Akzeptabler Versuch von Sony im zweiten Anlauf ins Rennen zu kommen. Nicht ganz geglückt, aber auch nicht gestolpert!
Vor fast genau einem Jahr wagte Sony sich schon aufs Parkett und obwohl wir Singstar Dance recht wohlgesonnen waren, galt dies eher der guten Songliste und dem Karaoke-Part. Auf dem gebohnerten Boden aber kamen sie gegenüber der Konkurrenz ein wenig ins schlittern und kassierten keine Höchstmarken. Während die Mikros seinerzeit noch eine hohe Messlatte ansetzten, geraten diese nun in DanceStar Party ins Abseits und werden fast gänzlich durch Move ersetzt. Mit dem Gesang im Hintergrund und dem schwingenden Tanzbein als Hauptargument, wagt man eine Neuausrichtung, welche den verpatzen und verpassten Start ins Genre ausbügeln könnte. Doch findet Sony den tatsächlich sicheren Halt?
DanceStar Party könnte auf der Playstation 3 dem Phänomen seines Artgenossen Singstar nacheifern und ebenso erfolgreich den Haushalt aufmischen. Sony mit der passenden Unterstützung der eigenen Musikindustrie und den großartigen Verbindungen zu den Plattenfirmen dank ihrer erfolgreichen Umsetzung des Karaoke-Spaß, hat zumindest sämtliche Trümpfe in der Hand. Als einziges Tanzspiel liefert DanceStar Party neben toller Musik, die wieder glasklar und ordentlich dröhnend aus den Boxen schallt, offiziellen Musikvideos gleich mit dazu, welche zwar nirgends in einer Video-Jukebox betrachtet werden können, aber während eurer Performance stets im Hintergrund ablaufen. Ein erster Blick auf die Videos und die Choreographien, welche uns die Tänzer im Vordergrund abverlangen, zeig sofort Parallelen auf. Sicherlich werden die meisten sich an die sieben Moves erinnern, welche der Sommerhit Macarena seinerzeit unter das tanzende Volk brachte. Eben diese werden von uns z. B. dargeboten, damit es ordentlich Punkte hagelt!
So kommt es nicht von ungefähr, dass sämtliche Choreographien an ihren Originalen angelehnt wurden und uns ein recht anspruchsvolles Spektrum an Tanzschritten, Moves und Figuren offeriert. Gespielt wird DanceStar Party natürlich vor der PS3-Kamera mit einem leuchtenden Move-Controller in der Hand, damit der Titel eure Bewegungen auch nachvollziehen kann. Was die Tänzer vorgeben, wird schlussendlich möglichst haargenau und zeitlich kritisch nachgespielt, wobei man recht schnell feststellen wird, dass es sehr zum Vorteil ist, wenn man den Song und seine Schritte ein wenig im Hinterkopf hat und voraus ahnt, was als nächstes kommt. Sony versucht ähnlich der Konkurrenz mit kleinen Piktogrammen auf den bevorstehenden Schrittwechsel vorzubereiten, kann aber keinesfalls mit der grandiosen Einbindung solcher Karten aus Dance Central mithalten. Darüber hinaus ist ein für Musikspiele stets tödlicher Audio- und Videolag je nach TV-Gerät spürbar. An unserem Testgerät erhielten wir z. B. deutlich bessere Wertungen, wenn die Bewegungen einen Tick zu früh ausgeführt wurden. Leider bietet Sony keinerlei Möglichkeit derartige Probleme per Optionen auszugleichen.
