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  • Darksiders: Apokalyptisches Endzeitspektakel - Leser-Test von alpha_omega

    Das Genre der Hack n Slays sollte zu Beginn des Jahres eine wahrhafte Renaissance erleben. Denn mit solch Titeln wie Bayonetta, Danteś Inferno und natürlich dem heiß erwarteten dritten Feldzug von Kratos in God of War III, sollten Fans von Metzelspektakeln genügend Stoff bekommen, die kalten Wintermonate mit schweißtreibenden Kämpfen und dem einen oder anderen Rätsel zu überbrücken. Ein Titel, der wie eben genannte Titel sich viel lieber als Action-Adventure verschrieben hatte und eigentlich von kaum einen richtig auf der Rechnung stand, war der von THQ veröffentlichte Titel Darksiders - Wrath of War, welcher im Januar zuerst für die HD-Konsolen Xbox360 und Playstation 3 sowie im September als Hellbook Edition für den PC erschien. Warum Darksiders sich zu einem absoluten Überraschungshit mauserte sowie meinen persönlich Eindruck, verrät euch nun folgender Artikel, der sich mit der PS3-Umsetzung befasst.

    Darksiders lässt uns in die Rolle von einem der vier apokalyptischen Reiter schlüpfen, der auf den Namen Krieg hört. Kurz nach dem auf der Erde eine Schlacht zwischen Himmel und Hölle ausbricht, wird Krieg vom hohen Rat dafür verantwortlich gemacht und all seiner Kräfte beraubt. Doch ist sich der Reiter keinerlei Schuld bewusst und wittert Verrat und eine Verschwörung, die er unter dem Einsatz seines Lebens aufdecken will. Der Rat stimmt dem Angebot zu, doch wird Krieg ohne seinen ursprünglichen Kräfte zu Beginn seines Abenteuers geschickt. Damit Krieg nicht auf dumme Gedanken kommt, in Form eines Einzelgangs oder einer Flucht, stellt ihm der Rat einen Beobachter an die Seite, der ihm stets folgt und gegebenenfalls mit Tipps auf süffisante Art und Weiße weiter hilft. In typischer 3rd Person Ansicht gilt es nun mit unseren Anti-Helden zahlreiche Orte der völlig zerstörten Erde zu besuchen, an denen er sowohl auf viele Feinde, als auch auf einige Verbündete trifft, für die er hin und wieder kleine Gefallen erledigen muss. Darunter befinden sich auch zahlreiche Dämonen wie Samael, für den wir gleich vier grauenhafte Kreaturen müssen, oder dem Händler Vulgrim, der uns im Austausch von Seelen mit zahlreichen Upgrades von Waffen, Artefakten oder zusätzlichen Fähigkeiten wie Comboś versorgt.

    Wie ihr anhand der Einleitung erkennen könnt, schaut Darksiders auf den ersten Blick wie ein weiterer Klon von God of War oder meinetwegen auch Devil May Cry aus. Dafür sprechen die typischen Merkmale wie das Erhalten von Seelen, die uns mit Gesundheit, Magie und eben jene Erfahrungspunkte bescheren, mit denen wir dann unseren Inventar aufrüsten können. Als Waffen dienen uns zum einen der Chaosfresser, eine mächtige Klinge, mit denen Krieg alles in Stücke schneidet, was seinen Weg kreuzt. Wer dagegen sich lieber wie Gevatter Tod mit der Sense metzeln möchte, kann dies gegen eine geringe Gebühr, die er bei Vulgrim zu berappen hat, bedenkenlos tun. Die dritte Handwaffe ist ein Hammer, der wie bei God of War diverse Dinge zerstören kann, die ansonsten unzerbrechlich sind. Des weiteren kann sich unser Held in eine Chaosfigur verwandeln (der Chaosmodus von GoW lässt grüßen), die rein optisch wie ein feuriger Drache auf zwei Beinen ausschaut und nahezu alles platt macht, was ihr in den Weg kommt. Als ich Darksiders die ersten zwei bis drei Stunden im Laufwerk meiner Playstation 3 zappeln ließ, wurde ich irgendwie den Eindruck nicht los, dass es sich, wie bereits erwähnt, wirklich um nicht viel mehr als einen durchschnittliche Kopie von God of War handelte, die zudem noch mit einer sehr trägen Storyeinleitung und einer nicht ganz so grandiosen Inszenierung auf mich wirkte.

    Doch spätestens nach dem Erhalt des ersten der insgesamt sechs verschiedenen Zusatzartefakte und Gegenstände merkte ich, dass Darksiders durchaus viel mehr Eigenpotential besaß, als ich erst anfangs vermuten ließ. So erhält man im Verlaufe des Spiels unter anderen einen Wurfstern, der nicht nur zur Schädlingsbekämpfung dient, sprich die zahlreichen Kreaturen beschäftigt, sondern der auch die Fähigkeit besitzt, Energie und Feuer weiterzuleiten, was speziell beim Lösen zahlreicher Rätsel immer wieder benötigt wird. Ebenso verhält es sich mit den zahlreichen anderen Zusatzfähigkeiten, mit denen wir unter anderem die Zeit verlangsamen, durch Portale springen können oder auch mit einem Widerhaken an der Decke baumeln. Was besonders positiv auffällt, ist die Tatsache, dass all die zusätzlichen Fähigkeiten auch bei den Endbossen und zahlreichen Zwischengegner stets eingesetzt werden müssen. So knacken wir mit dem Widerhaken zum Beispiel die Panzerung von Spinnen oder zünden explosiven Sprengstoff an einer riesigen Fledermaus mit dem Wurfstern.

    Generell ist die Qualität und auch die Quantität der Zwischen- und Endgegner für ein Spiel dieses Genres beachtlich hoch, da fallen die zahlreichen "üblichen Störenfriede", die unsere Wege kreuzen fast schon kaum auf. Doch bieten sie stets den gelungenen Ausgleich zwischen den wirklich gut durchdachten und teilweise knackigen Rätseln, bei denen wir natürlich auch mittels Sprung- und Kletterpassagen sowie dem Aktivieren zahlreicher Schalter an unser Ziel zu gelangen. Ebenso motiviert die gigantisch große Karte, die wir während unserer Reise entdecken, immer wieder dazu, bereits vereinzelte Gebiete erneut zu besuchen, um möglichst viele versteckte Truhen zu öffnen, in denen sich weitere Bonusgegenstände befinden, die sowohl für unser Waffen-Setup als auch für unseren Gesundheitszustand sehr wichtig sein können. Um die bereits erforschten Gebiete schneller zu erreichen, gewährt uns Händler Vulgrim den Sprung durch sogenannte Schlangenlöcher. Doch spätestens nach dem Erhalt von Ruin, unserem treuen Pferd, welches wir nach einer gigantischen Schlacht in einer Arena von einem fremden Reiter zurückerobern, möchte man eh viel lieber die weiten Wege nochmals bestreiten, da die zahlreichen Locations wie zum Beispiel paradiesische Gärten, zahlreiche finstere Dungeons oder auch eine gigantisch große Sandwüste inklusive dem dazugehörigen Sturm, mit der Möglichkeit neuer Fähigkeiten nochmals zu besuchen und zu durch schreiten.

    Doch auch unabhängig davon wie intensiv man sich mit der Suche weiterer Artefakte beschäftigt, bietet der Storymodus von Darksiders mindestens 18 bis 20 Stunden Spielzeit (im normalen Schwierigkeitsgrad), was für ein Spiel dieses Genres in heutiger Zeit schon beachtlich viel ist. Leider fällt dafür das Bonusmaterial nicht ganz so üppig aus, wie beispielsweise bei einem God of War und auch das Ende fand ich persönlich ein wenig enttäuschend. Dafür wird man allerdings speziell in den Dungeons prächtig unterhalten, besonders die Szene als man mit dem Waffenschmied Ulthan auf Engelsjagd geht, möchte ich in diesem Zusammenhang unbedingt erwähnt haben. In punkto Gameplay wird somit ziemlich alles ausgereizt, was das Genre zu bieten hat und trotz der vielen Waffen, Artefakte, und Zusatzfähigkeiten wurde die Steuerung insgesamt recht ordentlich und gut einzuprägen auf den Controller gepresst. Lediglich leichte Kameraschwächen offenbart die Bedienung, die speziell beim Reiten von Pferd Ruin besonders auffällig sind.

    Einem wirklich sehr abwechslungsreichen und durch die vielen Rätsel und Endbosskämpfe sehr motivierenden Gameplay, steht eine nicht ganz perfekte, wenn aber in jedem Falle solide Präsentation gegenüber. Die Story braucht wie gesagt zu lange, bis sie Fahrt aufnimmt und in Sachen Inszenierung zieht Darksiders zu Konkurrenztiteln wie God of War oder auch Danteś Inferno eindeutig den Kürzeren. Innovationen gibt es dennoch, denn die komplette Spielgrafik sowie sämtliche Rendersequenzen erscheinen in einem leicht angehauchten Comiclook, der allerdings nicht jeden Geschmack treffen dürfte. Zudem offenbart die Grafik immer wieder kleine technische Mängel. Kleine Ruckeleinlagen, die wie bereits erwähnt sich auch auf die Kameraführung auswirken, sowie gelegentlich auftretendes Tearing. Beim Sound überzeugen in erster Linie die guten deutschen Synchronsprecher, die ihren Job bis auf ganz wenige Aufgaben wirklich recht gut machen. Vor allem Kriegs Sprachvertonung ist aller ehrenwert und verleiht ihm das passenden Charakterbild, welches so ein Spiel nun einmal braucht. Ein wenig enttäuscht war ich hingegen von der musikalischen Begleitung, die zwar wie üblich für das Genre zumeist mit orchestralen Klängen in Erscheinung tritt, allerdings zu wenig Emotionen zulässt in Bezug auf die speziellen Situationen.

    Fazit. Ich muss zugeben, noch nie hat mich ein Spiel, welches mich in den ersten beiden Stunden noch dermaßen gelangweilt hat, dann doch noch so ergriffen wie Darksiders - Wrath of War. Dies lag weniger an einer atemberaubenden Inszenierung und auch nicht an einer super spannenden Story, sondern vielmehr an einem unglaublich gut ausgeklügelten Gameplay, welches sich durch die vielen Waffen, Artefakten sowie den aktiven und passiven Fähigkeiten unseres Helden, förmlich entfaltet und die ganze herrliche Vielfalt eines klassischen Action-Adventures offenbart. Wäre der Einstieg nicht allzu zäh und der letzte Gegner noch ein wenig spektakulärer ausgefallen, so hätte wohl selbst Kriegsgott Kratos um seinen Thron als Gott der Action-Adventures zitter müssen, denn vor allem in Sachen Rätselkost und Zwischengegnern steht der apokalyptische Reiter Krieg seinem Pendant in nichts nach. Doch dafür schwächelt Darksiders zu sehr bei der Performance, die trotz des interessanten Comiclooks und dem unverbrauchten Szenario einfach nicht spektakulär genug ausfällt. Doch trotz der lediglich soliden Präsentation haben wir es hier mit einem absoluten Spitzentitel zu tun, den sich weder Fans von gepflegten HacknSlays als auch Anhänger von Action-Adventures einfach nicht entgehen lassen sollten.

    Negative Aspekte:
    Lediglich solide Präsentation, leichte Kameraschwächen, Story kommt erst spät in die Gänge, leichte Grafikpatzer (Tearing, Ruckler), zu konservativer Soundtrack, kaum Bonusmaterial

    Positive Aspekte:
    Die vielen aktiven und passiven Fähigkeiten sowie deren gezieltes Verwenden bei Rätseln und den Endbossen, ordentliche Spielzeit (ca.18-20 Std.), hervorragendes Leveldesign, gute deutsche Synchronsprecher, abwechslungsreiche Schauplätze

    Infos zur Spielzeit:
    alpha_omega hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Darksiders

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: alpha_omega
    8.4
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Darksiders
    Darksiders
    Publisher
    THQ
    Developer
    Vigil Games
    Release
    05.01.2010

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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1010431
Darksiders
Darksiders: Apokalyptisches Endzeitspektakel - Leser-Test von alpha_omega
http://www.gamezone.de/Darksiders-Spiel-20857/Lesertests/Darksiders-Apokalyptisches-Endzeitspektakel-Leser-Test-von-alpha-omega-1010431/
27.10.2010
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2010/01/DarksidersScreens__10__120614110100.jpg
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