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  • Conflict Desert Storm II: Die Rückkehr der Wüstenkrieger - Leser-Test von BigJim

    Viele erinnern sich sicher noch: Der mit Taktikelementen angereicherte Wüsten-Shooter Conflict: Desert Storm aus dem Jahre 2002 erwies sich als recht erfolgreich. Obwohl technisch eigentlich eher durchschnittlich, sorgte der Zweite Golfkrieg der Jahre 1990/91 als Szenario in dem von WW2-Titeln dominierten Genre für eine gewisse Abwechselung und wohl auch guten Absatz. Eine Fortsetzung war die logische Konsequenz. Sie sollte sich nicht weniger gut verkaufen als der Vorgänger. Tatsächlich wurden von Conflict: Desert Storm und seinem hier behandelten Nachfolger Conflict: Desert Storm 2 systemübergreifend weltweit über 3,5 Millionen Exemplare verkauft.

    Eigentlich ist Kuwait schon längst befreit und der irakische Obermotz Saddam gehängt, aber das Spiel versetzt uns ja auch zurück in die frühen 90er Jahre, als der Irakkrieg, dessen genaue Anzahl an Toten und Verwundeten bis heute nur geschätzt werden konnte, noch in vollem Gange war. Die Würfel sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefallen. Es gibt reichlich Arbeit für die Männer der Special Forces US-Army und ihre Kameraden des britischen SAS. Wie bereits im ersten Desert Storm muss sich der Spieler zu Beginn der Kampagne, die 14 Levels umfasst, für eine dieser beiden alliierten Gruppierungen entscheiden. Wer den ersten Teil bereits gut kennt, kann sich das Tutorial ersparen und gleich in den Wüstenkrieg ziehen. Neulingen ist diese Einführung jedoch dringend anzuraten, denn hier wird man mit Aktions- und Bewegungsmöglichkeiten sowie mit den Grundlagen des Teammanagements vertraut gemacht.

    "Desert Storm"-Veteranen treffen hingegen auf alte Bekannte, als da sind: Gruppenführer John Bradly - mit Sturmgewehr, MP und Laserzielerfassungsgerät ausgestattet und gleichzeitig der Soldat, dessen Rolle wir überwiegend übernehmen -, der mit schweren Waffen wie MG und Panzerfaust ausgestattete Mick Connors, Sanitäter David Jones und Scharfschütze Paul Foley. Vier Mann insgesamt also. Mittels Controller kann der Spieler jederzeit zwischen den Teammitgliedern hin- und herschalten. Allerdings beschränken sich die Einsatzmöglichkeiten der Spielfiguren auf ihre jeweiligen Spezialfähigkeiten. Befehls- bzw. Kommandogewalt hat eigentlich nur Bradly. Und dem Sanitäter ist es schlicht unmöglich, beispielsweise ein Scharfschützengewehr anzuwenden. Eine Truppe von Fachidioten also? Im Prinzip ja, aber Desert Storm erhält durch die Experten natürlich ein taktisches Element. Denn der Spieler muss von Fall zu Fall situationsabhängig entscheiden, welchen Mann er wann und wo am besten einsetzt. Mit dem Scharfschützen bekämpfen wir weiter entfernte Ziele, der MG-Schütze eignet sich vor allem für die Bekämpfung größerer Gegnermassen auf kürzerer Distanz, Hauptfigur John Bradly ist als Einziger in der Lage, per Laser schwere Bodenziele für Jagdflugzeuge und Bomber zu markieren. Und auf den Sani müssen wir natürlich besonders achten, da dieser über die meisten Medipacks verfügt. Fällt er durch Tod oder Verwundung während der Mission aus, steht es schlecht um unsere medizinische Versorgung. Allerdings verfügen auch die anderen Figuren zeitweise über Medikamente, so dass ggf. auch eine Selbstheilung in Frage kommt. Trotzdem sollte man den Medizinmann, der nur leicht bewaffnet ist, schonen und aus der Schusslinie raushalten.

    Wer sich unter Conflict: Dersert Storm 2 jetzt womöglich einen knallharten Taktik-Shooter vom Schlage eines Operation Flashpoint oder Armed Assault vorstellt, befindet sich jedoch auf dem Holzweg. Ähnlich wie im Vorgänger spielt sich auch dieser zweite Wüstensturm-Teil betont actionlastig. Eine gewisse Koordination aller Beteiligten macht zwar Sinn, ist aber nicht unbedingt Voraussetzung. Ballern führt genauso und meistens sogar schneller zum Ziel. Dadurch bleibt der Titel hinter dem Anspruch einer ernstzunehmenden Militärsimulation zurück. Das Teammanegement funktioniert aufgrund der Steuerung, die weitaus besser ausfällt als in der fummelig zu handhabenden PC-Fassung, recht gut. Die jeweils angewählte Figur lässt sich wahlweise aus der Ego- oder Verfolgerperspektive lenken, je nachdem, welcher Blickwinkel gerade sinnvoll erscheint.

    Es gibt einige Neuheiten, die sich während der Wüstenschlachten als hilfreich erweisen. Da ist zunächst einmal die Möglichkeit, per Knopfdruck um die Ecke zu spähen. Sehr nützlich im Häuserkampf. Außerdem können wir unsere Spielfigur jetzt liegend über den hellsandigen Boden rollen lassen und müssen somit kein unbewegliches Ziel für feindliche Heckenschützen mehr abgeben. Auch wenn unser Alter-Ego mal Feuer an seinem Kampfanzug gefangen hat, genügt eine dieser Rolleinlagen, um das Feuer zu ersticken und damit schweren Verbrennungen zu entgehen. Das war's dann allerdings im Großen und Ganzen auch schon mit den Neuerungen. Sonst hat sich nämlich im direkten Vergleich zum Vorgänger wenig getan.

    Noch immer kämpfen wir uns durch Wüsten, Wüstenschluchten und allerlei Dörfer oder Städte, wobei zuletzt sogar die irakische Hauptstadt Bagdad Ziel unserer Militäroperation "Wüstensturm" ist. Auch die einzelnen Missionsziele sind mit dem ersten Desert Storm nahezu identisch. Wir führen Sabotageeinsätze durch, jagen Straßenblockaden in die Luft, befreien Gefangene, zerstören irakische Geschütz- und Raketenstellungen und knattern an einem anderen Spielabschnitt zur Abwechselung auch mal an Bord eines Panzers durch die Gegend. Feindbasen werden infiltriert, Sprengsätze platziert und Schlüsselpositionen gehalten oder eingenommen. Unsere KI-gesteuerten Teamkollegen verhalten sich überwiegend rational, was man von den Gegnern leider nicht immer sagen kann. Denn die sind oft nichts anderes als Kanonenfutter, aufgrund ihrer allgegenwärtigen Überzahl aber trotzdem nicht zu unterschätzen, selbst auf dem untersten Schwierigkeitsgrad nicht. Deshalb geht es - ungeachtet des hohen Actionanteils - nie ganz ohne Taktik. Da kann es schon mal angeraten sein, Rauchgranaten zu werfen, um ein weiteres Vorgehen oder eventuell auch den eigenen Rückzug zu decken oder Hintergänge oder Seitenstraßen zu nutzen, weil es auf dem direkten Weg einfach nicht voran geht. Als größte Gefahr entpuppen sich irakische Panzer, die auch in Desert Storm 2 häufiger anzutreffen sind und sogar in Häuser schießen, so dass uns einzelne Gebäude nicht immer ausreichend Schutz vor Saddams Streitkräften bieten.

    Sonst hat sich ebenfalls wenig geändert. Dass die Grafik dieses inzwischen betagteren Titels nicht mit Spielen des Jahres 2009 mithalten kann, dürfte nicht überraschen. Aber selbst 2003 ging schon mehr und gegenüber dem Vorgänger ist die optische Präsentation fast gleich geblieben. Allerdings fallen die drögen Texturen aufgrund des schmucklosen Wüstenszenarios nicht zu negativ ins Gewicht, da eine Wüstenlandschaft naturgemäß eben einfach kahl und trist aussieht. Etwas besser ins Geschehen integriert wurden die Zwischensequenzen, die jetzt häufiger für einige Überraschungsmomente sorgen, beispielsweise dann, wenn urplötzlich ein Feind-Panzer durch die Wand bricht, was dem Spielgeschehen eine höhere Dynamik verleiht. Waffengeräusche und Sprecher klingen wie in Teil 1 recht akzeptabel. Leider liegt die Gesamtspielzeit im Singleplayer auch diemal unter zehn Stunden. Wer einen rasanten Military-Shooter mit taktischer Beimischung, viel Sand und Sonne mag und bereits am ersten Teil Gefallen fand, sollte Conflict: Desert Storm 2 aber ruhig in Betracht ziehen.

    Negative Aspekte:
    Keine wesentlichen Neuerungen gegenüber dem Vorgänger (fast dieselben Missionen).

    Positive Aspekte:
    (Unverbrauchtes) Golfkrieg-Szenario; verbesserte Steuerung (erhöhter Funktionsumfang).

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Conflict Desert Storm II
    Conflict Desert Storm II
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Developer
    Pivotal Games
    Release
    24.09.2003

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Conflict Desert Storm II
Conflict Desert Storm II: Die Rückkehr der Wüstenkrieger - Leser-Test von BigJim
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20.03.2010
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