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  • Command & Conquer Generäle im Gamezone-Test

    Kann der neueste Spross der C&C Familie die Fans überzeugen oder bringt die dritte Dimension auch Nachteile?

    Auch mit Cyborgs gut spielbar!

    Command & Conquer - eine sehr erfolgreiche Serie, die weltweit Millionen von Spielern seit vielen Jahren begeistert. Westwood, der Urvater des gesamten Genres präsentiert uns endlich den lang erwarteten, neuesten Spross der C&C Familie: Generäle. Im Gegensatz zu den sehr futuristisch angehauchten Vorgängern, in denen es entweder um Tiberium oder die sowjetische Weltherrschaft ging, nimmt Generäle das brandaktuelle Thema des internationalen Terrorismus als Vorlage für die verwendete Story. So nimmt man es hier mit der internationalen Befreiungsgruppe (IBG) auf, einer weltweit operierenden terroristischen Vereinigung, die sich nicht nur mit den USA, sondern auch mit China im heiligen Krieg befinden. Auftretende Parallelen zu realistischen Personen, Ereignissen und Waffen im Spielverlauf wie z. B. die Belagerung einer Stadt namens "Twin Sword City" oder der Hubschrauberabsturz in einer afrikanischen Großstadt sind natürlich rein "zufällig". Vollblut-Pazifist darf man also nicht sein, wenn man an Generäle Freude haben will, denn es geht hier um knallharten Krieg der bis zum Äußersten geht und auch nicht vor dem Einsatz chemischer und nuklearer Waffen halt macht.

    Die deutsche Version wurde aufgrund einer nachträglichen Indizierung nochmals komplett überarbeitet, alle Soldaten sind jetzt zu Cyborgs geworden und Städtenamen und Einheitenbezeichnungen wurden abgeändert um das Spiel noch ein Ganzes Stück mehr als reine Fiktion erscheinen zu lassen. Electronic Arts hat hier keine Kosten und Mühen gescheut, sogar die Bildchen der Einheiten hat man überarbeitet und diverse Spielszenen stark entschärft. Als Echtzeitstratege ist man ja ohnehin nicht auf explizite Gewaltdarstellung aus, die Spielmechanik ist weitgehend erhalten geblieben und im Prinzip ist es ja auch völlig egal ob die auf dem Bildschirm herumwuselnden Pixelmännchen nun Cyborgs oder Soldaten sind.

    In erster Linie ist Generäle nämlich kein Kriegssimulator, sondern ein absolut ausgeklügeltes Echtzeitstrategiespiel, das vor allem dank seiner gut ausbalancierten Einheiten den Spieler extrem viele Taktiken und Möglichkeiten bietet. Der gute alte C&C-Trick des massenhaften Panzerbaus (Tankrush) um die feindliche Basis damit einfach zu überrollen, funktioniert hier nicht mehr. Geschickt muss man nun die passenden Gruppen zusammenstellen, um es bis zum feindlichen Hauptquartier zu schaffen. Jede der drei verfügbaren Parteien hat ganz besondere Vor- und Nachteile. So besitzt die rote Armee der Chinesen die stärkste Feuerkraft und kann mit besonders starken Panzerverbänden und mobilen Atomwaffen aufwarten. Die USA, hier nun "westliche Allianz" genannt, können dafür auf hervorragende Spionageeinheiten und technisch hochentwickeltes Kriegsgerät zurückgreifen. Die internationalen Befreiungsgruppe hat auf den ersten Blick den beiden starken Gegnern nicht viel entgegenzusetzen, doch durch extrem schnelle Einheiten und starke chemische Waffen ist die IBG nicht zu unterschätzen und ein äußerst gefährlicher Gegner, besonders im Multiplayermodus per Netzwerk oder Internet. Im Spielverlauf bieten diverse Gebäude die unterschiedlichsten Upgrades für unsere Einheiten an. Von verstärkter Feuerkraft bis hin zu besonders geheimen Kampfstoffen bieten die passenden Upgrades oft überraschende Verbesserungen und damit natürlich auch entscheidende Vorteile im Kampf. Ein ganz neues Feature ist der namengebende "General", in dessen Rolle der Spieler schlüpft. Für erfolgreiche Schlachten bekommen wir Erfahrungspunkte, welche uns ab einer bestimmten Anzahl im Rang aufsteigen lassen. Mit jedem neuen Rang, gibt es auch neue Fähigkeiten, unter denen in einem speziellen Menü gewählt werden kann. Diese Fähigkeiten sind in drei Stufen gegliedert, und bieten von diversen Verbesserungen für die eigenen Einheiten, bis hin zur ultimativen Superwaffe alles was das Herz des Hobby-Feldherren begehrt.

    Das Missionsdesign der drei Einzelspielerkampagnen, welche sich auf 27 Missionen verteilen, ist durchweg sehr gut gelungen und bietet genügend Abwechslung und Herausforderungen um bis zur letzten Schlacht zu begeistern. Wie in fast allen Echtzeitstrategiespielen muss man den idealen Weg zwischen Verteidigung der eigenen Basis und der strategisch optimalen Offensivtaktik finden. Je nach gewählten Schwierigkeitsgrad und Erfahrungsstand des Spielers, können manche Missionen schon eine Stunde oder länger dauern. Wer dann früher oder später durch alle Missionen durch ist, kann sich im Gefechtsmodus gegen mehrere virtuelle Gegner behaupten und diesen Modus als Vorbereitung für das ultimative Gefecht im Internet nutzen. Hier erwarten einen sehr harte Gegner, die man dank eines integrierten Matchmakers auch schnell und einfach finden kann.

    Kommen wir zur Grafik, welche sogar den ein oder anderen Strategiemuffel neugierig machen dürfte. Denn das was man auf den bisher veröffentlichten Screenshots und Videos gesehen hat stimmt wirklich! Noch nie sahen Explosionen so realistisch und packend wie in Generäle aus. Angefangen bei den Fahrzeugen, deren Einzelteile nach einer satten Explosion in die Luft geschleudert werden um dann auf dem Boden wieder physikalisch korrekt aufzukommen, bis hin zur spektakulärsten Atombombenexplosion aller Zeiten auf einem Computermonitor. Gerne werden in solchen Situationen auch Matrix-Effekte eingesetzt um die ganze "Schönheit" der Zerstörung rundum genießen zu können. Zwischensequenzen oder wichtige Ereignisse werden direkt in der Spielegrafik dargestellt, die guten alten Filmchen mit echten Schauspielern gibt es nicht mehr. Persönlich weine ich dem schon ein bisschen nach, denn beim Vorgänger "Red Alert 2" haben diese Zwischensequenzen viel Atmosphäre verbreitet, nicht zuletzt dank professionellen Schauspielern. Da nun alles in der Spielegrafik abläuft, wird auch hier nicht mit Spezialeffekten und bombastischen Explosionen gegeizt, fast jede Sequenz überrascht mit einem neuen, effektgeladenen Feuerwerk. Aber auch im Spiel selbst merkt man wie ausgeklügelt die verwendete Engine ist: Türme und Bäume fallen langsam und eindrucksvoll um, alles wird in Echtzeit physikalisch korrekt berechnet. Die Gebäude glänzen mit vielen liebevollen Details und wirken sehr realistisch, gleiches gilt für die Fahrzeuge. Nur bei den Soldaten und Zivilisten hat man schon deutlich an Polygonen gespart, wer zu nah ranzoomt, wird mit Lego-Männchen enttäuscht. Allerdings wird man selten so dicht an das Spielfeld heranzoomen wollen, da man ja die größtmögliche Übersicht möchte und bei der ganzen übrigen Grafikpracht kann man die einfach dargestellten Figuren leicht verschmerzen.

    Soviel Grafikpracht fordert natürlich auch einiges an Hardwarepower. Mindestens 512 MB Ram sollte man schon sein eigen nennen, wenn man nicht des öfteren von unangenehmen Rucklern überrascht werden will. Wer aber auf einige Details und hohe Auflösungen verzichten kann, dürfte auch mit 256 MB Ram und einer Geforce3 noch genügend Spaß an diesem Spiel haben.

    Auch musikalisch hat man sich diesmal nicht lumpen lassen, die heroisch klingenden Stücke der WA-Kampagne könnten aus der Feder von Harry Gregson-Williams (The Rock) oder Hans Zimmer (Gladiator) stammen. Passenderweise ist die Musik bei der China-Kampagne leicht asiatisch angehaucht und bei der IBG leicht arabisch. Auch die Meldungen der Einheiten sind dank einer guten Übersetzung gelungen, die Bestätigung unserer Befehle bekommen wir in einem sauberen deutsch, welches stellenweise sogar richtig gut passt. In der überarbeiteten deutschen Version sind alle Sprachaufnahmen mit einem Cyborg-Filter versehen worden um sie auch entsprechend künstlich klingen zu lassen.

    Etwas enttäuscht waren wir dann aber doch von der Optionsarmut des Spiels: Die Tastaturbelegung kann im Optionsmenü nicht geändert werden, genauso wenig gibt es, außer der Wahl der gewünschten Karte, überhaupt keine weiteren Einstellungen für Multiplayerspiele.

    Command & Conquer: Generäle (PC)

    Singleplayer
    9,1 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    bombastische Grafikeffekte
    packendes Missionsdesign
    C&C-Kultfeeling
    überzeugende Präsentation
    sehr hohe Hardwareanforderungen
    wenig Optionen bei Multiplayerspielen
    keine Optionen für Tastaturbelegung
  • Command & Conquer: Generäle
    Command & Conquer: Generäle
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    19.05.2004

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989460
Command & Conquer: Generäle
Command & Conquer Generäle im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Command-und-Conquer-Generaele-Spiel-56230/Tests/Command-und-Conquer-Generaele-im-Gamezone-Test-989460/
18.09.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/07/o_wraith.jpg
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