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  • Conker: Live and Reloaded - Was für ein Kunstwerk! - Leser-Test von morrowind

    Conker: Live and Reloaded - Was für ein Kunstwerk! - Leser-Test von morrowind Wir schreiben das Jahr 2001: Der britische Entwickler stellt im Auftrag von Nintendo mit "Conker's Bad Fur Day" einen Meilenstein der Videospielgeschichte in die Läden und feiert einen riesigen kommerziellen Erfolg.
    Satte 4 Jahre nach diesem Ereignis sieht es für Rare aber nicht mehr ganz so gut aus. Inzwischen entwickeln die Briten exklusiv für Microsoft und der Ruf des Entwicklers ist nach der mittelmäßigen Xbox-Software "Grabbed by the Ghoulies" extrem geschädigt. Mit "Conker Live & Reloaded" versuchten die Briten im Juni diesen Jahres ein angemessenes Comeback zu feiern. Ich kann nur eines sagen: Vorhaben geglückt!
    Im Grunde genommen beinhaltet "Live & Reloaded", wie der Name schon sagt, zwei grundverschiedene Spiele. Rare hat sich nämlich nicht lumpen lassen, neben einem neuen Multiplayer-Modus auch noch ein Remake von "Bad Fur Day" auf die Disk zu brennen.
    Im Einzelspielermodus steuert ihr das kleine, niedliche Eichhörnchen Conker, welches schon mal nachmittags in einer Kneipe rumhängt und dabei gerne zu übertriebenem Bier-Konsum neigt. Als sich Conker eines Tages betrunken nach Hause zu seiner Freundin Berri gehen möchte, muss er aber an einer Kreuzung zwischen mehreren Abzweigungen wählen. Da ist es ja schon selbstverständlich, dass er die falsche Route einschlägt...
    Die Story von "Conker Live & Reloaded" ist nahezu komplett identisch zu der des N64 Pendants. Außer ein paar neue Gags am Rande warten hier also keine Neuerungen auf den Spieler. Das heißt jetzt aber keinesfalls, dass das ein Kritikpunkt ist, denn die Story bietet auch in der Xbox Version mehr skurrile Charaktere, superwitzige Gags und abgefahrene Szenarien als alle anderen Videospiele zusammen. Da richtige Comedy ins Spielen ja eher selten ist, könnte jetzt der Eindruck entstehen, dass die Story sowie das restliche Spiel mächtig primitiv sind. Doch "Conker" ist in diesem Punkt anders, denn es verbindet auch noch heute originellen schwarzen Humor mit einem anspruchvollen Gameplay.
    Anfangs ähnelt das Spiel eher noch einem kunterbunten Jump & Run à la "Mario". Man sieht den kleinen, rotzfrechen Nager aus der 3rd Person Perspektive und steuert ihn durch die fantasievollen Landschaften. Mit dem Baseballschläger erweht man sich auch schon relativ früh zahlreicher Angreifer, Im Prinzip ist der Spielverlauf am Anfang von "Conker" im Vergleich zu "San Andreas" gar noch so verschieden, da man ebenfalls erst Aufträge suchen und sie dann ausführen muss. So kommt es z.B. einmal vor, dass man einen Bienenstock aus den klauen der fiesen Wespen befreien oder dem notgeilen Bienenkönig dabei helfen muss, eine barbusige Blume zu "bestäuben". Ein anderes Mal muss man eine Maus so lange füttern, bis sie platzt. Ebenso genial und lustig sind die Endgegner von "Conker Live & Reloaded" geraten. Unter dieser Kategorie wäre zum Beispiel der "Great Mighty Poo" (auf dt.: die große, mächtige Sch....) einzuordnen. Dieser ist, wie der Name schon sagt, ein riesiger Misthaufen (!) zudem noch Opern trällert (!!). Am effektivsten bekämpft man ihn, indem man ihn mit Klopapierrollen bewirft (!!!). Klar, das mag zwar unrealistisch klingen, es ist aber superwitzig.
    Im ganzen Spiel werde aber auch noch Filme parodiert. Besonders später veräppelt "Live & Reloaded" Hits wie "Matrix" oder "Der Soldat James Ryan". Zu diesem Zeitpunkt ist "Conker" aber auch deutlich actionorientierter, da man in einem WWII Szenario gegen böse Tediz (statt Nazis) kämpft. Trotzdem beinhaltet der Titel auch ein paar Rätsel, die zwar einfallsreich, aber nicht allzu schwer sind. Dafür ist aber der Schwierigkeitsgrad teilweise recht unfair und unkonstant. So sind die Endgegnerkämpfe oft übertrieben leicht, während einige andere Stellen unfair sind. Das Lava-Rennen gehört zu den fiesesten Stellen im Spiel. Hier muss man auf eine Hoverboard über Lava fliegen und Eingeborene einholen. Das ist zwar recht spaßig, da man aber kaum beeinflussen kann, ob man gegen ein Hindernis (Dinosaurier) knallt oder nicht, fliegt das Gamepad schon das eine oder andere Mal in die Ecke.
    Auch die Steuerung ist teilweise recht schwammig. Das nervt vor allem bei den Hüpf-Einlagen, die sich aufgrund der mangelhaften Bedienung nur schwer meistern lassen. Das Zielen in den Action-Sequenzen fällt einem aber dagegen recht leicht.
    Negativ fällt auch die Tatsache auf, dass euch das Spiel nicht richtig an die Hand nimmt. Oft streunert der Spieler umher, nur um die nächste Aufgabe zu finden. Auch das Spieldesign ist für heutige Maßstäbe richtig veraltet.
    Eine großes Lob verdient "Conker" aber in Sachen Einfallsreichtum. Die Aufgabenstellungen und Szenarien sind einfach konkurrenzlos witzig und genial. Außerdem bietet das Action-Adventure eine große Packung Abwechslung. Neben dem bereits erwähnten Lava-Rennen reitet ihr beispielsweise mal auf einem Dino oder vernichtet die Tediz in einem Panzer. Auch die Szenarien und Umgebungen die ihr besucht, sind meistens grundverschieden. Einmal besucht ihr z.B. eine Steinzeit-Welt, während ihr ein anderes Mal in einem Horrorschloss in Van Helsing-Kluft auf Vampirjagd geht. Hinzu gesellt sich noch die Tatsache, dass "Conker Live & Reloaded" fantastisch präsentiert wird. Man fühlt sich wie in einen Film hineinversetzt, was besonders Anfangs deutlich wird (wie z.B.: Microsoft präsentiert..., in den Hauptrollen..., usw.).
    Der Multiplayer-Modus hat mir hingegen nicht so viel Spaß bereitet. War der MP-Part auf dem N64 noch richtig innovativ und witzig, wirkt der von "Live & Reloaded" eher modern und einfallslos. Im Großen und Ganzen läuft das Geschehen ähnlich wie in "Battlefield" oder "Battlefront" ab, ohne deren Klasse zu erreichen. Man wählt anfangs eine der typischen Klassen und stürzt sich ins Gefecht, um diverse Aufgabenstellungen zu erledigen. Eigentlich ist dies ja keine schlechte Idee, aber der MP-Part von "Conker Live & Reloaded" leidet und teilweise dicken Design-Schnitzern. So ist die Balance beispielsweise eher mangelhaft ausgefallen. Vor allem die Fahrzeuge sind viel zu schwach (Raumschiffe sind mit zwei Scharfschützenschüssen zerstört!!) und die Charakterklasse Demolierer viel zu stark (Neben einem mächtigen Raketenwerfer besitzt er auch noch eine Gatlin MG und ist sehr zäh).
    Außerdem bietet "Conker" nur 8 Multiplayerkarten, die sich auf bestimmte Spielmodi beschränken. Offline-Gamer können zwar noch Bots hinzuschalten, die sind aber natürlich dumm wie Brot und dienen nur als Kanonenfutter. Alternativ dürfen sich zwei Spieler gleichzeitig in eine Splitscreen-Schlacht stürzen, doch leider wird dann die Optik deutlich heruntergeschraubt und an den Seiten befinden sich fette Pal-Balken!

  • Conker: Live and Reloaded
    Conker: Live and Reloaded
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Rare
    Release
    01.07.2005
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Conker: Live and Reloaded
Conker: Live and Reloaded - Was für ein Kunstwerk! - Leser-Test von morrowind
http://www.gamezone.de/Conker-Live-and-Reloaded-Spiel-20354/Lesertests/Conker-Live-and-Reloaded-Was-fuer-ein-Kunstwerk-Leser-Test-von-morrowind-1002884/
17.09.2005
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