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  • Dead Reefs im Gamezone-Test

    Eine tolle Atmosphäre und eine spannende Geschichte treffen auf eine ungünstige Steuerung und schlampige Lokalisierung.

    Mit Dead Reefs präsentiert CDV in Deutschland ein 3D Adventure von DreamCatchers Adventurespezialist "The Adventure Company". DreamCatcher wiederum gehört ja zur JoWood Gruppe. Den weniger an Adventures interessierten Leser dürfte der Hersteller zumindest durch das Spiel "Sam & Max - Season 1" bekannt sein, mit dem der LucasArts Klassiker letztes Jahr im Sommer endlich sein inoffizielles Sequel bekam. Ob "The Adventure Company" mit Dead Reefs erneut ein großer Wurf gelungen ist, wird das folgende Review versuchen zu klären.

    Dead Reefs Dead Reefs Dead Reefs wird in einer optisch ansprechenden Verpackung geliefert und enthält neben der DVD in einem Jewel Case auch eine sechssprachige Anleitung, die jedoch sehr knapp ausgefallen ist. Das Spiel selbst ist sehr genügsam, was die Hardwareanforderungen angeht und funktioniert auf jedem Windows NT basierendem System (2000, XP, Vista) mit nur einem 1,2 GHz Prozessor und einer 64MB Grafikkarte. Dafür verschlingt die Installation üppige 3,5GB auf der Festplatte des Spielers.

    Nun - was genau haben wir dann hier aber auf unserem System installiert? Dead Reefs ist ein in einer dreidimensional gestalteten Landschaft spielendes Detektivadventure. Auf der englischen Insel "Dead Reefs" lebte einst eine Horde von berüchtigten Piraten, die der Überlieferung nach mit einem hinterlistig positionierten Leuchtfeuer ahnungslose Seeleute mit Ihren Schiffen auf das Riff der Insel lockten. Die Schiffbrüchigen wurden umgehend derer kostbarer Ladung entledigt und anschließend brutal ermordet.

    Auf einem der Schiffe befand sich ein Mönchsorden als Passagiere an Bord, die eine geheimnisvolle und wertvolle Reliquie mit sich transportierten. Die Seeräuber machten nicht einmal vor den Geistlichen halt und ermordeten diese ohne mit der Wimper zu zucken. Die von den Mönchen geheim und unter Verschluss gehaltene Reliquie wurde vom Piraten "Baron Kasbert Wyndham" entdeckt und geraubt.

    Dead Reefs Dead Reefs Wie das nun einmal so mit herrenlos oder in die Hände von Barbaren gefallenen geheimnisvollen Wertstücken so ist, entfaltete auch dieses sehr schnell seine schwarzen Kräfte um sich für die grauenvollen Morde an seinen rechtmäßigen Besitzern zu rächen. Nur kurze Zeit nach dem Raub starben mehrere Einwohner der Insel auf rätselhafte und damit unnatürliche Weise. Das erste Opfer dieser nun alle neun Jahre stattfindenden seltsamen Todesfälle ist die Frau des räuberischen Barons "Clarissa Wyndham". Kurioserweise wurde sie mit dem Schwert Ihres Ehemannes ins Jenseits befördert.

    Als nun 100 Jahre später - wir schreiben das Jahr 1729 - wieder einmal ein Mitglied des Wyndham Clans das Zeitliche segnen muss, nämlich der Sohn des Nachfahren des Barons - Patrick Wyndham, wird es den Bewohnern der Insel zu bunt und man beantragt beim König eine Untersuchung der Angelegenheit. Hier betreten wir nun mit Hilfe unseres Alter Egos "Amadeo Finvinerro", seines Zeichen brillanter Ermittlungsbeamter am königlichen Hofe, den Verlauf der Geschichte um vor Ort die Morde endlich aufzuklären bzw. für immer zu beenden.

    Dead Reefs Dead Reefs Den guten Amadeo steuert man vollständig mit Hilfe der Tastatur. Neben dem Tastaturkreuz bestehend aus W, A, S und D zur Fortbewegung benutzt man die Umschalttaste um den Detektiv schneller oder langsamer gehen zu lassen und die Cursortasten dienen als Aktionstasten. Die jeweils am aktuellen Standort möglichen Funktionen werden mit Hilfe von vier Piktogrammen am rechten unteren Bildschirmrand dargestellt. So kann man Personen ansprechen, Objekte begutachten, Handlungen ausführen und Gegenstände aufnehmen bzw. die im Inventar befindlichen Gegenstände verwenden bzw. untereinander kombinieren. Diese Steuerung ist anfangs sehr ungewohnt, verwenden doch heute die meisten Adventures die seit Jahren übliche "Point & Click" Steuerung. Nach einiger Spielzeit gewöhnt man sich aber an die mauslose Steuerung und hat den guten Amadeo ganz gut im Griff.

    Sehr praktisch ist auch das mit Hilfe der Taste Q erreichbare Notizbuch des Ermittlers. Hat man neue Erkenntnisse im Laufe des Spiels zu Tage befördert, werden diese automatisch im Notizbuch vermerkt, was dem Spieler mit Hilfe eines Soundeffekts auch verdeutlicht wird. Unterbricht man das Spiel z.B. für die Nachtruhe oder versucht man eines der schwereren Rätsel zu lösen, so lassen sich hiermit die Geschehnisse noch einmal nachlesen.

    Dead Reefs Dead Reefs Mit Hilfe der Taste X kann man zwischen der 1st und 3rd Person Perspektive umschalten. Normalerweise steuert man sein Alter Ego mit Hilfe der letzteren über die Insel, jedoch kann es manchmal praktisch sein, die Dinge direkt durch die Augen des Ermittlers zu sehen. Dabei markiert das Programm alle interessanten bzw. vom Spieler untersuchbaren Gegenstände mit einem "Augen-Piktogramm". Diese Hilfestellung sorgt dafür, dass man eigentlich keine Hinweise übersehen kann. Leider ist diese Perspektivenumschaltung auch noch für einen anderen Fall sehr praktisch: das Spiel wechselt sehr oft automatisch die Kameraeinstellung auf unseren Helden und dabei kommt es insbesondere an engen und unübersichtlichen Stellen auf der Insel vor, dass man eigentlich nichts mehr wirklich erkennen kann. Die häufigen Szenenwechsel fördern diese Orientierungslosigkeit noch zusätzlich, so dass man aufpassen muss, sich nicht zu verirren. Glücklicherweise erfordert das Spiel im Rahmen der Lösung vom Spieler keine Präzisionsarbeit, denn sonst hätte man wirklich ein Problem.

    Die Landschaft, durch die man Amadeo steuern muss, ist schön dreidimensional gestaltet. Auch wenn die Grafik nicht mit aktuellen oder kommenden Titeln, was die Details angeht, mithalten kann, so ist diese jedoch für ein Adventure mehr als ausreichend, denn schließlich lebt so ein Spiel ja hauptsächlich von der Geschichte, dem Setting und den Rätseln. Insgesamt vermittelt die Grafik jedoch ein schön schauriges, ja gerade zu düsteres Bild von dieser ehemaligen Pirateninsel im 18. Jahrhundert. Der vermeintliche Fluch, der "Dead Reefs" gefangen hält, spiegelt sich in den allmählich verfallenden Häusern, in den von den harten Zeiten gezeichneten Gesichtern der Inselbewohner und in dem verdächtig unheimlich wirkenden Nebel glaubwürdig wider.

    Dead Reefs Dead Reefs Die Grafik wird durch die Sprachausgabe der Charaktere und einer die düstere Stimmung gut unterstreichende Hintergrundmusik untermalt. Die Sprachausgabe wird auch immer als Untertitel angezeigt. Leider versteht sich das System nicht auf Umlaute und Sonderzeichen, die im Text dann einfach fehlen. Weiterhin sind manche Passagen nicht ins Deutsche übersetzt worden bzw. das geschriebene Wort weicht von der Sprachausgabe ab. Da die Sprecher, die zwar manchmal etwas amateurhaft wirken, gut auf die jeweiligen Charaktere passen, sind diese Patzer bei den Untertiteln eigentlich unverständlich.

    Abschließend noch ein Wort zu den Rätseln. Diese sind subjektiv als leicht bis mittelschwer einzustufen. Mit Hilfe des Notizbuches und der auf der Insel verteilten Hinweise findet man die Lösungen zwar nicht immer sehr schnell, aber dennoch immer ohne zu hohen Frustfaktor. Der Spielverlauf ist hier nicht zwingendermaßen linear, was aber zur Folge hat, dass man wie in früheren Zeiten lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig speichern sollte, falls man durch eine Fehlentscheidung das Ableben seines Alter Egos provozieren sollte.

    Dead Reefs (PC)

    Singleplayer
    7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    5/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Spielwelt vermittelt eine realistische und düstere Stimmung
    Notizbuch ist praktisch
    Rätsel sind alle gut lösbar
    Spannung vom Anfang bis zum Schluss
    Steuerung gewöhnungsbedürftig
    Probleme mit Umlauten und nicht bzw. falsch übersetzten Untertiteln
    auf der Verpackung angegebene Nichtlinearität könnte umfangreicher sein
  • Dead Reefs
    Dead Reefs
    Publisher
    cdv Software Entertainment AG (DE)
    Developer
    The Adventure Company
    Release
    27.06.2007

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991390
Dead Reefs
Dead Reefs im Gamezone-Test
Eine tolle Atmosphäre und eine spannende Geschichte treffen auf eine ungünstige Steuerung und schlampige Lokalisierung.
http://www.gamezone.de/Dead-Reefs-Spiel-21030/Tests/Dead-Reefs-im-Gamezone-Test-991390/
08.08.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/08/001_2_.jpg
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