Dead Space 3 [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Wirklich gemein ist, wenn man die Gamescom besucht um über die neusten Spiele berichtet, dann aber vor lauter Andrang und Hektik nur wenige Minuten bekommt um sich einem Titel widmen zu können. So geschehen bei unserem Termin für Dead Space 3, der schon alleine wegen seinen vielfältigen Möglichkeiten bezüglich der Waffenkonfigurationen mehr Zuwendung verdient hätte. Trotzdem nutzten wir die kurze Zeit die man uns gestattete und warfen uns in der speziell für die Messe erstellten Version von Dead Space 3 in den Kampf.
Zuerst mussten wir uns um unsere Waffe kümmern. Die nämlich muss man sich in Dead Space 3 komplett selbst zusammenstellen, anhand vieler Teile die man während des Spiels einsammelt. Um uns alle Möglichkeiten demonstrieren zu können, waren in der gezeigten Version aber schon alle freigeschaltet, so dass wir beliebig aus den Einzelteilen wählen konnten. Zunächst wählt man eine Chassis der Waffe, wobei es große und kleine gibt, was gleichzeitig darüber entscheidet ob man nur eine oder zwei davon gleichzeitig benutzen kann. Die Chassis wiederum besitzt ein Ober- und Unterteil, man baut sich also eine Hauptwaffe mit einer Zusatzfunktion im Unterlauf zusammen. Als Sekundärfunktion stehen zum Beispiel ein Flammenwerfer, ein Elektroschocker oder auch eine ganz normale Projektilwaffe zur Auswahl. Für beide Funktionen der Waffe können wir dann noch diverse Adapter anbringen, die verändern die jeweilige Grundfunktion. Damit lässt sich dann aus einem Sniper Gewehr eine Shotgun machen, und so weiter. Um die Sache vollends zu verkomplizieren, gibt es noch Attachments und Side-Attachments, womit dann aus normalen Geschossen Brandgeschosse werden, für schnelleres Nachladen gesorgt wird oder Isaac automatisch passende Munition aufsammeln kann. Klar, dass man auch diese Bauteile erst irgendwo im Spiel finden und einsammeln muss.
Nachdem wir unsere Wumme komplettiert hatten, durften wir sie in einem Demo-Raum ausprobieren. Dieser wurde allerdings speziell zur Demonstration erstellt und ist augenblicklich noch nicht im Spiel enthalten. Zumindest aber denken die Entwickler darüber nach sie vielleicht doch noch irgendwie ins Spiel zu integrieren, was aber noch nicht spruchreif ist.
Bei dem Level den wir dann mit unser speziell hergerichteten Waffe spielen konnten handelte es sich um denselben, der schon auf der Pressekonferenz gezeigt wurde, wo Isaac aus der Raumstation ins All gesogen wird. Nachdem wir die Schleuse per Telekinese öffneten, folgte die Sequenz in der wir den entgegenfliegenden Trümmern ausweichen mussten. Das hatte Gameplay-technisch fast etwas von Space Harrier. Am intakten Raumschiff angekommen schleusten wir uns ein und halfen einem Kollegen eine Kiste mit an Bord zu bringen. Um herauszufinden was sich darin befindet aber blieb keine Zeit, denn schon ein paar Gänge weiter griffen die Necros an und heizten uns kräftig ein. Nebenbei sammelten wir fleißig neue Teile für die Waffe ein und ehe wir uns versahen, mussten wir die Anspielstation auch schon wieder verlassen. Das somit recht kurze Intermezzo hinterließ trotzdem bleibenden Eindruck, Dead Space 3 dürfte kein Spiel sein welches einem viel Zeit zum Atem holen lässt. Die vielen Optionen beim Waffenbau sind definitiv sehr ausführlich ausgefallen, es wird sich hierbei noch zeigen müssen, wie man all diese Möglichkeiten sinnvoll im Spiel wird einsetzen können. Die Grafik ist erwartungsgemäß über jede Kritik erhaben und die vermittelte Atmosphäre atemberaubend, allerdings vermissten wir doch etwas den Horror, der irgendwo in der ganzen Action verloren ging.
Dead Space 3 wird am 8. Februar 2013 für Xbox 360, Playstation 3 und den PC erscheinen.





