Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Crüe Ball: Gurken-Flipper - Leser-Test von sinfortuna

    Crüe Ball: Gurken-Flipper - Leser-Test von sinfortuna Flipperautomaten sind ja generell eine sehr feine Sache, doch was Umsetzungen auf Videospielkonsolen anging, so verursachten mir die meisten Titel doch ordentlich Magenschmerzen. Bis auf "Dragons Revenge" konnte mich auf dem Sega Mega Drive eigentlich gar kein Flipper so richtig begeistern, da macht "Crüe Ball" leider auch keine Ausnahme. Die eher ungewöhnliche Namensgebung liegt darin begründet, dass hier offensichtlich die Metal-Band "Motley Crüe" ihre Finger mit im Spiel hatte, doch viel geholfen im Hinblick auf das Gameplay dieses Megadrive-Flippers hat es leider auch nicht, so zumindest meine persönliche Meinung. Ich jedenfalls hatte Electronic Arts deutlich mehr zugetraut als diesen in meinen Augen klar unterdurchschnittlichen Titel für Segas 16-Bit-Konsole, der mich zu Beginn der 90er nur wenig begeistern konnte und mir schon nach wenigen Stunden äußerst langweilig wurde.

    Grundsätzlich begrüße ich es sehr, Metal-Klänge mit einem Flipper in Verbindung zu bringen, in der Tat sind dann auch einige Hits jener Band herauszuhören, für ein gutes Videospiel reicht dies allein aber natürlich nicht. Wie seinerzeit so üblich verfolgen wir das Ganze aus einer Draufsicht, wobei der Bildschirmausschnitt vertikal scrollt, je nachdem natürlich, wohin Ihr gerade die Kugel geballert habt. Unterteilt ist der Flipper-Tisch in insgesamt drei Zonen, so dass Ihr stets bemüht seid, die Kugel möglichst weit oben zu halten, versteht sich. Jede Zone verteidigt Ihr mehr oder weniger eisern mit den üblichen Schlägern, auf gar keinen Fall sollte die Kugel zwischen diesen hindurchflutschen, vermeiden lässt sich dies generell (natürlich) nicht. Jedenfalls ist es gleich zu Beginn von Bedeutung, wie Ihr die silberne Kugel in die "Umlaufbahn" schießt, stimmt Euer Timing, saust die Kugel mit mächtig viel Energie zunächst auf und davon, was entsprechend mit Bonuspunkten belohnt wird. Wie gewohnt müsst Ihr Euch bestimmte Abschnitte bzw. Eingänge durch mehrmaliges Treffen bestimmter Segmente erst einmal freispielen, Hindernisse gibt es dabei natürlich noch und nöcher. Außerdem wuseln einige uns offensichtlich feindlich gesinnte Kreaturen quer über das Spielfeld, so dass die Spielkugel oft unangenehme Wege einschlagen muss bzw. zuweilen unberechenbar wird. Natürlich sind in erster Linie unsere Reflexe gefragt, ohne ein schnelles Reaktionsvermögen ist hier schnell "Ende im Gelände", da das Spieltempo durchweg äußerst hoch ist, aber das ist ja nichts Neues. Natürlich sind wir besonders scharf darauf, nicht nur versteckte Bonusräume freizuspielen, sondern zudem nette Extras wie Multibälle und Extraleben, insofern unterscheidet sich "Crüe Ball" nicht von üblichen Flipperautomaten.

    Mag sich dies bislang noch recht interessant oder zumindest normal anhören, so muss ich nun leider auf die gravierenden Schwächen und somit unübersehbaren Negativpunkte zu sprechen kommen. Speziell von der grafischen Gestaltung dieses Flippers bin ich über alle Maßen enttäuscht, es ist teilweise schon ein schlechter Witz, was uns in dieser Hinsicht präsentiert wird. Erschreckend ist, dass das Design irgendwie unfertig wirkt, so als würde dieses Modul vorschnell bzw. aus Versehen auf den Markt gebracht. Die Spielfelder weisen keinerlei bemerkenswerte grafische Details auf, der Untergrund ist nahezu einfarbig, was mir persönlich völlig unbegreiflich ist. Zu der absolut "leer" wirkenden Spielfläche gesellen sich lediglich winzige Sprites, von Spezialeffekten oder bemerkenswerten Animationen (wie zum Beispiel bei "Dragons Revenge") kann hier überhaupt nicht die Rede sein. Schließlich sehen die Kreaturen nicht nur sehr winzig aus, sondern strotzen in punkto Aussehen nicht gerade vor Abwechslungsreichtum, von einer lieblosen dahingeschluderten Umsetzung zu sprechen ist somit im vorliegenden Fall eigentlich schon eine Untertreibung. Als ob dies nicht schon schlimm genug wäre, so sind die (wenigen) Bonusräume auch äußerst langweilig gezeichnet worden, gerade in diesem Punkt konnte "Dragons Revenge" überaus glänzen. Eine angenehme Spielatmosphäre kommt angesichts der biederen Optik überhaupt nicht auf, es ist eindeutig einschläfernd und auch ernüchternd , was "Crüe Ball" in diesem wesentlichen Punkt nur Jämmerliches zu bieten hat.

  • Crüe Ball
    Crüe Ball
    Publisher
    Victor Interactive Software (JP)
    Developer
    Electronic Arts
    Release
    23.12.1992
    Leserwertung
     
    Bewerte dieses Spiel!
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2017 PC Games Hardware 06/2017 PC Games MMore 06/2017 play³ 06/2017 Games Aktuell 06/2017 buffed 12/2016 XBG Games 04/2017 N-Zone 06/2017 WideScreen 06/2017 SpieleFilmeTechnik 05/2017
    PC Games 06/2017 PCGH Magazin 06/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1003219
Crüe Ball
Crüe Ball: Gurken-Flipper - Leser-Test von sinfortuna
http://www.gamezone.de/Cruee-Ball-Classic-20575/Lesertests/Cruee-Ball-Gurken-Flipper-Leser-Test-von-sinfortuna-1003219/
24.11.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2001/10/Crue_Ball__SS_.jpg
lesertests