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  • DTM Race Driver 2 im Gamezone-Test

    Einzigartige Online-Features und ein gelungener Story-Mode machen DTM 2 zu etwas Besonderem.

    Könnt ihr euch noch an die etwas lächerlich inszenierte Singleplayer-Kampagne aus DTM Race Driver erinnern? Wo man in Person eines jungen Rennfahrers seine eigene Karriere voranzureiben versuchte während eine mehr oder weniger gelungene Geschichte im Hintergrund ablief? Nicht ganz zu unrecht war diese Story vielen Spielern etwas zu kindisch inszeniert, wirkte sie doch wie ein billiger Abklatsch der "Days of Thunder" Geschichte und schaffte es so überhaupt nicht für das erwartete Renn-Feeling zu sorgen. Trotz der Unkenrufe die Codemasters zwecks des misslungenen Versuchs eine Geschichte in ein Rennspiel einzubauen entgegengeschleudert wurden, ist man nicht davon abgekommen und verpasste auch dem heiß erwarteten Nachfolger DTM Race Driver 2 einen Story-Mode. Dieser fiel dieses Mal allerdings wesentlich besser aus und wirkt nicht mehr wie eine Comic-Geschichte, sondern könnte tatsächlich die Geschehnisse neben der Rennstrecke dokumentieren.

    Die Geschichte des Rennsports...

    Wer am Start zuviel Gas gibt hat schon verloren. Wer am Start zuviel Gas gibt hat schon verloren. Beginnen wir unsere Laufbahn als Rennfahrer ohne Namen werden wir direkt in ein DTM-Rennen geschmissen welches bereits im vollen Gange ist. Per Funk bekommen wir noch schnell erklärt wie man die Sicht ändern kann, falls einem die Verfolgerperspektive nicht passt, und schon können wir voll auf die Tube drücken und unsere Gegner verseilen. Allerdings ist der Spaß nur von kurzer Dauer, da es sich bei dieser ersten Runde noch nicht um ein richtig gewertetes Rennen handelt, sondern lediglich als Vorlage wir das kommende Intro-Video dient. Dort werden wir mit den wichtigsten Personen bekannt gemacht die uns fortan bei unserer sportlichen Karriere begleiten. Dies sind allen voran unser Chefmechaniker, der sich um alles kümmert was das Auto betrifft, und unsere Managerin die für die bare Münze zuständig ist und neue Rennen organisiert. Die Beiden liegen im ständigen Clinch obwohl sie eigentlich am gleichen Seil ziehen. Denn wo die Managerin nur die hohen Preisgelder sieht, versucht unser Chefmechaniker möglichst alle Risiken zu vermeiden, um Schaden vom Auto und vom Fahrer abzuwenden. So kommt es neben der Strecke immer wieder zu Streitereien, die sich aber auf den Handlungsstrang kaum auswirken. Dieser ist fest vorgegeben und wird uns Anhand des Terminkalenders im Anhänger, wo sich unser Büro und sogar ein Fahrsimulator befindet, visualisiert. Die dort aufgezeichneten Meisterschaften sind chronologisch mit den ebenfalls vorgegebenem Fahrzeug zu absolvieren. Allerdings haben wir immer wieder die Wahlmöglichkeit zwischen zwei Meisterschaften, was den Story-Mode auch bei mehrmaligem Durchspielen etwas variabel gestaltet. Denn von allen gebotenen Spielmodi besitzt er das engste Korsett und bietet dem Spieler kaum Einstell- oder Auswahlmöglichkeiten. Dabei gibt es als zu erreichendes Ziel immer eine bestimmte Summe Bargeld zu erwirtschaften um sich die Zulassungsgebühr für die jeweils nächste Meisterschaft leisten zu können. Davon werden uns insgesamt 33 Stück geboten, mit jeweils zwei bis zehn Rennen pro Meisterschaft, was einen angenehm großen Umfang darstellt. Alle während der Karriere gebotenen Meisterschaften lassen sich auch im sogenannten Simulations-Mode anwählen, wobei wir dort die Freiheit besitzen unser Auto selbst wählen zu können. Zwar geschieht dies nur innerhalb der Klassengrenze, denn wer an einer DTM-Meisterschaft teilnimmt muss auch ein DTM-Gefährt wählen, dafür können wir von Anfang an auf alle Autos zugreifen und müssen sie uns nicht erst in der Karriere erarbeiten. Daran erkennt man den sportlichen Aspekt von DTM Race Driver 2, welches dem Spieler kein Sammelsystem anbietet, in dem er seine Autos und Zubehör in virtuellen Garagen anhäufen kann, sondern voll auf den sportlichen Aspekt setzt, indem es uns ein sehr ausgereiftes und spektakuläres Schadenssystem bietet, zugehörige und ebenso ausgereifte Fahrphysik sowie eine Gegner-KI die wegen ihres fordernden sowie fairen Verhaltens positiv auffallen. Denn auch wenn die computergesteuerten Fahrer alles geben um den Sieg zu erringen, lassen sie sich doch nie zu unfairen Aktionen hinreißen. So wird schon mal etwas gerempelt und angeschoben, gezieltes von der Strecke kicken aber kommt nicht vor.
    Das Replay ist auch speicherbar Das Replay ist auch speicherbar Während des gesamten Rennens werden wir per Boxenfunk auf dem Laufenden gehalten, wobei sich dieser aber angenehm selten zu Wort meldet, so dass nicht wie bei ähnlichen Rennspielen schon bald der Wunsch entsteht dem Funker den Mund verbieten zu wollen. Denn es ist klar, dass man irgendwann alle Sprüche kennt und sie sich zu wiederholen beginnen. Dafür sind sie mitunter nicht einmal uninformativ, wenn wir z.B. darauf hingewiesen werden, dass sich ein bestimmter Fahrer mit großer Geschwindigkeit nähert.

    Nach jedem Rennen bekommen wir Gelegenheit das Replay zu betrachten, wobei wir zwischen vielen Kameraperspektiven wählen können und auch im Video selbst herumspulen dürfen. Sogar ein Speichern der Replays ist möglich, worüber sich Xbox-Spieler nicht freuen können, denn ihnen bleibt diese Funktion vorenthalten.

    Die Innenansicht Die Innenansicht Die gebotenen Autos sind in gut 15 Klassen eingeteilt die ein recht breites Spektrum bieten. Vom Truck über die Geländewägen bis hin zu F1-Boliden bekommen wir viele verschiedene motorisierte Untersätze geboten. Trotz der hohen Anzahl der Klassen, oder eben deswegen, beschränkt sich die Auswahl pro Klasse mitunter auf nur drei Fahrzeuge, was natürlich etwas wenig ist. Das versucht der Titel durch das breite Spektrum der unterschiedlichen Klassen auszugleichen.
    Die Automodelle selbst sind - besonders unter Berücksichtigung des aufwendigen Schadenssystems, recht gut gelungen. Sie spielen definitiv in der obersten Liga mit und müssen sich keinesfalls verstecken.
    Das Schadenssystem erlaubt es uns sämtliche Karosserieteile zu entfernen bis vom Wagen nur noch die tragenden Teile vorhanden sind. Scheiben bekommen Sprünge, beginnen zu splittern und fallen schließlich komplett aus dem Rahmen. Verbeulte Türen lassen sich nicht mehr schließen und können sogar abgefahren werden. Sehr schön, dass sämtliche Bremsspuren und verlorene Teile auch das gesamte Rennen über auf der Strecke verbleiben.

    Grundsätzlich bietet uns DTM Race Driver 2 immer drei Schwierigkeitsgrade an, wobei die zwei "Normal" und "Schwer" vorgegeben sind und man sich bei "Individuell" den Grad in Prozent einstellen kann. Alles jenseits der 90% ist aber nur noch für autofahrende Masochisten geeignet welche die absolute Herausforderung suchen.

    Gelungener Online-Spaß

    Die Online-Lobby Die Online-Lobby DTM Race Driver 2 für die Playstation 2 unterstützt sämtliche Online-Funktionen die wir auch von der Xbox her kennen. Einzig die maximale Spielerzahl ist auf 8 begrenzt, was aber völlig ausreicht und zudem technisch einwandfrei umgesetzt wurde. Denn selbst bei vollem Starterfeld hat das Spiel keine Probleme all die Fahrer zu handeln. Im Gegensatz zu anderen Online-Racinggames kann man in DTM2 nicht nur einzelne Rennen sondern ganze Meisterschaften einer Klasse austragen, was wesentlich fordernder ist als Einzelrennen lediglich um die Bestzeit.

    Fürs Geld verantwortlich Fürs Geld verantwortlich Die integrierten Online-Features bieten uns nicht nur die bekannten Möglichkeiten des "Spiel suchen" und des "Schnell ins Spiel", sie wurden auch im Detail hervorragend umgesetzt. In der Lobby mit bis zu acht Spielern werden uns vorbildlich deren Länderkennung per Flagge angezeigt, die der Spieler aber selbst auswählen kann. So erscheinen beispielsweise österreichische oder schweizerische Spieler nicht mehr als "Deutsch" weil die PS2 auf Deutsch gestellt ist, sondern korrekt mit ihrer richtigen Flagge. Auch Engländer und Amerikaner lassen sich so hervorragend auseinanderhalten. In der Praxis als ebenso praktisch stellt sich das Feature heraus, dass die Sprachkommunikation per USB-Headset nicht in Lobby und Rennen aufgeteilt wurde. Denn beide sind zusammengeschlossen und die Spieler in der Lobby können sich während des Rennens mit den Fahrern unterhalten, wobei ihre Spielernamen in einer anderen Farbe dargestellt werden, damit man auf den ersten Blick erkennt wer im Rennen und wer in der Lobby ist. Allerdings scheint man sich die maximale Anzahl von acht Spielern mit der Sprachqualität erkauft zu haben, die besonders bei vollem Feld mitunter recht unverständlich wird. Dafür können sich Online-Spieler ohne USB-Headset über die gut funktionierende Sprachausgabe über das Fernsehgerät freuen. Denn auch wenn die Sprache mitunter etwas verblubbert ist, kann man sie doch ganz schön laut stellen, damit die Stimmen nicht im Rennlärm untergehen.

    Drei Liter Sprit bitte!

    Die Boxengasse, nur in der Cutscene mit Mannschaft Die Boxengasse, nur in der Cutscene mit Mannschaft Um sein demoliertes Auto wieder auf Vordermann zu bringen kann man jederzeit die Boxengasse ansteuern, was bei langen Rennen auch zum Tanken nötig ist. Allerdings muss man deutlich sagen, dass die Boxendurchfahrt zwar funktioniert, aber spielerisch sehr flach ausgefallen ist. Hat man nämlich einen Schaden im roten Bereich und steuert die Box an übernimmt der Computer die Kontrolle über das Fahrzeug und lässt es einfach mit 60 km/h durch die Box fahren. Wir bleiben nicht an unserer Garage stehen, es existiert keine Boxencrew oder sonstige Service-Mitarbeiter, wir werden einfach durch die leere Boxengasse geleitet. In dieser Zeit werden die angezeigten Schäden repariert und der Wagen betankt, ganz ohne stehen zu bleiben. Ebenso werden keine Arbeiten an der Karosserie durchgeführt, die bleibt so verbeult wie sie war, so wie die kaputten Scheiben.

    Formel Ford Formel Ford Dafür versteht es der Rest des Online-Games vollends zu überzeugen. Denn DTM Race Driver 2 ist momentan der einzige Vertreter auf der PS2 welcher uns ein Schadenssystem bietet und Rennen mit bis zu acht Spielern gleichzeitig gestattet, sowie der Möglichkeit ganze Meisterschaften statt einzelner Rennen online zu fahren. Denn das vorhandene Schadenssystem wirkt sich stark auf das Verhalten der Spieler aus, die nicht wie in anderen Online-Rennspielen schon mal die Gegner abschießen um voranzukommen, sondern ganz im Gegenteil recht vorsichtig an die Sache herangehen, da ein Zusammenstoß bereits einen fatalen Motorschaden oder den Verlust eines Rades zur Folge haben kann. Ist es nicht ganz so schlimm wird man trotzdem die Box anfahren müssen, da man mit einem verbogenem Spoiler und einer beschädigten Maschine keine Höchstgeschwindigkeit mehr erreichen kann.

    Unser Terminkalender Unser Terminkalender Den Spruch "ultimate racing simulator" auf der Verpackung darf man ernst nehmen, denn die gebotene Fahrphysik ist einer Simulation näher als einem Arcaderacer. Die Autos verhalten sich recht authentisch, beginnen bei unebenem Untergrund zu tänzeln oder wackeln mit dem Hinterteil wenn wir den Bleifuss in der Kurve regieren lassen. Dabei gefiel mir besonders der Startvorgang zu Beginn der Rennen, wo man erst einmal den Motor anlassen muss und dann bei der Beschleunigung aus dem Stand heraus ganz viel Gefühl an den Tag legen, damit die Reifen nicht durchdrehen und uns die Konkurrenz davon zieht. So spannende Startvorgänge gibt es in keinem anderem Rennspiel.
    Das Schadenssystem gibt sich sehr differenziert und unterscheidet deutlich zwischen einem Aufprall von der Seite oder von Vorne und beschädigt nur die wirklich betroffenen Teile. Sämtliches Blech am Wagen kann abgefahren werden bis nur noch das Gerüst übrig bleibt. Die Grundstruktur des Wagens zu deformieren ist aber nicht möglich, wohl weil es von den Lizenzgebern nicht gewünscht war. Das ist im Spiel selbst aber auch nicht nötig, da es schon Katastrophe genug ist wenn man ein Rad verliert oder die Aufhängung bricht und man das Rennen vorzeitig beenden muss.

    Sehr gelungene Autos Sehr gelungene Autos Grafisch glänzt DTM Race Driver 2 vor allem durch die absolut flüssige Wiedergabe des kompletten Geschehens. Nie verliert das Game auch nur einen einzigen Frame, selbst nicht bei einem Teilnehmerfeld von 20 Fahrern, immer werden uns die vollen 50 Bilder die Sekunde präsentiert. Denn wo die NTSC-Version TOCA Race Driver 2 noch mit ganzen 60 Bildern die Sekunde glänzt, hat man der PAL-Version diesen Mode vorbehalten und bietet den Konsoleros stattdessen nur 50 Hertz, die dafür mit der bekannt höheren Auflösung. Da der 50 Hertz Mode aber mehr als sauber umgesetzt wurde, es gibt keine PAL-Balken und alles läuft superflüssig, geht einem der 60 Hertz-Mode kaum ab.

    Die Strecken und zugehörige Umgebungen wurden offensichtlich auf das Gameplay hin optimiert, was auch sehr gut gelungen ist, weswegen sie an mancher Stelle aber nicht unbedingt wegen ihrer Detailfülle glänzen. Zwar sieht der Titel keinesfalls schlecht aus, an mancher Stelle nur etwas leer. Zudem sind nicht alle Strecken neu, manche wurden aus dem Vorgänger übernommen und nur leicht verändert.

    Soundtechnisch überzeugt DTM Race Driver 2 hauptsächlich wegen der mehr als gelungenen Motorgeräusche. Jedes Fahrzeug hört sich aus jeder Position anders an, besitzt ein individuelles Schaltgeräusch und scheint auch ganz individuell kaputt zu gehen. Denn hört sich eine kaputter Jaguar wie eine amerikanische Eismaschine an, grummelt ein kaputter Mercedes eher wie ein übel gelaunter Gnom. Neben unserem Auto hören wir eigentlich nur noch den zurückhaltenden Boxenfunk, denn die Umwelt gibt kaum Geräusche von sich. Nur selten findet man ein rauschenden Wasserfall, johlende Zuschauer gibt es gleich gar nicht. Eben auch an diesem Punkt hat man besonderen Wert auf den Simulations-Aspekt gelegt, damit sich der Spieler voll der Beherrschung seines Auto und der Strecke widmen kann, ohne Wert auf den Schnickschnack rundherum zu legen.

    DTM Race Driver 2 (PS2)

    Singleplayer
    8,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Gelungener Story-Mode
    sehr viele verschiedene Klassen und Meisterschaften
    hervorragende Physik und Schadenssystem
    sehr gelungene Motorgeräusche
    Online mit bis zu acht Spielern gleichzeitig
    vorbildlich integrierte Online-Features
    Umgebung sehr still und an mancher Stelle detailarm
    billig umgesetzte Boxengasse
    keine Tuningteile und keine Garage vorhanden
  • DTM Race Driver 2
    DTM Race Driver 2
    Publisher
    Codemasters
    Developer
    Codemasters
    Release
    08.10.2004

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Forza Horizon 3 Release: Forza Horizon 3 Microsoft
    Cover Packshot von F1 2016 Release: F1 2016 Koch Media , Codemasters
    Cover Packshot von Trials of the Blood Dragon Release: Trials of the Blood Dragon Ubisoft , RedLynx
    Cover Packshot von The Collider 2 Release: The Collider 2 Techland
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DTM Race Driver 2
DTM Race Driver 2 im Gamezone-Test
Einzigartige Online-Features und ein gelungener Story-Mode machen DTM 2 zu etwas Besonderem.
http://www.gamezone.de/DTM-Race-Driver-2-Spiel-22238/Tests/DTM-Race-Driver-2-im-Gamezone-Test-990026/
11.10.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/10/TV2004101116485700.jpg
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