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  • Crysis Warhead im Gamezone-Test

    Warhead erweitert Crysis um eine weitere, parallel verlaufende Kampagne und weiß wie der Vorgänger zu überzeugen.

    Im Kampfanzug durch den Dschungel pirschen, mit dem Jeep einen Strand entlang fahren, auf einem Flugzeugträger gegen Aliens kämpfen... Dass alles ist nun schon fast ein Jahr her und ich spreche nicht vom letztjährigen Sommerurlaub. Crytek hat mit Crysis seinerzeit wohl eines der beeindruckendsten Spiele auf den Markt gebracht, dass durch die schiere Technik einen Realitätsgrad erreicht hat, der seinesgleichen suchte. Nun legt man nach und liefert Spielern ein Content-Update in Form einer zweiten, parallel stattfindenden Kampagne, die bei Spielern zum Vorzugspreis von 29,- weitere Kurzweil bieten soll.

    Crysis Warhead Crysis Warhead Storytechnisch knüpft Warhead an das Hauptprogramm, dass man zum Spielen übrigens nicht braucht womit es sich hierbei um eine eigenständig lauffähige Fortsetzung handelt, an. Hauptcharakter ist diesmal Michael 'Psycho' Sykes, der in der Kampagne von Crysis von seinem Team getrennt wird und fortan allein zurecht kommen muss. Psycho erlebt dabei zeitgleich zur Crysis-Story die Vorfälle auf der anderen Seite der Insel und kämpft sich zu seinem Team durch. Was einem von Beginn an auffällt ist die hohe "Ereignisdichte" in der Fortsetzung, die es im Hauptprogramm so nicht gab: Egal wo man sich befindet, in irgendeiner Art und Weise passiert immer etwas, seien es nun Explosionen, herannahende Panzer oder Luftgefechte, Momente in denen man aufatmen kann bietet Crysis nicht. So extrem verdichtet kann die Kampagne von Warhead zwar zeitlich nicht mit der des Hauptprogramms mithalten, Spaß hat man darin dennoch ebensoviel wie noch zuvor.

    Crysis Warhead Crysis Warhead Viel verändert wurde indes jedoch nicht, so bieten sich uns weder viele neue Waffen noch großartig neue Gegner. Neben den Koreanern sind dies vor allem die Aliens, die im Add-On fast omnipräsent und maßgeblich am Verlauf der Story beteiligt sind. Als nettes Spielzeug erwiesen sich während unseres Tests die doppelten Maschinenpistolen, die eine der wenigen Neuerungen im Waffenrepertoire darstellen. In Wildwest-Manier lassen sich so Gegner fast ohne Ladepausen bearbeiten, wenn man sich den auf das abwechselnde Feuern versteht. Auch verändert wurde das Leveldesign, was somit weg von der pseudo-offenen Spielwelt und hin zum linearen Level ging. Statt eigener Auswahl wie man wo hingeht bietet Warhead nun spezifisch vorgelegte Wege, die entsprechend mit Action-Sequenzen ausgestattet wurden. Vorteil hiervon ist einfach, dass lange Wege vermieden werden, das Gefühl der offenen Welt geht dabei natürlich baden. Dennoch will man sich im Hause Crytek nicht ganz in die Linearität abschieben lassen und lässt dem Spieler an vielen Stellen noch die Möglichkeit, aus zwei oder mehr alternativen Routen selbst zu wählen.

    Technik die beeindruckt

    Crysis Warhead Crysis Warhead Das, was Crysis seinerzeit ausmachte, war unter anderem die atemberaubende Grafik, die fast fotorealistische Szenen darstellen konnte. Eine solch hohe Detailgenauigkeit der Landschaften und auch der Charaktermodelle hat es auf PC oder Konsolen einfach noch nicht gegeben. Der Dschungel war realistisch mit Gestrüpp und Bäumen bewaldet, Boden-, Häuser- und Charaktertexturen so realistisch dargestellt, dass man manchmal einfach anhalten muss und mit offenem Mund vor dem Bildschirm saß. Allein die Gesichter der Spieler- wie auch Nichtspielercharaktere stellen schon Meisterwerke dar, wie sie sich, je nach Gefühlslage, unterschiedlich regen und bewegen. Geändert hat sich hieran nicht viel, denn nach wie vor ist Crysis nicht nur wunderschön zum Ansehen, sondern bis auf wenige kleine Macken und Textur-Patzer auch gestalterisch perfekt geworden. Dabei ist Crytek wieder mal durchgehend liebevoll mit dem Spiel umgegangen und lässt es an so gut wie keiner Stelle an Details und Umgebungsobjekten fehlen. Ebenso spart das Spiel nicht an hübschen Shader-Effekten, reichlich wundervoll anzusehenden Explosionen oder Licht- und Schatteneffekten. Besonders gefallen haben uns die Umgebungseffekte, die wir zuvor schon erwähnten, wie etwa Luftgefechte oder das Annähern von feindlichen Einheiten im Hintergrund, sodass wirklich nur selten Momente auftraten, bei denen Langeweile aufkommen könnte.

    Crysis Warhead Crysis Warhead Überraschend einsichtig zeigte man sich auf Seiten Cryteks schon im Vorfeld und gestand, dass man mit Crysis noch keinen gänzlich perfekten Titel ablieferte und sich für den Nachfolger viele Kritikpunkte der Endkunden zur Brust genommen habe. So sei vor allem Anderen die optimierte CryEngine 2 zu nennen, die nun noch besser auf DirectX 9 Grafikkarten und ressourcenschonender arbeitet. So wird nun kein Super-High-End Rechner mehr benötigt, schon durchschnittliche 400€- bis 600€-Maschinen sollen ausreichen, um den Titel flüssig und in ansehnlicher Grafik darzustellen. Selbstverständlich arbeitete man aber auch fieberhaft daran, DX10-Kunden zu bedienen und hat neben dem "Mid-Tech"- auch den "High-Tech"-Kunden nicht enttäuscht und das gewohnt hohe technische Niveau halten können.

    Crysis Warhead Crysis Warhead Neben der grandiosen Grafik beeindruckt auch die in der CryEngine2 verankerte und bereits bekannte Physikengine. Denn fast alles, was man in der wunderschönen Welt sieht kann man auch benutzen. So können Tonnen in die Hand genommen und Gegnern entgegen geschleudert werden. Am Boden liegende Äste können Wachen ablenken, schwere Gegenstände wie Mülleimer können sogar Wellblechhütten einstürzen lassen und die darin befindlichen Personen mit in den Tod reißen. Steuern lässt sich unser Soldat per Tastatur und Maus im altbekannten Shooter-Stil "WASD-Leer-Strg-Maus" und ein paar anderen Tasten, die schon bald ins Blut übergehen. Dank "Microsoft Games for Windows" kann man aber auch mit dem Xbox 360 Controller spielen.

    Crysis Warhead Crysis Warhead Passend zur Grafik ist das komplette Spiel vom Sound her wundervoll unterlegt. Im Dschungel hören wir überall Tiere, Rascheln, Wind. In Wäldern kann der gewaltverachtende Spieler so dem Vogelzwitschern zuhören, eher rabiatere Eisen können sich an koreanische Soldaten anschleichen und ihr Gespräch belauschen. Waffen-, Tritt- und Berührungsgeräusche sind allesamt realistisch abgemischt und klingen, bis auf einige ziemlich laut-blecherne Auto-Sounds, so wie in der wirklichen Welt. Zum großen Teil kommt das Spiel ohne Hintergrundmusik aus, an Schlüsselmomenten oder heißen Verfolgungsjagden schaltet sich aber eine eingängige und nicht weiter störende oder negativ auffallende Melodie ein. Einen ebenbürtigen Konkurrenten sucht Crysis aber auch in Sachen Detailverliebtheit bei Sounds. So sind alle Radioprogramme, Unterhaltungen, Videos, Funksprüche und eigentlich alles was man im ganzen Spiel hört perfekt ins Deutsche übertragen worden.

    Zu Lande, zu Wasser und in der Luft!

    Crysis Warhead Crysis Warhead Wie im Vorgänger hat man als Spieler nach wie vor ein beeindruckendes Repertoire an Waffen, mit denen man den Gegnern einheizen kann. Diese sind modular erweiterbar und somit je nach Gefechtslage individuell anzupassen. Bis auf einige wenige Neuheiten ist hier aber ein Großteil bereits bekannt. Daneben stehen auf der Insel in zivilen Dörfern genügend Autos und Pick-Ups herum, sodass man eigentlich nie lange laufen muss. Zusätzlich zu den zivilen Gefährten stehen uns auch Militär-Jeeps sowie Trucks zur Verfügung, mit deren Bordwaffen, einem Dachluken-MG, wir den Koreanern und Außerirdischen ordentlich einheizen. Im Verlaufe des Spieles und im Multiplayerpart kommen noch Panzer, Helikopter, Senkrechtstarter und Boote zum Einsatz. Im Kampf stehen uns aber nicht nur Waffen und Vehikel zur Seite, nein! Auch Psycho ist, wie sein Kamerad Nomad aus dem Hauptprogramm, noch zusätzlich mit einem sogenannten Nanosuite ausgerüstet, einer streng geheimen Militärerfindung. Dieser gibt, je nach Einstellung, Botenstoffe an unseren Körper ab oder entwickelt eine schützende Wirkung. So können wir zwischen den Modi "Stärke" in dem wir besonders heftig austeilen und hoch springen können, sowie "Panzerung", "Tempo" und "Tarnung" wählen. Bei letzterem wird man nahezu unsichtbar und ist vor Feindentdeckung geschützt. Neue Modi gibt es leider nicht.

  • Crysis Warhead
    Crysis Warhead
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Crytek Studios GmbH & Co. KG
    Release
    08.03.2010

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Crysis Warhead
Crysis Warhead im Gamezone-Test
Warhead erweitert Crysis um eine weitere, parallel verlaufende Kampagne und weiß wie der Vorgänger zu überzeugen.
http://www.gamezone.de/Crysis-Warhead-Spiel-20603/Tests/Crysis-Warhead-im-Gamezone-Test-991918/
15.10.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/10/CrysisShots__10_.jpg
tests