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  • Crimson Sea 2 im Gamezone-Test

    Eine brauchbare Neuauflage von Koeis umfangreichen Science Fiction-Spektakels im Nippon-Look.

    Invasion der Krabbelviecher

    "Crimson Sea" war eine kommerzielle Totgeburt: Das hätte eigentlich auch dem japanischen Traditionshersteller KOEI (Dynasty Warriors, Kessen, u.a.) klar sein müssen, noch bevor sie das Prequel zum nun vorliegenden "Crimson Sea 2" ausschließlich für die in Japan denkbar unrelevante Xbox veröffentlichten. Aber auch in westlichen Gefilden machte das ungewöhnliche SciFi-Spektakel aus wirtschaftlicher Sicht eine eher schlechte Figur. Kein Wunder also, dass sich nun das PS2-exklusive "Crimson Sea 2" nur bedingt als Nachfolgetitel, sondern vielmehr als ein kompletter Neuanfang präsentiert; ganz offensichtlich aufgrund der einleuchtenden Tatsache, dass wohl kaum ein Japaner den ersten Teil jemals wirklich gespielt hat. Und das Land der aufgehenden Sonne ist nun mal für KOEI zweifelsfrei der wichtigste Markt, während KOEIs Fangemeinde im Westen zwar absolut eingeschworen ist, aber auch gleichzeitig eine verschwindet kleine Minderheit darstellt. Und diese paar Leutchen werden auch "Crimson Sea 2" wieder innig lieben und dabei großzügig über die zahlreichen kleinen Mängel des Spiels hinwegsehen...

    Crimson Sea 2 Crimson Sea 2 Wie schon der Vorgänger ist auch "Crimson Sea 2" auf dem Papier eine Weltall-Variante der beliebten "Dynasty Warriors"-Spiele abzüglich jeglicher Taktik-Elemente: Der Spieler übernimmt die Rolle des mit übermenschlichen psychischen Kräften beseelten Sho, welcher im Auftrag der elitären Einsatztruppe IAG ( Intelligence Agency of the Galaxy) die Galaxie einer fernen Zukunft vor einer mysteriösen Alien-Rasse names "Menace" beschützen soll. Seine zahlreichen Missionen aus der bequemen Third-Person-Perspektive führen ihn dabei auf verschiedene Planeten, auf welchen er sich mittels diverser SciFi-Kanonen, Energieklingen und nicht zuletzt seiner Neo-Psionic-Kräfte der übermächtig scheinenden Alien-Brut erwehrt. Die Hauptstreitmacht des Feindes setzt sich dabei erneut in erster Linie aus übergroßem Krabbelgetier wie Riesenameisen und Monsterwürmern zusammen. Im Verlaufe des Spiels steht mit der geheimnisvollen Feaney wahlweise ein alternativer spielbarer Charakter zur Wahl. Enttäuschenderweise unterscheidet sich Feaney - abgesehen von einem unwesentlich veränderten Waffenarsenal - in spielerischen Aspekten praktisch gar nicht von Sho. Einzig und allein der Umstand, dass einige Missionen nur von einer der beiden Spielfiguren bestritten werden dürfen, begründet letztlich das Vorhandensein von zwei Spielcharakteren. Die in "Crimson Sea" gegebene Möglichkeit, vom Computer gesteuerte NPCs mit in die Schlacht zu nehmen, wurde in diesem zweiten Teil leider aus wenig nachvollziehbaren Gründen komplett gestrichen.

    Crimson Sea 2 Crimson Sea 2 Der grundlegende Spielablauf der Space-Opera erfreut zunächst durch ein angenehmes Maß an Nichtlinearität: Vor jeder einzelnen Missionen findet man sich in der Kommandozentrale der IAG-Raumstation wieder; hier hält man einen Plausch mit anderen Crewmitgliedern, deckt sich beim Shop-Roboter mit neuen Items ein oder lässt sich von dem, aus dem Vorgänger bekannten Yanquin, die Vorgeschichte von "Crimson Sea 2" erzählen. Über letzteres Feature dürften sich besonders diejenigen Spieler freuen, welche den Xbox-Teil nicht gespielt haben, zumal die Story anhand fast sämtlicher Videosequenzen aus "Crimson Sea" auf recht attraktive Weise präsentiert wird. Hat man schließlich die Vorbereitungen hinter sich gebracht, begutachtet man am IAG-Terminal die zur Auswahl stehenden Aufträge. Die Reihenfolge, in welcher man die Bodeneinsätze angeht, wird dabei gänzlich dem Spieler überlassen. Zu jedem Zeitpunkt umfasst das Missions-Angebot in der Regel mindestens drei verschiedene Missionen; nach Abschluss der Aufträge werden kontinuierlich weitere Planeten und Areale freigeschaltet. Das Spiel hangelt sich zwar dabei an einer zentralen Hauptstory entlang, auf welche Weise diese jedoch voranschreitet, bestimmt der Spieler im weiten Sinne selbst.

    Crimson Sea 2 Crimson Sea 2 Insgesamt bietet "Crimson Sea 2" fast 70 fünf- bis zwanzigminütige Missionen, die jeweils mit völlig unterschiedlichen Siegbedingungen aufwarten. So muss man sich beispielsweise in einem Auftrag durch mit Gas geflutete Katakomben kämpfen, was in diesem Falle den Gebrauch der sonst so wichtigen Schusswaffen ausschließt. In einer anderen Mission gilt es wiederum, unsichtbare Zielobjekte zu eliminieren, welche nur auf dem eingeblendeten Radar sichtbar sind. Wer jetzt meint, ihm käme dies bekannt vor, liegt gar nicht mal falsch: Tatsächlich wurden viele Missions-Ideen direkt aus dem Xbox-Vorgänger übernommen und finden sich an vielen Stellen in "Crimson Sea 2" wieder. Doch dies sind leider bei weitem noch nicht die einzigen, integrierten Spielanteile, welche bereits im ersten Teil vorkamen. Durchweg alle einsetzbaren Waffen wie auch der Großteil der Spielumgebungen und Planeten feierten ihre Premiere bereits vor über einem Jahr auf der Xbox. Was Neulingen logischerweise nicht auffällt, kann für die Fans des ersten Teils durchaus eine größere Enttäuschung darstellen. Immerhin sind sämtliche zwanzig Maps des Spiels komplett neu und können mit zufrieden stellender Größe und gewohnt durchdachten Layouts überzeugen. Die vergleichsweise geringe Anzahl der vorhandenen Maps gegenüber der hohen Menge an Aufträgen führt in diesem Zusammenhang leider auch zwangsläufig dazu, dass die meisten Maps gleich für bis zu vier einzelne Missionen herhalten müssen. Aufgrund dessen fühlen sich schon früh die meisten Karten etwas abgenutzt an, zumal die verschiedenen Spielareale auch nicht gerade mit optischer Abwechslung glänzen können. Es ist ja keineswegs etwas gegen einen überdurchschnittlich großen Spielumfang einzuwenden, wenn aber an allen Ecken und Enden "recycelt" wird, stellt sich schon bald unweigerlich Ernüchterung ein.

    Crimson Sea 2 Crimson Sea 2 Dass "Crimson Sea 2" dennoch keineswegs zum Langweiler verkommt, ist dem dynamischen und intuitiv erlernbaren Kampfsystem zu verdanken: Erneut ist es der jederzeit freie Wechsel zwischen mehreren Schuss-und Nahkampfwaffen, der das Spiel zu einem attraktiven Action-Spaß werden lässt. Was sich zunächst liest wie ein weiterer der tausenden von "Devil May Cry"-Hybriden, entwickelt dank der gelungenen Einbindung der NeoPsionic-Kräfte sowie einiger weiterer Kampfelemente wie einer Zeitlupen-Funktion oder den "Gravity Blade"-Attacken einen ganz eigenen Reiz. Letztere ermöglichen das Hochschlagen von Gegnern mittels der Energieklinge, um im Anschluss der Alienbrut eine Rundum-Salve ("Overdrive") aus einer der Schusswaffen zu verpassen. Interessant, wenn auch letztlich recht simpel, ist dabei das neue Auflevel-System: Während der Missionen hintergelassen besiegte Gegner immer wieder die so genannten "Origins", welche sich jederzeit frei auf die Attribute der verschiedenen Waffen und NeoPsionic-Kräfte verteilen lassen; das Stärken der einzelnen Waffen erlaubt dabei mit der Zeit neben höherer Energie, Reichweite oder Schussfrequenz auch das Einsetzen weiterer "Gravitiy Blade"-Attacken. Einer der größten Kritikpunkte des Vorgängers war die eigentümliche Oneway-Steuermechanik, aufgrund derer man die Spielfigur nur immer in die Richtung bewegen konnte, in welche sie auch gerade blickt. Dies gehört jetzt glücklicherweise der Vergangenheit an: Sho und Feaney lassen sich dank sinnvoller Tastenbelegung wunderbar durch ihre Umgebung bewegen und die zahlreichen Kampfsituationen brauchen sich in Sachen Dynamik kaum mehr vor den Großen des Genres verstecken.

    Crimson Sea 2 Crimson Sea 2 So ganz wollte ich meinen Augen auch nicht trauen: "Crimson Sea 2" sieht grafisch über weite Strecken tatsächlich um einiges besser aus als der vermeintlich überlegene Xbox-Vorgänger. Die ohnehin schon in bestimmten Bereichen überaus leistungsstarke Grafik-Engine, welche die Darstellung von mehreren Dutzend Gegnern gleichzeitig erlaubt, wurde hinsichtlich der PS2-Variante noch mal gründlich überarbeitet. Das Ergebnis kann sich dabei absolut sehen lassen: Zwar mussten diverse Abstriche hinsichtlich der Umgebungs-Texturen hingenommen werden, dafür jedoch machen die zahlreichen Gegnertypen optisch einiges her und überraschen zudem mit umfangreichen Animationspaketen. Letztgenanntes gilt zudem für die beiden Protagonisten, deren Bewegungsabläufe wunderbar in Szene gesetzt wurden. Im Soundsektor hingegen ist grundsolide Unauffälligkeit angesagt: Ein - gemessen am ersten Teil - etwas lahmer Soundtrack trifft auf kraftvolle Kampfgeräusche - wahlweise im gut codierten "ProLogicII"-Format.

    Crimson Sea 2 (PS2)

    Singleplayer
    7,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Großer Umfang
    spaßiges Kampfsystem
    durchdachte Steuerung
    stellenweise exzellente Optik
    In fast jedem Bereich viel zu nah am Vorgänger
    keinerlei Taktik-Elemente
    auf Dauer dezent eintönig
  • Crimson Sea 2
    Crimson Sea 2
    Publisher
    Koei Co. Ltd.
    Developer
    Koei Co. Ltd.
    Release
    18.09.2004

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Crimson Sea 2
Crimson Sea 2 im Gamezone-Test
Eine brauchbare Neuauflage von Koeis umfangreichen Science Fiction-Spektakels im Nippon-Look.
http://www.gamezone.de/Crimson-Sea-2-Spiel-20546/Tests/Crimson-Sea-2-im-Gamezone-Test-989999/
20.09.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/09/TV2004092011110700.jpg
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