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  • Dark Legends: Banditenprügler - Leser-Test von sinfortuna

    Dark Legends: Banditenprügler - Leser-Test von sinfortuna Wir schreiben das Jahr 1996: für eine mittlerweile beunruhigend lange Zeit erschien für den Sega Saturn kein herausragend gutes Spiel mehr. Es wurde langsam aber sicher Zeit, dass sich dies ändert, wollte man nicht den Anschluss an die sich auf dem Vormarsch befindliche Sony Playstation verlieren. Viel Masse und wenig Klasse: so oder so ähnlich sah es bislang aus, betrachtete man sich das Sortiment an erschienenen Games, wobei uns zudem eine Genrevielfalt nicht gerade geboten wurde. Renn-, Prügel- und Ballerspiele en masse, aber ansonsten sah es eher mau aus. Änderte sich dies durch "Dark Legends" zumindest ein bisschen? Leider nein. Denn erstens handelt es sich hierbei um ein weiteres Beat'em-Up und zweitens haben wir es in spieltechnischer Hinsicht - speziell in punkto Präsentation - nur mit einem mäßigen Game zu tun. Das ist grundsätzlich schade, denn an der Spielbarkeit gibt es wahrlich nichts auszusetzen und das für Prügeltitel doch (für damals) eher ungewöhnliche Hintergrundszenario - wir befinden uns offensichtlich im mittelalterlichen China - machen eigentlich Lust auf mehr, Zweispielermodus inklusive, versteht sich. Doch letztlich haben wir es mit einem Game zu tun, welches sich (nur) im leicht gehobenen Mittelfeld ansiedeln kann.

    Malerische Landschaften und antike Tempel sorgen grundsätzlich für eine fast schon idyllische Atmosphäre, ginge es nicht vornehmlich um das brutale Ausknocken des jeweiligen Gegenübers. Ebenso machen die teils melancholisch bzw. verträumten als auch generell die typisch fernöstlichen Klänge ordentlich Laune, der erste Eindruck ist jedenfalls nicht schlecht. Dies ändert sich jedoch leider ziemlich schnell, wird man sich dessen gewahr, dass wir es bei den Hintergründen mit starren 2D-Optiken zu tun haben, soll heißen, dass weder Scrollings, noch Animationen als auch sonstige Spezialeffekte zu bewundern sind, welche dem Ambiente etwas Leben einhauchen würden. Dass sich die starren Optiken im Hintergrund negativ auf die Spielatmosphäre auswirken, diese zumindest in nicht geringem Maße drücken, dürfte nachvollziehbar sein. So nett die Kämpfer zudem in ihren eng an die chinesische Historie angelehnten Kleidern auch aussehen und somit authentisch rüberkommen, so enttäuscht die Tatsache, dass es mit der Kampfgeschwindigkeit nicht sonderlich weit her ist. Erschreckend träge gestalten sich die Attacken sowohl am Boden als auch die Sprünge in der Luft, die möglichen Ausweichmanöver lassen ebenfalls darauf schließen, dass Wendigkeit hier bei "Dark Legends" wahrlich nicht Trumpf ist.

    Willkommen heißen wir hingegen das knallbunte Design, die individuellen Kostüme der Figuren, die unzweifelhaft auf Liebe zum Detail schließen lassen, die leichte Spielbarkeit und das angenehm (vergleichsweise) große Schlagrepertoire, auf das wir zurückgreifen dürfen. Ein schneller Einstieg ist auf alle Fälle gewährleistet, da die grundlegenden Moves in kürzester Zeit in Fleisch und Blut übergehen, Selbiges gilt für die Spezialattacken wie Drachenattacke, Feuerball, Flammen- oder Eissäule, Elektroblitz, die eine Verwandtschaft zum berühmten Street Fighter unweigerlich erkennen lassen. Hier bei "Dark Legends" wird allerdings zudem mit Säbel, Speer, Dolch, Stab und weiteren Instrumenten gekämpft, nicht zu vergessen die auf den Elementarkräften basierenden Zaubersprüche, insbesondere die Magie bildet - neben den Martial Arts Künsten, versteht sich - den Schwerpunkt in diesem 2D-Prügler. Die Story kann traditionsgemäß vernachlässigt werden, in diesem Fall sind es elf Banditen, welche in einem Turnier ausmachen möchten, wer der König des Prügelns ist. Natürlich unterscheiden sich Muskelprotz, Zauberer, Speerkämpfer und Ninja-Braut deutlich in ihren individuellen Stärken und Schwächen voneinander. Allen Protagonisten ist gemeinsam, dass sie über ein umfangreiches Repertoire an Moves verfügen, die so schnell nicht Langeweile aufkommen lassen, das ist sehr wichtig. Die Kämpfe gestalten sich in der Tat vollkommen unterschiedlich, je nachdem, mit welcher Figur man sich ins Turnier stürzt, ist eine entsprechend variierende Vorgehensweise erforderlich. Prügelfreaks spielen das Turnier ohnehin mit sämtlichen Figuren durch, schätze ich. Insbesondere durch die zahlreichen Specials ist eine taktische Note unverkennbar und das ist auch gut so. Die Steuerung an sich lässt praktisch keine Wünsche offen, die Kamera sowieso nicht (da im unspektakulären aber dafür übersichtlichen 2D), hier gibt es überhaupt nichts zu beanstanden.

  • Dark Legends
    Dark Legends
    Publisher
    Data East
    Release
    1996
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Dark Legends
Dark Legends: Banditenprügler - Leser-Test von sinfortuna
http://www.gamezone.de/Dark-Legends-Classic-20831/Lesertests/Dark-Legends-Banditenpruegler-Leser-Test-von-sinfortuna-1006075/
17.06.2007
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