisterschaft, welche einem nun komplett nach jeden Abschnitt angezeigt wird, also auch die Fahrer die in Colin3 noch verschwiegen wurden, da sie das Ziel noch nicht erreicht hatten. Schade in diesem Zusammenhang ist, dass es nach wie vor keinen richtigen Replay-Recorder gibt, lediglich die Wiederholung in TV-Manier ist möglich. Hier wäre es schön gewesen wenn man wenigstens die normalen Videorecorder-Tasten mit Pause, Play etc. zur Verfügung hätte um sich bestimmte Ausschnitte genauer ansehen zu können, oder die Möglichkeit ein Replay aufzuzeichnen. Im Gegenzug allerdings werden wenigstens die Ghosts automatisch nach jedem Streckenabschnitt gespeichert.

    Was anhand der vielen verschiedenen Spielmodi besonders positiv auffällt ist die Tatsache, dass die Bedingungen wann etwas freigeschaltet wird genau angezeigt werden. So kann man gezielt auf ein bestimmtes Auto oder freizuschaltenden Spielmodi hinarbeiten. Ebenfalls sehr motivierend ist das neue Feature, dass man sich die neuen leistungsfähigeren Ersatzteile für das eigene Auto erst in sogenannten Testfahrten erarbeiten muss. Dafür erhält man immer zwei Chancen in denen es gilt bestimmte Bauteile besonders zu belasten, was den Test darstellt. Um z.B. an die besseren Stoßdämpfer zu kommen muss man diese auf einer besonders hügeligen Teststrecke in einer vorgegebenen Zeit bis an ihre Belastungsgrenze strapazieren. Gleiches gilt für neue Reifen, eine leichtere Karosserie, die Keramikbremse und so weiter.
    Die auf der Verpackung angekündigte Xbox Live! Unterstützung beschränkt sich auf eine Weltweite Highscore-Liste. Online Rennen auszutragen oder auch nur gegnerische Ghosts downloaden ist nicht möglich.
    Das bereits bekannte System von Codemasters sich die freizuschaltenden Autos und Strecken auch per Telefoncomputer kaufen zu können, hat man beibehalten. Es muss aber Niemand Angst haben, dass nach dem Kauf von Colin McRae 4 weitere Kosten auf ihn zukommen, denn sämtliche Dinge kann man sich im Spiel selbst erarbeiten. Die Möglichkeit sich diese zu Kaufen ist nur optional und wird nicht erzwungen.

    Hat man an der Physik und den Spielmodi noch kräftig gefeilt und erweitert, fiel die erwartete Grafikaufwertung fast nur marginal aus. Zwar ist es richtig, dass im Vergleich mit dem Vorgänger nun bewegtes Gras verwendet wurde, auch manche Bäume wiegen ihre Äste im Wind und ab und zu kreuzt sogar ein Hubschrauber unser Blickfeld, ansonsten allerdings wirkt Colin4 kaum besser wie Colin3 und kann nicht ganz zu solchen Grafikperlen wie Rally Championchip aufschließen. Dabei fällt besonders die unterschiedliche Qualität der einzelnen Veranstaltungsorte auf. Gefallen die Strecken in Finnland noch mit ihrer dichten Bewaldung vermeint man an mancher Stelle in den USA sich auf noch nicht fertiggestellten Areas zu bewegen. Dafür kann wenigstens das Streckendesign selbst begeistern, welches eine große Auswahl verschiedenster Herausforderungen bereithält. Von schmalen Schotterstrecken den Berg hinauf über Schlammstrecken im Tal bis hin zu den verschneiten Pisten in Schweden sollte jeder Rallysport-Fan sein bevorzugtes Areal finden.
    Die Automodelle selbst stellen wieder die Sahnestücke des gezeigten dar. Mit noch mehr Polygonen versehen sehen sie noch einen Tick besser und echter aus als bisher. In Zusammenhang mit dem Schadenssystem, welches das komplette Zerlegen des Autos erlaubt, kann man die ganze Detailvielfalt dieser erleben. Dazu gesellt sich der nach wie vor voluminöseste Staub und Dampf aller Rennspiele, den so schön dreidimensional noch kein anderer Entwickler auf die Beine stellte.
    Kamerapositionen gibt es wieder die drei Bekannten: Hinter dem Auto, im Cockpit und auf der Stoßstange (a la Gran Turismo).
    Leider hat man der PS2-Version weder einen 60 Herz noch einem 16:9 Mode verpasst.

    Die Soundkulisse fiel erwartungsgemäß realistisch und fulminant aus. Je nach Kameraposition hören wir die Steine im Kotflügel einschlagen, das Differenzial pfeifen und die Karosserie ächzen. Der deutsche Beifahrer gibt nun - wie bereits erwähnt - wesentlich detailliertere Anweisungen als noch im Vorgänger und ist so erstmals in der Lage den englischen Copiloten zu ersetzen. Sehr schön auch, dass er nun die Kurven bereits auf der langen Geraden davor ansagt, und nicht erst wenn wir sie erreichen. Nun weiß man endlich, dass nach den 150 Metern gerader Strecke eine zwei Links folgt in der Steine innen liegen. Einzig die Sprache der Copiloten geht in den Standardeinstellungen etwas im allgemeinen Rallyelärm unter, besonders wenn man die Cockpitperspektive wählt, was ein Nachstellen im Optionsmenü nötig macht.

    Colin McRae Rally 04 (PS2)

    Singleplayer
    9,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    10/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Viele verschiedene Spielmodi für einen oder mehrere Spieler
    das beste Schadenssystem aller Rennspiele
    hervorragende Physik und Steuerung
    Erstellung eigener Meisterschaft möglich
    deutscher Beifahrer verschluckt keine Details mehr
    ultrarealistischer Expertenmode
    Reparaturen manuell durchführbar
    komplette Anzeige der Platzierungen nach jedem Streckenabschnitt
    Die Grafik lies den erwarteten Quantensprung vermissen
    manche Streckenabschnitte sehen etwas mager aus
    PS2-Version unterstützt weder 60 Herz noch 16:9 Bildformat
  • Colin McRae Rally 04
    Colin McRae Rally 04
    Publisher
    Codemasters
    Release
    09.2003

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Forza Horizon 3 Release: Forza Horizon 3 Microsoft
    Cover Packshot von F1 2016 Release: F1 2016 Koch Media , Codemasters
    Cover Packshot von Trials of the Blood Dragon Release: Trials of the Blood Dragon Ubisoft , RedLynx
    Cover Packshot von The Collider 2 Release: The Collider 2 Techland
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Colin McRae Rally 04
Colin McRae Rally 04 im Gamezone-Test
Colin McRae Rally 4 bietet uns endlich die erwarteten Spielmodi und mausert sich so wieder zur Referenz des Genres.
http://www.gamezone.de/Colin-McRae-Rally-04-Spiel-20197/Tests/Colin-McRae-Rally-04-im-Gamezone-Test-989463/
19.09.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/09/colin4titel_120611095346.jpg
tests