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  • Dark Stone: Diablo in 3D? - Leser-Test von Ceilan

    Dark Stone: Diablo in 3D? - Leser-Test von Ceilan Dicke Luft im Fantasyland Uma. Schon vor tausend Jahren gab es die ersten Probleme und die netten, naturverbundenen Druiden mussten gegen die Truppen einer dunklen Macht kämpfen. Doch die gute Göttin Kalibar konnte das Ganze zum Glück nicht mehr mitansehen und sie schenkte den tapferen menschlichen Kämpfern ein mächtiges Artefakt, die so genannte „Spärenkugel der Zeit“ (auch Time Orb genannt). Mithilfe dieser magischen Waffe konnten die Druiden den Kampf für sich entscheiden und wie es sich gehört wurde das Artefakt anschließend zerstört damit es nie wieder in die falschen Hände geraten konnte. Zumindest theoretisch. Praktisch sieht die Sache aber ganz anders aus. Wobei das gar nicht so übel ist, denn tausend Jahre später sind die wiedervereinten sieben Teile der Zauberkugel die einzige Möglichkeit einen neuen, bösartigen Feind zu besiegen.
    Denn ein größenwahnsinniger Mönch namens Drakil hat die nette Göttin Kalibar zum Kampf herausgefordert und obwohl diese schließlich gerade noch gewinnt hat sie doch etwas verloren. Nämlich eine Hand. Das ist gar nicht schön, denn mithilfe dieser mächtigen Flosse kann der böse Drakil einen uralten Drachenfriedhof erreichen um dort mit der Magie eines mächtigen Drachen zu verschmelzen. Der ehemalige Mönch heißt jetzt Drakk und er kann sich selbst in einen Drachen verwenden. Der Fiesling will mal kurz die Menschheit vernichten und das ist natürlich keine gute Idee. Das Land braucht deshalb dringend ein paar Helden und damit beginnt das Spiel.

    Darkstone wurde wie so viele andere Action-Rollenspiele vom Megaklassiker Diablo inspiriert und das wird nicht nur beim eigentlichen Spielprinzip deutlich (viele Mausklicks, mit denen man noch viel mehr Monster vernichtet). Selbst kleine Details scheinen übernommen werden zu sein. Ein gutes Beispiel ist die Farbe der Heil- bzw. Mana-Tränke, wobei die irgendwie in jedem Rollenspiel rot und blau sind ;)
    Trotz allem hat das Spiel aber auch ein paar interessante eigene Ideen zu bieten und am auffälligsten ist wohl die Tatsache, dass man nicht nur einen sondern gleich zwei Helden gleichzeitig steuern kann. Der eine wird jeweils vom Spieler und der andere vom Computer kontrolliert (und man kann jederzeit von einem zum anderen wechseln). Fantasytypisch hat man darüber hinaus mehrere Charakterklassen zur Verfügung und wie nicht anders zu erwarten hat jede Kombination ihre Vor- und Nachteile. Bei jeder „Berufsgruppe“ gibt es außerdem jeweils eine männliche und eine weibliche Variante. Der Krieger und die Amazone sind die körperlichen stärksten und robustesten Helden. Räuber und Diebin sind geschickt wie Katzen und sie können zum Beispiel Fallen entschärfen. Der Zauberer und die Hexe sind natürlich die Magieexperten des Spiels und sie sind demzufolge besonders intelligent. Der Mönch und die Priesterin kombinieren Fähigkeiten der Kämpfer mit denen der Magier und sie haben die höchsten Werte im Bereich „Lebenskraft“.
    Eine gute Kombination ist die Verbindung von Kämpfer und Dieb, aber die Spieler können sich auch zwei völlig andere Charaktere aussuchen. Anders als in komplexen Rollenspielen werden keine Werte ausgewürfelt oder ähnliche Einstellungen vorgenommen. Man wählt einfach den gewünschten Helden aus, gibt ihm einen mehr oder weniger passenden Namen und damit ist die ganze Sache gegessen.
    Die beiden ausgewählten Charaktere müssen nun zahlreiche Dungeons und Außenlevels durchqueren um am Ende den garstigen Drakk zu vernichten. Die sieben Quests rund um die Teile der Sphärenkugel bilden dabei das Grundgerüst und als Ergänzung gibt es eben noch viele Nebenaufgaben und neue Gebiete zu entdecken. Interessanterweise ist das Spiel nie gleich aufgebaut und vor dem Start werden die Aufgaben per Zufallsgenerator ausgewählt. Das bedeutet dass man beim zweiten Durchgang wahrscheinlich völlig andere Hauptquests zu sehen bekommt als beim ersten Anlauf.
    Die Steuerung ist praktisch genauso unkompliziert wie in anderen Spielen dieser Art. Mit der linken bzw. der rechten Maustaste werden Zielorte festgelegt oder Feinde anvisiert und man kann mit Nebencharakteren reden. Mithilfe der Maus können auch die einzelnen Menüpunkte ausgewählt werden und man kann zusätzliche Hotkeys auf der Tastatur festlegen um bestimmte Funktionen mit einem einzigen Tastendruck auszulösen. Mit den Pfeiltasten kann man heranzoomen und die Kameraperspektive verändern.
    Wie gewohnt kann man auch in Darkstone von Zeit zu Zeit Siedlungen betreten, in denen unter anderem ein Schmied mit den dazugehörigen Waffen und Rüstungen auf potenzielle Kunden wartet. Die Waffen können außerdem verbessert oder sogar verzaubert werden und die Helden können magische Ringe kaufen um ihre Charakterwerte oder Resistenzen zu erhöhen. Wie in Diablo kann man magische Portale nutzen um in Sekundenbruchteilen in sichere Gebiete zu gelangen. In einem speziellen Buch werden alle Gespräche aufgezeichnet, so dass man auch später noch weiß von welchem NPC man einen bestimmten Auftrag erhalten hat. Die Liste ist aber leider ziemlich ungeordnet und man muss vor allem gegen Ende des Spiels öfter länger als gewünscht suchen um die richtige Stelle zu finden.
    Ein paar Probleme gibt es auch im Bereich der künstlichen Intelligenz. Der jeweils andere Charakter verhält sich manchmal nicht unbedingt so wie man es gerne hätte und in brenzligen Situationen segnet der computergesteuerte Held so zu oft das Zeitliche. Aber dafür klappt das Zusammenspiel sonst recht gut und es hätte wirklich schlimmer kommen können.
    Was positiv auffällt ist die Gegnervielfalt, denn in den einzelnen Ländern und Gebieten findet man sehr viele unterschiedliche Monstertypen, die vor allem auch jeweils passende Verhaltensweisen an den Tag legen. Das Angriffsverhalten orientiert sich interessanterweise nicht ausschließlich an der Art des Monsters sondern auch an der jeweiligen Situation. Große Gegner sind so zum Beispiel in weiträumigen Außenlevels wesentlich gefährlicher als in Dungeons, weil sie dort möglicherweise in den engen Gängen stecken bleiben, so dass die Helden ohne Probleme angreifen können. Auch was das Äußere betrifft gibt es zahlreiche Unterschiede und man bekommt so beispielsweise riesige Eidechsen, Skelette, Orks, Geister und Skorpione zu sehen. Manche Feinde (wie etwa die Schlangen) werden durch ihre besonderen Fähigkeiten noch gefährlicher, weil sie die mutigen Kämpfer vergiften können.
    Das Spiel ist nicht linear aufgebaut und wenn man möchte können die Helden schon am Anfang Gebiete erforschen, die eigentlich erst später auftauchen würden. Wobei die Gegner dann meistens sowieso noch zu stark sind. So kann man aber immerhin manche Gebiete auslassen um später noch einmal zurückzukommen (wenn die Helden stärker geworden sind usw.). Manchmal muss man sogar in bereits erforschte Gebiete zurückkehren um bestimmte Aufgaben zu lösen. In Darkstone geht es erfreulicherweise nicht nur um das Vernichten der zahllosen Monster, denn die Entwickler haben auch ein paar abwechslungsreiche Rätsel eingebaut. Die Puzzles sind eigentlich immer fair (sprich logisch aufgebaut), so dass niemand daran verzweifeln muss.

  • Dark Stone
    Dark Stone
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Developer
    Delphine Software
    Release
    07.03.2001
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995714
Dark Stone
Dark Stone: Diablo in 3D? - Leser-Test von Ceilan
http://www.gamezone.de/Dark-Stone-Spiel-20868/Lesertests/Dark-Stone-Diablo-in-3D-Leser-Test-von-Ceilan-995714/
01.05.2002
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/06/darkstone_1_.jpg
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