Dance Paradise im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Das Tanzspiel für Anfänger und musikbegeisterte Solisten. In geselligen Runden gibt es aber ein paar Probleme zu vermelden.

Wer gerne vor dem TV sein Tanzbein schwingt oder eine musikalische Party feiern möchte, kommt um Kinect wohl kaum mehr herum. Mit dem bisher besten Spiel für Microsofts Sensor-Bar Dance Central aus dem Hause Harmonix kann man sich schon Tage und Wochen beschäftigen, mit Dance Evolution und Zumba Fitness bekommt man darüber hinaus weiteres Futter spendiert. Zum Start von Kinect, uns leider aber erst seit ein paar Tagen vorliegend, erschien darüber hinaus Mindscapes Dance Paradise. Ein farbenfrohes, kunterbuntes Treiben, aber ein vor allem für Anfänger sehr spaßiges Musikspiel.

Hitverdächtig ist die Songliste

Dance Paradise Dance Paradise Das Tanzspiel Dance Paradies mag nun nicht wie im Namen suggerierend das Paradies auf Erden darstellen, ein Blick auf die Rückseite der Verpackung offenbart aber eine unglaublich abwechslungsreiche und durchaus gelungene Songliste. Insgesamt befinden sich 40, dank der Partnerschaft mit Universal Musik absolut bekannte und internationale Hits auf der Scheibe, die sich wirklich hören lassen. Das Spektrum reicht von Hip Hop über Pop-Rock und R&B natürlich bis hin zu Dance und bietet uns Stars wie David Guetta mit seinem Welthit When the Loves takes over, Lady Gaga mit Bad Romance oder Hits aus den 90igern wie MC Hammers Can't Touch This. Mit dabei aber auch Rihanna, Mika, Atomic Kitten, 50 Cent, Geri Halliwell und Gwen Stefani. Ihr Hollaback Girl ist mittlerweile auf vielen Spielen z. B. Lumines anzutreffen, doch tanzen lässt sich dieser Titel ebenfalls ganz gut!

Dance Paradise Dance Paradise Wer mehr erfahren möchte, sollte einen Blick auf die Liste werfen und sich selbst ein Bild von der unterhaltsamen Auswahl machen. Ist natürlich wie immer reine Geschmackssache und wer auf Heavy Metal steht, wird bis auf vielleicht Dance Dance der Fall Out Boys wohl kaum etwas vorfinden. Grundsätzlich eignen sich aber alle Songs prima zum Tanzen, selbst solch alte Klassiker wie Relax von Frankie Goes To Hollywood, welcher in einer flotten Variante auf die Disc gepresst wurde. Umsäumt von saftigen Palmen an einem himmlischen Sandstrand flimmert dank der Sonne die Hitze, auf der Tanzfläche aber steppt der Bär und im Hintergrund wird stets das passende Musikvideo zum Song angezeigt. Keine schlechte Idee, denn so hat man neben dem putzigen Avatar, einigen Zuschauern und der Spielfläche noch einen zusätzlichen Hingucker geschaffen. Wer möchte, kann sich seinen eigenen Musiksender schaffen und eine Auswahl an Musikvideos in einem speziellen Modus ablaufen lassen, ohne selber spielen zu müssen - tolles Feature einer Jukebox, welches man in so manch anderen Musikspielen schmerzlich vermisst.

Einfacher Einstieg

Dance Paradise Dance Paradise Das grundsätzliche Spielprinzip ist äußerst einfach und ähnelt dem von Dance Central. Diverse Tanzfiguren, meist aus den Musikvideos entnommen und im Spiel direkt umgesetzt, gilt es vor der Kamera nachzuahmen. Ein Strichmännchen zeigt euch, was zu tun ist und Kinect wieder wertet aus. Recht positiv für Anfänger zu vermelden, dass man nicht derart akkurat jede Bewegung mit den Armen oder Beinen tatsächlich ausführen muss und nur gewisse Gesten stimmig sein müssen. Es gibt daher auch kein Feetback, ob die Beinhaltung falsch ist der man den Körper etwas bewegen sollte, sondern schlicht nach einer Weite ein "Missed" oder bei Gelingen vielleicht sogar ein "Perfect". Dance Dance Revolution Spieler werden sich an eine solche Wertung erinnern, auch an die Tatsache, dass Bewegungen durch einen Highway verdeutlicht werden. Denn die Strichmännchen sind auf vier Spuren verteilt, so dass man zusätzlich noch nach rechts oder links ausweichen muss und somit etwas mehr Spielraum für Dance Paradise benötigt. Insgesamt fällt der Titel durchaus recht einfach aus, weil man ein wenig schummeln und somit das Spielprinzip über den Haufen werfen kann - doch wer Spaß haben will, wird sicherlich auch bemüht die einzelnen Tanzschritte einstudieren.

Dance Paradise Dance Paradise Trotz drei Schwierigkeitsgraden bleibt der Titel recht intuitiv und macht, zumindest im Solomodus richtig viel Spaß. Kinect hat auch nur selten Aussetzer und erkennt eure Bewegungen recht genau. Es reihen sich richtig gespielte Figuren aneinander, man baut eine Combo auf und sammelt Sterne für eine Art Overdrive, welcher per Sprung ausgelöst wird und deutlich mehr Punkte verspricht. Leider gibt es keine Onlinelisten mit Highscores und somit bleibt der Vergleich mit den Freunden auf das lokale Spiel beschränkt. Dort findet man aber immerhin auch einen Karrieremodus, der zumindest kurzweilig unterhalten kann. Eine vorab arrangierte Auswahl an Songs muss bewältigt werden, wobei unterschiedliche Vorgaben zu erfüllen sind. Mal müsst ihr den Song nur überstehen, spricht dürft mit der Lebensenergie nicht auf Null fallen, oder müsst einfach eine bestimmte Anzahl an Multiplikatoren einsammeln.

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