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  • Colosseum: Road to Freedom im Gamezone-Test

    Daumen runter: Bei derart wenig Abwechslung in der Arena schläft selbst Cäsar in seiner Ehrenloge ein.

    Nachdem wir bereits mit Capcoms "Shadow of Rome" einen Ausflug in die Zeit der Cäsaren unternehmen durften, bringen uns Koei und THQ mit "Colosseum - Road to Freedom" eine weitere Möglichkeit blutige Arenenkämpfe im antiken Rom auszutragen. Doch kann ein ausschließlich auf wilde Schlachten ausgelegtes Gameplay auch langfristig motivieren?

    Colosseum: Road to Freedom Colosseum: Road to Freedom Die Gladiatoren im alten Rom hatten es meistens viel besser, als man es heutzutage aufgrund zahlreicher Hollywood-Inszenierungen vermutet. Denn wer als echter Gladiator und nicht als Raubtierfutter in das Colosseum einzog, war vom Volk hoch angesehen und wurde von seiner Gladiatorenschule medizinisch und finanziell bestens versorgt. "Colosseum" hält sich größtenteils an diese ruhmreiche Interpretation der Gladiatorenzeit und lässt euch in die Rolle eines Sklaven schlüpfen, der die einmalige Gelegenheit hat, sich selbst die Freiheit zu kaufen. Das nötige Geld muss allerdings erst mit zahllosen Kämpfen in den Arenen Roms beschafft werden - nur wer dort erfolgreich ist, kann sich als Gladiatoren-Held neben der Freiheit auch noch eine ganze Stange Geld verdienen.

    Colosseum: Road to Freedom Colosseum: Road to Freedom Das Gameplay von "Colosseum - Road to Freedom" gibt sich ziemlich untypisch und man könnte fast schon behaupten, die Entwickler haben hier ein kleines Experiment gewagt. Denn anstelle einer opulenten Hintergrundgeschichte zu folgen und von Spielabschnitt zu Spielabschnitt auf immer wieder neue Herausforderungen zu treffen, löst man in Colosseum eigentlich immer wieder die gleichen Aufgaben. Das ultimative Hauptziel besteht natürlich darin, sich seine Freiheit vom Gladiatorenmeister Magerius zurückzukaufen - dies ist allerdings nur möglich, indem man ihm stattliche 1.000.000 Silberstücke durch zahllose Kämpfe in der Arena einbringt. Der Spielablauf ist in einzelne Tage unterteilt, abwechselnd wird in der Gladiatorenschule trainiert oder in der Arena gekämpft. Ihr habt zwar auch die Möglichkeit einfach jeden Tag im virtuellen Bett zu blieben, doch dies ist weder spielerisch ansprechend, noch bringt es euch der Freiheit näher. Sind nämlich 50 Tage verstrichen, ist das Spiel vorbei und ihr habt es entweder zum Besten aller Gladiatoren geschafft und damit eure Freiheit erkämpft oder ihr endet als Nachtisch für die Löwen in der Arena.

    Der langweilige Alltag eines Gladiatoren

    Colosseum: Road to Freedom Colosseum: Road to Freedom Die deutlich einfachere Hälfte des Spiels verbringt man im Hof der Gladiatorenschule und erledigt einfache Minigames im Stil von "Dance Dance Revolution". Denn zum Ausführen von Liegestützen, Situps, und Zielübungen müssen lediglich im richtigen Moment die angeigten Tasten auf dem Joypad gedrückt werden. Als Belohnung dafür gibt es Punkte, welche wiederum beim anschließenden Abendessen für Attributsverbesserungen eures Charakters investiert werden dürfen. Klassische Werte wie Stärke, Geschwindigkeit oder auch Schwertbeherrschung werden somit Stück für Stück aufgebessert und euer anfangs noch schwacher Holzschwert-Azubi wird immer mehr zum unbesiegbaren Maximus-Verschnitt.

    Colosseum: Road to Freedom Colosseum: Road to Freedom An allen anderen Tagen eurer Gladiatoren-Ausbildung stehen echte Kämpfe in den Arenen des Landes und natürlich auch im titelgebenden Kolosseum Roms auf dem Programm. Nachdem man sich hier mit einer unterschiedlich teuren Bewaffnung nach Wahl selbst ausgestattet hat, darf man zwischen verschiedenen Kampfvarianten wählen. Möglich sind verschiedene Teamkämpfe, gewaltige Massenschlachten, Kämpfe gegen wilde Tiere und natürlich das immer wieder gern gesehene Duell. Dieser Variantenreichtum macht in der Arena allerdings kaum noch einen Unterschied, hier sollte man schlichtweg alles kurz und klein prügeln, was nicht dem eigenen Team angehört. Dazu bedient sich der Joypad-Gladiator einem recht komplexen Kampfsystem, welches auch verschiedene Trefferzonen und Schlagkombinationen möglich macht. Ist ein Gegenspieler beispielsweise mit einem Schild geschützt, kann man immer wieder auf dessen Schildarm einschlagen, bis er den lebensrettenden Schutz schmerzgeplagt in den Sand wirft. Auch ist es jederzeit möglich, fallen gelassene Gegenstände zum eigenen Vorteil einzusetzen und sogar in den nächsten Kampf mitzunehmen. Erschwerend kommt noch das Ausdauer-System hinzu, welches euren Krieger bei zu vielen Schlägen hintereinander aus der Puste kommen lässt - wer sich seine Kräfte allerdings aufspart, darf von Zeit zu Zeit auf besonders heftige Spezialschläge zurückgreifen.

    Selten dämliche KI

    Colosseum: Road to Freedom Colosseum: Road to Freedom Die in den Arenen gebotene Action kommt leider lange nicht an die von "Shadow of Rome" heran und wird trotz des vielfältigen Kampfsystems sehr schnell langweilig. Dies liegt unter anderem auch an der furchtbar schlechten KI, welche die Gegner ohne Skrupel in offensichtliche Fallen laufen lässt, wodurch sich die hohlköpfigen Widersacher früher oder später von ganz alleine erledigen. Auch ertappt man sich beim Spielen immer wieder dabei, dass man auf sämtliche Block- und Angriffsmöglichkeiten pfeift und die Gegner einfach durch simples Knöpfchendrücken vom Bildschirm putzt. Das verstößt dann womöglich gegen die Gladiatoren-Ethik, sorgt aber auch dafür, dass das müde und immer wieder gleiche Spektakel möglichst schnell vorbei ist. Auch die Technik trägt nicht gerade zu einem längeren Arena-Aufenthalt bei, denn die relativ simpel programmierte Kamera schreit alle paar Minuten nach menschlicher Unterstützung mittels rechtem Analogstick.

    Die eigentliche Motivation dieses Spiel überhaupt länger als nur für die ersten 10 Kämpfe zu spielen, entsteht durch das schrittweise Aufleveln der eigenen Spielfigur und die immer wieder neue und verbesserte Ausrüstung, welche meist von besiegten Gegnern geplündert werden kann. So findet sich unter der Vielzahl von Helmen, Armschienen, Schilden und Waffen auch besonders nützliches Kriegsgerät, das wie in einem Rollenspiel verschiedene Verbesserungen der Charaktereigenschaften mit sich bringt. Derartige Sonderausrüstung kann auch langfristig in einer nützlichen Kiste abgelegt und damit für den nächsten Kampf aufgehoben werden.

    Gut aber eintönig: Die Grafik

    Colosseum: Road to Freedom Colosseum: Road to Freedom Die Grafik des Spiels ist zeitweise gar nicht mal schlecht, bisweilen sogar richtig gut. Ganz besonders die schön inszenierten Einläufe in die hervorragend ausgearbeiteten Arenen sehen spitze aus und sorgen für antike Stimmung vor dem Fernseher. Da sich diese festgelegten Szenen allerdings von Kampf zu Kampf in keinster Weise nicht unterscheiden, werden selbige bereits nach ein paar Auftritten öde und langweilig - glücklicherweise kann man alle Zwischensequenzen jederzeit mit einem Druck auf "Start" abbrechen. In Bezug auf die Videos hat man sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, da diese bei der PAL-Anpassung nicht neu gerendert wurden und deshalb ruckeln was das Zeug hält. Mit dem Sound des Spiels verhält es sich sehr ähnlich wie mit allen anderen Komponenten dieses Machwerks: Eigentlich ist er sehr gut, verbreitet Atmosphäre und passt hervorragend zu einem Gladiatoren-Spiel. Doch auch hier macht sich innerhalb kürzester Zeit Ernüchterung breit und man stellt fest, dass sich alle Leider sehr schnell wiederholen und deshalb schnell langweilig werden.

    Colosseum: Road to Freedom (PS2)

    Singleplayer
    6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    motivierende Vielfalt an Waffen- und Rüstungsgegenständen
    mögliche Charakterentwicklung
    ansehnliche Grafik
    auf Dauer schnell eintöniges Gameplay
    Kampfsystem wird schnell zum Button-Mashing
    bockige Kamera
    nicht vorhandene Gegner-KI
    verschenktes Potenzial in Sachen Story
  • Colosseum: Road to Freedom
    Colosseum: Road to Freedom
    Developer
    Koei Co. Ltd.
    Release
    09.09.2005

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990375
Colosseum: Road to Freedom
Colosseum: Road to Freedom im Gamezone-Test
Daumen runter: Bei derart wenig Abwechslung in der Arena schläft selbst Cäsar in seiner Ehrenloge ein.
http://www.gamezone.de/Colosseum-Road-to-Freedom-Spiel-20218/Tests/Colosseum-Road-to-Freedom-im-Gamezone-Test-990375/
25.08.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/08/TV2005081016214400.jpg
tests