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  • Dead Man's Hand im Gamezone-Test

    Als Revolverheld auf Punktejagd!

    Kennt ihr diese Laser-Schießbuden, die es auf fast jedem Jahrmarkt zu finden gibt? Ich meine die mit dem Western-Thema, bei denen man sowieso grundsätzlich auf diesen komischen Geier schießt, weil der am lustigsten klingt. Ein ganz ähnliches Spielgefühl hat man bei "Dead Man's Hand", einem witzigen Fun-Shooter aus dem Hause Atari.

    Ihr schlüpft in die Rolle des Banditen El Tejón, einem Revolverheld, der ganz dreist und hinterrücks von seiner eigenen Bande verstoßen wurde. Und das nur, weil er es nicht besonders gut fand, wenn seine Kollegen bei ihren Raubzügen auch Frauen und Kinder kaltblütig ermordeten. Nachdem El Tejón gerade noch mal so mit dem Leben davon gekommen ist, schwört er natürlich Rache. Als Kopfgeldjäger will er sich jeden einzelnen der Banditen schnappen und natürlich in einem großen, abschießenden Duell seine offene Rechung mit Tennessee Vic, dem Anführer der gefürchteten "The Nine", endgültig begleichen.

    Soviel zur Story. Doch die spielt eigentlich keine große Rolle bei diesem Western-Shooter, denn wie bereits einleitend beschrieben, hat "Dead Man's Hand" eher den Flair einer Schießbude oder der Klassiker im Stil von "P.O.W." oder "Operation Thunderbolt". Ihr ballert was das Zeug hält auf zahllose Feinde, die auch immer schön brav hinter Fenstern, auf Dächern oder sonst wo auftauchen, um dann mit einem gezielten Revolverschuss erledigt zu werden. Dabei sind natürlich schnelle Reaktionen gefragt, aber auch ein zielsicheres Auge, denn die Umgebung spielt in den sehr linear gestalteten Levels eine große Rolle: So kann man einen Gegner natürlich einfach über den Haufen schießen, oder aber mit Köpfchen vorgehen und ein nahe liegendes Dynamitfass entzünden, wodurch das Dach auf dem der Bösewicht steht, in sich zusammenbricht. Auch können Felsen oder Baumstämme ins Rollen gebracht werden, um gleich mehrere Gegner auf einmal aus dem Weg zu räumen. Dafür gibt's dann auch einen dicken Bonus, welcher mit einem passenden Symbol angezeigt wird und am Ende der Runde massig Extrapunkte einbringt. Dieses Spiel führt nämlich den mittlerweile in Vergessenheit geratenen Highscore wieder ein, was wiederum für einiges an Langzeitmotivation sorgt. Extrapunkte gibt es zum Beispiel für das Zerstören von diversen Einrichtungsgegenständen, länger anhaltende Serienkills, Explosionskills oder auch wenn man den Schurken den Hut vom Kopf schießt. Aus diesem Grund sucht man immer fleißig die Umgebung nach Bonusmöglichkeiten ab und lässt sich für präzise Schüsse etwas mehr Zeit als normalerweise bei Fun-Shootern üblich. Die hat man auch, denn sämtliche Feinde sind nicht unbedingt mit besonders viel künstlicher Intelligenz gesegnet, was aber dem Schießbuden-Charakter des Spiels nur zuträglich ist. Lediglich die ehemaligen Banden-Anführer, welche gleichzeitig die Endgegner der Level darstellen, sind etwas schlauer ausgefallen und müssen meist mit einer passenden Taktik besiegt werden.

    Das Western-Flair kommt aber trotzdem nicht zu knapp und wird durch authentische Waffen und kurze Zwischen-Videos erzeugt. Besonders witzig fanden wir ein kleines Pokerspielchen, welches vor jedem Level eingeblendet wird: Wer hier ein gutes Blatt auf die Hand bekommt, wird mit zusätzlichen Boni ins Rennen geschickt und freut sich über Extramunition und zusätzliche Lebensenergie. Bei den drei verfügbaren Schwierigkeitsgraden sollte man übrigens nicht zu schnell mit "Easy" liebäugeln, sonst ist der Spaß recht schnell vorbei. Dead Man's Hand ist sehr flott durchgespielt und bietet danach höchstens noch die Möglichkeit die erspielten Highscores zu verbessern oder im Mehrspielermodus auf Banditenjagd zu gehen. Der folgt zwar gängigen Standards, nur leider hatten wir bei keinem unserer Versuche Erfolg mit dem Verbinden zu den spärlich vorhandenen Internetservern. Bei gerade Mal einer Handvoll Maps kann der Titel online nicht sonderlich überzeugen, wer auf richtige Multiplayer-Action steht, sollte dann doch lieber zu Unreal Tournament greifen.

    Obwohl es sich bei der verwendeten Grafikengine offensichtlich um die Unreal-Technologie handelt, macht der Titel in Sachen Grafik keine gute Figur. Man hat sich zwar viel Mühe mit einer realistischen Physikengine gegeben, dafür sehen aber viele Texturen zu matschig und die Gebäude einfach zu eckig aus. Ein paar mehr Details hätten es schon sein können und besonders die Gegner wären mit ein paar zusätzlichen Polygonen deutlich schöner ausgefallen. Dead Man's Hand ist also sicherlich kein Grafik-Protzer, bleibt dafür aber zumindest schön stabil und spielt sich aufgrund der Standard-Steuerung sehr ordentlich. Die Sounds, welche einem im Spiel geboten werden, sind zwar allesamt recht nett nur leider in Sachen Lautstärke etwas merkwürdig: Nicht selten hat man das Gefühl, das der gerade gehörte Feind direkt neben einem steht, obwohl er noch ein gutes Stück entfernt ist. Dies sorgt manchmal für ziemliche Verwirrung und kostet im schlimmsten Fall sogar unnötig Lebensenergie.

    Dead Man's Hand (PC)

    Singleplayer
    7,4 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    unterhaltsamer und unkomplizierter Fun-Shooter
    Wiederbelebung des Highscores
    ideal für zwischendurch
    sehr günstiger Preis
    inklusive Unreal Level-Editor
    durchschnittliche Grafik
    keinerlei Tiefgang oder Anspruch
    sehr schnell durchgespielt
    langweiliger Mehrspielermodus
  • Dead Man's Hand
    Dead Man's Hand
    Developer
    Human Head Studios
    Release
    25.03.2004
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989771
Dead Man's Hand
Dead Man's Hand im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Dead-Mans-Hand-Spiel-21007/Tests/Dead-Mans-Hand-im-Gamezone-Test-989771/
05.04.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/05/dead2.jpg
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