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  • Dancing Stage Universe im Gamezone-Test

    Zum ersten Mal dürfen Tanzbären die Pfeile in HD genießen, viel hat sich aber seit dem letzten Xbox Ableger nicht getan.

    Nach langem warten startet Konami auch in Europa mit der altgediegenen "Dancing Stage" Serie in das neue HD-Zeitalter. Seit der ersten Playstation begleiten uns Bemani Spiele auf Schritt und Tritt und brachten faule Zocker ordentlich zum schwitzen, sofern diese sich aufs Parkett wagten. Mit frischem Wind zumindest in der Vermarktung - Dancing Stage wird nun als Workout und Fitnesstrainer an den Mann, respektive die Frau gebracht - versucht man neue Käuferschichten anzulocken. Immerhin steht Fitness-Aerobic-Weltmeisterin Ines Vogel Pate und sieht in "Dancing Stage" den richtigen Schritt zur Fitness, der zudem auch noch irrsinnig viel Spaß machen soll. Ob die neueste Auflage tatsächlich an vergangene Erfolge anknüpfen kann, oder ob wir abermals Mängel zu beklagen haben, erfahrt ihr in unserem Bericht.

    Dancing Stage Universe Dancing Stage Universe Spielerisch hat sich nach wie vor nichts getan. Auch in der neuen Konsolengeneration werden schnelle Reflexe, Rhythmusgefühl und gutes Timing gefordert, was alles wiederum mit pulsierender Musik zu kombiniert ist. Auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen müsst ihr entweder auf einem Controller oder besser noch auf der beiliegenden Tanzmatte verschiedene Choreographien nachspielen. Sowohl Anfänger als auch die Profis werden zufrieden gestellt - vom ganz leicht bis zu knüppelhart, Konami hat sämtliche Schwierigkeitsstufen bedacht. Zumindest prinzipiell! Denn schnell stellt sich heraus, das der Schwierigkeitsgrad doch unangenehm hoch ausfallen kann! Das Prinzip von Dancing Stage ist relativ einfach und wurde ohne Änderungen übernommen: Sobald die von unten nach oben scrollenden Pfeile die angezeigte Schrittzone durchschreiten, müsst ihr die entsprechende Richtungstaste auf dem Controller oder der Tanzmatte betätigen. Durch Treffer wird die Tanzanzeige aufgeladen, welche wie eine Lebensenergie fungiert. Fehler reduzieren die Anzeige und fällt diese auf Null, ist das Spiel und der Song vorzeitig vorbei.

    Altbekannte und neue Schwächen

    Dancing Stage Universe Dancing Stage Universe Ihr werdet für das Timing eurer Schritte bewertet: Trefft ihr die Tasten genau im richtigen Moment, erhaltet ihr ein "Perfect". Solltet ihr einen Pfeil verpassen, erscheint unter lautem Getöse und erniedrigenden Rufen ein "Boo". Natürlich gibt es auch diverse Zwischenwertungen, die alles noch etwas differenzieren. Wer nur mit "Perfects" und "Goods" spielt, baut nebenbei eine Combo auf. Neben dem Können zeigt diese Combo letztendlich Auswirkung auf die Endwertung. Dort wird euch explizit aufgelistet, wie viele Pfeile ihr gut oder schlecht erwischt und welche Wertung ihr dafür bekommen habt. Auch wenn es mittlerweile sehr mühselig geworden ist, doch einen Vergleich mit den Ablegern auf der Playstation 2 müssen wir auch heute noch durchführen. Mit neuem Flagschiff und damit deutlich verbesserter Hardware sollten die Kinderkrankheiten der alten Xbox Ableger endgültig passe sein. Aber leider hat Konami auch auf der Xbox 360 den Roten Faden nicht gefunden. Das Timing ist nach wie vor recht schwammig, was wiederum mit einem sehr hohen Zeitfenster auskuriert wurde. Profis werden aber sehr schnell den Unterschied feststellen und lieber wieder die Münzen in die seltenen "Dancing Stage" Arcade-Automaten versenken oder die betagte Playstation 2 anwerfen.

    Dancing Stage Universe Dancing Stage Universe Neulinge werden dagegen die Problematiken nicht sofort erkennen. Es klappt einfach nicht immer wie gewollt und man verspielt quasi den Sieg, doch der Fehler wird natürlich erst bei sich selber gesucht! Kann ich das Spiel nicht? Bin ich nicht fit genug für das Schweißprogramm? Doch oftmals liegt es auch am Timing, welches mittlerweile zwar auf jeden Song einigermaßen gleich angepasst wurde, aber nicht perfekt ist. Auch das Thema HD-TV spielt eine große Rolle. Heutige moderne Flachbild-Geräte verursachen recht gerne eine Bildverzögerung. In "Dancing Stage" kommt es aber extrem auf die Reaktionszeiten des Spielers an, der wiederum viel zu spät die Anzeigen auf dem Bildschirm wahrnehmen kann und dadurch Fehler macht. Daher müsst ihr sehr mühselig in den Optionen die richtige Einstellung finden, um das Timing auf den entsprechenden TV perfekt anzupassen. Dies hält Konami nach wie vor wie bei den PS2 Ablegern, eine manuelle und auf Tasteneingaben basierende Kalibrierung a la "Guitar Hero" wäre deutlich besser gewesen.

    Was wird heute getanzt?

    Dancing Stage Universe Dancing Stage Universe Fitness und Workout - das ist das neue Aushängeschild für "Dancing Stage Universe", zumindest möchte uns dies die Packung weiß machen. Und tatsächlich - so war es aber auch bei den Vorgängern - wird der Tanz auf dem Wohnzimmerparkett recht schnell Schweißperlen auf die Stirn treiben. Dafür sorgt nicht nur ein recht hoher, aber durchaus einstellbarer Schwierigkeitsgrad, sondern vor allem temporeiche Dance- und Techno-Stampfer. Passend dazu hat Konami den altgediegenen "Workout Modus" wieder implementiert. Zwar purzeln die Kalorien in allen anderen Spielmodi genauso, der Workout bietet aber eine optische Visualisierung des Fortschrittes des Kalorienabbaus. Denn das möchte man erreichen: Abnehmen soll Spaß machen - und das tut es mit "Dancing Stage Universe" durchaus. Nur sollte man keinen Fitness-Trainer a la "EyeToy Kinetic" oder gar ein Komplettprogramm aus dem Fitness-Center erwarten. Ihr schwingt nur das Tanzbein, trainiert dadurch die Waden und kommt deshalb auch ordentlich ins Schwitzen.

    Dancing Stage Universe Dancing Stage Universe Auch an der variantenreichen Auswahl an Spielmodi hat sich seit dem letzten Xbox Ableger aus dem Jahre 2006 nicht viel getan. Profis sowie tüchtige Rekordjäger werden sich sofort auf den klassischen "Game Mode" stürzen. Wahlweise dürft ihr das Tanzbein auf einer Matte oder gar über zwei hinweg schwingen, bzw. Freunde hinzuholen. Gespielt werden frei nach Schnauze alle bis dato zur Verfügung stehenden Songs. Dies gilt sowohl für die Wahl des Titels, als auch dem Schwierigkeitsgrad und den gesonderten Einstellungen (Modifier). Aber auch Neulinge sollten die Matte nicht scheuen und wer dennoch einen Tanzlehrer benötigt, bekommt einen ausführlichen Trainingsmodus geboten. Dieser bringt euch recht verständlich einfache Schritte bei und begleitet euch sogar bin in die Profiregionen hinein. Selbst knifflige Schritttechniken wie so genannte Crossover werden erläutert, was sehr löblich ist. So könnt ihr euch prima die harte Beinarbeit vorbereiten. Bastlernaturen bearbeiten darüber hinaus die Schrittmuster im "Bearbeitungsmodus" und kreieren neue Choreographien. Zum Schluss bleibt der schweißtreibende Wettkampf über das Xbox Live Netzwerk. In zahlreichen Duellen erkämpft man sich einen Platz in der Weltrangliste und findet zusätzliche Songs, die für ein wenig Kleingeld auf die Festplatte wandern.

    Dancing Stage Universe Dancing Stage Universe Doch kein Spiel landet im Laufwerk einer Xbox 360, ohne letztendlich auch 1000 Gamerscore Punkte verschenken zu wollen. Gerade kurzweilige Spiele profitieren von den Achievements. Geschickt eingesetzt und gut verteilt können diese den Spieler weit über das eigentliche Maß hinaus fesseln. Bei "Dancing Stage Universe" hat Konami aber ein eher unglückliches Händchen bewiesen und die Erfolge ärgerlich sinnlos verteilt. Die schnellen Punkte kassieren Jäger durch das absolvieren aller Songs, die weiteren hat man für die Freischaltung aller versteckter Songs im "Quest Mode" und für das Meistern aller "Challenges" hergenommen - man hat sich also nichts wirklich tolles einfallen lassen. Beide Modi dürften aus den Vorgängern bekannt sein. Schon damals konnten diese nicht wirklich überzeugen und wurden wohl nur von Freaks genutzt. Der "Quest Mode" nervt mit endlos vielen Events und nervigen Schwächen (endloses Spiel, wenn man die B-Taste verpasst, Events werden relativ schnell schwer, viel zu langatmig und eintönig), während der "Challenge Mode" sogar fast jeden Profi von der Matte fegen wird. Was hier an Ziele abverlangt wird, ist schon nach den wenigen erfolgreich absolvierten Events jenseits von Gut und Böse und für den normalen Nutzer der Software nicht mehr machbar. So wird man die Masse sicherlich nie erreichen - doch auch ein Nischenprodukt für Freaks hat schließlich seine Daseinsberechtigung.

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Dancing Stage Universe
Dancing Stage Universe im Gamezone-Test
Zum ersten Mal dürfen Tanzbären die Pfeile in HD genießen, viel hat sich aber seit dem letzten Xbox Ableger nicht getan.
http://www.gamezone.de/Dancing-Stage-Universe-Spiel-20777/Tests/Dancing-Stage-Universe-im-Gamezone-Test-991674/
29.02.2008
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