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  • Damnation im Gamezone-Test

    In einer post-industriellen Steampunk-Welt schickt uns Codemasters in den Kampf gegen einen Industriemagnat.

    Was habe ich mich auf Damnation gefreut! Die Vorschauversion hat mir trotz einiger Macken, was bei Vorabversionen ganz normal ist, sehr gut gefallen. Die riesigen Areale mit den Feuergefechten und akrobatischen Klettereinlagen haben mir das Wasser im Munde zusammen laufen lassen. Umso gespannter war ich natürlich auf das Endprodukt, entwickelt von Blue Omega und vertrieben von Codemasters. Eine spannende Geschichte angesiedelt in einem Steampunk-Setting versprach ein packendes Abenteuer. Damnation bietet aufgrund der offenen Level-Struktur sehr viel Potential, doch was davon konnten sie letztendlich umsetzen? Ist der Titel der erhoffte Action-Hit? Macht klettern hier genau so viel Spaß wie in Tomb Raider? Oder hat sich das ambitionierte Projekt zu einem kläglichen Totalausfall entwickelt?

    Wollt ihr den totalen Krieg?

    Damnation Damnation Im fiktiven Nordamerika geht es drunter und drüber. Dort tobt - seit mehr als 40 Jahren - ein erbitterter Krieg zwischen den Nationalisten und den Kräften der Koalition. Die natürlichen Ressourcen wurden vernichtet und das historische Amerika erschüttert. Spätestens jetzt haben machthungrige Träumer die Möglichkeit das zerrütte Land zu unterwerfen und ihre eigene Ordnung einzuführen. Genau diesen Plan setzt der Industriemagnat William Dean Prescott, Präsident von Prescott Standard Industries in die Tat um. Mit seiner Privatarmee zerschlägt er die Überreste des Militärs und unterwirft die Zivilbevölkerung. Doch längst nicht alle wollen die neue Diktatur akzeptieren. Die Stadt Terra Verte, eine der letzten großen Städte in Nordamerika, welche im Krieg seit jeher als Neutral gilt, ist das nächste Ziel von PSI. Wir schlüpfen in Damnation in die Rolle von Hamilton Rourke, einem angesehen Mitglied der Peacemaker-Rebellen und versuchen den Angriff auf die Stadt zu verhindern und Prescott zu stürzen. Doch unser größter Antrieb ist die Suche nach unserer Geliebten, welche im Krieg gefangen genommen wurde. Im Kampf gegen die Armee des Industriemagnaten werden wir von mehreren Rebellen unterstützt um diese schwere Mission zu einem erfolgreichen Ende zu führen.

    Damnation Damnation Zu Beginn werden wir mittels Tutorial in die intuitive Steuerung eingearbeitet. Hier fällt uns vor allem die Größe der Areale auf. Am Anfang eines jeden Abschnitts gibt uns das Spiel mittels einer Kamerafahrt durch das Level den ungefähren Weg vor, welchen wir mit unseren Mitstreitern nehmen müssen um voran zu kommen. Allerdings bewegen wir uns in Damnation nicht einfach über weite Ebenen von Punkt A nach B, es gibt auch allerlei Hindernisse zu überwinden, meist geht es jedoch hoch hinaus. Das ist auch die Besonderheit des Titels, denn die Level erstrecken sich nicht nur in die Weite sondern auch in die Höhe. Um diese großen Strecken zu überwinden müssen wir Gebrauch von sämtlichen Fähigkeiten machen. Wie es der Zufall so will sind Rourke und seine Kollegen ausgezeichnete Kletterer und so ist es ein leichtes für uns die steilen Wände zu erklimmen, waghalsige Sprünge über Abgründe auszuführen und an langen Seilen Stück für Stück hinauf zu ziehen. In Damnation ist der Weg das Ziel und auch wenn dieses vorgegeben ist, haben wir doch mindestens immer zwei mögliche Pfade, welche wir nehmen können. Manchmal gibt es auch Ebenen die wir nicht mit einfachen Sprüngen erreichen. Um Abhilfe zu schaffen hat sich Rourke beim Bewegungsrepertoire von Lara Croft bedient und die Wandsprünge adaptiert, allerdings kann er diese bei weitem nicht so Präzise und agil ausführen wie Lara und springt lediglich einmal gegen die Wand um sich davon abzustoßen. In den Arealen stehen auch mehrere Leitern herum, welche wir uns zu Nutze machen können. Diese hängen aber oft zu Weit über dem Boden als das wir sie mit einem einfachen Sprung erreichen könnten. Was für ein Zufall, dass glücklicherweise jedes mal eine Wand gegenüber der Leiter steht. Die Idee mit den Sprüngen ist gut, die Umsetzung aber nicht. Da wir uns die ca. sieben bis acht Stunden, welche die Kampagne in Anspruch nimmt, nicht immer nur Wände und kaputte Häuser erklimmen können, haben die Entwickler das Gameplay durch Fahrsequenzen aufgelockert. Oft stehen wir vor Abgründen welche unsere sportlichen Fähigkeiten bei Weitem übertreffen, doch die Lösung des Problems steht meist nur weniger Meter vom Abgrund entfernt. Gott sei Dank gibt es in Damnation Dampf betriebene Motorräder, mit welchen wir uns über die Abgründe bewegen können. Dank der hohen Geschwindigkeit der Fahrzeuge können wir sogar an den Wänden entlang fahren. Die ungenaue Kollisionsabfrage stört aber den Spielfluss. Da unsere Bikes an sämtlichen Wanden haften bleiben, kann es durchaus einmal passieren, dass wir den Abgrund hinunter fahren und dabei sterben. Nicht selten kommt es also vor, dass wir diese Abschnitte wiederholen müssen. Die Checkpoints wurden aber im gesamten Abenteuer sehr Fair von den Entwicklern verteilt. Nach jeder Fahrsequenz geht es dann weiter mit immer gleichen Kletterpartien.

    Konflikte erfolgreich lösen

    Damnation Damnation In Damnation wird nicht nur unsere körperliche Kondition auf Tauglichkeit überprüft, sondern auch unsere Zielsicherheit. Nicht selten geraten wir auf unserem Weg nach Terra Verte und unserem persönlichen Rachefeldzug in eine Meute aufgebrachter Soldaten von PSI. Um diesen Herr zu werden verfügen wir auch über die benötigen Waffen. Neben diversen Variationen der Pistole, dem Maschinengewehr und der Schrotflinte, gibt es auch ein Scharfschützengewehr und Granatwerfer. Besonders herausragend ist das Arsenal jedoch nicht. Die Anzahl der tragbaren Waffen ist auf drei Stück beschränkt und diese sind jederzeit an unserem Körper sichtbar, wenn wir sie bei uns tragen. Die Idee hinter den Actionsequenzen ist gut durchdacht. Nach einer aufwändigen Bergsteigertour finden wir uns in der Regel jedes mal in einem zerbombten oder herunter gekommenen Gebiet wieder und treffen dort auf einen Trupp PSI-Soldaten. Sobald wir eine unsichtbare Linie überschreiten erscheinen die feindlichen Einheiten. Diese lehren uns das Fürchten oder versuchen es zumindest. Denn in den Actionsequenzen zeigt sich eine der größten Schwächen von Damnation. Die quasi nicht existente KI unserer Gegner. Sobald diese auf den Plan treten stehen sie an einer Stelle herum oder bewegen sich in einem bestimmten Radius hin und her. Wenn wir einen von ihnen abschießen, dann kommt zwar etwas Bewegung in die Meute, diese beschränkt sich jedoch auf wenige Aktionen. Entweder sie gehen in die Hocke oder laufen planlos umher um dann mitten auf der offenen Ebene eine perfekte Zielscheibe abzugeben.

    Damnation Damnation Aber damit nicht genug. Einige unserer Kontrahenten haben sich auch mehrmals zu spontanen Tanzeinlagen entschieden und begonnen im Kreis zu laufen. Viele verschiedenen Feinde haben wir ebenfalls nicht. Den Großteil des Spiels bekommen wir ausschließlich PSI-Soldaten zu sehen. Manchmal verirren sich auch von Drogen verseuchte Menschen auf die Schlachtfelder und attackieren uns. Die erwähnten Drogen befinden sich im Grundwasser, welches Prescott verseucht hat, um diese gefügig zu machen. Abgerundet wird das Aufgebot an feindlichen Einheiten durch große Steampunk-Roboter, welche mit Raketen auf uns schießen. Diese tauchen aber erst gegen Ende des Spiels auf. Um die Position unserer Feinde zu ermitteln verfügt Rourke außerdem über eine besondere Fähigkeit: die Seelenvision. Wenn wir diese einsetzen haben wir kurzzeitig so etwas wie eine Wärmeansicht auf dem Bildschirm. Unsere Verbündeten werden blau hervorgehoben, während die feindlichen Einheiten gelblich eingefärbt werden. Wer ein gutes Kurzzeitgedächtnis besitzt merkt sich also einfach die Positionen der PSI-Soldaten und kann diese durch wenige Schüsse eliminieren. Wenn einer unserer Mitstreiter in die Knie geht können wir sie mittels Seelenvision wieder heilen.

    Damnation Damnation Fernab der Einzelspielerkampagne hat Damnation auch einen Mehrspielermodus zu bieten. Wir können die Kampagne wahlweise über eine Konsole oder dem Online-Service mit einem weiteren Spieler erleben oder aber gegeneinander antreten. Neben dem Koop-Modus können wir auch in den klassischen Mehrspielermodi mit bis zu acht Spielern gegeneinander antreten. Blue Omega setzt hier auf bewährtes und bietet uns bekannte Modi zur Auswahl. Neben (Team)Deathmatch gibt es noch Kampf um die Flagge und König des Hügels. Auch im Mehrspielermodus sind dabei Klettereinlagen zentraler Bestandteil des Gameplays. Die grundsätzliche Spielgeschwindigkeit von Damnation sorgt aber dafür, dass der Spielspaß eher auf der Strecke bleibt, da die Partien sehr träge ablaufen. Viel mehr als ein netter Bonus ist der Mehrspielermodus zwar nicht, dafür ist er bei Weitem nicht so fehlerbehaftet wie der Einzelspielermodus. Im Gegensatz dazu sind die Ladezeiten sehr lang ausgefallen.

  • Damnation
    Damnation
    Publisher
    Codemasters
    Release
    22.05.2009
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Damnation
Damnation im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Damnation-Spiel-20739/Tests/Damnation-im-Gamezone-Test-992233/
08.06.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/05/_RELEASE-DamnGame_2008-09-23_10-42-03-18_120531145953.jpg
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