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  • Day of the Tentacle: Back to the Mansion! - Leser-Test von Andy1977

    Day of the Tentacle: Back to the Mansion! - Leser-Test von Andy1977 Quelle: PCGames Wenn man ein Spiel spielt, möchte man es spielen oder durchspielen? Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich ein Spiel durchspielen möchte, damit ich alles gesehen habe. Spiele, die ich einfach nur spielen möchte und von denen ich mir wünsche, sie würden nie aufhören, sind sehr rar gesät. Day of the Tentacle ist solch ein Spiel.

    1993 gehörte noch zu den Jahren, wo man von einem LucasArts-Adventure wusste: Das ist ein Spielspaß-Garant. In dieser Zeit erbarmte sich LucasArts und kündigte den Nachfolger von Maniac Mansion an, einem der wichtigsten Adventures aller Zeiten. Da in diesem Klassiker die Tentakel Purple Tentacle und Green Tentacle eine untergeordnete Rolle spielten, sich bei den Fans aber größter Beliebtheit erfreuten, war Day of the Tentacle geboren.
    Die Story kurz gefaßt: Wieder spielt alles im Haus der Edisons. Diesmal will Purple Tentacle die Weltherrschaft. Allerdings wird er nicht wie Dr. Fred Edison im ersten Teil von einem Meteoriten beeinflußt, sondern ihm sind zwei Arme gewachsen. Schuld daran ist Dr. Fred: Hätte er die Kläranlage rechtzeitig angeschaltet, hätte Purple Tentacle nicht am merkwürdig grün leuchtenden Abwasserfluß getrunken und dann wären auch nicht seine Arme gewachsen. Sie haben richtig gelesen: Purple hat Arme bekommen, dadurch ist auch sein Selbstbewußtsein gewachsen und nun sieht er sich dazu berufen, die Menschheit zu unterjochen. Dieser Story-Aufhänger zeigt schon, wie krank das Spiel teilweise ist.
    Zurück zur Story: Dr. Fred weiß Rat. Er bittet Bernard und seine beiden Freunde Laverne und Hoagie um Hilfe. Dank einer Zeitmaschine, praktischerweise aufgeteilt in drei Zeitkapseln, sollen die drei einen Tag in die Vergangenheit reisen, um dort die Kläranlage rechtzeitig zu aktivieren. Leider geht etwas schief: Dr. Fred hat ein wenig an den Bauteilen gespart, weshalb die Maschine mitten im Betrieb ausfällt. Hoagie landet 200 Jahre in der Vergangenheit, Laverne befindet sich 200 Jahre in der Zukunft und Bernard landet wieder in der Gegenwart. Hoagie lernt George Washingten kennen lernen, wie dieser im Hause der Edisons die Unabhängigkeitserklärung verfasst. Laverne muss sich hingegen mit der Vorherrschaft der Tentacle auseinandersetzen. Diese halten Menschen als Haustiere, wie Menschen normalerweise Hunde halten.
    Hoagie und Laverne brauchen Strom, um ihre Zeitkapsel wieder in Gang zu setzen. Nur leider gibt es 200 Jahre in der Vergangenheit bestimmt keine Steckdose und 200 Jahre in der Zukunft wird es schwer genug sein, die Zeitmaschine unentdeckt nutzen zu können, da Laverne als Mensch nicht einfach frei herum laufen kann. Und auch Bernard hat noch etwas vor: Er muss den Diamanten, der die Zeitmaschine in Gang setzt und beim ersten Betrieb auseinander gefallen ist (ein Plastikdiamant, kein Scherz...), ersetzen. Doch treiben Sie mal soviel Geld für solch einen Diamanten auf...
    Es gibt also viel zu tun und auch wenn es mir schmerzt, nicht mehr zu verraten: Es würde zu weit führen. Ich kann Ihnen nur versprechen, das die Geschichte aberwitzige Züge annimmt und in punkto Humor das Beste ist, was mir je untergekommen ist. Ich finde diesen sogar besser als bei den Monkey Island-Spielen.
    Kommen wir zu den Rätseln, damals noch ein Markenzeichen von LucasArts. Und hier enttäuscht man uns nicht: Die Rätsel sind durchweg logisch und dank der drei verschiedenen Zeitzonen und Charaktere, zwischen denen sie beliebig umschalten können, gibt es knackige Zeitreiserätsel zu lösen. Sie können auch Gegenstände untereinander austauschen, dank der Zeitmaschinen-Kapsel internen Toilette, die alle nicht lebenden Dinge zwischen den Kapseln austauschen läßt. Weiterhin leben die Rätsel von dem abartigen Humorstil des Spieles. Ich sage nur: Hamster in die Mikrowelle...
    Bei den anderen Reviews über das Spiel ist mir die schwache Grafik-Wertung aufgefallen. Bei mir fällt sie so hoch aus, weil ich (wie immer) das Alter des Spieles mit berücksichtige. Anno 1993 war die Grafik sehr gut. Zwar etwas grob pixelig, aber brillant animiert. Der Comic-Look funktioniert perfekt. Auch Musik und Sound-Effekte sind sehr gut gelungen, eine Talkie-Version mit durchgehender Sprachausgabe existiert ebenfalls. Die Sprachausgabe ist im englischen gut, im deutschen eher durchwachsen.
    Die Steuerung lebt vom gewohnten LucasArts SCUMM-System, welches in Day of the Tentacle zum letzten mal in der Traditionellen Art und Weise angewandt wurde. In der Befehls-Liste gibt es neun Befehle, welche Sie mit den Gegenständen auf dem Bildschirm kombinieren können (z.B. Öffne Tür, Ziehe Hebel, etc.) Weiterhin sind direkt neben der Befehls-Liste zwei Portraits derjenigen Charaktere abgebildet, die Sie in jenem Moment nicht steuern. Per Knopfdruck schalten Sie hin und her.
    Der Komfort geht sogar soweit, dass sie einfach Gegenstände mit den Charakter-Bildchen benutzen können, um diese auszutauschen. D.h. Sie müssen nicht jedesmal zur Zeitkapsel laufen.
    Einen Haken hat das grandiose Spiel doch und der Haken fällt bei kaum einen anderen Spiel schwerer: Es ist zu kurz. Ich habe das Spiel an einem Tag durch gespielt.
    Dieser 'Tag' hatte 13 Stunden (!).
    Jede Minute hat sich gelohnt.

    Ich habe das Spiel noch zweimal durchgespielt und es ist meiner Meinung nach das zweit beste Adventure aller Zeiten, nach Indiana Jones 4. Als letztes sei noch erwähnt, dass als Bonus Maniac Mansion als Spiel im Spiel enthalten ist und Im Zimmer von Sohnemann Ed in der Gegenwart gespielt werden kann.

    Negative Aspekte:
    Zu kurz, seufz!

    Positive Aspekte:
    Humor, Rätseldesign, Präsentation.

    Infos zur Spielzeit:
    Andy1977 hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Day of the Tentacle

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Andy1977
    8.8
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Day of the Tentacle
    Day of the Tentacle
    Publisher
    LucasArts
    Developer
    LucasArts
    Release
    1993

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995025
Day of the Tentacle
Day of the Tentacle: Back to the Mansion! - Leser-Test von Andy1977
http://www.gamezone.de/Day-of-the-Tentacle-Spiel-20959/Lesertests/Day-of-the-Tentacle-Back-to-the-Mansion-Leser-Test-von-Andy1977-995025/
10.01.2002
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