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  • Darwinia: Vektorwelten, Pixel Armeen und Strichmännchen - Leser-Test von Shikamaru

    Darwinia: Vektorwelten, Pixel Armeen und Strichmännchen - Leser-Test von Shikamaru Quelle: Introversion Darwinia ist der neueste Streich von Introversion Software. Introversion ist für einige wenige schon durch das Spiel Uplink bekannt, ein Hacker-Game mit einer Story und einem coolem Interface statt langweiligem Tippen.
    Jedoch hat dieser Titel nichts mit Darwina gemein, der wohl kaum in deutschen Läden zu finden ist, aber immerhin auf der offiziellen Seite: http://www.darwinia.co.uk/

    Trip in den 80ies Cyberspace

    Erinnert sich jemand an Tron? Der definitive Computer-Geek Klassiker von Disney über die befremdliche Welt innerhalb des Computers hat einiges gemein mit Darwinia, jedoch nicht 100-prozentig. Eher könnte man sagen, das Spiel stellt optisch die Anfangszeiten des Computerspielens dar.
    Die Story ist genauso eigenartig wie belanglos (und hauptsächlich in der Anleitung zu finden): Dr. Sepulveda hat bei seiner Forschung mit künstlicher Intelligenz eine Art virtuellen Vergnügungspark geschaffen, der zumindest zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich aus fraktalen Landschaften besteht. Auf jeden Fall hat er auch Bewohner für diesen Ort geschaffen, die Darwinians, zweidimensionale Strichmännchen, die aber immerhin eine eigene DNS und eine Seele besitzen, inkl Himmelfahrt falls der Tod eintritt.
    Wie sollte es jedoch anders sein, wird Dr. Sepulveda System von Viren angegriffen, die sich daran machen, die Darwinians zu töten. Und wir sollen für den Herrn Doktor aufräumen:

    Nach einem Zufallsgesteuertem Intro, das lustige Anspielungen an alte Spiele und Heimcomputer bietet, folgt ein Blick auf die Karte mit coolen Lichteffekten, die die Welt der Darwinians zeigt und einen "Blick ins Universum" bietet. Dann folgt das eigentliche Spiel und die eigentliche Grafik des Spiels:
    Diese scheint in seiner Gesamtheit eine Hommage an die Videospiele der Vergangenheit zu sein: Während Licht- und Schaffeneffekte noch das modernste am Spiel zu sein scheint, sind die Steuerbaren Einheiten (absichtlich) grobe, etwas verpixelte Formen, und die Viren und Darwinians sind einfache zweidimensionale Grafiken, die sich auf den fraktalen, an Vektorgrafik erinnernden Spielwelten bewegen. Aber auch wenn es jetzt so klingt, schlecht sieht das nicht aus, im Gegenteil: Mehr noch als Spiele wie XIII oder Tron 2.0 wahrt das Spiel einen einzigartigen grafischen Stil, der fast schon etwas Künstlerisches hat. Worte können das nicht beschreiben, selbst Screenshots bringen die Grafik nicht rüber. Man muss das Spiel in Bewegung sehen.

    Krieg der Pixel

    Das Gameplay bietet dieselbe schlichte Eleganz der Grafik, und das Spiel nur Strategie zu nennen, wäre ungerecht: Am Anfang des Spiels erschafft man erstmal ähnlich wie bei Black & White mit einer Mausbewegung im "Taskmanager" eine Squad Einheit, die für die Zerstörung der Viren sorgt. Dabei werden diese mit der Maus per Point & Click bewegt, wie bei Strategie Spielen, geschossen wird jedoch selbst. Wer mit Rechtsklick schiesst und gleichzeitig links klickt, kann im Verlauf des Spiels eine Granate werfen, eine Rakete abschiessen oder sogar einen verheerenden Luftangriff herbeirufen.
    Auch wichtig sind die Enginners: Sie aktivieren Funkstationen, die zur Übertragung der Squad-Einheiten von Insel zu Insel dienen, entschlüsseln Programme, die Upgrades wie mehr Programmspeicher (= mehr Truppen und Engineers), mehr Einheiten oder bessere Waffen sorgen. Abgesehen davon sammeln sie auch die Seelen toter Viren ein, und "konvertieren" sie zu Darwinians, die man mit Hilfe eines Anführers in sichere Zonen bringt.
    Die Gegner entwickeln sich dabei auch weiter: Erst sind die Viren einfache Streifen in der Landschaft, später jedoch stellen sich diese in Form von Tausendfüßlern, Spinnen und Kraken da, die oft sogar "Eier" für neue Viren legen.
    So wird das Spiel vom anfangs unterhaltsamen Strategiespiel mit Arcade-Einschlag zu einer Aneinanderreihung hektischer Massenschlachten, in der man gleichzeitig Viren bekämpfen und die fast Lemming-artigen Darwinians in Sicherheit bringen muss.
    Leider aber fangen die Ballerorgien und die hübsche, doch eintönige Grafik an etwas eintönig zu werden, und man würde gerne mehr ausgefallene Features und völlig andere Spielwelten sehen.

    Fazit:

    Für jeden, der wenigstens mal Pac-Man oder ein C64 Spiel gespielt hat, ist schon allein der Stil des Spiels eine Erfüllung. Das simple, doch herausfordernde Gameplay irgendwo zwischen Strategie und Arcade helfen dem Titel dabei, zu einem der wahren Innovationen dieses Jahres zu werden. Für die einen ist das Spiel seltsamer Quatsch, andere wieder finden in dem Titel optisch und spielerisch eine Offenbarung. Das Anspielen der Demo (die nur wenig Platz auf der Festplatte benötigt), wird daher dringenst empfohlen.

    Negative Aspekte:
    Gewöhnungsbedürftig, manchmal etwas eintönig

    Positive Aspekte:
    Fantastischer Stil, interessantes Gameplay

    Infos zur Spielzeit:
    Shikamaru hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Darwinia
    Darwinia
    Publisher
    Introversion Software, Ltd.
    Developer
    Introversion Software, Ltd.
    Release
    15.12.2005

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Darwinia
Darwinia: Vektorwelten, Pixel Armeen und Strichmännchen - Leser-Test von Shikamaru
http://www.gamezone.de/Darwinia-Spiel-20884/Lesertests/Darwinia-Vektorwelten-Pixel-Armeen-und-Strichmaennchen-Leser-Test-von-Shikamaru-1002427/
20.06.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/03/PCA0306_Darwinia_2.jpg
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