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  • Crash: Herrscher der Mutanten im Gamezone-Test

    Der verrückte Nasenbeutler kehrt zurück, lässt aber ein wenig zu Wünschen übrig.

    Vor gut einem Jahr beehrte uns der gute alte Crash - eine kleine, verrückte und nicht gerade sprachbegabte, Beutelratte - die Konsoleros mit einem ungewohnten, aber durchaus netten Abenteuer. "Crash of the Titans" erfrischte das angestaubte Jump'n'Run mit neuen Ideen. Der Held sprang auf den Rücken mächtiger Mutanten und konnte deren Fähigkeiten für sich und des Rätsels Lösung nutzen. Heute nach einem Jahr möchte man am Vorgänger anknüpfen und schickt den Nager erneut aus, die kleine Heimatinsel zu retten. Mit im Gepäck sind abermals die Mutanten - doch kann Entwickler Radical Entertainment aus dem gegebenen Grundkonzept wirklich ein ordentliches Abenteuer schaffen?

    Crash: Herrscher der Mutanten Crash: Herrscher der Mutanten Die Hintergrundgeschichte ist wie immer, also absolut gewöhnlich, banal und mittlerweile ziemlich ausgelutscht. Dr. Neo Cortex, Erzfeind von Crash seit der ersten Stunde auf der Playstation One im Jahre 1996, kehrt verjüngt und voller pulsierender Energie zurück und verfolgt das altbekannte Ziel: Der Bandicoot namens Crash muss ein für alle mal von der Bildfläche verschwinden. Zu oft hat der sympathische Held seine Pläne durchkreuzt, zu oft musste sich der Bösewicht mit einer Niederlage zufrieden geben. Mit einer technischen Tücke könnte sein Vorhaben tatsächlich gelingen. Cortex verschenkt an alle Bewohner der Wumpa Wumpa Insel eine High-Tech-Maske, die zunächst Zugang zu Emails, tollen TV-Sendungen usw. verspricht, aber letztendlich jeden Nutzer früher oder später in einen bösartigen, riesigen und zugleich auch hässlichen Mutanten verwandelt. Opfer wurden auch Crashs Freundin Coco und der hünenhafte Crunch, so dass der Held der Geschichte zusammen mit der Voodoomaske Aku Aku sich sofort auf den Weg macht, die Welt zu retten.

    Abermals "Herr der Titanen"

    Es ist schon erstaunlich, wie dreist manch Entwickler ein altes Konzept unter einem neuen Deckmantel verkaufen möchte. Denn abermals durchstreift ihr mit dem Nasenbeutler die wilde Natur von Wumpa Island und erhaltet weitere, wenn auch zunächst unfreiwillige Unterstützung durch Neos furchteinflössende Armee mutierter Kreaturen. Mit gekonnten Faustschlägen und einem kräftigen Tritt in den Hintern sehen auch die größten Gegner irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes Sterne und tapsen benommen durch die Gegend - Zeit sich mittels Tastendruck auf den Rücken des jeweiligen Monsters schwingen. Abermals gehorchen die wilden Kreaturen dem Crash wie ein Schoßhündchen seinem Herrchen, was man sich auch tatkräftig zu Nutze machen muss. Neuerdings könnt ihr das Biest aber auch in die Tasche stecken, um eine weitere Kreatur für das nächste Rätsel parat zu haben.

    Crash: Herrscher der Mutanten Crash: Herrscher der Mutanten Abermals bieten die großen Tiere einen besonderen Schutz vor den Angriffen der Cortex-Armee. Mit kräftigen Fausthieben, Feuerbällen und eisigem Atem wird den Angreifern das Fürchten gelehrt, welche sich auch lautstark über den Machtwechsel beschweren. Nach wie vor sind die Feinde recht gesprächig und geben nicht selten - zur Belustigung des Spielers - ihre Meinung kund, was durchaus viel Spielwitz und Charme hat. Hauptsächlich werden die Spezialfähigkeiten der Titanen aber zur Lösung mannigfacher, aber einfacher Rätselaufgaben benötigt. Man vereist fließendes Wasser, um über Eisblöcke hinweg springen zu können, macht sich telekinetische Eigenschaften zunutze, um Brücken zu bauen oder Gegenstände zu werfen, oder nutzt die kugelnden Eigenschaften aus, um auf achterbahnartigen Pisten voran zu kommen. Immer die Umwelt im Auge, müsst ihr an passender Stelle die jeweiligen Fähigkeiten einsetzen. Anfängliches Grübeln über so manch komische Vorrichtung wandelt sich im späteren Spielverlauf zur Kenntnis, dass dort noch einige Extras freischaltet werden können, oder das Abenteuer an dieser Stelle irgendwann fortgesetzt wird.

    Unterstützung erhält Crash aber nicht nur durch die titelgebenden Mutanten, auch ein Freund kann wieder hilfreich ins Geschehen eingreifen. Mit einem zweiten Controller steuert dieser, jederzeit beitretend, entweder Aku Aku und darf Feinde mit Geschossen malträtieren, oder beginnt in der Haut von Coco ebenfalls Prügel auszuteilen. Allerdings leidet darunter der Spielfluss ein wenig. Die starre Kamera fixiert sich mehr oder weniger auf einen einzigen Spieler und zoomt nur eingeschränkt aus dem Geschehen heraus. Verliert man sich aus dem Auge, zeigt nur noch ein Pfeil die ungefähre Position des zweiten Spielers außerhalb des Bildschirmes an. Dennoch kann man gemeinsam den Gefahren leichter Herr werden und so manches Rätsel schneller lösen, hat also auch etwas mehr Spaß an der ganzen Sache.

    Frei wie ein Vogel

    Crash: Herrscher der Mutanten Crash: Herrscher der Mutanten Auch wenn Crash sich mit zahlreichen Attacken gegen verschiedene Monster wehren kann und vor allem auch große Titanen zu seinem eigenen Vorteil nutzen wird, so steht auch bei "Herrscher der Mutanten" der Jump'n'Run Part stark im Vordergrund. Zahlreiche voneinander getrennte Plattformen - seien es nun Felsvorsprünge, sich bewegende Säulen oder rotierende Blätter - wollen mit präzisen Sprungeinlagen erreicht werden. Abermals wird durch die Kamera die Bewegungsfreiheit in gewissen Grenzen gehalten, so dass man im Grunde nur in eine Richtung laufen, hüpfen oder schwingen kann. Manche Abschnitte können aber wie in einem Action-Adventure erkunden werten und warten mit zahlreichen Extras auf. Bekannte Holzkisten oder sonstige Objekte voll gestopft mit blauem Mojo oder Äpfeln wollen gefunden und zerstört werden. Das Mojo dient dem Charakteraufbau und beschert euch neue Fähigkeiten, sowohl für Crash als auch seinen derzeit genutzten Mutanten, während die Äpfel wie gehabt die Lebensenergie auffrischen.

    Neuerdings wurden die einzelnen Abschnitte aber zu einer riesigen Welt verknüpft. Der Dschungel liegt direkt hinter Crashs Behausung, während daran anschließend sich eine eisige Welt befindet. Ihr könnt Wumpa Island also völlig frei erkunden und seid nicht auf "Levels" beschränkt. Das will heißen, dass man zwar streng lineare Vorgaben durch Aku Aku erhält, wo das Abenteuer fortgesetzt wird, aber wie man dorthin gelangt, ist völlig euch überlassen. Der Wegfall linearer Level hat den Vorteil, dass man ungeniert alte Abschnitte besuchen und dort nach Schätzen suchen kann. Mit neuen Titanen lässt sich so manches kleines Rätsel lösen, welche vormals links liegen geblieben ist. Dummerweisen jagen die Missionen den sympathischen Helden aber von einem Eck zum anderen, wobei ständig dieselben Abschnitte durchwandert werden. Nicht gerade einfallsreich und vor allem sehr nervtötend. Keiner möchte vormals bis ins Detail abgegraste Welten wohl kaum ein zweites Mal besuchen müssen!

    Es fehlt letztendlich an Charme

    Crash: Herrscher der Mutanten Crash: Herrscher der Mutanten Prinzipiell bieten uns die Geschichtsschreiber wieder recht spaßige Unterhaltung. Die zwar banale, aber nett inszenierte Story wird in witzigen Videosequenzen erzählt, die sich stilistisch aber kaum vom Vorgänger unterscheiden. Schattenspiele und Puppentheater, dazu noch einige In-Game Sequenzen bilden das Fundament. Dennoch sorgen einige Anspielungen auf bekannte Thematiken wie Matrix für den einen oder anderen Schmunzler. Ebenfalls überzeugend fällt die Animation des Helden aus. In seiner tollpatschigen Art schließt man den kleinen Kerl sofort wieder ins Herz. Doch trotz aller Bemühungen fehlt dem Titel das gewisse Etwas. Die Ursache ist aber nur schwer auszumachen. Zum einen mangelt es an Details, welche im Vorgänger mit Zeitlupeneffekten und ähnlichen präsentiert wurden, aber auch der Spielfluss lässt zu wünschen übrig. Generell ist auch zu bemängeln, dass Crash einfach nicht mehr derselbe ist - die Zeiten der Playstation One sind halt doch vorbei.

  • Crash: Herrscher der Mutanten
    Crash: Herrscher der Mutanten
    Publisher
    Sierra
    Release
    3. Quartal 2008
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Crash: Herrscher der Mutanten
Crash: Herrscher der Mutanten im Gamezone-Test
Der verrückte Nasenbeutler kehrt zurück, lässt aber ein wenig zu Wünschen übrig.
http://www.gamezone.de/Crash-Herrscher-der-Mutanten-Spiel-20477/Tests/Crash-Herrscher-der-Mutanten-im-Gamezone-Test-991951/
07.11.2008
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