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  • D-Day im Gamezone-Test

    Der 6.Juni als Spiel. Diesmal jedoch nicht als simpler Egoshooter, sondern als komplexes Strategiespiel.

    Das Spiel zum längsten und härtesten aller Tage

    Dieses Jahr hat sich die Landung der Alliierten in der Normandie bereits zum 60. Mal gejährt. Nach diversen Egoshootern, die sich bereits diesem entscheidenden Tag der Weltgeschichte gewidmet haben, bringt nun Pointsoft ein Echtzeit-Taktik-Spiel, welches sich ausschließlich um die heldenhaften Ereignisse in Frankreichs Westen dreht. Die Organisation "Normandie Mémoire" hat D-Day sogar zum offiziellen Spiel der Gedenkfeierlichkeiten erklärt, da es die Atmosphäre dieser dunklen Epoche besonders gut wiedergibt. Die Entwicklung hat man den talentierten Leuten von Digital Reality anvertraut, welche sich bereits mit dem Echtzeit-Taktik Spiel "Afrika Korps vs. Desert Rats" einen guten Namen gemacht haben.

    Eigentlich kann man D-Day auch als inoffiziellen Nachfolger zu "Afrika Korps vs. Desert Rats" bezeichnen, weist es doch sehr viele Gemeinsamkeiten auf. Dies ist aber mit Sicherheit kein Kritikpunkt, schließlich war "AKvsDR" ein überaus gelungener Titel, welcher nicht nur eine tolle Grafik, sondern auch noch ein fesselndes Gameplay samt toller Story vorzuweisen hatte. Spielerisch ist D-Day deshalb ebenfalls ein klassisches Echtzeit-Taktik-Spiel, was bedeutet, dass man auf jegliches Ressourcenmanagement und den dazugehörigen Basisbau verzichtet hat. Dies sorgt wiederum für ein realistisches Spielgefühl, schließlich nutzt man somit jeden einzelnen Pixelsoldaten und ärgert sich auch jedes einzelne Mal, wenn einer von ihnen im verbitterten Kampf fällt. Eure Soldaten haben nämlich kaum eine Chance gegen die dicken Panzer und MG-Nester des Feindes, doch ihnen fällt an anderer Stelle eine ganz besondere Rolle zu: Alle Fahrzeuge können eine bestimmte Anzahl Soldaten aufnehmen, was wiederum verschiedene Eigenschaften der Vehikel kräftig aufbessert. Wer also seine Fahrzeuge immer schön mit den richtigen Männern besetzt, verbessert deren Feuerkraft, Geschwindigkeit oder Sichtweite. Auch kommt es nicht gerade selten vor, dass ihr am Straßenrand einen verlassenen Panzer oder andere Vehikel des Feindes findet. Diese können einfach durch das Besetzen mit Soldaten übernommen und zudem mit einem praktischen Reparaturfahrzeug wieder auf Vordermann gebracht werden. Hierbei ist auch das Feature des gezielten Feuerns auf bestimmte Teile der gegnerischen Fahrzeuge äußerst hilfreich, denn somit kann ein deutscher Panzer im Kampf erstmal lahm gelegt, dann ausgeräuchert und schließlich übernommen werden. Auf diese Weise kann eine anfangs noch schwache Landungstruppe auf eine gefährliche Größe anwachsen und schließlich doch noch die Schlacht für sich entscheiden.

    Selbstverständlich unterscheiden sich auch die Infanteristen sehr deutlich voneinander: Manche sind auf das Entschärfen von Minen spezialisiert, andere können mit dem MG gut umgehen und die nächsten tragen schlagkräftige Bazookas mit sich herum. Im Vergleich zum Vorgänger dreht sich die Handlung nun leider nicht mehr um drei zentrale Offiziere, was natürlich an den akribisch genau beachteten, geschichtlichen Hintergründen liegt. Hin und wieder habt ihr dann aber doch einen dieser kampferprobten Offiziere in eurer Truppe und ein Fahrzeug, welches mit diesem Veteran an Bord in die Schlacht zieht, ist um einiges stärker und verarbeitet gleich mehrere Feinde zu Kleinholz. Völlig neu hingegen sind die Einheiten mit Flammenwerfer, welche sich besonders gut zum Ausräuchern von Bunkern und Häusern eignen. Womit wir bereits beim nächsten wichtigen Punkt im Verglich mit AKvsDR sind: Den Häusern. Endlich ist es möglich verschiedene Gebäude als Deckung zu missbrauchen, auch so mancher Hinterhalt wird dadurch möglich. In den insgesamt 12 Missionen werdet ihr immer wieder über dieses nützliche Feature stolpern und noch viel wichtiger wird sein, dass ihr die passenden Flammenwerfer-Einheiten im Team habt, um somit auch euren Feinden blitzschnell ihre Häuser-Deckung nehmen zu können. Auch gehen die besetzten Gebäude bei solch einem Angriff nicht einfach so kaputt, sondern sie fangen ganz langsam Feuer und lösen sich dann ebenso schön inszeniert in Rauch auf. Gleiches gilt für den Beschuss mit großkalibrigen Waffen, denn auch hierbei fallen die Häuser sehr schön und grafisch detailliert in sich zusammen.

    Diese optischen Spielereien verdankt das Spiel dem Einsatz der bewährten Engine von AKvsDR, welche ja bereits beim damaligen Test ausgiebig von uns gelobt wurde. Da allerdings die ersten Missionen von D-Day in der Nacht vor dem großen Angriff spielen, kann man währenddessen nur wenig von den optischen Möglichkeiten des Spiels sehen und wer den Vorgänger nicht kennen sollte, könnte durchaus enttäuscht sein. Jedoch spätestens während der grafisch sehr eindrucksvollen D-Day Mission weiß man wozu das Spiel in der Lage ist und deshalb zoomt man gerne noch etwas näher hin und genießt das Gebotene. Auch könnt ihr bei den Fahrzeugen wirklich jeden einzelnen darin sitzenden Soldaten erkennen - und selbst die sind auch noch so liebvoll animiert wie alle anderen Objekte im Spiel: Bäume wiegen sich sanft im Wind, Fahrzeuge hinterlassen Spuren im Boden und man sieht beim Anfahren sogar den Ruß der Dieselmotoren in der Luft. All dieser Detailreichtum ist zwar immer noch sehr schön anzusehen, doch nach dem Erscheinen von "Codename: Panzers" und "Soldiers", hängt die Latte für Details nochmals ein ganzes Stück höher.

    Die Steuerung des Ganzen folgt den gängigen Standards, kann aber auch mit einem sehr nützlichen "Pause-Feature" aufwarten, welches in brenzligen Situationen die Leben vieler Pixelsoldaten retten kann. Gut, dass man die meisten Befehle mit der Maus geben kann, das etwas zu klein geratene Menü für die Zusatzbefehle ist nämlich nicht jedermanns Sache. In diesem Menü, könnt Ihr Befehle zum Eingraben oder dem Ausführen von Spezialangriffen geben. Dies alles kann aber auch über Hotkeys gesteuert werden, somit hat man das Spiel sehr schnell voll im Griff. Einsteiger sollten also keine Scheu vor dem Titel haben, man hat innerhalb kürzester Zeit den Dreh raus und wem es dennoch etwas zu schwer werden sollte, kann unter vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen. Die zahlreichen Gemeinsamkeiten mit "AKvsDR" bergen allerdings auch ein altes Problem: Die Rede ist von der etwas langsamen Wegfindungsroutine und der stellenweise merkwürdigen Kollisionsabfrage, welche große Kampfverbände nicht nur extrem langsam sondern oftmals auch etwas Umständlich durch das Kriegsgebiet manövrieren lässt. Diesen alten und lästigen Fehler hätte man beim Nachfolger nun wirklich ausbügeln müssen und den Spielern somit zahllose unnötige Mausklicks erspart.

    Die enthaltene Kampagne ist besonders für Profis nach ca. 8 Stunden eider sehr flott durchgespielt, was sicherlich etwas enttäuschend sein kann. Hier bleibt dann nur noch der Griff zum Mehrspielermodus, welcher nebst klassischen Spielmodi und Karten auch einen genretypischen Gamespy-Serverbrowser entfällt. Echte Freaks können sich auch dem mitgelieferten Editor widmen und damit ihre eigenen Karten entwickeln.

    D-Day (PC)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    spannendes Missionsdesign
    sehr viel Bonusmaterial
    authentische Missionen mit viel Hintergrundinfos
    Mapeditor enthalten
    langsame Wegfindung
    Einheiten-KI nicht überzeugend
    Grafik anfangs zu dunkel
    schnell durchgespielt
    nur wenig Neues im Vergleich zum Vorgänger
  • D-Day
    D-Day
    Publisher
    Pointsoft Deutschland GmbH
    Developer
    Digital Reality
    Release
    28.07.2004

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D-Day
D-Day im Gamezone-Test
Der 6.Juni als Spiel. Diesmal jedoch nicht als simpler Egoshooter, sondern als komplexes Strategiespiel.
http://www.gamezone.de/D-Day-Spiel-20978/Tests/D-Day-im-Gamezone-Test-989961/
27.07.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/08/dday_0010.jpg
tests