Darksiders 2 im Test: Grafik, Technik, Fazit

Test Sandro Odak

Sie sind wieder unterwegs: Die apokalyptischen Reiter werden in Darksiders 2 wieder mal auf massenweise Monster, Dungeons und riesengroße Bosse losgelassen. Wir haben eine Vorabversion getestet und verraten euch drei Tage vor dem Release des Spiels, was Darksiders 2 kann!

Grafik, Technik, Fazit

Grafisch reißt sich Darksiders 2 sicherlich kein Bein aus. Bei der Engine handelt es sich um dieselbe wie beim Vorgänger, sie wurde lediglich aufgehübscht und poliert. Im Vergleich zu Konkurrenztiteln kann Vigil Games Action-Schnitzerei daher keine Grafikpreise abräumen. Auflösung, Polygondichte und Umgebungsdetails sind einfach nicht so hoch, wie man es vielleicht gewöhnt sein mag. All das kompensiert Darksiders 2 durch seinen coolen Comic-Stil. Mal von einigen Pop-Ups in der offenen Welt abgesehen, transportiert das Game trotz kleiner Nachteile nämlich viel Atmosphäre und lässt uns immer wieder mal die Luft anhalten – eben wenn man wieder riesige Bossgegner zu Gesicht bekommt oder einfach ein traumhaft schönes neues Areal findet, das gerade im Orange des Sonnenuntergangs versinkt – ach wie schön, wären da nicht viele Monster. Vigil Games geht auch sehr viel freier und kreativer mit Umgebungen um, weil wir nun mehrere Fantasy-Welten bereisen – die Erde ist zerstört und somit auch die kreativen Fesseln, die die Macher auf unsere Welt festnagelten.

Darksiders 2 im Gamezone-Test: Das Must-Have-Actionspiel 2012! (7) Quelle: Videogameszone Darksiders 2 im Gamezone-Test: Das Must-Have-Actionspiel 2012! (7) Der Rabe Dust, der uns auf Knopfdruck den Weg weist, ist leider immer noch ein nerviger Kamerad. Er schwirrt immer auf der Minimap herum und verwirrt einen gerne mal. Ärgerlich, weil man so nie weiß wo es nun wirklich lang geht. Besser wäre es, der dumme Vogel würde nur losfliegen, wenn man gerade wirklich Hilfe benötigt, anstatt immer um uns rum zu kreisen und einen manches Mal in die falsche Richtung zu locken.

Außerdem stören uns Ladezeiten an den Übergängen der offenen Welt zu den Dungeons, in denen die richtige Action stattfindet. Bei jedem Übergang bleibt die Konsole einfach stehen, man denkt immer, das Spiel hätte sich aufgehängt. Wenigstens haben die Entwickler nun in unserer finalen Version eine kleine Ladeanzeige untergebracht, damit man Freeze von Ladevorgang unterscheiden kann… Die negativen Kritikpunkte sind aber eigentlich marginal. Die Grafikqualität könnte höher sein, aber das stört beim Spielen eher nicht. Denn die Umgebungen sind trotzdem eine Augenweide. Wenn unser Charakter Tod mal wieder gegen einen Hochhaus-großen Boss antritt, ist das Action und Adrenalin pur, die Comic-Grafik bringt das perfekt rüber. Die Kämpfe fühlen sich gut an, die Moves sind flüssig animiert und das Kombosystem gepaart mit den magischen Fähigkeiten unterteilt in zwei Talentbäume birgt richtig viel Abwechslung im Kampf. Die ist auch bitter nötig, denn riesige Gegner verlangen oft nach mehr als nur stumpfem Gekloppe und etwas Taktik. Dann gilt oft: Hitzkopf abkühlen, die Moves des Feindes analysieren und dann handeln!

Der Spielumfang ist darüber hinaus über jede Kritik erhaben. Mit seinen vielen Welten und Aufträgen beschäftigt Darksiders 2 einen gerne mal 20 Stunden, mit Sidequests werden daraus auch schon mal 30. Darksiders 2 wird damit trotz technisch nicht wirklich ausgereifter Grafik zum Must-Have-Action-Adventure 2012!

Meinung

Wertung zu Darksiders 2 (X360)

Wertung:

8.9 /10
Pro & Contra
mit 20 bis 30 Stunden Spielzeit sehr umfangreichneues RPG-System: Gegner droppen items und Waffen, Tod als Charakter wird damit veränderbar und es gibt zwei Talentbäume, in denen man sich weiterentwickeltextrem coole Bossfights mit riesigen Gegnernneue Moves und Kampfstileoffene Welt zwischen den Dungeonstoller Comic-Stil
grafisch im Vergleich zur Konkurrenz keiner großen Erwähnung wertSteuerung in Jump'n'Run-Einlagen hat gerne mal MackenDust, Vogel der uns den Weg weist, nervt einfach nur
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  2. Seite 2 Darksiders 2 im Test: Kämpfe, Jump'n'Run und Steuerung
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