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  • Contract Jack im Gamezone-Test

    Das Prequel Contract J.A.C.K. hat leider kaum etwas mit seinen berühmten Vorgängern zu tun.

    R.I.P. Kate Archer...

    Mit Contract J.A.C.K. präsentieren uns die Monolith-Studios ein sogenanntes Prequel zu den beiden No One Lives Forever-Titeln. Die erzählte Geschichte ist also vor den Ereignissen der NOLF-Games angesiedelt und auch die Hauptdarstellerin Kate Archer spielt noch keine Rolle, da wir in die Haut von Jack schlüpfen, der ebenfalls der Gesellschaft H.A.R.M. angehört. Wer nun aber vermutet, dass Contract J.A.C.K. ein ähnliches Gameplay wie mit Kate Archer besitzt, der wird leider enttäuscht werden, denn in diesem Titel gibt es weit und breit keine Spur der vielen und lautlosen Gadgets derer sich Kate noch fleißig bediente, stattdessen liegt der Schwerpunkt des Games im offensiven Einsatz der breit gestreuten Waffengewalt.

    So wie das Spiel beginnt, so setzt es sich auch die gebotenen 15 Kapitel bis zum Ende fort. Wir wachen in Gefangenschaft auf, schnappen uns den nächsten Kerl und entwaffnen ihn und leeren das erste Magazin innerhalb weniger Sekunden. Von nun an gibt es nur noch zwei Vorgehensweisen, entweder zu Fuß unter Benutzung aller verfügbaren Waffen jeden Gegner voller Blei zu pumpen, oder dasselbe auf einem Fahrzeug, wie einer Schneeraupe oder einer Vespa, die selbstverständlich ebenfalls mit einem Geschütz ausgestattet sind. Dabei darf man nicht unerwähnt lassen, dass die Fahrzeuge - anscheinend absichtlich - fast unsteuerbar sind und ihren eigenen Kopf zu besitzen scheinen. Den Entwicklern sei Dank ist das Leveldesign umso linearer, so dass man wenigstens nicht die Gefahr eingeht sich zu verfahren, wenn denn das Vehikel einmal in die Richtung steuert die wir uns wünschen. Meist jedoch stapfen wir mit zuckendem Lauf durch die sehr linear aufgebauten Level und verarbeiten die Bots zu Kanonenfutter. Diese legen dabei eine nur scheinbare KI an den Tag, den Anfangs vermeint man wirklich noch sie würden auf die Aktionen des Spielers reagieren. Schon bald entdeckt man aber, dass sie das nur sehr begrenzt tun, wie z.B. unter Beschuss Deckung zu suchen oder Granaten nach uns zu schmeißen wenn wir an einer Stelle verharren. Beobachten wir sie nämlich genauer, bemerken wir, dass sie all das auch ganz ohne uns tun, so als wären die Aktionen fest vorgegeben. Besonders auffällig ist dieser Umstand wenn wir einem Bösewicht einen Schuss verpassen und sofort in Deckung gehen, denn dann wendet sich dieser wieder seinem Tagesgeschäft zu, so als hätte er keinen Steckschuss im Bein.

    Vom linearen Aufbau der Level einmal abgesehen wird uns eigentlich eine recht ordentliche Grafik geboten. Die verwendeten Texturen sind angenehm scharf und wirken auch recht real, kranken nur etwas an der gebotenen Abwechslung. Auch über den Detailgrad kann man sich nicht beschweren, ebenso über die gebotene Framerate die keinen HighEnd-PC voraussetzt. Die Charaktere selbst sehen auch ganz vernünftig aus und bewegen sich auch ziemlich natürlich, besonders die Stürze aus hohen Höhen sind gut gelungen. Womit man etwas gespart hat sind die Special-Effects, die gerade mal bei einer Sprengung sichtbar zu Tage treten und die Grafikkarte etwas belasten. Ansonsten gibt es neben den herrlichem Mündungsfeuer kaum besondere Effekte zu sehen.
    So etwas wie Zwischensequenzen gibt es erst gar nicht, stattdessen bekommen wir das Briefing als nackten Text zum selber lesen präsentiert, was schon sehr trocken anmutet. Auch unseren Auftraggeber sehen wir das gesamte Spiel nicht, er nimmt ausschließlich per Telefon Kontakt mit uns auf.

    Kann einen die Soundkulisse zu Beginn wegen der knackigen Waffengeräusche und der stilistischen Musikuntermalung im 60er Jahr Stil noch begeistern, beginnt sie schon recht bald sich zu wiederholen und zu nerven. Denn immer den gleichen Loop zu hören solange man sich im selben Level befindet ist nicht unbedingt die beste Lösung. Generell hat man den Eindruck, dass man bei der Musik bei weitem nicht mehr so viel Liebe hat walten lassen wie noch bei den NOLF-Titeln. Ganz im Gegenteil wirkt die Musikauswahl sehr chaotisch zusammengesetzt und bar jeglichen Bezugs zum Spiel.

    Dafür ist die Steuerung von Jack selbst umso besser gelungen, was bei seinen wenigen Aktionsmöglichkeiten auch kein Kunststück gewesen sein kann. Trotzdem sehr positiv, dass man nicht nur jede Funktion nach den eigenen Wünschen konfigurieren kann, selbst die Mausgeschwindigkeit lässt sich für die X und Y-Achse getrennt einstellen. Wer nicht mit Maus und Tastatur spielen möchte kann auch ohne Probleme ein anderes von Windows unterstütztes Eingabegerät verwenden.
    Weniger gefallen hat uns Jack's Sprungmöglichkeit, die einem eigentlich über Kisten oder niedrige Mauern hinweghelfen sollte. Das tut sie aber nicht, denn das Leveldesign ist so ausgelegt, dass man schlicht nirgendwo springen kann, und dort wo es möglich wäre haben die Entwickler unschöne unsichtbare Mauern hingebaut, die wohl uneleganteste Lösung den Spieler auf den rechten Weg zu führen.

    Als kleinen Boni hat Monolith neben der Vollversion von NOLF auch noch einen Multiplayer-Part auf die CD's gepackt, der aber einen sehr verlegenen Eindruck macht. Die gebotenen Spielmodi kennt man allesamt aus anderen und besseren Egoshootern und taugen kaum so richtig für Begeisterung zu sorgen. Für ein Spiel ab und zu aber kann der MP-Part schon herhalten, auch wenn man das sicher nicht zu oft ausprobieren wird. Mehr hätten wir uns gefreut wenn Contract J.A.C.K. wenigstens mit einem Handbuch ausgeliefert werden würde, das hat man sich nämlich gespart und ist nur auf der CD vorhanden.

    Contract Jack (PC)

    Singleplayer
    6,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Keine technischen Mängel
    sehr knackige Waffengeräusche
    Sehr einfaches Gameplay
    ebenfalls sehr einfacher Levelaufbau
    sich bald wiederholender Soundtrack
    misslungene Steuerung der Vehikel
  • Contract Jack
    Contract Jack
    Publisher
    Vivendi
    Developer
    Monolith Productions, Inc. (US)
    Release
    20.11.2003
    Leserwertung
     
    Meine Wertung

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Contract Jack
Contract Jack im Gamezone-Test
Das Prequel Contract J.A.C.K. hat leider kaum etwas mit seinen berühmten Vorgängern zu tun.
http://www.gamezone.de/Contract-Jack-Spiel-20378/Tests/Contract-Jack-im-Gamezone-Test-989667/
08.01.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/01/contract.jpg
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