Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Dead Space: Horror-Schocker deluxe - Leser-Test von alpha_omega

    Mit "Die Simpsons - Das Spiel" sowie dem Action-Adventure "Dantes Inferno" stellten die Macher von Visceral Games (früher EA Redwood Shores), ihr kreatives Potenzial mehr als nur einmal unter Beweis. Das Meisterstück legte die Tochtergesellschaft von Electronic Arts allerdings im Jahre 2008 mit dem Science-Fiction-Horror-Survival "Dead Space" ab, welches unter anderem in der MTV-Sendung "Game One" den Award zum besten Spiel des Jahres einheimsen konnte. Dead Space wurde sowohl für die HD-Konsolen Xbox360 und Playstation 3 sowie für den PC veröffentlicht. Die Nintendo Wii bekam hingegen im September 2009 mit "Dead Space Extraction" eine exklusive Auflage spendiert, welche die Geschehnisse vor dem eigentlichen Hauptspiel beleuchtete. Für die damals größte Überraschung noch vor Release des Hauptspiels, sorgte allerdings die USK, die dem blutrünstigen Horror-Shooter ohne jeden Eingriff eine Plakette erteilte. Warum "Dead Space" mehr als nur eine Alternative zu Capcoms Horror-Shooter "Resident Evil" darstellt und zurecht damals mit unglaublich vielen Lorbeeren überschüttet wurde, erfahrt ihr nun in meinem persönlichen Eindruck zur PS3-Version des Spiels.

    Wie es der Name des Spiels ja schon erahnen lässt, handeln Story und Spielablauf von Dead Space nicht auf der Erde, sondern fernab unseres blauen Planeten. Um genauer zu sein auf einem Raumgleiter, der USG Ishimura, die als Bergbauschiff in den Weltraum gesandt wurde, um Ressourcen aus dem weiten Tiefen des Alls zu bergen. Als der Kontakt zur Ishimura abbricht sendet die Erde das Rettungsschiff USC Kellion, welches das Kommunikationssystem wieder instandsetzen und die Situation vor Ort aufklären soll. Doch die Kellion wird bei ihrer Ankunft aufgrund einen Systemfehlers schwer beschädigt und wäre dies nicht schon schlimm genug, stellt die Rettungscrew fest, unter der sich auch der Mechaniker Isaac Clarke befindet, dass von der knapp 1000köpfigen Besatzung jede Spur fehlt und die Ishimura einem Geisterschiff gleicht. Den kurzen Schock noch nicht richtig verdaut wird die mit fünf Mann gestartete Rettungscrew erstmals von einer sonderbaren Spezies angegriffen, bei dem die beiden Piloten ihr Leben lassen. Abgeschnitten von seinen beiden Offizieren, die sich gerade noch retten konnten, irren wir nun als Isaac Clarke, dessen Freundin Nicole sich ebenfalls an Bord der Ishimura befand, durch die Katakomben und über die Brücken des Raumschiffes. Erzählt wird die extrem spannende und mit vielen Wendungen versehene Story lediglich durch Sprachaufzeichnungen und Videoübertragungen, die wir über unser überaus innovatives HUD-System wahrnehmen.

    In leicht versetzter 3rd Person Optik, wir blicken unseren Helden wie bei einem Resident Evil 4 unseren Charakter leicht schräg über die Schulter, schlagen wir uns also nun durch insgesamt 12 Kapitel, in denen unser primäres Ziel lautet zu überleben und die anstehenden Probleme auf der Ishimura zu lösen, die hin und wieder in kleinen Rätseln enden, die sich allerdings nicht unbedingt als Kopfnüsse, sondern eher als willkommene Abwechslung erweisen. Der Schwerpunkt des Gameplays basiert dennoch auf den zahlreichen Begegnungen mit den erschreckenden Kreaturen (sogenannte Necrophome), deren plötzliches Erscheinen aus zum Beispiel Luftschächten oder einem Fahrstuhl, immer wieder für gewollte Schockeffekte sorgen. Um die lästigen Angreifer, die als zweibeinige Kreaturen, Echsenartig oder auch als Tentakel in Erscheinung treten, sich möglichst vom Hals zu halten, bekommt man im Spielverlauf die unterschiedlichsten Waffen zur Verfügung gestellt. Die konservativsten sind dabei noch ein Plasmagewehr sowie ein Flammenwerfer, als äußerst spaßig und auch innovativ anzusehen ist jedoch der Plasma-Cutter, der sich hervorragend für das Abtrennen von Gliedmaßen eignet. Denn wenn es einen erheblichen Schwachpunkt bei den zumeist sehr flinken Gegnern gibt, so sind es deren Beine und Arme, auf die man aus taktischen Maßnahmen immer zuerst schießen sollte. Und geht uns einmal die Munition aus, so bleibt neben der Flucht in einen anderen abgeschnittenen Raum immer noch die Alternative sich mittels Schlagen der Waffe und dem Eintreten auf am Boden liegende Gegner zu wehren.

    Das Missions-Design liefert uns zudem zahlreiche Aufgaben, in denen es gilt diverse Dinge zu reparieren oder auch das angeschlagene Raumschiff von Gefahren aus dem All (zum Beispiel einen Asteroidenhagel) zu bewahren. Mittels Telekinese sowie der Fähigkeit Gegenstände mit Stase einzufrieren und somit bewegliche Dinge zu verlangsamen, entwickelt sich das Gameplay sowohl bei den einzelnen Aufgaben, als auch bei den Action-geladenen Kämpfen mit den fiesen Necromorphen als äußerst komplex. Des Weiteren werden wir hin und wieder in Schwerelosigkeit als auch in Vakuum agieren, wo Isaac die Atemluft über einen Sauerstoffbehälter einatmet, welcher allerdings nur begrenzt ist. Aufgrund der Tatsache, dass wir auf einem Raumschiff fungieren, ist der Spielablauf als auch das Leveldesign recht linear vorgegeben. Hat man trotz allem einmal den Überblick verloren so projizieren wir mittels Tastendruck auf R3 einen Lichtstrahl, der uns den weiteren Weg anzeigt. Das HUD darf wohl als eines der auffälligsten Merkmale von Dead Space bezeichnet werden. Mittel Drücken auf die Dreiecks-Taste öffnet sich ein Hologramm, welches unseren kompletten Inventar sowie die aktuellen Levelmaps und Missionsaufgaben zum Vorschein bringt. Die Größe des Inventars, in dem wir unsere Waffen, Munitionsvorrate, Medipacks sowie andere nützliche Dinge ablegen und jederzeit aufrufen, ist dabei von der aktuellen Beschaffenheit unseres Raumanzuges abhängig, der wie jede der insgesamt sieben Waffen mittels sogenannter Energieknoten aufgerüstet werden kann.

    Der geniale Anzug sowie die futuristischen Waffen sorgen zudem, dass der Spielbildschirm bei Dead Space komplett clean, also frei von irgendwelchen Anzeigen bleibt. Unser aktueller Gesundheitszustand sowie die Luftkanister- und Staseanzeige erscheinen mittels bunten LED ś auf dem Rücken unseres Helden und den Munitionsvorrat der Waffen erblickt man auf einem kleinen Display der jeweiligen Waffe. Apropos Anzug, dieser sorgt übrigens auch für ein etwas träges Laufverhalten unseres Helden, was allerdings den sowohl realistischen Eindruck als auch die beklemmende Situation, in der wir uns befinden, umso mehr verstärkt. Dead Space wird den geübten Shooter-Fan mindestens zehn Stunden an den Bildschirm fesseln, wobei an so ziemlich keiner Stelle des Spiels lange Weile aufkommen mag. Darüber hinaus werden alle gesammelten oder im Shop gekauften Gegenstände bei einen weiteren Anlauf (im wahrscheinlich höheren Schwierigkeitsgrad) mit in das neue Spiel übernommen, was die Motivation, möglichst alle Waffen auf volle Leistung zu upgraden umso mehr motiviert. Zusätzlich sorgen die gut verteilten Trophäen für weitere Gründe Dead Space mindestens zwei bis dreimal durch zuspielen. Leider richtet sich der Horror-Streifen lediglich an Solisten, sodass das Tüpfelchen auf dem i, in Form eines Multiplayers fehlt. Dies ist wirklich schade, denn das Feature mit Plasmacutter und Energiekanonen sich mit menschlichen Gegnern zu messen oder mit denen gemeinsam auf Monsterjagd zu gehen.

    Das wichtigste Kriterium an einem Spiel, welches sich dem Horror verschrien hat, ist natürlich die Atmosphäre, die durch gruselige Locations und vor allem auch durch eine beängstigende Soundkulisse gefördert wird. Und speziell beim Sound haben sich wirklich alle Mitwirkenden mächtig ins Zeug gelegt. Klaustrophobische Klänge, die den Eindruck, gefangen in den einzelnen engen Räumen der Ishimura zu sein, abgefahrene Soundeffekte und Monsterschreie, die einen förmlich das Blut in den Adern gefrieren lassen sowie das Kinderlied "Twinkle, twinkle litte Star" welches man gelegentlich durch die Menschenleere Raumstation schallt. Darüber hinaus zeigt sich auch die deutsche Sprachausgabe von ihrer besten Seite, auch wenn unser wortkarger Held ein eher braves Dasein fristet, was in vielen Situationen durchaus Sinn macht - schließlich ist er ja nur der Mechaniker - doch speziell in den Situationen als er seiner Freundin Nicole begegnet, hätte man sich etwas mehr Lebhaftigkeit gewünscht. Einer wirklich genialen Vertonung, steht eine fast ebenso spektakuläre Grafik gegenüber, die uns nicht nur düster gestaltete und mit viel Blut beschmierten Räume beschert, sondern auch fantastische Blicke ins All gewährt.

    Fazit. Dead Space schickt den Spieler auf einen impulsiven und nervenaufreibenden Trip durch die USG Ishimura, welche gespickt mit vielen grausamen Kreaturen und einigen unterhaltsamen Aufgaben, sich zu eine der neuen Hochburgen im Horror-Genre mausert. Klar, auch hier liegt der Schwerpunkt mehr auf Action-basierten Schusswechseln, die durch die recht neokonservativen Waffen und der taktischen Vorgehensweise allerdings viel abwechslungsreicher ausfallen, als bei manch anderen Spielen dieses Genres. Des Weiteren bietet Dead Space mit dem ausgefallenen HUD, den Stase- und Telekinesefeature sowie den zahlreichen Ausflügen in die Schwerelosigkeit trotz fehlenden Multiplayer genügend Stoff, mehr als nur einmal in die Hand genommen zu werden. Überzeugt Dead Space in Sachen Gameplay, welches durch zusätzlich durch eine eher schwerfällige, dadurch aber weitaus authentische Bedienung, so setzt der Science-Fiction Shooter in puncto Präsentation noch eine Schippe drauf. Eine düstere aber an keiner Stelle des Spiels trist gestaltete Grafik sowie eine Soundkulisse die vor allem in Sachen Vertonung und Hintergrundgeräuschen ihres Gleichen sucht, sorgen für schauderhafte Gänsehauteffekte, die einen noch lange an diesen absoluten Spitzentitel zurück erinnern lassen.

    Negative Aspekte:
    Schweigsamer Held (was aber nicht immer stört), leider kein Multiplayer-Part

    Positive Aspekte:
    Der Raumanzug sowie das innovative HUD-System, Schwerelosigkeit, Stase und Telekinese, taktisches Zerstückeln, das Storytelling mittels Funksprüchen und Videoübertragungen, Gänsehaut-Atmosphäre dank Spitzengrafik und genialer Soundkulisse

    Infos zur Spielzeit:
    alpha_omega hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Dead Space

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: alpha_omega
    9.1
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Dead Space
    Dead Space
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    06.11.2008
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1010435
Dead Space
Dead Space: Horror-Schocker deluxe - Leser-Test von alpha_omega
http://www.gamezone.de/Dead-Space-Spiel-21033/Lesertests/Dead-Space-Horror-Schocker-deluxe-Leser-Test-von-alpha-omega-1010435/
29.10.2010
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/11/DEDSPgenSCRN0726v19_120531140558.jpg
lesertests