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  • Crysis im Gamezone-Test

    ...ein Meilenstein der Videospiel- geschichte, welcher die Messlatte für zukünftige Egoshooter gehörig höher hängt.

    Wer wollte nicht schon immer mal im Kampfanzug durch den Dschungel pirschen, gegnerische Stellungen mit Granaten bewerfen und schwerem Geschütz beschießen? Mit Panzern und bewaffneten Hummer-Jeeps durch die Gegend heizen oder gar einen Helikopter oder einen Senkrechtstarter fliegen? Klar, jeder von uns, die Möglichkeit dazu haben aber nur die wenigsten! Doch Crytek erlaubt uns nun, all das nachzuholen, was wir da draußen im Dschungel verpasst haben, und dass gelingt dem Entwicklerteam derart realitätsnah, dass man sich zukünftige Urlaubsreisen auf schnuckelige Pazifikinseln eigentlich sparen kann!

    Crysis Crysis Die ganze Handlung beginnt im Jahre 2020. Ein Asteroid stürzt auf eine idyllische Inselkette mitten im Pazifik. Nordkorea besetzt die Insel sofort und evakuiert die Bewohner. Fünf Tage nach der Besetzung durch die KVA, die Koreanische Volksarmee, erreicht das US-Militär ein Not-Funkspruch eines dort ansässigen, amerikanischen Ausgrabungsteams unter der Leitung von Dr. Rosenthal. Sofort werden wir, ein Team von Special-Forces Agenten, in topmodernen Nanosuits losgeschickt, um die Ausgrabungsleiterin und ihr Team zu befreien und von der Insel zu evakuieren. Anfangs stehen uns die Koreaner nicht sonderlich positiv gesinnt gegenüber, doch schon bald müssen wir feststellen, dass es in den Tiefen der tropischen Wälder noch weit schlimmere Feinde als die aus Fernost gibt. Denn der Asteroid entpuppt sich als Mutterschiff einer hochentwickelten, außerirdischen Spezies, welche die Menschheit zerstören und die wundervoll-behagliche Crysis Welt in eine Eiswüste verwandeln will. Nachdem wir erst auf der Inselkette, dann auf einem Flugzeugträger der US-Army und schließlich auf dem Mutterschiff der Aliens selbst kämpfen, findet die Geschichte dort ihren Höhepunkt.

    Doch zu Beginn schlagen wir uns, nach einer missglückten Landung, erst einmal alleine durchs tropische Gebüsch. Diese Sequenz eignet sich hervorragend, um uns erst einmal mit den fantastischen Funktionen unseres Nanosuits vertraut zu machen. Denn Gameplay-technisch bekommen wir bekannte Kost geboten. So lautet unser Ziel schlicht, die gefangenen Wissenschaftler aus den Händen der Rebellen zu befreien, wobei wir uns vorerst darauf konzentrieren das eigene Squad wieder komplett zu bekommen, bevor wir das weitere Vorgehen erörtern. Bis zu diesem Augenblick bietet uns Crysis bekannte Shooterkost, doch mit dem Auffinden der Wissenschaftler, verkehrt herum auf einem Baum aufgeknüpft, erfährt die Story eine dramatische Wendung und plötzlich wirkt der sonnige Dschungel alles andere als einladend, und wir werden uns einer zusätzlichen Gefahr bewusst. Denn was hier angerichtet wurde, ist offensichtlich nicht das Werk der Koreaner, sondern einer außerirdischen Macht.

    Atemberaubende Technik

    Crysis Crysis Das erste, was einem an Crysis auffällt ist die phänomenale Grafik. Eine solch hohe Detailgenauigkeit der Landschaften und auch der Charaktermodelle hat es auf PC oder Konsolen einfach noch nicht gegeben. Der Dschungel ist realistisch mit Gestrüpp und Bäumen bewaldet, Boden-, Häuser- und Charaktertexturen sind so realistisch dargestellt, dass man manchmal einfach anhalten muss und mit offenem Mund vor dem Bildschirm sitzt. Allein die Gesichter der Spieler- wie auch Nichtspielercharaktere stellen schon Meisterwerke dar, wie sie sich, je nach Gefühlslage, unterschiedlich regen und bewegen. Doch neben Dschungeln und Gesichtern kann die CryEngine2 noch ganz andere Sachen realistisch darstellen. So kämpfen wir nicht nur zu Lande, sondern auch in wunderschön animiertem Wasser oder auf einem US-Flugzeugträger, der so realistisch aussieht, dass man denkt man würde wirklich der Navy angehören. Dabei ist Crytek durchgehend liebevoll mit dem Spiel umgegangen und lässt es an so gut wie keiner Stelle an Details und Umgebungsobjekten fehlen. Ebenso spart das Spiel nicht an hübschen Shader-Effekten, reichlich wundervoll anzusehenden Explosionen oder Licht- und Schatteneffekten. Das ganze sieht schon weniger wie ein Spiel aus, sondern mehr wie eine fotorealistische Simulation der realen Welt. Laut Crytek soll das Spiel jedoch nicht nur auf Highend-Rechnern laufen sondern ist so weit optimiert worden, dass es wie bei FarCry, von selbst erkennt, welche Detailstufe optimal ist und auch auf normalen Rechnern flüssig läuft. Die bildgewaltige Grafikinszenierung darf man dann nicht erwarten, es übertrifft aber trotzdem alles dagewesene und läuft dazu wirklich ruckelfrei.

    Crysis Crysis Neben der grandiosen Grafik beeindruckt auch die in der CryEngine2 verankerte Physikengine. Denn fast alles, was man in der wunderschönen Welt sieht kann man auch benutzen. So können Tonnen in die Hand genommen und Gegnern entgegen geschleudert werden. Am Boden liegende Äste können Wachen ablenken, schwere Gegenstände wie Mülleimer können sogar Wellblechhütten einstürzen lassen und die darin befindlichen Personen mit in den Tod reißen. Achtung beim Ausprobieren: Man sollte nicht im Haus stehen welches man gerade abreißen will... Grenzen, die man aus anderen Spielen kennt, werden bei Crysis durchweg überschritten, so ist ein Gegner, der hinter einem Baum steht, nicht zwangsläufig gut geschützt. Denn ein großer Teil des Waldes kann mit ein paar gut gezielten Schüssen niedergemäht und abgeholzt werden. Der dahinter befindliche, feindliche Soldat ist schneller tot als er "Alienfresse" auf koreanisch sagen kann! Aber auch hier muss man selbst aufpassen. Denn nicht nur wir wissen, dass der Wald zerstörbar ist! Auch Gegner reizen die Physikengine zu genüge aus, zerschießen Bäume hinter denen wir in Deckung gehen und versuchen die Häuser einstürzen zu lassen in denen wir uns verstecken.

    Steuern lässt sich unser Soldat mit Namen Nomad per Tastatur und Maus im altbekannten Shooter-Stil "WASD-Leer-Strg-Maus" und ein paar anderen Tasten, die schon bald ins Blut übergehen. Dank "Microsoft Games for Windows" kann man aber auch mit dem Xbox 360 Controller spielen. Dies ist aber nur für Xbox-Fans geeignet, eingefleischte PC-Spieler sind das Zielen per Stick einfach nicht gewöhnt und verpassen so einige gute Abschuss-Chancen oder verabschieden sich gar ins digitale Nirvana weil Gegner schneller handeln als wir unsere Sticks bewegen können.

    Crysis Crysis Passend zur Grafik ist das komplette Spiel vom Sound her wundervoll unterlegt. Im Dschungel hören wir überall Tiere, Büsche Rascheln oder das Rauschen des Windes. In Wäldern kann der gewaltverachtende Spieler so dem Vogelzwitschern zuhören, eher rabiatere Eisen können sich hingegen an koreanische Soldaten anschleichen und ihre Gespräche belauschen. Waffen-, Tritt- und Berührungsgeräusche sind allesamt realistisch abgemischt und klingen, bis auf den ziemlich laut-blechernen Ton wenn man ein Auto streift, so wie in der wirklichen Welt. Zum großen Teil kommt das Spiel ohne Hintergrundmusik aus, bei Schlüsselmomenten oder heißen Verfolgungsjagden gesellt sich eine eingängige und nicht weiter störende Melodie hinzu. Einen ebenbürtigen Konkurrenten sucht Crysis aber auch in Sachen Detailverliebtheit bei Sounds. So sind alle Radioprogramme, Unterhaltungen, Videos, Funksprüche und eigentlich alles was man im ganzen Spiel hört perfekt ins Deutsche übersetzt worden; wenn man im höchsten Schwierigkeitsmodus spielt, sprechen KVA-Soldaten sogar koreanisch. Sie verstehen und bestimmte Gespräche belauschen kann man dann leider nicht mehr, aber wer auf Realität steht hat hier sein Spiel gefunden.

  • Crysis
    Crysis
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Crytek
    Release
    14.11.2007
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Crysis
Crysis im Gamezone-Test
...ein Meilenstein der Videospiel- geschichte, welcher die Messlatte für zukünftige Egoshooter gehörig höher hängt.
http://www.gamezone.de/Crysis-Spiel-20597/Tests/Crysis-im-Gamezone-Test-991561/
26.11.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/08/Crysis_screen2.jpg
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