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  • Coraline im Gamezone-Test

    Das Spiel zu Coraline kommt leider nicht an die Qualität der recht gelungenen Filmvorlage von Henry Selick heran.

    Inzwischen gehört es zum guten Ton, dass ein animierter bzw. gezeichneter Zelluloidstreifen, oder einfach ordinär ausgedrückt - ein Trickfilm - sein passendes Videospiel bekommt. Selbstredend, dass auch "Coraline" in diesem Fahrwasser ihre Spur bekommen hat, so dass das stark an "Tim Burton" erinnernde Movie-Spektakel nicht nur auf der Kinoleinwand sein Zuhause hat, sondern auch auf Sonys PlayStation 2. Sehr deutlich an der filmischen Vorlage orientierend, sollen Jung und Alt die Abenteuer der kleinen Heldin in virtueller Form nochmals zu Hause auf dem TV-Schirm nebst Joypad in der Hand erleben können. Und selbst bekennende Nicht-Kinogänger brauchen den Gang in die fantasievolle "Coraline" Welt nicht scheuen, wartet doch ein skurriles sowie total abgedrehtes Fantasiereich auf alle potentiellen Abenteurer. Seid ihr bereit für Parallelwelten, Doppelgänger, verräterische Artisten, clevere, sprechende Katzen und verlorene Kinder?

    Zuhause ist es so langweilig!

    Coraline Coraline Coraline Jones ist mir ihren Eltern in ein neues Haus gezogen. Was sich irgendwie als spannender Umstand entpuppen könnte, erweist sich für die neugierige und von Tatendrang getriebene Coraline als pure Langeweile. Vermutlich auch, weil ihre Eltern, emsige Schreiber für Gartenkataloge, nichts anderes als ihre Arbeit im Kopf haben. So erklärt sich auch, warum Mr. und Mrs. Jones wenig bis gar keine Zeit für ihr Töchterchen haben. Im Umkehrschluss hat auch Coraline wenig Interesse daran für ihre Eltern irgendwelche Aufgaben zu erledigen. Warum sollte sie auch, denn als Belohnung wartet im Zweifel nicht einmal ein Dankeschön. So kommt was kommen muss, Coraline macht sich auf die Suche, erkundet das Haus und hofft, für sie spannende und interessante Abenteuer zu finden. Das Coraline dabei vermutlich sogar auf ihr größtes Abenteuer stößt, welches von ihr sogar verlangt, dass sie ihre Eltern retten muss, hätte sie sich wohl in ihren kühnsten Träumen nicht ausmalen können.

    Komische Bewohner

    Coraline Coraline Bevor Coraline zur den Rettern ihrer Eltern werden kann, stehen erst einmal Erkundungen, Unterhaltungen, Entdeckungen und jede Menge Minispielchen auf dem Programm. Seid ihr mit den Spielgebenden Umständen und Rahmenbedingungen vertraut gemacht worden, dürft und sollt ihr die Rolle der Coraline übernehmen. In guter, alter Third-Person-Ansicht steuert ihr die freche Göre durch alle Zimmer des Hauses. Dabei lernt ihr zunächst die extrem beschäftigten Eltern kennen. Diese geben euch ein paar wichtige Instruktionen, die euch helfen die Steuerung zu erlernen. Außerdem zeigen euch die Übungen, wie ihr was mit Coraline am Besten erledigen könnt. So stehen Aktionen wie Klettern, Zeitungsstapel umschichten oder Pflanzen gießen auf dem Programm. Nachdem ihr das recht schnell als auch erfolgreich erledigt habt, folgt das eigentliche Abenteuer: Ihr bekommt sozusagen freien Ausgang und könnt Haus, Hof und Leute inspizieren. Vor allem letzterer Punkt ist überaus interessant, wohnt ihr mit euren Eltern nicht allein in dem großen Haus. Und so besucht ihr als ersten den wundersamen "Mr. B."(Mr. Bobinsky), einen alternden Artisten, der seine Wohnung im oberen Bereich des großen Hauses hat. Mr. B. trainiert einen Mäusezirkus, den man allerdings nie zu Gesicht bekommt. Ob ihr das merkwürdig finden sollt oder nicht? Nun, es wird einen Zeitpunkt geben, da werdet ihr es auf jeden Fall erfahren.

    Coraline Coraline Nachdem ihr mit dem ehrwürdigen Zirkusmenschen gesprochen habt, könnt ihr die beiden alternden Theaterdiven im Souterrain des Hauses besuchen. Miss Forcible und Miss Spink freuen sich sehr über euren Besuch, und das umso mehr, wenn ihr den dicklichen Frauen Diätfutter in Form eines gefüllten Apfelkorbes mitbringt. Einen passenden Baum sowie eine Schleuder, die ihr von Mr. B. bekommen habt, gestalten euch dieses Unterfangen überaus einfach. Seid ihr bei den Damen angekommen, dürft ihre deren Leidenschaft für das gemeine Spiel teilen und es wird ein paar Runden Karten gespielt. Dabei wird euch eine abgewandelte Form des "schwarzen Peter" serviert, in dem ihr versuchen müsst Paare zu bilden, in dem ihr eurem Gegenüber, in diesem Fall den beiden Damen, die benötigte Karte abluchsen sollt. Neben dem Kartenspiel könnt ihr bei den ehemaligen Berühmtheiten auch das sogenannte Hütchenspiel ausprobieren und dabei versuchen, wie gut eure Augen sind oder ihr spielt - fast schon 9Live getreu - finde die richtige Form und passe sie in die Reihe an. Gewöhnt euch generell an diese Form der Minispiele, denn von denen werden euch im weiteren Verlauf noch so einige über den Weg laufen. Ansonsten werdet ihr immer wieder mit verschiedenen Figuren interagieren, unterschiedliche Wege absolvieren oder kleine Rätsel lösen müssen. Nichts, was euch groß herausfordernd wird - nicht einmal die Kleinen, die mit ein wenig Witz und Pfiff die ganze Geschichte super schnell auflösen werden.

    Mutter, dich gibt's zwei Mal?

    Coraline Coraline Solltet ihr jetzt meinen, dass ihr alle Bewohner des Hauses kennt, nun, dann irrt ihr euch ein wenig. Vermeintliche Randfiguren gehören immer zum ersten Schwung derer, die vorgestellt werden. Wichtige Kandidaten, die vielleicht sogar nur wenig zu sagen oder zu tun haben, erscheinen immer erst ein Weilchen später. So auch z.B. Wybie Lovat, ein Nachbarsjunge, der mit seinem Geschwätz über Geheimnisse und Co. Coraline erst in eine augenscheinlich missliche Lage bringt. Solltet ihr jetzt meinen, dass ihr dem guten Burschen aus dem Weg gehen könnt, muss euch gesagt sein, dass ihr dem Unausweichlichen nicht ausweichen könnt. Aber keine Sorge, auch wenn euch Wybie in ein - zumindest auf den ersten Blick - Verderben schickt, so ist da immer noch Wybies Haustier, die kleine schwarze Katze, mit dem wachen Verstand und dem überaus wichtigen Blick für das Wesentliche.

    Coraline Coraline Habt ihr die vorgegebenen Stationen allesamt abgegrast, sprich Eltern kennen gelernt, mit allen Bewohner gesprochen, usw., steht euch der Weg in die Parallelwelt offen. Dank der Tatsache, dass viele Türen im Haus in eine andere, gespiegelte Welt von Coraline führen, werdet ihr unweigerlich in der Welt landen, die Coraline sich immer erträumt hat: Ein Zuhause mit Eltern, die immer Zeit für sie haben. Doch ist das wirklich so erstrebenswert? Anfänglich werdet ihr es mit Coraline toll finden, dass eure Mutter, die aus irgendwelchen Gründen keine richtigen Augen sondern Knopfaugen hat, immer für euch Zeit hat, kocht, backt und dergleichen mehr. Recht schnell fällt euch dann doch auf, dass diese Welt, die ihr euch erträumt habt, gar nicht so schön ist, vor allem deshalb nicht, weil eure richtigen Eltern entführt worden sind! Wo sind sie nur hin? Und wer ist verantwortlich dafür? Vertraut der Katze, die mit ihrem wachen Verstand und den Augen, die sich nie ändern und die alles sehen, zwischen den Welten wandeln kann und für euch stets das Wesentliche im Blick hat.

  • Coraline
    Coraline
    Publisher
    Koch Media
    Release
    17.07.2009

    Aktuelles zu Coraline

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Coraline
Coraline im Gamezone-Test
Das Spiel zu Coraline kommt leider nicht an die Qualität der recht gelungenen Filmvorlage von Henry Selick heran.
http://www.gamezone.de/Coraline-Spiel-20402/Tests/Coraline-im-Gamezone-Test-992330/
13.08.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/07/OW_Kitchen12.jpg
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