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  • Counter-Strike im Gamezone-Test

    Ein gelungener MP-Part bewahrt den in die Tage gekommenen Ego-Shooter vor einer schlechteren Wertung.

    Keine Angst, ich erzähle euch nicht zum x-ten mal, dass Counter Strike eigentlich nur ein Half-Life-Mod war und inzwischen schon gut fünf Jahre auf dem Buckel hat. Denn wer sich für diesen Dinosaurier interessiert der weiß genau worauf er sich einlässt, und wer ihn bis jetzt nicht kennt, der hat etwas versäumt.
    Doch wollen wir in diesem Test nicht in der Vergangenheit schwelgen und uns an längst überholter Spielmodi erfreuen, sondern faktisch feststellen was Counter Strike auf der Xbox im Vergleich mit aktuellen Shootern noch zu bieten hat und ob es überhaupt konkurrenzfähig ist.

    Wer sich bereits in aktuellen Titeln auf der Xbox wie Rainbow Six 3 oder SWAT ausgetobt hat, wird die minimalistische Modi-Auswahl von Counter Strike nicht fassen können. Es gibt gerade mal zwei verschiedene Arten das Game zu zocken, die noch dazu fest an die jeweiligen Karten gebunden sind. Je nach gewählter Karte gilt es die Bombe zu legen bzw. sie zu entschärfen, oder die Geiseln zu befreien bzw. in der Gewalt zu behalten. Mehr gibt es nicht, nur Bombe oder Geisel. Demnach erübrigt sich auch so etwas wie ein Briefing oder gar eine erzählte Story, die weder der Singleplayer-Part noch der Multiplayer-Part bietet. Generell nämlich muss man anmerken, dass es sich bei Counter Strike um einen sehr minimalistischen Taktik-Shooter handelt, der seine wahre Spieltiefe erst Online mit möglichst vielen menschlichen Mitstreitern ausspielen kann.

    Denn das was sich hier als Einzelspieler-Part anbiedert, verdient seinen Namen eigentlich überhaupt nicht und ist nichts anderes als ein Multiplayer-Game mit Bots. Kein Storyplot führt die wild durcheinandergewürfelten Maps zusammen und gibt ihnen irgendeinen Sinn, stattdessen sind sie allesamt von Beginn an anwählbar, wobei man sich entweder für einen der vier vorgegebenen Schwierigkeitsgrade entscheiden kann, oder doch lieber selbst alle Bedingungen - wie Rundenzeit oder Fraglimit - festlegt. So taugt der Einzelspielermode eigentlich nur um sich einzuspielen und die Karten kennen zu lernen, die richtige Herausforderung aber wartet erst Online auf uns.

    Zwar bietet uns Counter Strike keinen Splitscreen im Multiplayer-Part an, dafür ist ansonsten alles vorhanden was man sich für ein gediegenes Online-Game wünscht. Auch das lokale Vernetzen von bis zu 16 Xboxen ist möglich. Zwar gibt es auch hier nur die zwei erwähnten Spielmodi der Bombe und der Geisel, da man aber ansonsten alle Bedingungen frei bestimmen kann - dem Optimatch sei dank - lässt sich doch ein recht unterhaltsames Match austragen. Was sehr gefällt ist die gelungene Waffenphysik, die dafür sorgt, dass ein Terrorist mit durchlöcherten Beinen immer noch agieren kann, aber schon ein einzelnes Loch im Kopf genügt um ihn in dieser Runde ausscheiden zu lassen. Diese Mechanik ist sicherlich nicht jedermanns Sache, nach dem virtuellen Tod erst einmal Warten zu müssen bis die anderen Spieler die Runde beendet haben. Währenddessen kann man lediglich zwischen den noch im Spiel befindlichen Zockern durchschalten und beobachten wie sie sich schlagen. Online macht das ja noch einen gewissen Sinn, offline hingegen ist es witzlos den Bots bei ihrem Spiel zuzusehen und abzuwarten bis man wieder an der Reihe ist.

    Von den 18 verfügbaren Karten wurden 11 Stück quasi 1:1 von der PC-Version übernommen. Dabei kann man sich über die Grafik nicht beschweren, besitzen die Xbox-Level mitunter doch einige Details mehr als die PC-Version, dafür ist es mit der Architektur der Gebäude nicht weit her, die meist mit quadratischen Zimmern und immer gleichen Texturen aufwarten. Am meisten aus dem Rahmen aber fallen die Animationen der Kämpfer, die von unglaubwürdig bis lächerlich reicht. Der normale Gang ist gutgemeint noch mit einer vollen Hose zu beschreiben, wenn die Charaktere aber mit seitlich flatternden Füssen eine Leiter hinaufschweben nimmt einem das viel vom realistischen Eindruck den das Game eigentlich verbreiten will. Ebenso misslungen geben sich die Sterbeanimationen, die noch dazu mit einem überschwänglichen Blutverlust geschmückt werden, so dass man sich in einen Cel-Shading Shooter verirrt zu haben scheint.

    Sicherlich der gelungenste Part an Counter Strike ist die Soundkulisse. In besten Surround-Sound kann man die Herkunft eines Schusses ebenso orten wie mit etwas Übung sogar die verwendete Waffe bestimmen. Laufende Füße hört man ebenfalls schon bevor man zugehörige Person sehen kann und neuerdings gibt es auch ein Pfeifgeräusch im Ohr wenn man einer Explosion zu nahe kam. Die inzwischen etwas angestaubten Sprachfiles wurden ebenfalls recycelt und bieten keinen Grund zur Beanstandung. Schade, dass die Umwelt selbst praktisch geräuschlos ist. Denn außer den Waffen und dem Funkverkehr gibt es nichts zu hören. Dieser ist übrigens, wie das komplette Spiel auch, in englischer Sprache gehalten. Weder Texte noch die Sprachausgabe wurden lokalisiert.

    Ebenfalls bestens umgesetzt wurde die Steuerung, die auch dank der minimalistischen Handlungsmöglichkeiten recht einfach ausgefallen ist. Die beiden Analogsticks dienen zum Gehen und um die Blickrichtung zu steuern, mit der linken Schulter geht man in die Hocke und mit der rechten Schulter wird gefeuert. Die Aktionstasten dienen zum nachladen, Waffe oder Feuermodus wechseln oder um die alternativen Granaten auszuwählen. Spielereien wie ein Nachtsichtgerät oder ein Fernglas gibt es nicht.
    Dafür unterscheiden sich die ebenfalls 1:1 aus der PC-Version übernommenen Waffen allesamt sehr in der Bedienung, haben aber mitunter andere Bezeichnungen erhalten. Dies stört im Spiel aber kaum, da man sich dort mehr auf die spezifischen Fähigkeiten der einzelnen Waffen einstellen muss, die alle verschiedene Reichweiten und Durchschlagskraft besitzen. Auch sollte man nicht vergessen, dass eine Kugel eine ballistische Bahn beschreibt, was herrlich simuliert wird.

    Counter-Strike (XB)

    Singleplayer
    7,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Ausgereifte Ballistik
    technisch einwandfreie Soundkulisse
    gelungene Steuerung
    gewisser Kultfaktor
    gute Xbox Live! Anbindung
    Xbox Link bis 16 Geräte
    Nur zwei(!) Spielmodi
    kein richtiger Singleplayer-Part
    lästige Wartezeit nach dem virtuellen Ableben
    Spielmodi hängen fest an der Map
    Animationen wirken mitunter lächerlich
    kein Nachtsichtgerät
    kein Fernglas
    keine Gasgranaten
    keine Leuchtstäbe
    nicht ins Deutsche lokalisiert
  • Counter-Strike
    Counter-Strike
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Valve Software
    Release
    05.12.2003

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Counter-Strike
Counter-Strike im Gamezone-Test
Ein gelungener MP-Part bewahrt den in die Tage gekommenen Ego-Shooter vor einer schlechteren Wertung.
http://www.gamezone.de/Counter-Strike-Spiel-20440/Tests/Counter-Strike-im-Gamezone-Test-989647/
17.12.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/12/cs40.jpg
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