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  • Constantine im Gamezone-Test

    Wir schlüpfen in die Rolle von John Constantine, dem mystischen Magier der Arbeiterklasse und angesehenes Allroundtalent und Exorzist. Er kämpft auf der Erde und in der Hölle gegen die Ausgeburten des Untergrundes. Dabei bedient er sich der okulten Waffen der Vorfahren, wie dem heiligen Gewehr oder dem Drachenhauch-Flammenwerfer.

    Wer ist Constantine?

    John Constantine: Kettenraucher und Exorzist John Constantine: Kettenraucher und Exorzist All diejenigen welche die DC Comics um Valentine nicht kennen sind in der gleichen Situation wie ich, sie bekommen einen kettenrauchenden Helden vorgesetzt der die absonderlichsten Dinge beherrscht, wie das Beamen per Wasserpfütze welches ihn direkt in die Hölle befördert, wo die gleichen Level wie auf der Erde auf uns warten, mit dem Unterschied, dass in der Hölle alles brennt und teilweise zerstört ist, oder diverse Zaubersprüche einsetzt deren Herkunft uns ebenso ein Rätsel sind wie der Sinn hinter seiner ganzen Existenz. Trotzdem kommen wir ziemlich schnell dahinter, dass die Lösung der einzelnen Level darin begraben liegt möglichst geschickt zwischen den beiden Welten zu wechseln. Denn ein Weg der in der einen Welt versperrt scheint ist in der anderen Welt offen, und umgekehrt. Mitunter auch müssen wir in der einen Welt Dinge vorbereiten um sie dann in der anderen Welt verfügbar zu haben.

    Ein Höllenlevel Ein Höllenlevel Dies erklärt auch das anfangs recht verwirrende Leveldesign, welches uns viele Ein- und Ausgänge bietet, oft an Stellen wo wir sie überhaupt nicht erwarten, bzw. wo sie auf den ersten Blick recht sinnlos erscheinen, nur um uns im weiteren Verlauf die Notwendigkeit der vielen Portale zu offenbaren. Denn erst wenn wir verstanden haben wie die Dinge aus der Oberwelt zu den Dingen der Unterwelt gehören, erklären sich die Standorte der Portale. Das schützt uns aber nicht davor immer wieder recht ratlos durch die Level zu irren und sich mehr auf das eigene Glück als den Verstand zu verlassen. Allerdings muss man deutlich sagen, dass einem das Hilfssystem mehr als einmal unter die Arme greift und uns wirklich jeden einzelnen Schritt zu erklären versucht. Wir werden darauf hingewiesen, dass wir einen bestimmten Schlüssel noch nicht besitzen der sich hier oder dort befindet, ebenso wird uns gesagt wenn wir einen unnötigen Sprung zwischen den Welten gemacht haben und zusätzlich wird jedes einzelne Levelziel in Johns Notizbuch vermerkt. Das nimmt den mitunter recht unübersichtlichen Leveln recht viel von seinem Schrecken und sorgt für ein zügiges Voranschreiten im Plot.

    Das allgemeine Gameplay

    Ein neuer Zauber Ein neuer Zauber Dreh- und Angelpunkt in Constantine sind John und seine magischen Fähigkeiten, die er einsetzt um den Höllenkräften die Rückkehr auf die Erde zu vergällen. Dabei spielen wir meist in der gebotenen 3rd-Person Sicht, die unseren Hauptdarsteller von hinten zeigt. Neben unseren Artefakten, so werden die Waffen im Spiel genannt, die wir mit der rechten Hand bedienen, verfügen wir auch noch über sekundäre Mechanismen, die wir mit der linken Hand auslösen. Dazu gehört beispielsweise das Weihwasser in Wasserbombenform, welches dazu dient "getarnte" Unterweltler zu erkennen, da sie durch das Weihwasser ihren Schutzschild, also den sie umgebenden menschlichen Körper, verlieren und angreifbar werden. Doch auch solch witzige Dinge wie singende Käfer, welche den Untoten Schmerzen bereiten stehen uns zur Verfügung.

    Simsalabim! Simsalabim! Neben diesen "Waffen" erwehrt sich John mit seinen Zaubersprüchen der Angriffe aus der Unterwelt. Diese sind sehr unterschiedlich und dienen mitunter auch ganz anderen Zielen. Der herausragendste dabei dürfte der Wechselzauber sein, für den man eine Wasserpfütze benötigt. Fragt mich jetzt nicht warum, es ist halt so, dass sich John nur in einer Wasserpfütze stehend in die Höllenwelt beamen kann. Um wieder aus ihr herauszukommen aber, benötigen wir keine Pfütze, von denen es in der Hölle logischerweise keine gibt, sondern Ampullen voller heiligem Wasser. Diese führt sich John auf dem direktesten Wege zu, er zertrümmert sie sich auf der Brust, woraufhin wir uns auf der Erde wiederfinden.

    Der Wahrheitsblick Der Wahrheitsblick Davon abgesehen gibt es Zaubersprüche die nur einen Gegner angreifen oder mehrere gleichzeitig. Angewendet jedoch werden sie immer auf dieselbe Art und Weise. Man drückt die Magietaste und muss dann schnell die vorgegebene Sequenz nachtippen. Bewegen wir uns in dieser Zeit oder werden wir angegriffen, bricht der Zauber ab. Umgekehrt können wir viele Zauber in die Länge ziehen um mehr Schaden anzurichten, indem wir uns möglichst geschickt zwischen den Angreifern platzieren, so dass wir alle mit unserem Zauber abdecken. Denn freundlicherweise bleibt das Spiel im Augenblick eines Zaubers fast stehen, die Gegner bewegen sich praktisch nur noch in Zeitlupe, so dass wir mit etwas Geschick jeden Zauber anbringen können.

    Ein Halbdämon Ein Halbdämon So brutal so manche Aktion unseres Helden auch anmuten mag, und es gibt wirklich mehrere Szenen im Spiel die man keinem Kind zeigen sollte, gibt es doch weit und breit kein Blut zu sehen. Zumindest keines welches durch die Gegend spritzt oder durch unsere Waffen verursacht wird. Blutige Leichen oder Untote hingegen gibt es schon, Amputationen hingegen gibt es wieder nicht. Zu schocken aber versucht uns das Spiel eher mit den gezeigten Situationen, die wohl für die USK 16 Einstufung verantwortlich waren. Denn auch wenn keine Flüssigkeiten spritzen, sehen wir oft Szenen in denen Menschen auf das übelste gefoltert und getötet werden. Das die so geschändeten Körper oft auch noch von den Höllenmonster recycelt und wiederverwendet werden, stört dann kaum mehr, hat man doch noch die Bilder von zerschmetterten und verbrannten Körpern im Kopf.

    Von der unglaublichen Leichtigkeit des Spiels

    Ein Levelboss Ein Levelboss Zu Beginn haben wir die Auswahl aus drei Schwierigkeitsgraden die ihren Namen eigentlich nicht verdienen. Das deshalb, weil der leichte Grad tatsächlich so leicht ist, dass man kaum mehr von einer Schwierigkeit reden kann. Selbst der "normale" ist noch weit von den Herausforderungen entfernt die wir aus ähnlichen Spielen her kennen. Gerade mal der höchste Schwierigkeitsgrad kredenzt uns einigermaßen fordernde Levelbosse, die aber mit dem Wissen um ihre Verwundbarkeit ebenfalls problemlos zu erledigen sind. Damit bleibt zu sagen, dass Constantine eines der leichtesten Action- bzw. Horror-Adventures ist die mir jemals zwischen die Finger kamen. Wer also von ähnlichen Spielen gefrustet ist sollte sich Constantine einmal anschauen, es ist leichter zu spielen als man denkt.

    Kistenschieberei Kistenschieberei Doch auch wenn uns das Spiel kaum fordert gibt es doch viel zu erleben, denn Constantine bietet uns eine Cutscenedichte wie in kaum einem anderen Spiel. Oft bewegt man sich nur wenige Meter und wir bekommen schon wieder einen Videoschnipsel geboten der die Geschichte weitererzählt. Dies in Verbindung mit den vielen Hilfestellungen lässt uns eigentlich nie im unklaren darüber was es als nächstes zu erledigen gilt. Von dem üblen und bereits erwähntem Leveldesign einmal abgesehen. Zusätzlich bekommen wir auch jede Menge Bonusmaterial geboten, welches von den Entwicklerzeichnungen über bewegte 3D-Modelle bis hin zu Making Of Videos und Entwicklerinterviews reicht. Hinter jeder der im Spiel gefundenen Tarotkarten versteckt sich eine dieser Belohnungen, so dass wir praktisch nach jedem Spiel auf neues Bonusmaterial zurückgreifen können.

    Die Technik

    Eine der vielen Cutscenes Eine der vielen Cutscenes Technisch wird uns die typische Multiplattformkost geboten die aber erstaunlicherweise auf den verschiedenen Plattformen grobe Unterschiede bietet. Besonders in grafischer Hinsicht muss sich die PS2-Version meilenweit geschlagen geben, wohingegen uns auf der Xbox ein im gesamten befriedigendes Bild geliefert wird. Denn PS2-Spieler bekommen nicht nur die auch auf der Xbox bekannten Clippingfehler zu Gesicht, zusätzlich müssen sie sich auch mit teilweise pumpenden Videos zufrieden geben, wobei nicht erklärlich ist weshalb nur manche Videos nicht flüssig laufen, sowie einem allgemein grob wirkenden Erscheinungsbild, welches aus dem Gitter herrührt welches das gesamte Bild überzieht. Denn egal ob in den Videos oder im Spiel selbst, immer liegt über dem Bild ein besonders an den dunklen Stellen sichtbares Gitter, welches wirkt als würden wir die Szenerie durch einen Maschendrahtzaun durch beobachten. Ansonsten jedoch bietet die PS2-Dassung das gleiche Erscheinungsbild wie die Xbox-Version.

    Die Steuerung

    Beam me up, Scotty! Beam me up, Scotty! Auch wenn sich Constantine der 3rd-Person Perspektive bedient, bewegen wir uns nicht selten in der 1st-Person Sicht. Diese wird benutzt um sich Johns besonderer Fähigkeit zu bedienen, nämlich die Welt so zu sehen wie sie wirklich ist. Diese Sicht, die etwas wirkt wie ein Restlichtverstärker in Blau, ist tatsächlich recht hilfreich, da sie nicht nur Monster deutlich hervorhebt, sondern auch herumliegende Munition, die für den normalen Blick viel zu klein ist, sowie uns erkennen lässt ob hinter einem Menschen auch wirklich ein Mensch steckt. Ganz so wie in "Sie Leben" also funktioniert dieser Blick der uns unter die Haut der Leute sehen lässt. Erkennen wir ein getarntes Monster, oder eben einen "Halbdämonen" wie sie im Spiel genannt werden, genügt es ihn mit Weihwasser zu bespritzen um seine wahre Herkunft zu zeigen.

    Sehr gelungen, und man fragt sich warum das nur in so wenigen Spielen so umgesetzt wird, ist Johns Fähigkeit automatisch über Abgründe zu springen oder sich zu ducken. Kein extra Tastendruck ist dafür nötig, John weiß einfach was er zu tun hat und stürzt nie versehentlich irgendwo ab. Ebenso erkennt er automatisch Wände oder Gitter an denen er emporklettern kann, sowie Löcher zum hindurchkriechen. All das geschieht ohne eine extra dafür eingerichtete Taste.

    Der Sound

    Sehen gefährlich aus, sind es aber nicht Sehen gefährlich aus, sind es aber nicht Die Soundkulisse ist im Grunde in Ordnung, bietet sie uns doch eine gelungene deutsche Lokalisierung ebenso wie viele unheimliche Geräusche und eine fast immer passende orchestrale Untermalung. Besonders Johns harte Sprüche und Reaktionen auf diverse Situationen sorgen immer wieder für ein Grinsen, wenn er beispielsweise auf das Erscheinen eines Levelbosses nicht etwa ängstlich reagiert, sondern nur ein ätzenden "Arschloch" für sein Gegenüber parat hat. Das passt auch herrlich zu seiner sonstigen Erscheinung, die besonders dann zutage tritt wenn wir ihn arbeitslos in der Gegend stehen lassen. Dann nämlich zeigt er uns was es bedeutet ein Kettenraucher zu sein. Gierig zieht er sich die Kippe 'rein, wirft sie wieder weg und hustet gar grässlich, dass es ihn nur so biegt und schüttelt. Das hindert ihn aber nicht daran sich gleich die nächste Fluppe zwischen die Lippen zu schieben.

    Constantine (PS2)

    Singleplayer
    6,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Viele verschiedene Zauberkräfte
    das Hilfesystem
    viele Cutscenes
    die Steuerung
    manches Musikstück
    viel Bonusmaterial
    Mitunter verwirrendes Leveldesign
    sehr niedriger Anspruch
    kein Blut aber brutale Folterszenen
    relativ kurzes Spielerlebnis
  • Constantine
    Constantine
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Bits Corp. PLC (UK)
    Release
    24.02.2005

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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990179
Constantine
Constantine im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Constantine-Spiel-20366/Tests/Constantine-im-Gamezone-Test-990179/
24.02.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/02/TV2005022416453600.jpg
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