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  • Dark Castle: Niemals vergessen, niemals vergeben ! - Leser-Test von Gonzo09

    Dark Castle: Niemals vergessen, niemals vergeben ! - Leser-Test von Gonzo09 Nur wenige unglückliche Seelen kennen diese "Perle" der MD-Frühzeit, aber wer einmal mit diesem Stück, das direkt aus dem Herzen des absolut bösen geschnitten scheint, in Berührung kam, kann es nicht mehr vergessen. Ich persönlich halte es für ein Kultobjekt das zur Ehre eines Lovecraft-artigen Netherlords aus unausprechlichen Tiefen unter dem Meer geschaffen wurde und der Anblick dieses Spiels allein treibt den unbedarften Beobachter in den dunkelsten Wahnsinn.

    Warum mir dieses Elend trozdem in den Modulschacht fiel, lag an der traurigen Adventuresituation zu den Anfangstagen des MD und der Tatsache, dass das Vorführgerät bei Karstadt kaputt war. Kaum gestartet, sieht man das Sega und EA-Logo. Diesen Anblick sollte man sich auch mit Genuß gönnen, denn es ist die beste Grafik die man in diesem Spiel bekommen wird. Das Titelbild scheint von einem Praktikanten mit Paint in der Mittagspause geschaffen worden zu sein, aber immerhin gibt es keine nennenswerten Optionen, wegen der man zu einem längerer Aufenthalt genötigt sein würde. Problematisch ist nur dass nach dem Druck auf Start das Ganze erst so richtig schlecht wird:

    Prinzipiell gibt es eine Story: einsamer Held geht in ein großes, mit Fallen gespicktes Schloss um irgendetwas (ließ sich im "Intro" beim besten Willen nicht erkennen) zu retten oder zu töten. Jeder Raum des Schlosses ist ein Screen, gescrollt wird Gott sei Dank nicht, denn wie das bei der Qualität der restlichen Grafik ausgesehen hätte, will man sich gar nicht vorstellen. Noch ein Wort zum Frabenfrohsinn des ganzen: hier werden weniger Farben im ganzen Spiel benutzt, als ein NES insgesamt zur Verfügung hat. Und sie sehen auch fast so "schön" aus.

    In jeden Screen gibt es einen oder mehr Ausgänge, die man in schlechtester Jump'n'Run-Manier erreichen muss. Es gibt ein paar Extras, von denen eins unnützer ist als das andere (bessere Waffe, die nicht besser ist; Speedtrank, der kaum schneller macht und ähnlicher Müll). Diese zu ergattern ist aber nicht leicht, denn die häßlichen Pixeansammlungen die ich aufgrund ihrer Agilität Gegner und nicht einfach Fallen nennen möchte, bewegen sich mit weit höherer Geschwindigkeit als unser Protagonist. Dieser macht bei seinen Bewegungen ein wenig den Eindruck, als hätte man ihm in beide Knie geschossen.

    So stirbt man den oft an der furchtbaren Steuerung, den fixen und unfairen Gegnern (Ratten, Gespenster und undefinierbares Kroppzeugs), einem Ruckeln in der zwei-Phasen-Animation oder einem anderen, ähnlich motivierendem Grund. Es gibt keine Karte, kein Ziel, keine Story, keinen Halt außer der vagen Ahnung, das irgendwo etwas befreit oder getötet werden will.

    Wem das alles noch nicht reicht wirklich noch weitrespielen möchte, für den hat EA noch ein besonderes Schmankerl bereit: Die Soundkulisse. Ja es gibt Musik. Ja, wenn man in die Hölle kommt, wird diese dort gespielt. Nein, in diesen irdischen Gefilden ist sie nicht hörbar, mehr eine zufällige Ansammlung wirrer Tonfolgen. Die Soundeffekte waren allerdings das einzige, was mich zumindest kurzfristig unterhalten hat. Es rülpst, es knazzrt, es quackt und es klappert. Das kling alles sehr trashig und witzig, hat aber natürlich nichts mit den Aktionen zu tun, die sie eigentlich untermalen sollen.

    Es ist erstaunlich, dass damals nicht ein zorniger die Räume der noch jungen Firma EA stürmte, um einem ordentlichen Exorzismus an den Programmieren durchzuführen. Vielleicht musste diese noch junge Firma aber auch einen Deal mit einem Dämonen eingehen: "Ihr veröffenlicht das böseste, schrecklichste und sinnloseste Spiel aller Zeiten, und dafür werde ich euch zur größten Spieleschmiede aller Zeiten machen!". Vielleicht ist es zu spät EA dafür zu boykottieren...

    Negative Aspekte:
    Alles. Punkt. Es gibt nichts Gutes an diesem Spiel. Ehrlich.

    Positive Aspekte:
    Wenn man das gespielt hat, dann schockt einen nicht mehr viel!

    Infos zur Spielzeit:
    Gonzo09 hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Dark Castle

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Gonzo09
    0.7
    Multiplayer
    -
    Grafik
    1/10
    Steuerung
    0/10
    Sound
    1/10
    Gameplay
    1/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Dark Castle
    Dark Castle
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Electronic Arts
    Release
    1987

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1003720
Dark Castle
Dark Castle: Niemals vergessen, niemals vergeben ! - Leser-Test von Gonzo09
http://www.gamezone.de/Dark-Castle-Classic-20812/Lesertests/Dark-Castle-Niemals-vergessen-niemals-vergeben-Leser-Test-von-Gonzo09-1003720/
01.03.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2001/10/Dark_Castle__gS_.jpg
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